Die Materialwerkstatt (DiMawe) - Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht
Not a member yet
    179 research outputs found

    Videobasierte Reflexionen von kognitiven Aktivierungen und kognitiven Aktivitäten im Mathematikunterricht

    Full text link
    Videobasierte Lernumgebungen haben in der Lehrkräftebildung an Bedeutung gewonnen, da sie es ermöglichen, authentische Unterrichtssituationen zu analysieren und gezielt zu reflektieren. Die Projekte Degree 4.0 und Degree 5.0 nutzen eine innovative Plattform, die Lehramtsanwärter*innen und -studierende dabei unterstützt, Videos systematisch durch Kodierungen und Annotationen zu analysieren, um die Reflexionsfähigkeit der angehenden Lehrkräfte zu stärken. Dies hilft Lehramtsanwärter*innen und -studierenden, komplexe Unterrichtssituationen zu verstehen und alternative Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Im Mathematikunterricht spielt die kognitive Aktivierung durch die Lehrkräfte eine wichtige Rolle, da sie tiefes Verständnis und Problemlösungsfähigkeiten fördert. Durch das Aufgabenformat lernen angehende Lehrkräfte, kognitive Aktivitäten auf Seiten der Schüler*innen zu erkennen und durch gezielte Unterrichtsgestaltung zu unterstützen. Durch iterative Designverbesserungen werden die fachdidaktischen Reflexionsprozesse weiter optimiert, um die Qualität der Lehrkräftebildung nachhaltig zu steigern

    Audiodeskription für Unterrichtsvideos: Eine anwendungsorientierte Erläuterung anhand von Pilotvideos aus den "Degree"-Projekten

    Full text link
    Im Rahmen der Projekte Degree 4.0 und Degree 5.0 wurden videobasierte Lehrkonzepte entwickelt, deren Grundlage videografisch dokumentierte Unterrichtssituationen darstellen. Um den Aspekt der Barrierefreiheit zu berücksichtigen, wurden die im Projekt erstellten Unterrichtsvideos mit Audiodeskriptionen und Untertiteln versehen. So werden visuelle und akustische Informationen allen zugänglich. Die Erstellung dieser barrierefreien Videos stellte besondere Herausforderungen dar, etwa beim Timing der Audiodeskriptionen oder bei der Auswahl relevanter Informationen. Lösungsansätze umfassten die Nutzung von Standbildern und ergänzenden Dokumenten, wobei stets die fachlichen Lernziele der jeweiligen Lehrkonzepte im Fokus standen. Die Präzision der Beschreibung war entscheidend, um die Videos didaktisch sinnvoll zu ergänzen, ohne jedoch die Aufgabenstellungen vorwegzunehmen. In diesem Beitrag werden fünf barrierefrei aufbereitete Pilotvideos anhand von Steckbriefen dargestellt. Um einen Einblick in die Implementierung der didaktischen Anforderungen in die Audiodeskriptionen zu geben, wird in jedem Steckbrief ein Ausschnitt aus dem Audiodeskriptionsskript mit einer Erläuterung versehen. Diese Darstellung gibt nicht nur einen Überblick über verschiedene Videogestaltungen, sondern liefert auch Impulse und Orientierungshilfen für die eigene Erstellung barrierefreier Medieninhalte

    Individuelle Förderung durch Musik im Schulunterricht: Ein digital gestütztes Seminarkonzept für die Hochschullehre und ausgewählte Materialien

    Full text link
    Musik als Medium der individuellen Förderung im Unterricht jenseits des Faches Musik stellt bislang nicht nur ein Forschungs-, sondern auch ein Desiderat innerhalb der Lehrer*innenbildung dar. Ziel der in diesem Beitrag vorgestellten Seminarkonzeption ist es daher, Studierende zu befähigen, ausgehend vom Lehrplan des je eigenen Faches und unter Einbezug von theoretischen Begründungen, ein Unterrichtsmaterial zu einem selbst gewählten Unterrichtsthema anhand eines (populären) Liedes aus der Lebenswelt von Schüler*innen als Medium selbst zu entwickeln. Im Sinne der individuellen Förderung sollen die Materialien darüber hinaus differenziert angelegt sein und mit einem klaren Ziel verknüpft werden. In diesem hochschuldidaktischen Beitrag wird dargestellt, wie Studierende im Seminarverlauf entsprechende Wissensgrundlagen erwerben und der Arbeitsprozess individualisiert und kollaborativ gestaltet werden kann. Neben der Seminarkonzeption werden dazu auch ausgewählte hochschuldidaktische Materialien vorgestellt, die in Anlehnung an das Prinzip der doppelten Vermittlungspraxis ausgehend von Musik aus der Lebenswelt der Studierenden entwickelt wurden und Differenzierung ermöglichen

    The Proof of the Pudding Is in the Making: Reflections on Social Justice Teacher Education in English Language Teaching

    Full text link
    This contribution proposes five fundamental elements of social justice teaching as applied in language teacher education. It does so by taking into consideration already existing university formats – a seminar and a student-conference – which were built on the foundation of critical literacy pedagogies. By defining these elements, our goal is not only to prompt a discussion about social justice in language teacher education, but to center our students’ authentic voices and opinions about their own learning experiences

    Inklusionssensible Lektüre im Lateinunterricht. Ein Materialkonzept zu Seneca, ep. 16

    Full text link
    In diesem Beitrag, der aus der Unterrichtspraxis entstanden und auf diese bezogen ist, wird verdeutlicht, dass lateinische Lektüre so inklusionssensibel materialisiert werden kann, dass unterschiedlich diagnostizierte Bedarfe in den typischen Phasen des Lateinunterrichts (Texterschließung, Übersetzung, Interpretation) auf dem Weg des zielgleichen Lernens qua varianter Methodik (Binnendifferenzierung, Erleichterungs-/Ersatzmaßnahmen) als Potenziale verstanden begünstigt werden können. Das hier vorzustellende Material problematisiert Senecas epistula 16 und ist die überarbeitete Version einer ursprünglichen Fassung, die basierend auf theoretischen Forschungserkenntnissen an die inklusiven Anforderungen einer empirisch zu begleitenden Lerngruppe gestaltet wurde. Nach der Reflexion aller am Prozess Beteiligten (Schüler*innen, Lehrkraft und Forscher*innen) fungiert das hier vorzustellende Material als Endprodukt des Forschungsprozesses, das zugleich die Erkenntnis mit sich bringt, je nach Lerngruppe und deren spezifischen Bedarfen flexibel adaptiert werden zu können. Ferner kann dieses Material als Folie für die Gestaltung weiterer Lektüren oder zur Reflexion über bisher eingesetzte Materialien verwendet werden, um den lateinischen Lektüreunterricht zukünftig inklusionssensibel arrangieren zu können

    Mit den Ohren lernen: Wissensvermittlung von Technologien und Praktiken der Musik- und Klangproduktion über Hörübungen

    Full text link
    Das Lehrforschungsprojekt Sound Design in digitalen Umwelten. Ein exploratives Lehrforschungsprojekt zu digitaler Klanggestaltung und -analyse zielt auf die Einbindung von Sound-Design-Bausteinen in den musiktheoretischen Unterricht an der Hochschule, in denen Klang in seiner historischen und (medien-)technischen Dimension vermittelt und erkundet werden soll. Der Beitrag stellt Hörübungen vor, die dieses Ziel umzusetzen versuchen. Die dazugehörigen Sound-Dateien und Lehrmaterialien werden zur Nachnutzung bereitgestellt. Auch sollen schulbezogene Anwendungskontexte sowie Bezüge zur Lehrer*innenbildung diskutiert werden. Über das analytische Hören von Musik hinaus argumentiert der Beitrag für ein Hören ökologischer Zusammenhänge, das mithilfe von Soundwalks im Sinne der akustischen Ökologie geübt werden kann und so das wissensvermittelnde Potenzial von Hörübungen verdeutlicht

    Lernangebote reflektiert konzipieren – vielfältige Lernprozesse ermöglichen: Ein Instrument zur Unterstützung multiperspektivischer Reflexion und Konzeption komplexer Aufgaben im Unterricht

    Full text link
    Aufgaben sind wesentliche Strukturelemente unterrichtlichen Handelns. Die Analyse, Konzeption und Implementierung von Aufgaben, die (diversitätssensible) Lernprozesse ermöglichen, erfordern eine multiperspektivische, d.h. auch prospektive, Reflexion zahlreicher Merkmale (und deren Ausprägungen). Um (angehende) Lehrpersonen dabei zu unterstützen und seitens tertiärer Bildungsorgane den Aufbau praxisorientierten und zugleich theoretisch fundierten Wissens und Könnens im Kontext von Aufgabenorientierung zu ermöglichen/zu erleichtern, müssen jenen ausreichend Raum sowie Unterstützungsmaterialien zur Verfügung gestellt werden. Der Beitrag stellt hierzu ein Material vor, das in hochschuldidaktischen Bildungsmaßnahmen, aber auch in der schulischen Lehrpraxis ein hilfreiches Instrument zur Analyse, multiperspektivischen Reflexion und Konzeption von komplexen Aufgaben, die diversitätssensiblem Lernen Rechnung tragen sollen, darstellt. Das Material ist eine fächerübergreifende, allgemein-didaktische Weiterentwicklung eines Modells aus der Fremdsprachendidaktik (Baumann, 2023c), das auf Evidenzen und Prinzipien der (Fremd-)Sprachwissenschaft und -didaktik, auf lerntheoretischen Grundlagen sowie auf allgemeindidaktischen Prinzipien fußt. Zum Material gehört ein ausführliches Handbuch, das die eigenständige Arbeit und das Nacherfinden ermöglicht. Im Rahmen der Erläuterung des theoretischen Hintergrunds wird auf zentrale Merkmale komplexer Aufgaben und deren Ausprägungen mit Blick auf diversitätssensibles Lernen eingegangen. Diese Ausführungen sollen als Hintergrundwissen das Verständnis und die Anwendung des Materials unterstützen und einen Überblick über die im Material verankerten theoretischen Grundlagen konturieren. Der Beitrag schließt mit empirischen sowie praktischen Erfahrungen und einer kurzen (prospektiven) Synopse

    Konstruktion und Fertigung eines Fledermausdetektors: Gestaltungsgrundlage für die Initiierung immersiver Lernerfahrungen mittels Gamification im Technik-Unterricht

    Full text link
    Um Schüler*innen ein besseres Verständnis für Fledermäuse zu vermitteln und gleichzeitig den Artenschutz heimischer Säugetiere zu fördern, wurde ein Fledermausdetektor zur Fertigung im technikbezogenen Unterricht entwickelt. Der B@t-Detektor kombiniert im Technikunterricht fächerübergreifende Aspekte aus der Biologie und Physik mit Gamification-Elementen, um das Interesse an und das Verständnis für Fledermäuse(n) bei Lernenden zu fördern. In der Lehrkräfteausbildung wird durch die Integration dieses Detektors in didaktische Seminare angehenden Lehrkräften eine praxisnahe und interaktive Möglichkeit vorgestellt, die Erfassung und Analyse von Fledermausaktivitäten zu erleben. Die Gamification-Elemente sind angelehnt an ein GamePad und geben neben den in Hörschall umgewandelten Fledermausrufen auch optische und haptische Signale. Diese innovative Herangehensweise unterstützt nicht nur die fachwissenschaftliche Wissensvermittlung, sondern fördert auch die Entwicklung didaktischer Fähigkeiten und die Anwendung moderner Technologie im Bildungsbereich. Der Fledermausdetektor dient somit als wertvolles Werkzeug, um zukünftige Lehrkräfte auf eine interaktive und praxisorientierte Unterrichtsgestaltung vorzubereiten. In diesem Beitrag wird die Konstruktion des Fledermausdetektors mittels Maker-Werkzeugen vorgestellt und ein Einblick in die derzeitige Forschung zum Einsatz des Detektors in Hochschulseminaren gewährt. Ziel ist es, auf Basis empirischer Daten den aktiven Einsatz in der Schule bestmöglich vorzubereiten

    Aktionsforschung im Lateinunterricht: Erstellung und Erprobung inklusionssensibler Materialien

    Full text link
    In diesem Artikel werden die für den Lateinunterricht noch weitgehend unbekannte Aktionsforschung und ihre Vorteile bei der Erstellung inklusionssensibler Materialien für den Lektüreunterricht vorgestellt. Der feldoffene und methodisch variable Zugang zum Unterrichtsgeschehen ermöglicht es nicht nur, von Forscher*innen erstelltes Material zu erproben, sondern dies vor allem durch diejenigen kritisch reflektieren zu lassen, für die es konzipiert wurde: Schüler*innen und Lehrkräfte. An den Rückmeldungen aus halbstrukturierten Interviews, Fragebögen und Eindrücken teilnehmender Beobachtung zu einem für die Seneca-Lektüre erstellten Material wird deutlich, dass das Zusammenspiel der unterschiedlichen Perspektiven von Schüler*in, Lehrer*in und Forscher*in gerade in Fragen nach Inklusionssensibilität besonders wertvoll ist. Denn die in einer Lerngruppe bestehenden Bedarfe können so aus individueller Lehr-/Lern-Perspektive, mit Blick auf das kollektive Kursverhalten und unter Rekurs auf Forschungsbefunde dahingehend ausgewertet werden, dass ein Material erstellt wird, das allen am Unterrichtsgeschehen Partizipierenden nützlich sein soll. Genau dieses methodisch abgesicherte Gesamtkonstrukt begünstigt die Aktionsforschung wie vermutlich keine andere empirische Forschungsmethode

    From Professional Vision to Fostering Critical L2 Classroom Discourse Competence: Analysing and Reflecting on Discourse Practices in Inclusive English Language Teaching

    Full text link
    This article argues that a crucial aspect of teaching in inclusive (in fact: in all!) English language classrooms is not only using learner-oriented teaching methods, but also interacting in a learner-oriented, empowering way. It therefore proposes that pre-service English language teachers develop Critical L2 Classroom Discourse Competence as part of their university education and suggests that this competence can be fostered by enhancing the pre-service teacher’s professional vision. As a means to do so, the article presents material that has been implemented in an advanced class for future English teachers at Bielefeld University. The material invites the students to engage in the micro-analysis of a video-sequence that was recorded in an inclusive English classroom (year 5). Insights into student products generated in the seminar as well as course evaluations suggest that the students’ professional vision as well as a sensitivity to classroom discourse in inclusive contexts may be promoted by the suggested material

    168

    full texts

    179

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Die Materialwerkstatt (DiMawe) - Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇