Zeitschrift Hochschule und Weiterbildung (ZHWB - Universität Bielefeld)
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Aktuelle Veröffentlichungen zum Themenfeld „Hochschule und Weiterbildung”: Ein Service der Bibliothek des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) (Halbjahresauszug – November 2020 bis Mai 2021)
Auswirkungen von Kooperationsverhältnissen auf die wahrgenommene Nachhaltigkeit in Verbundprojekten
Kooperation ist seit vielen Jahrzehnten ein zentrales Thema in Forschung, Lehre und Weiterbildung, wobei insbesondere die Zusammenarbeit mit außerhochschulischen Partnern im Vordergrund steht. Ungeachtet der zahlreichen Herausforderungen sowie der bestehenden Konkurrenzverhältnisse, werden auch zunehmend Kooperationen zwischen wissenschaftlichen Weiterbildungseinrichtungen verschiedener Hochschulen eingegangen. Ein Grund hierfür könnte das Interesse von Fördermittelgebern an Verbünden bei der Beantragung und Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten sein, um zum einen Synergieeffekte zu nutzen und zum anderen die Vernetzung zu fördern und damit nachhaltige(re) Ergebnisse zu erreichen. Vor diesem Hintergrund widmet sich der vorliegende Beitrag der Fragestellung, welche Auswirkungen die Kooperation in geförderten Verbundprojekten auf die wahrgenommene Nachhaltigkeit hat. Zur Beantwortung der Frage werden im Rahmen des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ (2011-2020) erhobene quantitative Daten herangezogen
Zertifikatsangebote zur wissenschaftlichen Weiterbildung von Gesundheitsfachkräften an niedersächsischen Verbundhochschulen: Certificates of Basic Studies (CBS) und Diploma of Basic Studies (DBS) als neue Abschlussformate im Kontext einer spezifischen Hochschulkooperation
Um flächendeckend eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung zu etablieren, bedarf es insbesondere qualifizierter Gesundheitsfachkräfte. Bislang fehlt jedoch weitestgehend eine strukturierte Form der Weiterbildung, die Gesundheitsfachkräften eine an den aktuellen und zukünftigen Bedarfen sowie an ihren eigenen Bedürfnissen orientierte (Weiter-)Entwicklung beruflicher und persönlicher Kompetenzen ermöglicht. Mit den im Rahmen eines BMBF-geförderten Projektes, innerhalb einer hochschulübergreifenden Kooperation von fünf niedersächsischen Hochschulen (KeGL-Verbund) entwickelten wissenschaftlichen Zertifikatsangeboten, kann diese Lücke geschlossen werden. Die kurzformatigen, berufsbegleitend absolvierbaren Weiterbildungsmodule sind in einer Baukastensystematik angeordnet. Ein Blended Learning-Format soll es den Teilnehmenden ermöglichen, zeitlich und örtlich flexibel, erforderliche Kompetenzen in speziellen Themenfeldern zeitnah und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und – ggf. auch hochschulübergreifend – verschiedene Zertifikatsabschlüsse zu erwerben. Diese gewährleisten eine hohe Durchlässigkeit in die berufliche und hochschulische Bildung. Projektabschließend erfolgte eine externe Zertifizierung des an den Verbundhochschulen entwickelten Weiterbildungsangebots sowie eine institutionelle Zertifizierung des KeGL-Verbundes. Der Abschluss eines Vertrages zur Verstetigung der hier vorbereiteten Hochschulkooperation steht aktuell noch aus
DGWF e.V., Carola Iller, Burkhard Lehmann, Gabriele Vierzigmann & Silke Vergara (Hrsg.) (2020). Von der Exklusion zur Inklusion. Weiterbildung im Sozialsystem Hochschule. Bielefeld: wbv.
Matthias Rohs, Hans-Joachim Schmidt & Hans-Ulrich Dallmann (Hrsg.) (2020). Aufstieg durch Bildung? Regionale Bedarfe als Grundlage wissenschaftlicher Weiterbildung. Bielefeld: wbv.
Digitalisierung im Feld der wissenschaftlichen Weiterbildung: Entwicklungslinien und Tendenzen des Bildungsbegriffs
Wissenschaftliche Weiterbildung ist als Feld zu markieren, auf das unterschiedliche Einflüsse wirken und in dem insgesamt unterschiedliche Logiken (u.a. Politik, Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft) vorherrschen und aufeinandertreffen (Wittpoth, 2005). Diese allgemeine Feststellung erfährt gegenwärtig eine Zuspitzung. Neben der Tendenz der Orientierung an Beruf und Beruflichkeit, die schon seit längerem feststellbar ist (Kraus, 2006) sowie an neoliberalen Steuerungsmechanismen, besteht zudem mit der Digitalisierung eine zentrale Tendenz mit beträchtlichen Auswirkungen für gesellschaftliches und berufliches Leben. Was geschieht, wenn das heterogene Feld der wissenschaftlichen Weiterbildung zunehmend mit technischen Neuerungen wie Digitalisierung und ihren Auswirkungen für Beruf und Gesellschaft konfrontiert wird? Was geschieht dann mit der „Bildung“ in der wissenschaftlichen Weiterbildung? Diese Fragen diskutiert der Beitrag kritisch, um gleichsam Anregung für das Selbstverständnis wissenschaftlicher Weiterbildung in Zeiten gesellschaftlichen Wandels zu geben