Zeitschrift Hochschule und Weiterbildung (ZHWB - Universität Bielefeld)
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Theorie-Praxis-Verzahnung als zentrales Element von Formaten wissenschaftlicher Weiterbildung
Theorie-Praxis-Verzahnung (TPV) ist ein zentrales Element von Formaten wissenschaftlicher Weiterbildung, diesich vorrangig an berufserfahrene Studierende richten und stärker als grundständige Studienangebote auf die Praxis gerichtet sind. Vor diesem Hintergrund ist die Frage nach dem Einbezug von beruflicher Erfahrung sowie nach der Verknüpfung von theoretisch-wissenschaftlichem und beruflichem Wissen in Lehr-Lernprozessen von Bedeutung. Im vorliegenden Beitrag werden die Ergebnisse einer empirischen Studie vorgestellt, welche diesen Fragen nachging. Auf Basis einer Fallanalyse wurden Dimensionen und Aspekte identifiziert, die relevant für TPV sind. Zunächst werden die Rahmenfestlegungen beschrieben, welche die TPV unterstützen, gefolgt von Lehr-Lern-Aktivitäten am Lernort Hochschule, am Lernort Praxis sowie der zeitlichen Gestaltung von TPV. Bevor abschließend die Ergebnisse zusammengefasst werden, erfolgt ein Blick auf die Reflexion als zentralen Aspekt von TPV
Timm C. Feld & Sabine Lauber-Pohle (Hrsg.). (2018). Organisation und Profession. Felder erwachsenenpädagogischer Forschung. Wiesbaden: Springer VS.
Annika Jokiaho (2018). Didaktische E-Learning-Szenarien für die Hochschullehre. Ludwigsburger Hochschulschriften. Band 13 der Reihe TRANSFER. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
Wirksamkeit wissenschaftlicher Weiterbildung aus Sicht von Stakeholdern: Kriterien zur Erfolgsbestimmung und den wahrgenommenen Bedingungsfaktoren
Die Weiterbildung an Hochschulen ist an evidenzbasierten Daten interessiert, um Aussagen über die Wirksamkeit von eigenen Angeboten treffen zu können. Oftmals unklar ist, was unter Wirksamkeit verstanden werden kann und welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit die Weiterbildungen Wirkung entfalten. Der Beitrag stellt eine Studie vor, die beide Aspekte adressiert und Aussagen unterschiedlicher Beteiligter am Weiterbildungsgeschehen wiedergibt. Angebotsseitig wurden Weiterbildungsverantwortliche sowie Lehrpersonen der Hochschule befragt. Nachfrageseitig wurden Teilnehmende berufsbegleitender Studiengänge und Unternehmensvertreter_innen aus ausgewählten Branchen einbezogen. Die erhobenen qualitativen Daten wurden inhaltsanalytisch analysiert und induktiv zu Kategorien zusammengefasst. Die Ergebnisse zeigen insgesamt fünf Oberkategorien auf, die die Wirksamkeit abbilden: (1) Erfolgreicher Praxistransfer; (2) Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen; (3) Strategischer Nutzen; (4) Sozialer/kultureller Nutzen und (5) Resonanz der Teilnehmenden auf die wissenschaftliche Weiterbildung. Die Voraussetzungen lassen sich ebenfalls in fünf Kategorien abbilden: (a) teilnehmenden-, (b) unternehmens-, (c) angebots-, (d) hochschul- und (e) markt-/umfeldbezogene Faktoren. Im Beitrag werden nach der Darstellung der Studienergebnisse Schlussfolgerungen für die Weiterbildungspraxis in Hinblick auf die Themen Evaluation, Theorie-Praxis-Transfer und Marketing/Zielgruppenspezifische Kommunikation diskutiert
Weiterbildungsstudiengänge als Formate der interaktionalen Professionalisierung : Eine empirische Beobachtung
Wissenschaftliche Weiterbildungsangebote adressieren als Teil des Wissenschaftssystems insbesondere Akteur_innen der (Berufs-)Praxis. Damit bieten sie aus einer system- und wissenstheoretischen Perspektive Möglichkeiten zur Interaktion von wissenschaftlichen Erkenntnissen und (berufs-)praktischen Erfahrungen. Ausgehend von einem eigenen Modell zur Entstehung von Professionalität in Form einer besonderen Wissensqualität – dem Professionswissen – wurde in einem explorativen Forschungsprojekt untersucht, inwiefern sich die Annahmen des Modells aus der Perspektive von Teilnehmenden bestätigen und welche Professionalisierungseffekte zum Ausdruck kommen. Dafür wurden Teilnehmende drei sich unterscheidender weiterbildender Masterstudiengänge aus dem Bereich Erziehungswissenschaften befragt, wie sie das Verhältnis von wissenschaftlichem und (berufs-)praktischem Wissen wahrnehmen und welche Gelegenheiten sich zur Begegnung der Wissensarten bieten. Gleichwohl in den Studiengängen sowohl in formellen als auch in informellen Kontexten Gelegenheiten zur Interaktion der Wissensarten wahrgenommen werden, zeichnen sich Unterschiede zwischen Studiengängen mit spezifischer Berufsfeldorientierung und einer Orientierung an der Disziplin Erwachsenenbildung/Weiterbildung ab
Struktur und Transparenz von Angeboten der wissenschaftlichen Weiterbildung an Hochschulen in Deutschland: Empfehlung der DGWF, beschlossen vom erweiterten Vorstand in Köln am 5. September 2018
Forschung im Spannungsfeld von Erkenntnis- und Verwertungsinteresse Bericht zur 7. Forschungswerkstatt wissenschaftliche Weiterbildung der AG Forschung in der DGWF. 12. bis 13. April 2019 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Vizepräsident_innen als Akteure in der hierarchischen Selbststeuerung wissenschaftlicher Weiterbildung: Ein Forschungsbericht
Vor dem Hintergrund der Umgestaltung von Steuerungsprozessen in Hochschulen – weg von einer verwaltenden Steuerung, hin zu einer Governance – verändert sich auch die Rolle der Hochschulleitungen im Geflecht hierarchischer Selbststeuerung. Der Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung stellt dabei ein besonderes Steuerungsfeld dar, da er im Gegensatz zu Forschung und grundständiger Lehre bisher wenig etabliert und damit gestaltbar ist. Eine besondere Funktion kommt dabei den Vizepräsident_innen zu, welche zentral für die strategische Ausrichtung und Steuerung entsprechender Einheiten zuständig sind. In sieben Interviews mit Vizepräsident_innen für Studium und Lehre im Sommer und Herbst 2018 wurde der Frage nachgegangen, ob die wissenschaftliche Weiterbildung als Feld der Etablierung neuer Steuerungsformen im Hochschulbereich fungiert und welche Instrumente dabei eingesetzt werden. Das Ergebnis zeigt eine geringe aktive Steuerung der wissenschaftlichen Weiterbildung durch die Vizepräsident_innen. Dabei werden– wenn überhaupt – etablierte Steuerungsinstrumente eingesetzt