Zeitschrift Hochschule und Weiterbildung (ZHWB - Universität Bielefeld)
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„Times of transition – the role of university lifelong learning“ Bericht zur 50th EUCEN Conference (european university continuing education network): 6. bis 8. Juni 2018 in der University of Bergen
Digitalisierung von Weiterbildung im Spannungsfeld zwischen den Anforderungen der Zielgruppen und den Lehrgewohnheiten an Hochschulen
Die sogenannten Generationen Y und Z (Jahrgänge ab 1981; Parment, 2013) stellen viele neue Anforderungen an das Zusammenspiel von Arbeit, Lernen und Familie. Lernen erfolgt vermehrt begleitend zum Berufsleben. Daher gewinnen berufsbegleitende Studienformate immer mehr an Relevanz. Dabei stellt sich die Frage, wie berufsbegleitendes Studieren organisatorisch und didaktisch angeboten werden soll, um die Bedarfe der Zielgruppe zu decken. Eine Bedarfsanalyse des Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung der Hochschule Biberach zum berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang Wirtschaftsrecht (Bau und Immobilien) zeigte, dass sich ein Großteil der Befragten (73,6%) vorstellen kann, einen reinen Online-Studiengang zu absolvieren. Digitale Medien sind für diese Zielgruppe Bestandteil des Alltags (Haller, 2015). Die Bedarfe der Zielgruppe kollidieren dabei mit den gängigen Lehr-Lernformen an Hochschulen. In der klassischen Lehre ist auch heute trotz aller Digitalisierung die Präsenzlehre für die meisten Lehrenden die vorrangige Lehrform, was die wissenschaftliche berufsbegleitende Weiterbildung vor eine große Herausforderung stellt. Dabei ist die Anzahl der innovators und early adopters (Rogers, 1995) an jeder Hochschule begrenzt und die Mehrheit braucht für diesen Wechsel der Lernform einiges an Zeit und Unterstützung (Deimann, Weber & Bastiaens, 2008). Dieser Beitrag thematisiert die sich verändernden Anforderungen für die Lehrenden, die sich aus der Bedarfsanalyse ableiten lassen, und präsentiert Lösungsansätze
Maria Kondratjuk (2017). Soziale Welt Hochschulweiterbildung.Figurationsmerkmale, Arenastruktur, Handlungsmodell. Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag.
Rudolf Egger & Martin Heinz Bauer (Hrsg.). (2017). Bildungspartnerin Universität. Tertiäre Weiterbildung für eine erfolgreiche Zukunft. Wiesbaden: Springer VS.
Hochschulische Strategieoptionen im Feld englischsprachiger wissenschaftlicher Weiterbildung: Eine Bewertung auf Basis einer Alumni- und Studierendenbefragung
In dem Beitrag werden zunächst allgemeine Prozesse der Globalisierung und Digitalisierung im Feld der Hochschulbildung beschrieben, sowie anhand statistischer Daten aufgezeigt, wie groß der globale, online-basierte Weiterbildungsmarkt derzeit ist und welches Wachstumspotenzial in ihm steckt. In der Folge wird ein Konzept vorgestellt, anhand dessen die im Zeitalter von Globalisierung und Digitalisierung bestehenden Strategieoptionen von Hochschulen eingeordnet werden können. In diesem Kontext werden die Strategie der „Internationalisierung“ sowie drei verschiedene „Transnationalisierungsstrategien“ unterschieden. Der Beitrag enthält mit der Bewertung verschiedener Strategieoptionen für die School of Advanced Professional Studies (SAPS) der Universität Ulm einen konkreten Anwendungsfall. Dabei geht es um die Frage, welche Markteintrittsstrategien im Bereich englischsprachiger Weiterbildungsmodule vor dem Hintergrund des vorgestellten Konzepts konkret gewählt werden sollten. Um für eine derartige Bewertung Anhaltspunkte zu gewinnen, wurde eine empirische Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse zur Befragung internationaler Alumni sowie die allgemeine Akzeptanz von englischsprachigen Modulen werden vorgestellt. Dann werden die konkreten Strategieoptionen der SAPS in das zuvor definierte Konzept eingeordnet und einer Bewertung unterzogen. Schließlich wird der Nutzen des Konzepts für Hochschulen im Allgemeinen gewürdigt
Der internationale Weiterbildungsstudiengang „International Construction: Practice and Law“ an der Universität Stuttgart
Das Institut für Baubetriebslehre der Universität Stuttgart bietet seit dem Jahr 2015 einen Weiterbildungsstudiengang zum internationalen Bauen und Baurecht an. Das englischsprachige Bildungsangebot mit dem Ziel eines Master of Business Engineering zieht internationale Studierende aus der ganzen Welt an und ist ein interessantes Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Weiterbildung mit internationalem Bezug funktionieren kann. Der Beitrag erläutert nach einführenden Worten zur verantwortlichen Bildungseinrichtung die Motivation zur Einrichtung des Studiengangs, die Historie und die Entwicklung sowie inhaltliche Fragestellungen. Vorgestellt wird auch das Distance Learning Angebot, das den Studierenden eine Teilnahme an den Veranstaltungen über das Internet ermöglicht. Zudem wird aufgezeigt, welcher Austausch und welche Lernmöglichkeiten auf wissenschaftlicher Ebene bereits stattfinden und künftig möglich sind
Netzwerkstrukturen und Dimensionen bildungspolitischen Handelns: Verbünde der wissenschaftlichen Weiterbildung auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene
Netzwerke der wissenschaftlichen Weiterbildung agieren praxis-orientiert und dienen als Plattform der Kooperation sowie der bildungspolitischen Einflussnahme. Der Beitrag bietet eine europäisch orientierte Definition wissenschaftlicher Weiterbildung an. Der Fokus liegt dabei auf wissenschaftlicher Weiterbildung als hochschulischer Besonderheit. Vorgestellt werden Netzwerke des Lebenslangen Lernens und ihre hochschulpolitische Wirkung auf institutioneller, regionaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Darüber hinaus werden Ziele, Aufgaben, das Selbstverständnis sowie die organisationalen Strukturen verschiedener Netzwerke exemplarisch betrachtet und verglichen. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht dabei die Frage: Wie funktionieren Kommunikation, Informationsaustausch und Verbreitung zwischen den verschiedenen Netzwerk-Partner_innen, vor allem im Hinblick darauf, dass die einzelnen Hochschulen jeweils spezifische Schwerpunkte hinsichtlich des Fächerspektrums und damit des jeweiligen Profils und der Zielgruppen aufweisen? Gibt es gemeinsame Ziele, auf die sich die Netzwerk-Mitglieder verständigen? Wie kann diese Vielfalt in Stellungnahmen und Positionspapieren transportiert werden? Welche Wirkung können Netzwerke in hochschulpolitischer Hinsicht auf institutioneller, regionaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene erzielen und gibt es Indikatoren, an denen sich diese Wirkung messen lässt
Mandy Schulze (2018). Erfolgreiche Studiengangentwicklung in der Hochschulweiterbildung. Die Institutionalisierung des Masterstudiengangs Sozialmanagement an deutschen Fachhochschulen. Baden-Baden: Nomos.
Grenzüberschreitender Bildungstransfer durch Bildungsprojekte: Transferindizien aus einem internationalen Weiterbildungsstudiengang
oai:biejournals.de:article/126In diesem Beitrag wird die Frage erörtert, wie grenzüberschreitender Bildungstransfer durch Bildungsprojekte, die sich das „Lernen am Unterschied“ zum Ziel setzen, gelingen kann. Dafür werden die Strukturen und didaktischen Grundprinzipien eines internationalen Projekts der wissenschaftlichen Weiterbildung, dem Studiengang International Education Management (INEMA), beschrieben. Durch eine anschließende Darstellung exemplarischer Forschungsprojekte, die die Studierenden im Rahmen ihrer Masterarbeit umsetzten, werden Indizien für individuell gelungene, grenzüberschreitende Bildungstransfers aufgezeigt. Diese auf das Plausibilisieren limitierte Vorgehensweise lässt keine kausale Attribuierung oder gar eine Verallgemeinerung der Ergebnisse zu. Doch wäre ein Transferverständnis im Sinne eines technisch reproduzierbaren (gar beweisbaren) „Durchreichens“ von Wissen oder Bildungsstrukturen ohnehin problematisch. Der Beitrag gliedert sich in a) eine Erläuterung des Hintergrunds, vor welchem internationales Bildungsmanagement stattfindet, die eine Erklärung des zugrundeliegenden Verständnisses eines gelungenen Wissens- und Bildungstransfers einschließt, b) eine Erläuterung und Illustration des Weiterbildungsstudiengangs und c) eine kurze inhaltliche Analyse exemplarischer Abschlussarbeiten, die verdeutlicht, wie die Absolvent_innen explizit im Studium behandelte Modelle aktiv auf neue Kontexte anwenden. Diese Bezugnahmen auf erlerntes Wissen, die in den Abschlussarbeiten erkennbar sind, können als Indikatoren für gelungene Bildungs- und Wissenstransfers angesehen werden