Die Materialwerkstatt (DiMawe) - Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht
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    Portfolioimpulse als Eingriff in Prozesse der Ästhetischen Forschung: Reflexion einer Konzeption für das fächerübergreifende Projektseminar "Crossover"

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    Das interdisziplinären Projektseminar "Crossover" zielt auf eine performativ-künstlerische Auseinandersetzung mit einem Semesterthema ab, welche in einer Kleingruppen-Performance mit dazugehöriger Reflexion als Prüfungsleistung mündet. Hierbei spielen sowohl musikalische und künstlerische Inhalte als auch bewegungsbezogene Aspekte eine Rolle. Methodisch ist das Seminar an das Konzept der Ästhetischen Forschung (Kämpf-Jansen, 2012) angelehnt. Da Ästhetische Forschung einen selbstbestimmten und ergebnisoffenen Prozess impliziert, stellt uns die Übertragung des Konzepts in den Hochschulkontext vor Herausforderungen. Aufgrund der festgelegten Prüfungsleistung und der damit einhergehenden zu vermittelnden ästhetischen Praktiken entwickelt sich ein Spannungsfeld zwischen den angestrebten freien individuellen Prozessen und den hochschulorganisatorischen Vorgaben. Um diesem zu begegnen, erweitern wir das – im Konzept der Ästhetischen Forschung vorgesehene – Dokumentationsinstrument des Tagebuchs durch gezielte Portfolioimpulse, die eine Erprobung und Reflexion der zu vermittelnden ästhetischen Praktiken anstreben. Im Beitrag wird die Konzeption des Seminars dargestellt. Die Portfolioimpulse werden als Möglichkeit evaluiert, obligatorische Inhalte in Prozesse der Ästhetischen Forschung zu integrieren

    Augmented Reality im Musikunterricht: Hochschuldidaktische Anregungen zur Erprobung und Reflexion immersiver AR-Anwendungen am Beispiel des Kompetenzbereichs Hören

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    Während der primäre Einsatzbereich von Augmented-Reality-Anwendungen (AR) nach wie vor im Bereich Computer- und Videospiele liegt, wird diese Technologie nur in verhältnismäßig geringem Maße in Bildungskontexten eingesetzt. Gleichwohl handelt es sich bei Virtual-Reality-Anwendungen (VR) um eine mutmaßlich positiv besetzte Technologie, die Kindern und Jugendlichen vor allem aus dem Freizeitbereich bekannt ist und deren Integration in den Musikunterricht sowohl Lebensweltorientierung mit Blick auf das Mediennutzungsverhalten junger Menschen als auch neue Möglichkeiten für musikbezogenes Lehren und Lernen verspricht. In diesem Beitrag werden Materialien aus einem Workshopkonzept zum Thema Hören präsentiert, die angehenden Lehrkräften Anregungen bieten sollen, das Potenzial von AR-Musik-Apps im Musikunterricht kritisch zu reflektieren und zu diskutieren. Erfahrungen aus dem exemplarischen Einsatz der AR-Musik-Apps WalkThruMusic, Konzerthaus Plus und Beethooven: Fol­ge der Musik werden illustriert

    Humboldt versus Hightech?! Entwicklung und Erprobung eines Lehrkonzeptes zur Integration von Bestimmungsapps in die universitäre Sachunterrichtslehrpersonenausbildung

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    Dieser Beitrag stellt das Lehrkonzept einer universitären Übungseinheit für angehende Grundschullehrpersonen im sachunterrichtlichen Bezugsfach Biologie vor. Dabei wird das übergeordnete Ziel verfolgt, den Studierenden Bestimmungskompetenzen und Artenkenntnis zu vermitteln. Sie gelten als wichtige Faktoren, um Interesse am Schutz der Umwelt und der Biodiversität zu entwickeln. Die Übungsinhalte werden durch Alexander von Humboldts südamerikanische Forschungsreise kontextualisiert. Es wurde ein Screencast produziert, der die Studierenden motivieren soll, sich mit den fachwissenschaftlichen Lerninhalten auseinanderzusetzen. In der Bestimmungsübung zu Laub- und Nadelbäumen kommen ausschließlich Bestimmungsapps mit automatischer bzw. manueller Bestimmungsmethode zum Einsatz. Um die Kursteilnehmer*innen ebenfalls im Umgang mit dichotomen Bestimmungshilfen zu schulen, wird auf einen digitalen, dichotomen Bestimmungsschlüssel zurückgegriffen. Die Ergebnisse der begleitenden qualitativen sowie quantitativen Querschnittsstudie (N=46) weisen auf hohe Zustimmungsraten bezüglich der getroffenen Kontextualisierung sowie der ausschließlichen Verwendung von digitalen Bestimmungshilfen hin. Als Gründe dafür werden produkteigenschafts- und wirksamkeitsbezogene Aspekte genannt. Knapp 75 Prozent der Befragten halten den Einsatz von Bestimmungsapps im Studium für sinnvoll. Darüber hinaus geben die Studierenden nach der Übungseinheit an, Bestimmungsapps in ihrem eigenen Unterricht einsetzen zu wollen. Der Beitrag gibt Anregungen dazu, wie das Lernen mit und über digitale(n) Medien, hier insbesondere in Form von Bestimmungsapps und Screencasts, im Lehramtstudium gelingen kann und welche Hürden es dabei zu bewältigen gibt

    Qualitätsentwicklung von und durch Portfolioarbeit: Oder: Wenn man nicht findet, was man sucht, und nicht sucht, was man finden könnte

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    Portfolio und Portfolioarbeit sind seit der Jahrtausendwende viel gebrauchte Schlagworte im Bildungssektor. Sie gelten auch in der Lehrer*innenbildung national und international als Innovation. Aktuell werden Portfoliokonzepte auch vor dem Hintergrund ministerialer Vorgaben in die Lehrer*innenbildung implementiert – dies, obwohl die Forschungslage zur Arbeit mit Portfolios nach wie vor wenig belastbar ist. Wer sich aktuell oder künftig professionell mit Portfolios in der Lehrer*innenbildung befasst, muss sich früher oder später mit Fragen der Qualitätssicherung bzw. -entwicklung beschäftigen. Da sich die Portfolioarbeit selbst als Ansatzpunkt der Qualitätsentwicklung von Lehr-Lern-Settings versteht, ist zu unterscheiden zwischen Qualitäten von Portfolioarbeit und Qualitäten durch Portfolioarbeit. Während mit Qualität von Portfolioarbeit die Frage der konzeptadäquaten Umsetzung adressiert wird, geht es bei der Frage nach der Qualität durch Portfolioarbeit um Erforschung ihrer Potenziale. Beide Zugänge haben ein gemeinsames Grundproblem: die Frage, was denn eigentlich mit den Begriffen Portfolio und Portfolioarbeit gemeint ist. Hinter dem Portfolioansatz verbirgt sich ein besonderer Lern-, Denk- und Arbeitsstil. Je nachdem, welche Lesart des Grundkonzepts gewählt wird, wirkt sich das auf Fragen der Qualität von und durch Portfolioarbeit aus, d.h. auf Konzeptevaluationen bzw. die Erforschung von Potenzialen. Während Konzeptevaluationen vor der Aufgabe stehen, deduktiv Checklisten mit Orientierungspunkten und Indikatoren zu entwickeln, die versuchen, die gewählte Lesart von Portfolioarbeit so gut wie möglich abzubilden, ist die Wirkungsforschung aus methodischen Gründen auf Vereinheitlichungen angewiesen. Um die zutiefst partizipative Grundidee und die konzeptionell gewünschte Vielfalt des Portfolioansatzes nicht vorschnell einem methodologischen Reduktionismus zu opfern, indem erstens aus forschungsmethodischen Gründen die Standardisierung von Portfoliokonzepten betrieben wird bzw. zweitens die Forschung sich auf die in der programmatischen Literatur unterstellten Potenziale beschränkt, wird angeregt, Forschungsperspektiven zu erweitern. Entsprechend wird zusätzlich eine stärker explorative Erforschung nicht nur der unterstellten Wirkungen, sondern auch der sich zeigenden positiven Nebenwirkungen insbesondere auch mit empirisch-rekonstruktiven Methoden empfohlen. Dies könnte neben noch unerkannten Risiken auch unvermutete Potenziale der Nutzung von Portfolios ans Licht bringen. Darauf will der Beitrag hinweisen

    Reflexiv lehren und lernen: Kollaborativ-reflexive Aufzeichnungspraxen im Rahmen der Lehrer*innenbildung – Kunstpädagogik

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    Um Portfolioarbeit über bekannte Denkpfade hinaus zu denken, bedarf es einer kritischen und experimentellen Haltung. Anknüpfend an die didaktische Konzeption des Künstlerisch-Experimentellen Prozessportfolios (KEPP) gibt dieser Beitrag Einblick in die Lehrpraxis Fachdidaktik Kunst. Ziel ist es, nachhaltige und reflexive Formen des Lehrens und Lernens in kollaborativen Aufzeichnungs- und Portfoliopraxen sichtbar zu machen

    Qualitätsmerkmale musikbezogener Applikationen für das Klassenmusizieren: Ein Seminarbaustein für die universitäre Lehrkräftebildung

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    Das Entwicklungsteam Musik des ZZL-Netzwerks (Zukunftszentrum Lehrkräftebildung) zielt auf die Verbesserung der Lehramtsausbildung im Bereich des Klassenmusizierens ab. Dieser Beitrag stellt den Seminarbaustein „Qualitätsmerkmale von Musik-Apps“ des gemeinsam entwickelten Blended-Learning-Seminars „Digitales Klassenmusizieren“ vor. Die Arbeit des Entwicklungsteams, didaktische Überlegungen sowie eine detaillierte Vorstellung der drei Seminarsitzungen inklusive Online-Supplements stehen im Mittelpunkt des Beitrags. Abschließend werden eine theoretische Fundierung, die Evaluation des Seminars sowie ein Ausblick auf die Begleitforschung vorgenommen

    Interdisziplinarität als Chance: Ästhetisch-künstlerische Praxis in Musik, Tanz und bildender Kunst erproben und reflektieren

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    Im Rahmen dieses Beitrags möchten wir zum Nachdenken über Potenziale und Herausforderungen interdisziplinärer Seminarsettings anregen. Wir stellen ein Projekt vor, in dem die Fachgebiete Musikpädagogik, Kunstpädagogik, Sportpädagogik (Tanz) und Ästhetische Bildung (Grundschullehramt) gemeinsam ein Seminarkonzept entwickelt haben, das Studierende des Lehramts auf die Initiierung und Begleitung ästhetisch-künstlerischer Gestaltungsprozesse vorbereiten soll. Der Schwerpunkt des Artikels liegt auf der Darstellung und Diskussion von Evaluationsergebnissen, die uns zur Weiterentwicklung des Seminarkonzepts angeregt haben

    Mit e-Portfolios Theorie-Praxis-Bezüge herstellen: Ein Aufgabensetting zum Umgang mit Schüler*innenvorstellungen zur Immunbiologie

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    Zentrales Anliegen der Lehrer*innenbildung ist es, Schnittstellen zwischen Theorie und Praxis zu gestalten und bei den Studierenden nach dem Leitbild des „reflective practitioner“ eine wissenschaftlich-reflexive Haltung anzubahnen. Dieser Beitrag skizziert eine Seminareinheit, in der im Vorbereitungsseminar für ein Schulpraktikum im Fach Biologie durch einen aufgabenbasierten Ansatz Theorie-Praxis-Bezüge hergestellt werden. Dazu wird exemplarisch zum Thema „Umgang mit Schüler*innenvorstellungen zur Immunbiologie“ ein Aufgabensetting vorgestellt, das die Studierenden innerhalb des Seminars bearbeiten. Darüber hinaus erhalten die Studierenden für das Schulpraktikum Aufgaben und Unterstützungstools (Prompts) zum Reflektieren über Biologieunterricht. Intention der Seminaraufgaben und Prompts für das Schulpraktikum ist, dass die Studierenden grundlegendes biologiedidaktisches Theoriewissen erwerben und darüber hinaus fachspezifisches Reflektieren angeregt wird. Die Förderung dieser professionalisierungsrelevanten Kompetenzen wird gezielt mit der e-Portfolio-Methode (Open Source Software Mahara) verknüpft

    Zeitgenössische Malerei als Ausgangspunkt von Erkundungen postdigitaler Konditionen im Kunstunterricht

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    Der Beitrag stellt eine Sequenz aus dem Seminar "Künstlerische und kunstpädagogische Erkundungen postdigitaler Wirklichkeiten" (Universität Siegen, WS 2019/20) vor und reflektiert sie in Bezug auf ihre hochschuldidaktischen Potenziale. Die Sequenz umfasst den Besuch der Ausstellung Jetzt! Junge Malerei in Deutschland im Kunstmuseum Bonn sowie daran anschließende kunstdidaktische Überlegungen. Eine übergeordnete Reflexionsebene, die die Auseinandersetzung mit den in der Ausstellung gezeigten künstlerischen Positionen rahmte, war die Frage nach erkennbar werdenden malerischen Problemstellungen, die mit postdigitalen Konditionen der Sozialisation, des Lebens und des Arbeitens der Künstler*innen in Zusammenhang gebracht werden können. Von diesbezüglichen Eindrücken ausgehend wurde überlegt, inwiefern und unter welchen Bedingungen die Erkundung der erkannten Problemstellungen im Kunstunterricht Reflexionsmöglichkeiten des Einflusses postdigitaler Konditionen auf Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsweisen eröffnen kann. Die Ausstellung bot mit ihrem Fokus auf einer jungen Künstler*innengeneration und auf malerischen sowie metamalerischen Fragestellungen anstelle einer inhaltlichen Rahmung für ein solches Vorgehen besondere Chancen. Im Beitrag soll darüber nachgedacht werden, inwiefern eine entsprechende Analyse zeitgenössischer Kunst allgemeinere Potenziale für Themenfindungen aufweist, anhand derer Momente einer „Kultur der Digitalität“ (Stalder, 2016) in künstlerisch-gestalterischen Arbeiten des Kunstunterrichts relevant und reflexiv werden können

    „Die deutsche Schule – ein mobbendes System“: Ein Essay zur Einordnung der persönlichen Geschichten der Lehramtsstudierenden

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    In diesem Essay zu meiner Sicht auf Schule werden die persönlichen Geschichten von Lehramtsstudierenden, die in diesem Themenheft veröffentlicht werden, eingeordnet in das System, in dem sie sich zugetragen haben. Meine Hauptthese ist, dass es sich nicht nur um persönliches Fehlverhalten handelt, sondern dass das System Schule derartige Szenen in den Klassenzimmern ermöglicht oder sogar provoziert

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