Die Materialwerkstatt (DiMawe) - Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht
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    Sprachausbau im Politikunterricht am Beispiel „Grundrechtskonflikte“: Impulse für die Arbeit mit Lehramtsstudierenden aus einer Einführungsvorlesung im Fach Deutsch als Zweitsprache

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    Eine Kernaufgabe von Schule ist es, alle Schüler*innen in die schriftkulturelle Praxis einzuführen, die sie selbst meist stillschweigend für das Lernen im Fachunterricht voraussetzt und die daher unverzichtbar für Schulerfolg und die spätere berufliche Integration ist. Angehende Lehrkräfte müssen daher für den in ihrem Unterricht zu leistenden Ausbau der informellen sprachlichen Fähigkeiten der Schüler*innen in die am schriftsprachlichen Gebrauch orientierten formellen Sprachregister ihrer Fächer sensibilisiert werden. Im Beitrag werden Materialien aus einer Einführungsvorlesung im Modul Deutsch als Zweitsprache des Master of Education an der Universität Bielefeld vorgestellt, mit denen am Beispiel eines fachlichen Gegenstandes aus dem Politikunterricht für die Jahrgangsstufen 7/8 sprachliche Herausforderungen thematisiert und abgestufte, registersensible Aufgabenstellungen diskutiert werden. Im Beitrag wird zudem der theoretische Hintergrund zum Konzept des Sprachausbaus im Fachunterricht umrissen, und es werden eigene Erfahrungen mit dem Material diskutiert. Das Material selbst wird in Form von Präsentationsfolien zur Nach- und Umnutzung zur Verfügung gestellt

    Pädagogische Beobachtungen: Eine Seminareinheit zur Förderung von Beobachtungskompetenz: Protokolle erstellen, kriteriengeleitet analysieren und Peer-Feedback formulieren

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    Der vorliegende Beitrag stellt eine Seminareinheit zu pädagogischen Beobachtungen vor, die mehrfach mit Lehramtsstudierenden des vierten bis sechsten Bachelorsemesters in der Berufsfeldbezogenen Praxisstudie im Fach Bildungswissenschaften durchgeführt und erprobt wurde. Zunächst wird die theoretische Hinführung zur Seminareinheit skizziert, in der Definitionen und Funktionen, Gütekriterien sowie mögliche Beobachtungsfehler aufgegriffen werden (als Online-Supplement 1 in Form einer Präsentation zur Nachnutzung hinterlegt). Anschließend wird das methodische Vorgehen des Peer-Feedbacks erläutert, und es werden konkrete (analoge wie digitale) Einsatzmöglichkeiten beschrieben. Abschließend werden so gewonnene Beobachtungsprotokolle als Material für weitere Lehrkontexte angeboten und didaktische Ideen für anschließende Arbeiten formuliert. Insgesamt 25 exemplarische Beobachtungsprotokolle sind als Online-Supplement 2 hinterlegt, die entsprechend so aufbereitet wurden, dass sie gebündelt oder auch einzeln in Lehrveranstaltungen eingesetzt werden können. Die abweichenden Formate, unterschiedlichen Situationen, konträren Formulierungsstile sowie verschiedenen Qualitäten der Beobachtungsprotokolle bieten vielfältige Schwerpunktsetzungen in der konkreten Lehr- und Lernpraxis

    Der Baustein "Sprachbildung 2.0": Eine digitale Lehr-Lern-Einheit zur Lehrkräfteprofessionalisierung für inklusive Settings

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    Das Projekt Fachdidaktische Qualifizierung Inklusion angehender Lehrkräfte an der Humboldt-Universität zu Berlin (FDQI-HU) entwickelt Konzepte für Hochschulseminare, um zukünftige Lehrkräfte auf die Planung, Durchführung und Reflexion von inklusivem (Fach-)Unterricht vorzubereiten. Der in diesem Beitrag beschriebene Baustein Sprachbildung ist der Teil einer Reihe von fünf digitalen, an Inklusion orientierten Lehr-Lern-Bausteinen, die als Blended-Learning-Einheit entwickelt wurden. Der digitale Teil des Bausteins ist für die asynchrone Bearbeitung im Lernmanagementsystem Moodle vorgesehen. Alle für den Einsatz in der Lehrkräftebildung konzipierten Bausteine thematisieren zentrale Aspekte eines an Inklusion orientieren Unterrichts. Der erste Baustein stellt die inklusionspädagogische Grundlage aller Bausteine, das Didaktische Modell für inklusives Lehren und Lernen (DiMiLL), vor; die Bausteine zwei, drei und vier zielen auf die Entwicklung adaptiver Lehrkompetenz von angehenden Lehrkräften ab; der fünfte Baustein Sprachbildung basiert auf der Annahme, dass ein inklusiver Fachunterricht immer auch ein sprachsensibler Fachunterricht sein sollte. Sprachbildung, verstanden als zielgruppenübergreifendes Konzept, zielt auf die sprachliche Handlungsfähigkeit und individuelle Sprachkompetenz aller Lernenden sowie auf die Reduzierung von Bildungsungleichheit. Dieser Beitrag beschreibt anhand des Materials die asynchrone und eine mögliche synchrone Bearbeitungsphase und liefert den didaktischen Kommentar sowie den theoretischen Hintergrund dazu

    Professionalisierung im Umgang mit Rechenstörungen: Einübung diagnostischer und beraterischer Kompetenzen anhand eines nachgestellten Videofalls

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    Rechenstörungen stellen ein Risiko für das Lernen, die Entwicklung und die Teilhabe betroffener Schüler*innen dar. Mathematiklehrkräfte sollten daher in der Lage sein, Rechenstörungen zu erkennen, Eltern diesbezüglich zu beraten und Kinder zielgerichtet zu fördern. Im Beitrag wird ein nachgestellter Videofall vorgestellt, welcher zur Einübung entsprechender Kompetenzen in Bezug auf Diagnostik und Beratung in der interdisziplinären Lehrer*innenbildung genutzt werden kann

    Zum Seminar „Sozialisation und Behinderung“: Einblicke in ein auf die persönliche Haltung und die Emotionen von Seminarteilnehmenden mit Blick auf das Thema „Behinderung“ ausgerichtetes Seminarkonzept

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    Das Thema „Behinderung“ sowie Begegnungen mit beeinträchtigten Personen können bei nichtbeeinträchtigten Menschen – und somit ggf. auch bei Lehramtsstudierenden – Unsicherheiten und Ängste auslösen. In diesem Beitrag wird ein Seminarkonzept vorgestellt, das darauf ausgerichtet ist, angehende Lehrkräfte mit unterschiedlichen Lebensbedingungen beeinträchtigter Menschen, deren Sicht auf Behinderung und deren Problemlagen im Hinblick auf gesellschaftliche und soziale Bedingungen vertraut zu machen. Zentrales Anliegen ist es dabei, die Teilnehmer*innen mit ihren eigenen Erfahrungen, Unsicherheiten und Ängsten im Hinblick auf Behinderung bzw. beeinträchtigte Menschen zu konfrontieren und sie zu ermutigen, ihre (emotionale) Beziehung zum Thema zu klären, um ihnen so für ihre spätere Tätigkeit in beruflichen Kontexten (zum Beispiel in der Schule als Lehrkraft) einen sicheren Umgang mit beeinträchtigten Personen und deren Bedarfen zu ermöglichen. In diesem Seminar steht nicht allein die Vermittlung von Fakten im Vordergrund, sondern das inhaltliche Interesse, die persönliche – durch die eigene Biografie geprägte – Haltung sowie die Emotionen der Teilnehmenden bei der Auseinandersetzung mit dem Thema „Behinderung“. Die Teilnehmenden sind an der inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung des Seminars beteiligt. In diesem Beitrag werden die hochschuldidaktische Konzeption, die theoretische Fundierung und die bisherigen Erfahrungen mit dem Seminar erläutert und Materialien zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt

    Ko-Labs als kooperatives Coaching in der Lehrkräftebildung: Best-Practice-Beispiel zur Gestaltung von Unterrichtsaufgaben in der beruflichen Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft

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    Die Lehrkräftebildung der beruflichen Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft unterliegt zahlreichen Herausforderungen. Zum einem existiert der doppelte Praxisbezug in Form von Schule und Betrieb; zum anderen müssen aktuelle Querschnittsthemen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und der Umgang mit einer heterogenen Schüler*innenschaft inklusiv berücksichtigt werden. Im Lehr- und Lernprozess von Studierenden nimmt die Entwicklung und Erprobung von Unterrichtsaufgaben zur Anwendung durch ihre späteren Berufsschüler*innen eine wichtige Rolle ein. Diesen Prozess fördert an der Technischen Universität Berlin (TUB) die Implementierung eines neuartigen hochschuldidaktischen Lehr-Lernformats, das als Vorbereitung auf das Praxissemester, welches im dritten Mastersemester vorgesehen ist, seit 2020 erprobt wird. Es nennt sich Kooperationslabor, kurz Ko-Lab. Es hat zum Ziel, die von Studierenden in Befragungen geäußerte wahrgenommene Theorie-Praxis-Diskrepanz zwischen Schule, Universität und den zu unterrichtenden Berufen der Schüler*innen zu überwinden. Dazu nutzt das Ko-Lab-Konzept kooperatives Coaching. Der vorliegende Beitrag beschreibt den Aufbau des entwickelten kooperativen Coaching-Formats und zeigt anhand eines Best-Practice-Beispiels aus einem Bereich der Hauswirtschaft die Berücksichtigung fachspezifischer Qualitätskriterien für die Gestaltung von Unterrichtsaufgaben. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion über die Ko-Labs als Verknüpfungsformat von Theorie und doppelter Praxis unter Einbezug aktueller Querschnittsthemen aus Studierendenperspektive ab

    Digitale Lehr-Lern-Bausteine zu inklusiver Didaktik, adaptiver Lehrkompetenz und Sprachbildung – theoretische Rahmung und praktische Umsetzung: Editorial zum Themenheft

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    Das Projekt Fachdidaktische Qualifizierung Inklusion angehender Lehrkräfte an der Humboldt-Universität zu Berlin (FDQI-HU) entwickelt Konzepte für Hochschulseminare, um zukünftige Lehrkräfte auf die Planung, Durchführung und Reflexion von inklusivem (Fach-)Unterricht vorzubereiten. In diesem Themenheft werden fünf digitale, an Inklusion orientierte Lehr-Lern-Bausteine vorgestellt, die als Blended-Learning-Einheit für den Einsatz in der Lernplattform Moodle entwickelt und für die Nutzung durch andere lehrkräftebildende Akteur*innen didaktisch aufbereitet wurden. Dieses Heft gibt einen Einblick in die Nutzungsmöglichkeiten der Bausteine, die Erfahrungen der Lehrenden sowie Ergebnisse der Evaluation. Der erste Baustein behandelt das Didaktische Modell für inklusives Lehren und Lernen (DiMiLL) und dessen unterrichtlichen Nutzen, die Bausteine zwei, drei und vier zielen auf die Entwicklung adaptiver Lehrkompetenz von angehenden Lehrkräften; der fünfte Baustein adressiert das Thema Sprachbildung als immanenten Teil von Inklusion. Im Editorial werden anhand des Konstrukts der adaptiven Lehrkompetenz die theoretischen Hintergründe des den Bausteinen zugrunde liegenden Professionalisierungsansatzes zwischen Kompetenzorientierung und Strukturtheorie erläutert. Es folgen eine Darlegung der didaktischen Grundsätze, nach denen die Bausteine entwickelt wurden, sowie eine Darstellung der digitalen Einsatzmöglichkeiten unter Beachtung größtmöglicher Barrierefreiheit. Abschließend werden die einzelnen Bausteine inhaltlich knapp umrissen

    Armut und Schulsport: Eine Lehreinheit zur Sensibilisierung angehender Sportlehrkräfte

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    Etwa drei Millionen Kinder in Deutschland leben derzeit in Armut, die sich in vielfältiger Weise auf ihr Leben niederschlagen und die materielle, kulturelle, soziale, physische und psychische Versorgung beeinflussen kann. Armut kann sich auch auf den Sportunterricht auswirken, da beispielsweise bereits das außerschulische Sportengagement von sozialer Ungleichheit geprägt wird und zu unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen führt. Daher ist es wichtig, dass Sportlehrkräfte sich mit der Armutsproblematik auseinandersetzen, um durch die Förderung motorischer, sozialer und motivationaler Fähigkeiten den von Armut betroffenen Kindern eine gleichberechtigte Teilhabe am Sportunterricht ermöglichen zu können. Der vorliegende Beitrag setzt hier an und stellt eine Lehreinheit von zwei Seminarsitzungen für die universitäre Lehre vor. Diese Lehreinheit verfolgt mithilfe des Ansatzes der reflexiven Inklusion nach Budde und Hummrich (2013) das Ziel, angehende Sportlehrkräfte für Armut und die damit verbundene Lebenswirklichkeit von Schüler*innen zu sensibilisieren

    Envisioning Social Justice Education as Part of Inclusive Education: Deconstructing Gender Biases with Pre-Service English Teachers

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    In this article, we approach the challenge of inclusive teacher education from the perspective of English language teaching (ELT). We do so by arguing for a broad(er) conception of inclusion that embraces diversity (rather than focusing on methodological challenges of learners with special educational needs) and which resonates with the Social Justice Education discourse. As one way of working towards social justice, we suggest uncovering and raising awareness of the representation of social inequities in cultural artifacts, using gender as our focal point. We present one activity that challenged student teachers to engage in inquiry-based learning concerning gender representations in their semiotic landscapes and show how this activity can serve as a puzzle piece in educating teachers for working towards social justice in their future English language classrooms. We emphasize the fact that the activity is embedded in pedagogical practices of modeling not only in the sense of teaching methodology, but in particular regarding the creation of democratic and compassionate classroom interaction that is needed for Social Justice Education and that we aim our students to introduce in their future classrooms, too. Finally, we draw some conclusions regarding ELT teacher education

    Barrieren fächerübergreifender Lehre überwinden: Mit der Planungshilfe in wenigen Schritten zum fächerübergreifenden Unterrichtskonzept

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    Trotz vielfältiger Argumente zur vermehrten Umsetzung fächerübergreifenden Unterrichts und diverser Publikationen zu Unterrichtkonzepten in verschiedensten fächerkombinationen werden viele Barrieren wie zeitliche Ressourcen oder habituelle Bedenken kommuniziert, die einer Umsetzung im Wege stehen. Ursächlich scheinen vor allem die Vorprägung der Lehrkräfte durch ihre eigene Schulzeit und die weiterhin fachlich orientierte Ausbildung an der Universität zu sein. Demnach sollten die fachlichen Strukturen bereits in der Lehramtsausbildung aufgebrochen werden, um Lehramtsstudierende für die Durchführung fächerübergreifenden Unterrichts zu sensibilisieren. Zur Planung und Umsetzung fächerübergreifenden Unterrichts bieten sich vor allem Praktika wie die Berufsfeldbezogene Praxisstudie (BPSt) an. An der Universität Bielefeld wurde in diesem Kontext ein Seminarformat entwickelt, welches die kommunizierten Barrieren durch eine theoretische, konzeptionelle und praktische Vermittlung adressiert. Im Zentrum steht eine Planungshilfe (in Anlehnung an Caviola et al., 2011), die eine übersichtliche und strukturierte Grobplanung fächerübergreifender Konzepte zulässt und für jegliche Fächerkombination eingesetzt werden kann. Neben dem Einsatz in der Lehrerausbildung ist eine Schulung bereits ausgebildeter Lehrkräfte über Fortbildungskonzepte ebenso möglich

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