Zeitschrift Hochschule und Weiterbildung (ZHWB - Universität Bielefeld)
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Joachim Dikau: Die Frühphase der universitären Erwachsenenbildung in der Bundesrepublik Deutschland. Von ihren ersten Ansätzen bis zur Bildungsreform der siebziger Jahren (2010): Nachdruck
Christ, Johannes, Koscheck, Stefan, Martin, Andreas & Widany, Sarah (2019). Wissenstransfer – Wie kommt die Wissenschaft in die Praxis? Ergebnisse der wbmonitor Umfrage 2018. Bonn: Bundesinstitut für Berufsbildung
Relevanz einer Dokumentenanalyse: Zur Geschichtlichkeit der Hochschulweiterbildung am Beispiel ihrer Verbandsarbeit
In diesem Beitrag wird die Entwicklung des Fachverbandes der Hochschulweiterbildung in Deutschland im Lichte ihrer Geschichtlichkeit bearbeitet. Dabei wird der Verband, der 1970 als „Arbeitskreis Universitäre Erwachsenenbildung“ (AUE) gegründet und 2003 in „Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V.“ (DGWF) umbenannt wurde, anhand ausgewählter Dokumente betrachtet. Der Beitrag eröffnet eine forschungsrelevante Perspektive, indem der Erkenntnisgewinn durch den Zugriff auf eine Dokumentenanalyse deutlich gemacht wird
Zielgruppenspezifische Beratung für Gesundheitsberufe und Arbeitgebende von Gesundheitsbetrieben
Beratung im Kontext Lebenslangen Lernens gewinnt aufgrund individualisierter Berufs- und Bildungsbiografien an Bedeutung. Im Strategiepapier zur Gestaltung des Lernens im Lebenslauf wurde den deutschen Hochschulen u.a. die Weiterentwicklung der Bildungsberatungsangebote für kleineund mittlere Unternehmen empfohlen (BMBF, 2008). Den hohen Stellenwert begleitender Beratungsangebote bestätigten auch Ergebnisse der Projektfortschrittsanalyse 2018 der 2. Wettbewerbsrunde des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“, dernicht-traditionell Studierende bzw. Berufstätige, Angehörige mit Familienpflichten und Berufsrückkehrende im Rahmen wissenschaftlicher Weiterbildung adressiert (Nickel, Schulz & Thiele, 2019). An dieser Stelle setzt das Teilvorhaben der Universität Osnabrück (Förderkennzeichen: 16OH21027) des vom BMBF geförderten Verbundprojekts „Kompetenzentwicklung von Gesundheitsfachpersonal im Kontext des Lebenslangen Lernens (KeGL)“ an. Die Ergebnisse derMulti-Methoden-Studie ermittelten einen geringen Bekanntheitsgrad von hochschulischen Zertifikatsangeboten, die auf die Gestaltung zielgruppenspezifischer Informations- undBeratungswege hinwiesen. Darüber hinaus wurden Beratungsangebote, z.B. zur Vereinbarkeit der Angebote mit Familie und Beruf, eingefordert. Die Mehrzahl der Arbeitgebenden betrachtete die Zertifikatsangebote ausschließlich als Angebote für akademische Gesundheitsberufe und ordnetedie bereits etablierten fachpraktischen Weiterbildungsangebote den beruflich qualifizierten Gesundheitsberufen zu. Aus den Ergebnissen wurden zielgruppenspezifische Assessmentinstrumenteund Beratungsangebote für Gesundheitsberufe sowie für Arbeitgebende von Gesundheitsbetrieben abgeleitet, mit dem Ziel, den Bekanntheitsgrad, die Akzeptanz und erfolgreiche Teilnahme zu fördern
Zur Verhältnisbestimmung von Wissenschaft und gesellschaftlicher Umwelt : Eine begriffsgeschichtliche Perspektive auf wissenschaftliche Weiterbildung
Wird die wissenschaftliche Weiterbildung als dynamisches Verhältnis von Wissenschaft und gesellschaftlicher Umwelt gefasst, zeigen sich innerhalb unterschiedlicher sozialhistorischer Kontexte (Universitätsausdehnungsbewegung, Weimarer Republik, universitäre Erwachsenenbildung in der BRD, Bologna-Prozess) entsprechende Ausdrucksweisen ihrer Verhältnisbestimmung, als bspw. „volkstümliche Hochschulkurse“, „Popularisierung“, „Laiengeistigkeit“, „Arbeitsgemeinschaft“, „Lebensordnung“ oder „Seminarkurse“. Anliegen dieser begriffsgeschichtlichen Perspektive ist es, dafür zu sensibilisieren,welche Bedeutung eines Begriffs vor dem Hintergrund welcher Bedingungen zum Tragen kommt und damit die Möglichkeit der Präzisierung eines Begriffsinstrumentariums zu schaffen