Zeitschrift Hochschule und Weiterbildung (ZHWB - Universität Bielefeld)
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Rolf Arnold, Ekkehard Nuissl & Matthias Rohs (Hrsg.). (2017). Erwachsenenbildung. Eine Einführung in Grundlagen, Probleme und Perspektiven. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
Masterstudium ohne Bachelor: Eine Untersuchung zum Studienerfolg nicht-traditionell Studierender
Seit 2012 ist es für Führungskräfte mit mindestens 10-jähriger Berufserfahrung möglich, nach Absolvieren einer Eingangsprüfung ein Masterstudium ohne vorgängigen akademischen Abschluss aufzunehmen. Eine Untersuchung dieser speziellen Gruppe nicht-traditionell Studierender an der Europäischen Fernhochschule Hamburg zeigt: Ein auf diese Zielgruppe zugeschnittenes „Mastereinstiegsprogramm“ (MEP) trägt dazu bei, dass die Öffnung der Hochschule Personen ohne vorhergehende akademische Graduierung zu einem Erfolg auf ihrem Weg des lebenslangen Lernens verhilft
Maren Baumhauer (2017). Berufsbezug und Wissenschaftsorientierung. Grundzüge einer Didaktik wissenschaftlich reflektierter (Berufs-)Praxis im Kontext der Hochschulweiterbildung. Paderborn: Eusl Verlag.
Auf dem Weg zu einer anbieterbezogenen Statistik für die wissenschaftliche Weiterbildung an Hochschulen: Ergebnisse einer empirischen Vorstudie für ein Monitoring wissenschaftlicher Weiterbildung
Infolge des Bedeutungszuwachses der wissenschaftlichen Weiterbildung im Kontext des Lebenslangen Lernens sowie neuen Anforderungen an eine (markt-)strategische Hochschulentwicklung wächst der Bedarf an steuerungsrelevantem evidenzbasiertem Wissen. Die hierzu erforderlichen bereichsspezifischen statistischen Datengrundlagen sind bislang jedoch lediglich in Ausschnitten verfügbar. Angeregt durch die DGWF wurde daher kooperativ vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) in Bonn und der Abteilung Hochschulforschung der Humboldt Universität zu Berlin (HU) eine empirische Vorstudie zur Entwicklung einer anbieterbezogenen Statistik für die wissenschaftliche Weiterbildung durchgeführt, die in ein umfangreicheres Entwicklungsprojekt einmünden soll. Mit dieser Statistik soll sowohl die Angebotsseite an den Hochschulen als auch die Nachfrageseite – die Teilnehmer_innen – erfasst werden. Ausgewählte Ergebnisse der Studie werden im vorliegenden Beitrag vorgestellt
Aktuelle Veröffentlichungen zum Themenfeld „Hochschule und Weiterbildung”: Ein Service der Bibliothek des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) (Halbjahresauszug - November 2017 bis Mai 2018)
Inverse Blended Learning in der Weiterbildung für Erwachenenbildner_innen: Eine MOOC-Fallstudie
Massive Open Online Courses (MOOCs) sind in den letzten Jahren in aller Munde, wenn es darum geht, technologiegestütztes Lernen für große Zielgruppen zu verwirklichen. MOOCs bieten dabei kostenlose Bildung mit offenem Zugang an, sowohl für die breite Öffentlichkeit als auch für spezielle Zielgruppen (z.B. Weiterbildung). Die in den Medien diskutierte Absprungrate (Drop-Out) führte zu einer notwendigen Reflexion über Vor- und Nachteile dieses Verfahrens. Die Autor_innen dieses Beitrags schlagen daher einen neuen pädagogischen Ansatz vor: Der Online-Kurs (MOOC) soll durch Präsenzunterricht ergänzt werden, um den sozialen Prozess des Lernens gezielt zu unterstützen. Während die Anreicherung von Präsenzveranstaltungen mit Online-Anteilen als „Blended Learning“ beschrieben wird, wird die Anreicherung von reinem Online-Lernen durch Präsenzangebote als „Inverse Blended Learning“ bezeichnet. Im Beitrag wird ein MOOC für Erwachsenenbildner_innen, der durch Präsenzangebote erweitert wurde, als Fallstudie vorgestellt. Aus den Daten der Nutzer_innen und ihren Aktivitäten kann mit Hilfe von Verfahren des Learning Analytics Rückschlüsse gezogen werden. Dabei zeigt sich in diesem Beispiel, dass – vermutlich durch das große Angebot und die starke Nutzung von Begleitangeboten zum MOOC – mit 48,2 Prozent eine sehr hohe Zertifizierungsquote (N=3.064 registrierte Nutzer_innen) erreicht werden konnte. Zudem wird eine Verbesserung der Interaktion zwischen den Teilnehmenden auf der MOOC-Plattform als auch in den zugehörigen Diskussionsforen beobachtet
Vernetzung der Anerkennungsberatung als Chance für einen ausbildungsadäquaten Weg in den Arbeitsmarkt: Das Projekt VerAN an der Stiftung Universität Hildesheim
Der Beitrag stellt die Grundideen des Hochschulentwicklungsprojekts „VerAn – Vernetzung der Anerkennungsberatung für ein Hochschulstudium“ und seine Projektmaßnahmen vor und gibt Auskunft über die Erfahrungen, die im ersten Projektjahr gemacht wurden. Das Projekt strebt eine themenbezogene Vernetzung von Beratungseinrichtungen an, die die Anerkennungsberatung für Menschen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen entweder ins Zentrum ihrer Beratungstätigkeit stellen oder anlassbezogen damit befasst sind. Im Laufe des ersten Projektjahres wurden strukturelle Problemlagen deutlich, die auf das zugrundeliegende Verständnis von Internationalisierung zurückgeführt werden können. Zudem werden neue Aufgaben an die wissenschaftliche Weiterbildung gerichtet, da der Prozess der Anerkennung meist mit der Notwendigkeit der (wissenschaftlichen) Nachqualifizierung einhergeh
Strukturdaten Distance Learning/Distance Education – Potenziale der revidierten Fernunterrichtsstatistik für Hochschulen
Die Fernunterrichtsstatistik stellte als Anbieterstatistik bis 2015 jährlich auf freiwilliger Basis erhobene Daten für das durch das Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) definierte Bildungssegment (i.e. nichtakademische Fernlehrinstitute sowie auf privatrechtlicher Basis agierende Hochschulen) bereit. Nach einer umfassenden Revision der Statistik durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), in deren Rahmen u.a. auch ihre Umbenennung erfolgte, werden nun auch auf öffentlich-rechtlicher Basis im Feld der „Distance Education“ agierende Hochschulen in die Stichprobe einbezogen. Damit ist intendiert, Daten zu einem – im Zuge der zunehmenden Öffnung der Hochschulen – emergierenden Bildungssegment zu generieren, das sich gegenwärtig als relativ unübersichtlich und empirisch nur unzureichend erfasst darstellt. Fokussierend auf die hochschulische Teilstichprobe stellt der Beitrag ausgewählte Ergebnisse der Erhebung 2017 vor und reflektiert dabei Herausforderungen und Potenziale der Statistik.
 
Die Einstellungen der Studierenden als Herausforderung für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien in der wissenschaftlichen Weiterbildung
Ob E-Learning-Angebote in der wissenschaftlichen Weiterbildung erfolgreich genutzt werden, hängt nicht zuletzt mit der Einstellung der Studierenden zusammen. Sehen die Studierenden den Mehrwert der Angebote oder überwiegen Befürchtungen? In diesem Beitrag werden Einstellungen der Studierenden der wissenschaftlichen Weiterbildung zur Nutzung von E-Learning-Angeboten in der Lehre untersucht. Anhand der Ergebnisse einer Befragung (N=319) kann einerseits eine positive Grundeinstellung eines Großteils der Studierenden gegenüber E-Learning-Angeboten aufgezeigt werden. Die Studierenden empfinden diese als Mehrwert im Hinblick auf die größere Flexibilität, die durch E-Learning ermöglicht werden kann, aber erhoffen sich auch größere Lernerfolge. Andererseits wird die Relevanz der Berücksichtigung unterschiedlicher Nutzergruppen bei der Einführung und Nutzung deutlich. Geschlechts- und altersspezifische Unterschiede existieren insbesondere bei der Selbsteinschätzung der IT-Kompetenz. Das ist ein relevanter Ansatzpunkt für die Praxis: Einführungs- und Betreuungsangebote, die speziell auf die Zielgruppe weiblicher älterer Studierender zugeschnitten sind, um auch diesen die nötige Sicherheit im Umgang mit E-Learning-Angeboten zu ermöglichen
Digitalisierung in der wissenschaftlichen Weiterbildung im Bereich Gesundheit und Pflege: Herausforderungen und Chancen unter besonderer Berücksichtigung des Blended Learning Formates
Die notwendige Digitalisierung an Hochschulen birgt Vorteile für die Studierenden. Online basierte Studienformate beeinflussen den Lernprozess im konstruktivistischen Sinn. Im Rahmen des Teilvorhabens „Bachelor Upgrade angewandte Pflegewissenschaften“ des BMBF-geförderten Verbundprojektes „PuG – Entwicklung gesundheits- und pflegebezogener Studiengänge“ der Ostfalia Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel werden wissenschaftliche Weiterbildungsprogramme im Blended Learning Format entwickelt. Hinsichtlich der Konzeption dieser wissenschaftlichen Weiterbildungsprogramme müssen besondere Aspekte berücksichtigt werden, da die Zielgruppe nicht-traditionell Studierende sind. Sie haben in der Regel familiäre sowie berufliche Verpflichtungen und präferieren daher Weiterbildungsangebote mit wenigen Präsenzphasen. Somit ergeben sich hinsichtlich Didaktik, Methodik und Technik enorme Herausforderungen. Zudem haben diese Lernenden einen hohen Anspruch an Beratungs- und Unterstützungsangebote. Im Projekt werden diese Aspekte berücksichtigt. Beispielsweise basiert jedes Modul auf didaktisch aufbereitetem Studienmaterial, welches den Teilnehmenden zu Beginn ausgehändigt wird. Online-Mentor_innen begleiten die Lernenden im Lernprozess, um Drop-Outs zu vermeiden. Zudem werden technikbasierte Tools eingesetzt. Innerhalb des Teilprojektes wurden Module des wissenschaftlichen Weiterbildungsprogramms erprobt und evaluiert. Mithilfe der Evaluation werden Bedingungsfaktoren des erfolgreichen Lernprozesses identifiziert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet