Die Materialwerkstatt (DiMawe) - Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht
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    Beratung und Supervision – Einblicke in Formate im Rahmen der Bildung von Lehrer*innen: Editorial zum Themenheft

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    Im Rahmen der Tagung „Beratung und Supervision in der Bildung von Lehrer*innen“ im Juni 2021 an der Universität Bielefeld wurden aktuelle Entwicklungen und Konzepte in diesem Themenfeld vorgestellt und diskutiert. Das Themenheft der Zeitschrift Die Materialwerkstatt versammelt Beiträge, die konkrete Lehrkonzepte mit Blick auf die beratende Tätigkeit von Lehrkräften zum Gegenstand haben. Dieses Editorial geht auf den Entstehungshintergrund des Themenheftes ein und verortet es im fachlichen Diskurs. Zudem wird ein Überblick über die fünf Beiträge gegeben, die konkrete Materialien zur Nachnutzung zur Verfügung stellen respektive zur Reflexion über Lehrformate anregen

    Vom Motivationsproblem zur Lösung: Ansätze zur Förderung der Motivation im MINT-Unterricht

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    Der Motivationsförderung kommt im Unterricht der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) eine bedeutende Rolle zu. Aus diesem Grund wurde in Kooperation zwischen drei Teilmaßnahmen des vom BMBF geförderten Projekts BiProfessional eine digitale Lehrer*innenfortbildung zur Vermittlung von theoretischem Hintergrundwissen sowie praktischen Ansätzen zur Reflexion und Förderung von Motivation im MINT-Unterricht entwickelt. In dieser Fortbildung (MINT motivieren) sind die im vorliegenden Beitrag vorgestellten Materialien verankert, die zentrale Bausteine zur Eingrenzung von und zum Umgang mit Motivationsproblemen von Schüler*innen darstellen. Die Entwicklung der Materialien ist durch den Grundgedanken geleitet, dass effektive Motivationsförderung bedarfsorientiert erfolgen sollte. Durch die interdisziplinäre Verschränkung motivationspsychologischer, mathematikdidaktischer sowie biologiedidaktischer Perspektiven war es möglich, Herausforderungen bei der Motivationsförderung mit Hilfe der Konzeption praxistauglicher Materialien zu begegnen. Die hier vorgestellte Auswahl an Materialien zielt darauf ab, dass Lehrkräfte die vielfältigen Ursachen von Motivationsproblemen ihrer Schüler*innen kennen und verstehen lernen, darin unterstützt werden, konkrete Motivationsprobleme strukturiert zu reflektieren und mögliche Problemursachen einzugrenzen, sowie ihre Fertigkeiten im Umgang mit Schüler*innen mithilfe von Feedback- und Verhaltenstechniken weiterentwickeln können, um positive Veränderungen hinsichtlich der Motivation ihrer Schüler*innen zu bewirken. Diesem Ansatz folgend wird zunächst ein Reflexionsleitfaden für spezifische Motivationsprobleme für Lehrkräfte vorgestellt. Anschließend werden zwei Übungen aus dem Fortbildungsmodul „Gut gemacht – Feedback und Erwartungseffekte“ thematisiert. Während sich die erste Übung der Erarbeitung und Anwendung von Charakteristika kontrollierenden und informierenden Feedbacks widmet, wird in der zweiten Übung das Geben von Feedback in prototypischen Erfolgs- und Misserfolgssituationen aus eigenem und fremdem Unterricht reflektiert

    Literar-ästhetisch und intermedial: Vorstellung thematischer Einführungen in Teilaspekte Intermedialer Lektüre im Kontext Kultureller Bildung in einem Seminar der sprachlichen Grundbildung am Beispiel des Medienverbunds "Harry Potter"

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    Im vorliegenden Beitrag werden verschiedene thematische Inputs vorgestellt, die die Studierenden in einem Seminar der sprachlichen Grundbildung in verschiedene Realisierungsformen literar-ästhetischer Zugänge zu Medienverbünden einführen. Konkret erfolgt dies am Beispiel einer Sequenz aus dem Medienverbund Harry Potter. Das dem vorgestellten Material zugrunde liegende Seminarkonzept versucht, eine inhaltliche sowie methodische Brücke zwischen der Intermedialen Lektüre als Methode literarischen Lernens und (literar-)ästhetischen Zugängen im fächerübergreifenden Kontext Kultureller Bildung zu schlagen. Ziel ist es, Studierende nicht nur zur Auseinandersetzung mit den theoretischen Bezügen zum literar-ästhetischen Lernen, mit der Intermedialen Lektüre und mit der Arbeit mit Medienverbünden zu animieren, sondern sie auch eigene didaktische Konzepte zur praktischen Umsetzung im Unterricht in Form von Unterrichtsskizzen erstellen zu lassen. Nach einer kurzen Einführung in die theoretischen Grundlagen ist das restliche Seminar in die der Intermedialen Lektüre zugrunde liegenden Teilbereiche der Hör- und Filmdidaktik sowie ihre Zusammenführung aufgeteilt. Die Einführung in die thematischen Blöcke erfolgt jeweils mithilfe einer Sequenz aus dem Medienverbund Harry Potter intermedial und unter Berücksichtigung verschiedener sinnlich-ästhetischer sowie methodischer Zugänge (z.B. Waldgeräusche, Ausschnitt aus dem Hörbuch oder „frei erzählte“ Sequenz zur Einführung in die Hördidaktik, Ausschnitt aus dem Film zur Einführung in die Filmdidaktik). Auch mögliche Anknüpfungspunkte für den Unterricht werden im Rahmen dieser Einführungen diskutiert. Die im Seminar eingesetzten Materialien und Medien werden in Teilen als Online-Supplement zur Verfügung gestellt, u.a. in Form eines Erklärvideos zum Seminarkonzept

    Zur Reflexion über Merkmale der Sprachförderung DaZ im sprachsensiblen Fachunterricht: Reflexionsübungen und Material

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    Der vorliegende Beitrag stellt Übungen zur Reflexion über Merkmale der Sprachförderung im sprachsensiblen Fachunterricht vor. Im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsstudie BiProDaZ_FörBi des im BMBF-Programm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ geförderten Projekts BiProfessional wurde an der Universität Bielefeld ein allgemeines Konzept zur Sensibilisierung für die Förderung der deutschen Fach- und Bildungssprache im Unterricht entwickelt. In diesem Zusammenhang wurden hochschuldidaktische Lehr- und Lernmaterialien, wie beispielsweise Reflexionsinstrumente, Fortbildungsangebote und Reflexionsübungen, erarbeitet, erprobt und für einen nachhaltigen Einsatz in der Hochschullehre aufbereitet, von denen im Folgenden Übungen vorgestellt werden, die für eine reflexive Auseinandersetzung mit Merkmalen der Sprachförderung DaZ im Fachunterricht sensibilisieren sollen

    Zur Entwicklung von praxisorientierten, forschungsbasierten, inklusionssensiblen und phasenübergreifenden Lehrkonzepten und Materialien in BiProfessional: Editorial zum Themenheft des Bielefelder Projekts der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“

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    Das Editorial zum Themenheft des Projekts BiProfessional zeigt die konzeptionelle Ausrichtung und Weiterentwicklung der Bielefelder Lehrkräftebildung im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ auf. Dabei wird die forschungsbasierte Entwicklung von Lehrkonzepten und -materialien als ein zentrales Element des Transfers der Projektergebnisse markiert. Die 23 Beiträge des Themenheftes, in denen in BiProfessional erarbeitete Lehrmaterialien zur Nachnutzung aufbereitet sind, werden kurz vorgestellt. Darüber hinaus werden im Editorial die Strukturentwicklungen an der Bielefeld School of Education als weiteres Element der Transferstrategie erläutert und auf die Zeit nach der Programmförderung bezoge

    Der Baustein "Adaptive didaktische Kompetenz 2.0": Eine digitale Lehr-Lern-Einheit zur Lehrkräfteprofessionalisierung für inklusive Settings

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    Das Projekt Fachdidaktische Qualifizierung Inklusion angehender Lehrkräfte an der Humboldt-Universität zu Berlin (FDQI-HU) entwickelt Konzepte für Hochschulseminare, um zukünftige Lehrkräfte auf die Planung, Durchführung und Reflexion von inklusivem (Fach-)Unterricht vorzubereiten. Der in diesem Beitrag beschriebene Baustein Adaptive didaktische Kompetenz ist der Teil einer Reihe von fünf digitalen, an Inklusion orientierten Lehr-Lern-Bausteinen, die als Blended-Learning-Einheit entwickelt wurden. Der digitale Teil des Bausteins ist für die asynchrone Bearbeitung im Lernmanagementsystem Moodle vorgesehen. Alle für den Einsatz in der Lehrkräftebildung konzipierten Bausteine thematisieren zentrale Aspekte eines an Inklusion orientieren Unterrichts. Der erste Baustein behandelt das Didaktische Modell für inklusives Lehren und Lernen (DiMiLL); die Bausteine zwei, drei und vier zielen auf den Aufbau adaptiver Lehrkompetenz von angehenden Lehrkräften; der fünfte Baustein adressiert das Thema Sprachbildung als immanenten Teil von Inklusion. Ziel dieses dritten Bausteins zum Thema Adaptive didaktische Kompetenz ist, das theoretische Wissen zum DiMiLL in Planungsperspektiven für das Unterrichten heterogener Lerngruppen zu überführen. Auf Basis eines Moodle-Buchs sowie mithilfe einer H5P-Drag-and-Drop-Aufgabe entwickeln die Studierenden ein sogenanntes Anforderungs- bzw. Reflexionsraster, das eine an Inklusion orientierte Unterrichtsplanung ermöglicht, die im fachspezifischen Setting näher erörtert wird. Dieser Beitrag beschreibt anhand des Materials die asynchrone und eine mögliche synchrone Bearbeitungsphase und liefert den didaktischen Kommentar sowie den theoretischen Hintergrund dazu

    Versagung von Persönlichem als Herausforderung für Supervision mit Lehramtsstudierenden

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    In diesem Artikel soll ein Spannungsfeld verdeutlicht werden, das sich für mich im Hochschulkontext aus der Notwendigkeit der Berücksichtigung von Lehramtsstudierenden in ihrer Subjekthaftigkeit sowie Qualifikationsanforderungen von Bildungsinstitutionen ergibt und in dem sich für mich Supervision bewegt. Ich gehe davon aus, dass es in der Gestaltung dieses Spannungsfelds von Hochschul- und Studierendenseite zur Versagung von persönlichem Erleben von Lehramtsstudierenden kommt. Diese zweiseitige Versagung von Persönlichem soll in diesem Artikel weiter ausgeführt werden. Sie stellt für mich eine bei Supervisionen im Hochschulkontext zu berücksichtigende Herausforderung dar

    Achtsamkeit in der Schule: Online-Achtsamkeitstraining zur Förderung von Resilienz im Schulalltag: „Dyadendialog“ als ausgewähltes Format zur Begünstigung von Reflexion und Austausch

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    Der vorliegende Beitrag zeigt die Relevanz von Achtsamkeit als eine Resilienz fördernde Haltung für den Schulalltag auf. Dafür wird ein Beispiel eines online angeleiteten Achtsamkeitstrainings für Lehramtsstudierende innerhalb einer universitären Lehrveranstaltung skizziert. In der Veranstaltungsevaluation bewerten die Teilnehmenden die Reflexionsanreize und den Wechsel zwischen Eigenreflexion und Austausch in der Gruppe als sehr erkenntnisreich. Das Format des „Dyadendialogs“ wurde in der Veranstaltung zur Vertiefung von Reflexion, Austausch und Aktivierung von Studierenden eingesetzt. Das Training und diese Dialogform aus dem Achtsamkeitsansatz werden im vorliegenden Beitrag näher beschrieben und mit ihrem Potenzial zur Förderung von Resilienz sowie achtsamer und mitfühlender Kommunikation in der Schule betrachtet. Dabei wird das Potenzial des „Dyadendialogs“ zur Entwicklung einer ressourcenorientierten Haltung von Lehrkräften in Bezug auf ihre Beratungsaufgaben im späteren Schulalltag verdeutlicht

    Das Lehr-Lern-Labor „MaKosi 2.0“: Ein hybrides Beispielkonzept für die Förderung von Kindern mit besonderen Schwierigkeiten beim Mathematiklernen

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    Die mathematikdidaktische Forschung richtet den Fokus bei der Beschreibung von Kindern, die Probleme beim Erlernen arithmetischer Inhalte haben, zunehmend auf individuelle Lernhistorien. Hinzu kommt, dass Risikofaktoren für die Entstehung solcher Probleme als vielschichtig gelten, insbesondere nicht nur Dispositionen betreffen, die im Individuum verortet sind. Demgemäß sollten Diagnostik und Förderung individuell und ganzheitlich angelegt sein. Nicht nur, aber beschleunigt durch die Covid-19-Pandemie werden zunehmend Konzepte für ein Lernen unter Bedingungen von Digitalität entwickelt und erprobt – u.a. als „Hybride“ von Präsenz- und Distanzelementen. Hier setzt der Beitrag an, der das Konzept eines hybrid organisierten Lehr-Lern-Labors beschreibt, in dem Lehramtsstudierende mit Kindern (2. bis 4. Jahrgangsstufe) arbeiten, die Probleme beim Erlenen arithmetischer Inhalte haben. Zudem werden mithilfe der Methode der Gruppendiskussion qualitative Evaluationseindrücke aus Sicht der teilnehmenden Kinder hinsichtlich organisatorischer Qualitätskriterien beleuchtet, die darauf hindeuten, dass die Lernenden das Lernarrangement vor dem Hintergrund eines durch Digitalität erweiterten mathematischen Erfahrungsraums als gewinnbringend reflektieren

    Reflexion pädagogischer Praxis im Berufsfeld Schule: Eine Ablaufstruktur zur Unterstützung der Reflexionsprozesse Lehramtsstudierender in der PeerBeratung

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    Der Beitrag beschreibt das Konzept der PeerBeratung als systemisch-lösungsorientierten Beratungsansatz. Das Vorgehen basiert auf einem strukturierten Gespräch über einen konkreten Fall unter Einbezug der Perspektivenvielfalt in einer Gruppe, um berufsbezogene Kompetenzen zu erweitern. An der Universität Bielefeld wird die PeerBeratung als Lehr-Lernkonzept für Lehramtsstudierende zur Förderung einer reflexiven Praxis eingesetzt. Das zur Verfügung gestellte Lehr-/Lernmaterial dient als Ablaufstruktur für die Durchführung einer PeerBeratung und zu deren theoriebezogener Nachbereitung. Im Beitrag wird deren Potenzial als Element einer reflexiven Lehrer*innenausbildung im Kontext der ersten orientierenden schulischen Praxisphase hervorgehoben

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