Die Materialwerkstatt (DiMawe) - Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht
Not a member yet
    179 research outputs found

    Indizes zur Messung adaptiver Lehrkompetenz: eine Überprüfung ihrer Güte und Erkenntnisse einer Längsschnittstudie

    Full text link
    Das Unterrichten heterogener Lerngruppen in Schulen wird oft mit dem Anspruch einer gestärkten adaptiven Lehrkompetenz von (angehenden) Lehrkräfte verbunden (Brühwiler & Vogt, 2020; Hardy et al., 2019; Franz et al., 2019). Für das Konstrukt adaptiver Lehrkompetenz wird im vorliegenden Beitrag eine formative Modellierung anhand von Indizes vorgeschlagen. Auf ihrer Basis werden das Design eines Testinstruments aus standardisierten Videovignetten und offenen Items (Schmitz, Simon et al., 2020) sowie die Ergebnisse zweier empirischer Studien vorgestellt. In einer ersten Studie (N = 435) wurden die Indizes zur Messung adaptiver Lehrkompetenz einer statistischen Güteprüfung im Hinblick auf Multikollinearität und Konstruktvalidität unterzogen. Anhand der Ergebnisse können Multikollinearität ausgeschlossen und die Konstruktvalidität bestärkt werden. In einer anschließenden Studie (N = 119) kamen die Indizes zur Anwendung. So wurde anhand einer Längsschnitterhebung unter angehenden Lehrkräften im Prä-Post-Vergleichsgruppen-Design die Hypothese geprüft, dass sich ihre adaptive Lehrkompetenz durch die Teilnahme an Seminaren zum Thema Unterrichten heterogener Lerngruppen steigern lässt (group-by-time interaction). Die Befunde belegen einen Anstieg der adaptiven diagnostischen, jedoch keinen der adaptiven didaktischen und Klassenführungskompetenz

    Der fachdidaktische Blick im Forschenden Lernen: Vorschlag für eine sprachdidaktisch inspirierte Ethnographie in der Lehramtsausbildung

    Full text link
    In diesem Beitrag skizzieren wir einen Vorschlag für eine fachdidaktische Adaption der ethnographischen Beobachtung. Ausgehend von einer fachspezifischen Gestaltung Forschenden Lernens – hier am Beispiel des Faches Deutsch – soll gezeigt werden, wie eine „fachdidaktisch inspirierte Ethnographie“ im Kontext studentischer Praxisphasen im Lehramtsstudium eingesetzt werden kann, um für die fachliche Mikrostruktur und die inhärenten Mechanismen des Deutschunterrichts an der Grundschule zu sensibilisieren. Insbesondere die Vermittlung und Schulung einer wissenschaftlichen Wahrnehmung in Anlehnung an das Konzept von Goodwin (1994) „Professional Vision“, speziell bezogen auf fachdidaktische Inhalte, soll durch das vorgestellte Seminarkonzept ermöglicht werden. Dazu werden im Beitrag zunächst zentrale theoretische Bezüge aus Kasuistik, Vignettenforschung und Forschendem Lernen skizziert, um darauf aufbauend die Notwendigkeit zur Schulung einer professionellen (Unterrichts-)Wahrnehmung darzustellen. Im Beitrag wird das Seminarkonzept detailliert erläutert. Die darin genannten Begleitmaterialien werden zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt

    Verbindung von Fach- und Sprachlernen als Zugang zu Forschendem Lernen: Fachliche Perspektiven auf das Vergleichen von Aufgabenstellungen

    Full text link
    Der Beitrag, der die Ergebnisse einer Kooperation von Geschichtsdidaktik und Deutsch als Zweitsprache im Rahmen des Projektes BiProfessional zusammenführt, zeigt Herausforderungen in der Verbindung von Fach- und Sprachlernen hinsichtlich der Konzeption von Aufgabenstellungen auf. Im Mittelpunkt steht dabei das von Zörner und Must weiterentwickelte Konkretisierungsraster (2019, zurückgehend auf Tajmel & Hägi-Mead, 2017), das die Strukturierung einer Aufgabengestaltung unterstützen und Gelegenheit zu Reflexionen über die Mehrdeutigkeit von Operatoren bieten soll. Insbesondere Letzteres soll Impulse für Forschendes Lernen schaffen und sowohl Studierende als auch tätige Lehrkräfte für die Erfordernisse einer sprachsensiblen Aufgabengestaltung sensibilisieren. Hierfür liefert der Beitrag konkrete didaktische Anregungen und Materialien für den Einsatz in Seminar- und Fortbildungskontexten

    Planungshilfe zur Erstellung digitaler Escape-Rooms: Digitalisierung naturwissenschaftlicher Begabungsförderung

    Full text link
    Durch die fortlaufende Digitalisierung steigen die Anforderungen an die Professionalisierung von (angehenden) Lehrkräften stetig an. Um alle Lernenden weiterhin zur gesellschaftlichen Teilhabe zu befähigen, müssen Lehrkräfte Methoden anwenden, welche neben den schulischen Inhalten auch notwendige Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien vermitteln. Speziell im MINT-Bereich ist ein stetiger Wandel der technischen Gegebenheiten zu beobachten, weswegen die Digitalisierung der naturwissenschaftlichen Begabungsförderung einen notwendigen Schritt beschreibt. Digitale Escape-Rooms liefern durch ihre flexiblen und variablen Gestaltungsmöglichkeiten einen ansprechenden Rahmen, um sowohl naturwissenschaftliche Inhalte als auch digitale Kompetenzen zu fördern. Im Rahmen eines Online-Seminars zur naturwissenschaftlichen Begabungsförderung wurde eine interaktive Planungshilfe für (angehende) Lehrkräfte entwickelt, die es ihnen ermöglicht, eigene digitale Escape-Rooms zu entwickeln und als Unterrichtsmethode zu nutzen. Das Material wurde für diesen Beitrag überarbeitet und erweitert, um es auch losgelöst von einem begleitenden Seminar nutzbar zu machen. So kann es flexibel in eigene Seminarkonzepte eingegliedert oder aber als begleitendes Material im Rahmen von Fortbildungskonzepten zugänglich gemacht werden

    Die Peer-to-Peer-Beratungsstelle „Inklusive Schule“ im Projekt ProfaLe (Universität Hamburg): Einführung in die aktuelle Arbeitsweise als Impuls für lehramtsausbildende Hochschulen

    Full text link
    Multiprofessionelle Kooperation (resp. Beratung) wird als eine Gelingensbedingung zur Gestaltung von inklusiver Schule beschrieben. Dementsprechend sind an den Hochschulen Lehrkonzepte zu etablieren, die den angehenden Lehrkräften gelingende Erfahrungsräume in diesem Tätigkeitsbereich bieten. Erste Ansätze, wie die Beratungskompetenz im Lehramtsstudium gefördert werden kann, liegen vor. Im Beitrag wird die Peer-to-Peer-Beratung „Inklusive Schule“ (ProfaLe, Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Hamburg) als ein möglicher Ansatz näher vorgestellt. Es wird die aktuelle Arbeitsweise der Peer-to-Peer-Beratung „Inklusive Schule“ erläutert. Auf der Basis der Evaluationsergebnisse werden Gelingens- und Misslingensbedingungen für derartige Konzepte in der Lehramtsausbildung an der Universität Hamburg sowie für weitere Einsatzorte herausgearbeitet

    Reflexion und Analyse von Praxisphasen in der pflegepädagogischen Lehrer*innenbildung

    Full text link
    Praxisphasen in der (Pflege-)Lehrer*innenausbildung erfordern ein spezifisches Format der Reflexion, um sowohl die Rollenfindung als auch die Betrachtung der berufspraktischen Handlungsprobleme im Studienprozess zu verstehen und zu entwickeln. Im Lichte dieser Überzeugung wurden im Studienprogramm Pflegepädagogik an der Katholischen Hochschule NRW in Köln unterschiedliche Seminare entworfen, in denen sich eine beratende Begleitung realisieren lässt, die diesen Lernprozess fördern kann.  Diese Seminare werden nun kontinuierlich angeboten und evaluiert. Wir stellen in diesem Beitrag zwei Beispiele der Seminargestaltung vor: zunächst den Seminartyp der „Lehrer*innenbezogenen Selbsterfahrung“, in dem die Entwicklung der Berufsrolle als Pflegelehrer*in im Vordergrund steht. Dabei wird insbesondere dem Prozess der Entwicklung bzw. der Transformation der Rolle beruflich Pflegender zu professionell Lehrenden Aufmerksamkeit gewidmet. Im Beispiel arbeiten die Studierenden mit den eigenen Biographien und ihren beruflichen Erfahrungen, die gemeinsam als Erzeuger eines beruflichen Habitus gelten. Dieses reflexive Format in Kleingruppen bietet sowohl ein Transformationsangebot als auch die Förderung von Empathie, denn diese ist unmittelbar verbunden mit der Erfahrung von Anerkennung und Wertschätzung in einer Gruppe. In einem zweiten Beispiel stellen wir die Ausgestaltung eines „Kasuistischen Seminars“ vor, in dem es um die analytische Rekonstruktion eines Arbeitspapiers geht, das die Studierenden aus ihren Praxiseinsätzen mitgebracht haben. Über die unterschiedlichen methodischen Herangehens- und Betrachtungsweisen lernen die Studierenden, sich analysierend von ihren bisherigen Rollen zu distanzieren, neue Sinnstrukturen zu erkennen und alternative Denkstile zu entwickeln bzw. zuordnen zu können

    Der Baustein "Adaptive Klassenführungskompetenz 2.0": Eine digitale Lehr-Lern-Einheit zur Lehrkräfteprofessionalisierung für inklusive Settings

    Full text link
    Das Projekt Fachdidaktische Qualifizierung Inklusion angehender Lehrkräfte an der Humboldt-Universität zu Berlin (FDQI-HU) entwickelt Konzepte für Hochschulseminare, um zukünftige Lehrkräfte auf die Planung, Durchführung und Reflexion von inklusivem (Fach-)Unterricht vorzubereiten. Der in diesem Beitrag beschriebene Baustein Adaptive didaktische Kompetenz ist der vierte Teil einer Reihe von fünf digitalen, an Inklusion orientierten Lehr-Lern-Bausteinen, die als Blended-Learning-Einheit entwickelt wurden. Der digitale Teil des Bausteins ist für die asynchrone Bearbeitung im Lernmanagementsystem Moodle vorgesehen. Alle für den Einsatz in der Lehrkräftebildung konzipierten Bausteine thematisieren zentrale Aspekte eines an Inklusion orientierten Unterrichts. Der erste Baustein behandelt das Didaktische Modell für inklusives Lehren und Lernen (DiMiLL) und dessen unterrichtlichen Nutzen; die Bausteine zwei, drei und vier zielen auf die Förderung adaptiver Lehrkompetenz von angehenden Lehrkräften; der fünfte Baustein adressiert das Thema Sprachbildung als immanenten Teil von Inklusion. Ziel dieses vierten Bausteins zum Thema Adaptive Klassenführungskompetenz ist zunächst die Aneignung theoretischen Wissens zu einer an Inklusion orientierten Klassenführung, die neben dem traditionellen Ziel der Störungsprävention auch Spannungsverhältnisse der adaptiven Klassenführung thematisiert. Auf dieser Basis zielt nachfolgend die Arbeit mit einer Videovignette einer authentischen Unterrichtssituation auf die Reflexion möglicher Anforderungen an die Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden in heterogenen Lerngruppen. Dieser Beitrag beschreibt anhand des Materials die asynchrone und eine mögliche synchrone Bearbeitungsphase und liefert den didaktischen Kommentar sowie den theoretischen Hintergrund dazu

    Veränderung intrinsischer Motivation bei Lehramtsstudierenden durch inklusionssensible Lehrveranstaltungen

    Full text link
    Der vorliegende Beitrag thematisiert die Veränderung der intrinsischen Motivation von Lehramtsstudierenden der Primar- und Sekundarstufe, bezogen auf deren Beschäftigung mit inklusionspädagogischen Fragestellungen, durch inklusionssensible Lehrveranstaltungen. Es wird dabei den Fragen nachgegangen, inwiefern diese intrinsische Motivation durch inklusionssensible Lehrveranstaltungen entwickelt bzw. gefördert wird und inwiefern hierbei die Wahl des Lehramtsstudienganges der Studierenden von Bedeutung ist. Dabei stehen digitale Lehr-Lern-Einheiten, die im Projekt FDQI-HU entwickelt wurden, im Zentrum der Untersuchung. Mittels deskriptiver Auswertung einer quantitativen Fragebogenstudie mit einem Prä-Post-Design (n = 74) wird gezeigt, dass Lehramtsstudierende der im Fokus stehenden Lehrveranstaltungen ein hohes Maß an intrinsischer Motivation, sich mit inklusionspädagogischen Fragenstellungen zu beschäftigen, aufweisen. Allerdings zeigte sich am Ende des Semesters keine Steigerung ihrer diesbezüglichen intrinsischen Motivation. Des Weiteren unterscheidet sich diese intrinsische Motivation der Studierenden nach Lehramtsstudiengang

    Werkstattbericht zu einer phasenverbindenden Unterrichtsplanung innerhalb eines universitären Seminars am Beispiel der Konstruktion digitaler Unterrichtsmaterialien im Fach Biologie

    Full text link
    Komplexe Lernanforderungen, wie die Planung digitaler Unterrichtsmaterialien in einem Team mit Lehrkräften und Fachdidaktiker*innen, können Studierende vor Herausforderungen stellen. Um dem gerecht zu werden, können bestimmte Lernsettings Anwendung finden, in denen bspw. durch strukturgebende Elemente und das Angebot von Hilfestellungen eine Orientierung geschaffen wird. Dies kann z.B. durch den Einsatz der Methode des Soft Scaffoldings, aber auch durch die Berücksichtigung der Überlegungen des gemäßigten Konstruktivismus und der Selbstbestimmungstheorie der Motivation erfolgen. Der vorliegende Artikel betrachtet, inwiefern Studierende im Rahmen einer gemeinsamen Unterrichtsplanung mit Lehrkräften und Fachdidaktiker*innen die getroffenen Maßnahmen zur Lernunterstützung, denen Überlegungen des gemäßigten Konstruktivismus, der Selbstbestimmungstheorie der Motivation und Maßnahmen des Soft Scaffoldings zugrunde liegen, als hilfreich empfinden. In einem leitfadengestützten Interview wurden hierzu zwei Studierende zu ihrer Wahrnehmung der zugrunde gelegten Unterstützungsangebote befragt. An der phasenverbindenden Planung beteiligt waren neben den Studierenden eine Fachdidaktikerin der Biologie und eine Biologielehrkraft. Durch die Auswertung der Interviewdaten mittels qualitativer Inhaltsanalyse konnte gezeigt werden, dass sowohl die Berücksichtigung des Soft Scaffoldings als auch des gemäßigten Konstruktivismus sowie der Selbstbestimmungstheorie der Motivation während der Tridem-Arbeit (Studierende – Lehrkraft – Fachdidaktikerin) durch die Studierenden in vielerlei Hinsicht positiv eingeschätzt wurde. Hervorzuheben ist hier speziell das Soft Scaffolding seitens Lehrkraft und Fachdidaktikerin. Eingeschränkt werden müssen diese Befunde jedoch hinsichtlich der fehlenden Strukturgebung besonders zu Beginn der gemeinsamen Arbeit, was sich hemmend auf die Kompetenzwahrnehmung der Studierenden auswirkte. Es zeigt sich außerdem, dass es für gemeinsame Planungsprozesse von großer Bedeutung ist, das Vorwissen der Lernenden zu berücksichtigen. Insgesamt sollte je nach Komplexität der Aufgabe eine noch stärkere Unterstützung erfolgen, um die Professionalisierung der Studierenden bestmöglich zu fördern

    Offline Codieren im Mathematikunterricht: Hin- und Rückübersetzungen vom Digitalen und Analogen

    Full text link
    Das universitäre Seminar „Digital Learning Lab – inklusionssensibler Unterricht in einer digitalen Welt“, eingebettet in das Projekt BiLinked[1] der Universität Bielefeld, versucht, angehende Lehrkräfte an die Etablierung von digitalen Medien im Unterricht heranzuführen. Denn der Einsatz digitaler Medien ist sowohl im Lehrplan von Nordrhein-Westfalen (NRW) als auch in den Bildungsstandards fest verankert. Im Seminar planen Fachwissenschaftler*innen, Lehrkräfte und Studierende Unterricht unter Einbezug digitaler Medien, führen diesen durch und evaluieren ihn gemeinsam. Im Rahmen dieses Projekts ist eine Unterrichtseinheit zum Thema „Codieren im Mathematikunterricht der Grundschule“ an der Laborschule Bielefeld entwickelt worden, die im vorliegenden Artikel exemplarisch vorgestellt wird

    168

    full texts

    179

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Die Materialwerkstatt (DiMawe) - Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇