Die Materialwerkstatt (DiMawe) - Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht
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    Kollaboratives Lernen lernen: Seminarsitzung zum Pre-Training von Kompetenzen des kollaborativen Lernens

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    Kollaboratives Lernen spielt auch im Hochschulkontext eine wichtige Rolle und findet immer größere Verbreitung. Damit derartige Lernarrangements allerdings erfolgreich eingesetzt werden können, sind bei den Lernenden kollaborative Kompetenzen nötig, deren Vorhandensein nicht einfach vorausgesetzt werden kann. Der vorliegende Beitrag liefert daher Ablaufplan und Arbeitsmaterial für ein 90-minütiges Pre-Training, das kollaborativen Phasen vorangeschaltet werden kann, um die Chance auf erfolgreiches kollaboratives Lernen zu erhöhen

    Sprachsensibler Chemieunterricht digital umgesetzt: Ein Seminarexkurs im Rahmen des Praxissemesters

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    Für eine zukunftsorientierte Gestaltung sprachsensiblen Chemieunterrichts ist es notwendig, fachliche und sprachliche Bildung stets in Verknüpfung mit digitalitätsbezogenen Kompetenzen zu betrachten. So können didaktische Potenziale digitaler Medien und Tools ausgeschöpft sowie digitalitätsbezogene Sprachkompetenzen seitens der Schüler*innen gefördert werden. In diesem Beitrag wird ein Seminarexkurs vorgestellt, der im Vorbereitungs- bzw. Begleitseminar zum Praxissemester in der Chemiedidaktik an der Bergischen Universität Wuppertal durchgeführt wurde. Die von Studierenden im Rahmen des Seminars geplanten sprachsensiblen Unterrichtsentwürfe beziehen digitale Medien oder Tools ein und wurden im Praxissemester umgesetzt. Der Beitrag erläutert die drei Seminarsitzungen und stellt neben den jeweiligen Foliensätzen auch Leitfragen für die sprachsensible Unterrichtsplanung als Online-Supplements zur Verfügung. Während des Seminarexkurses gesammelte Beobachtungen und Erfahrungen werden am Ende des Beitrags dargelegt und reflektiert

    „Theorietalk“: Methode zur strukturierten Besprechung von Texten zu wissenschaftlichen Theorien am Beispiel Biologiedidaktik

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    Das im Lehramtsstudium verankerte Praxissemester dient u.a. dazu, Theoriewissen und praktisches Handlungswissen zu verknüpfen. Praxissemesterstudierende haben die Aufgabe, verschiedene Forschungsfragen zu untersuchen, indem sie für die Schulpraxis relevante Fragestellungen eigenständig entwickeln, theoretisch einordnen und empirisch bearbeiten. Für die Studienprojekte ist eine theoretische Fundierung im Sinne des Forschenden Lernens von großer Bedeutung. Ausgewählte Theorien werden den Studierenden im vorbereitenden Seminar zum Praxissemester (VPS), hier in einem von der Biologiedidaktik angebotenen VPS-Seminar, bereits vor Beginn der eigentlichen Praxisphase nähergebracht. Dies geschieht anhand der Methodik des Theorietalks, die der strukturierten, diskursiven Besprechung von wissenschaftlichen Theorien dient. Diese Methode, welche sich innerhalb des gemäßigten Konstruktivismus verorten lässt, ist durch verschiedene Rollen gekennzeichnet, die den Studierenden innerhalb der Besprechung der Theorietexte zukommen. Die mehrfache Erprobung und Evaluation mittels Studierenden-Feedbacks deutet darauf hin, dass diese Methode sinnvoll für die Besprechung und das inhaltliche Durchdringen von Theorietexten ist. Der Beitrag führt in die Methode des Theorietalks ein und stellt konkrete hochschuldidaktische Hinweise zur Nachnutzung zur Verfügung

    Inklusive Fremdsprachendidaktiken: Rückblick auf eine Forschungskooperation der Latein- und Englischdidaktik

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    Dieser Artikel blickt auf eine Forschungskooperation zurück, die im Rahmen der Teilmaßnahme „Inklusive Fremdsprachendidaktiken“ des Bielefelder QLB-Projekts BiProfessional zwischen Vertreter*innen der Latein- und der Englischdidaktik stattgefunden hat. Zunächst werden Anknüpfungspunkte der beiden Fremdsprachendisziplinen untereinander explizit gemacht. Danach lotet der Beitrag aus, auf welche Weise das Konzept Inklusion in den Fachdidaktiken der beiden Sprachen in den letzten Jahrzehnten etabliert bzw. weiterentwickelt wurde. Auf dieser Grundlage wird eine Heuristik abgeleitet, die zwischen einem Blick auf Inklusion als unterrichtsmethodischer Herausforderung und Inklusion als Bildungsgegenstand unterscheidet. Darauf aufbauend wird jeweils ein empirisches Forschungsprojekt für die Englisch- und für die Lateindidaktik skizziert, das – entsprechend der unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen der beiden Fächer – den Fokus auf die Unterrichtsmethodik (Lateindidaktik) und auf den Bildungsgegenstand (Englischdidaktik) legt. Abschließend werden gemeinsame „Lessons Learned“ insbesondere mit Blick auf Herausforderungen der Lehrer*innenbildung reflektiert, die teilweise bereits Teil der jeweiligen Forschungsstränge waren

    Der Baustein "Das Didaktische Modell für inklusives Lehren und Lernen" (DiMiLL): Eine digitale Lehr-Lern-Einheit zur Lehrkräfteprofessionalisierung für inklusive Settings

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    Das Projekt Fachdidaktische Qualifizierung Inklusion angehender Lehrkräfte an der Humboldt-Universität zu Berlin (FDQI-HU) entwickelt Konzepte für Hochschulseminare, um zukünftige Lehrkräfte auf die Planung, Durchführung und Reflexion von inklusivem (Fach-)Unterricht vorzubereiten. Der in diesem Beitrag beschriebene Baustein Das Didaktische Modell für inklusives Lehren und Lernen (DiMiLL) ist der Teil einer Reihe von fünf digitalen, an Inklusion orientierten Lehr-Lern-Bausteinen, die als Blended-Learning-Einheit entwickelt wurden. Der digitale Teil des Bausteins ist für die asynchrone Bearbeitung im Lernmanagementsystem Moodle vorgesehen. Alle für den Einsatz in der Lehrkräftebildung konzipierten Bausteine thematisieren zentrale Aspekte eines an Inklusion orientieren Unterrichts. Baustein zwei, drei und vier zielen daher auf den Aufbau adaptiver Lehrkompetenz von angehenden Lehrkräften, der fünfte Baustein thematisiert Sprachbildung als immanenten Teil von Inklusion. Ziel dieses ersten Bausteins ist es, die Nutzer*innen mit dem DiMiLL (Frohn et al., 2019b) vertraut zu machen, indem sie sich durch die Bearbeitung eines interaktiven Erklärvideos dessen Bestandteile und die dahinterstehenden Diskurse erschließen. Dieser Beitrag beschreibt anhand des Materials die asynchrone und eine mögliche synchrone Bearbeitungsphase und liefert den didaktischen Kommentar sowie den theoretischen Hintergrund dazu

    Feedback zu den digitalen Lehr-Lern-Bausteinen zur Lehrkräfteprofessionalisierung für inklusive Settings

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    Das Projekt Fachdidaktische Qualifizierung Inklusion angehender Lehrkräfte an der Humboldt-Universität zu Berlin (FDQI-HU) entwickelt Konzepte für Hochschulseminare, um zukünftige Lehrkräfte auf die Planung, Durchführung und Reflexion von inklusivem (Fach-)Unterricht vorzubereiten. Entstanden ist so eine Reihe von fünf digitalen Lehr-Lern-Bausteinen, die als Blended-Learning-Einheit entwickelt wurde und zentrale Aspekte eines an Inklusion orientieren Unterrichts thematisiert. Der erste Baustein behandelt das Didaktische Modell für inklusives Lehren und Lernen (DiMiLL) und dessen unterrichtlichen Nutzen; die Bausteine zwei, drei und vier zielen auf die Förderung adaptiver Lehrkompetenz von angehenden Lehrkräften; der fünfte Baustein adressiert das Thema Sprachbildung als immanenten Teil von Inklusion. Das Projekt wurde kontinuierlich evaluiert und die Seminarteilnehmenden zu ihren Erfahrungen bei und nach der Bearbeitung der Seminarbausteine befragt. Der vorliegende Beitrag dokumentiert das Feedback der Seminarteilnehmenden. Er soll Lehrkräften, die in diesem Heft vorgestellten Bausteine nutzen möchten, auf mögliche Herausforderungen und Implikationen aufmerksam machen und dient als additives und unterstützendes Material zu den beschriebenen Lehr-Lern-Bausteinen

    Woran kann man guten inklusiven Unterricht erkennen? Entwicklung eines Rasters zur Beobachtung und Beurteilung inklusiven Unterrichts

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    Im Zentrum des Beitrags steht die Erstellung eines Rasters zur Beobachtung und Beurteilung inklusiven Unterrichts. Die Erarbeitung und Erprobung des Rasters sind als didaktischer Baustein in ein bildungswissenschaftliches Seminar eingebettet. Im Seminar werden pädagogisch-psychologische, schulpädagogische, inklusionspädagogische und sonderpädagogische Perspektiven auf guten inklusiven Unterricht vermittelt und durch die Erarbeitung des Rasters miteinander verknüpft. Das zu erprobende Raster wird bei der Beobachtung inklusiven Unterrichts im Rahmen von Videoanalysen eingesetzt. Dabei steht vor allem eine vertiefte Auseinandersetzung mit den umschriebenen theoretischen Konzepten im Fokus. Auf diese Weise erfahren die Studierenden, wie die theoretischen Perspektiven in der Praxis bei der Planung, Analyse und Reflexion inklusiven Unterrichts wirksam werden können

    Das Sokratische Gespräch als Möglichkeit und Ergänzung universitärer Lehre

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    Die hier vorgestellte Methode des Sokratischen Gesprächs soll als eine ergänzende Möglichkeit der universitären Lehre dargestellt werden. Sie hebt sich von Vorlesungen, Seminaren, Kolloquien etc. dadurch ab, dass der*die Dozent*in als Leiter*in des Sokratischen Gesprächs keine inhaltliche Ausgestaltung vornimmt. In seinem Mittelpunkt stehen philosophische Themen und Fragen, die „nur mit dem Instrument des Reflektierens über Erfahrungen, die allen Gesprächsteilnehmern (!) zur Verfügung stehen“ (Heckmann, 2018, S. 21), erarbeitet werden können. Solche philosophischen Themen können Fragen zu Ethik und Wissenschaftstheorie, Grundfragen zu Politik und Erziehung sowie Fragen zur Struktur unserer inneren Erfahrung sein. Ziel des Artikels ist erstens, ein Konzept für die konkrete Durchführung des Sokratischen Gesprächs in Universität und Hochschule vorzustellen, um dann zweitens zu begründen, unter welchen Voraussetzungen das Sokratische Gespräch eine wichtige und sinnvolle Ergänzung des universitären bzw. hochschulischen Curriculums darstellen kann

    Rassismuskritik in der sozialwissenschaftlichen Bildung im Anschluss an eine Exkursion in die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne

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    Rassistische Praktiken und Vorstellungen sind gesellschaftlich weit verbreitet und betreffen in unterschiedlichen Formen die Berufspraxis von Lehrkräften. Angesichts dieser Problematik ist es notwendig, dass Lehramtsstudierende sich umfassend und (selbst-)kritisch mit rassistischen Phänomenen auseinandersetzen, um diese unterrichtspraktisch thematisieren und mit ihnen auch außerunterrichtlich reflektiert umgehen zu können. Bei dieser rassismuskritischen Auseinandersetzung helfen nicht nur fachwissenschaftliche Theorien und fachdidaktische Ansätze. Anhand von NS-Gedenkstätten als Orten rassistischer Verbrechen lassen sich historisch-politische und lokal-zeitgeschichtliche Zusammenhänge thematisieren. In diesem Kontext können an vielfältigen historischen Quellen rassistische Mechanismen analysiert werden. Dabei lassen sich Aspekte des forschenden Lernens einüben und bestimmte didaktische Prinzipien sozialwissenschaftlicher Bildung reflektieren, die auch mit Blick auf Gedenkstättenbesuche von Schüler*innen bedeutsam sind. Der Beitrag bezieht sich auf ein universitäres Seminar, in welchem sich die Studierenden fachwissenschaftlich und fachdidaktisch mit Ungleichwertigkeitsvorstellungen auseinandersetzen. Im Fokus des Beitrags stehen konzeptionelle Erläuterungen zur Seminararbeit im Anschluss an eine Exkursion in die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne. Thematisiert wird insbesondere ein rassismuskritisch-analytischer Zugang zu bestimmten Materialien der Gedenkstätte

    „Jede*r von uns sieht die Situation eben unterschiedlich – das ist zwar eine Schwierigkeit, aber auch eine Bereicherung“: Rollenspiel für die inklusionssensible Lehrer*innenbildung im Blended-Learning-Format

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    Die Rollenspiel-Methode ist ein handlungs- und anwendungsbezogenes Instrument, um Studierende bereits während der universitären Ausbildung für unterschiedliche professionelle Sicht- und Handlungsweisen zu sensibilisieren. In diesem Sinne stellt der folgende Beitrag ein Rollenspiel vor, welches als hochschuldidaktisches Material für die inklusionssensible Lehrer*innenbildung genutzt werden kann und Studierende auf zukünftige multiprofessionelle Kooperationshandlungen in der schulischen Praxis vorbereiten soll. Dieses bietet einen geeigneten Anlass, um die professionsübergreifende Zusammenarbeit „gefahrlos“ im Rahmen einer fiktiven kollegialen Fallkonferenz zu erproben sowie unterschiedliche pädagogische Professionsverständnisse aufzudecken und zu reflektieren. Darüber hinaus werden erste Durchführungserfahrungen und Evaluationsergebnisse diskutiert, die im Zuge der wissenschaftlichen Begleitforschung der Teilmaßnahme „Multiprofessionelle Kooperation in inklusiven Ganztagsschulen“ des Bielefelder QLB-Projekts BiProfessional erhoben wurden

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