Die Materialwerkstatt (DiMawe) - Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht
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    179 research outputs found

    Musikunterricht planen und durchführen: Ein Interventionsseminar zur Förderung fachdidaktischer Handlungskompetenz

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    Die spezifischen Herausforderungen des Musikunterrichts an bayerischen Mittel- und Förderschulen erfordern insbesondere im Studium des Drittelfaches Musik eine Anbahnung fachdidaktischer Handlungskompetenz, die sich an aktuellen Forschungserkenntnissen zur reflexiven Lehrer*innenbildung, zur Professionalisierung im Lehrberuf und zu fachspezifischen Methoden und Arbeitsweisen orientiert. Im Sommersemester 2019 wurde daher am Institut für Musikpädagogik der LMU München erstmalig ein praxisorientiertes Seminarformat installiert, das unter dem Stichwort „Interventionsseminar“ zentrale Aspekte dieser verschiedenen Forschungsansätze aufgreift und auf eine möglichst umfassende Förderung fachdidaktischer Handlungskompetenz zielt. Als Besonderheit wurde die Phase der Unterrichtsreflexion im Sinne einer „reflection-on-action“ (Schön, 1983) in die Durchführungsphase integriert. An kritischen Punkten wurde der Unterricht unterbrochen und gemeinsam mit Schüler*innen und anwesenden Seminarteilnehmer*innen nach methodisch-didaktischen Handlungsalternativen gesucht. Im nachfolgenden Beitrag werden Inhalt und Organisation dieses Seminarkonzeptes vorgestellt und die Ergebnisse mit Blick auf dessen Zielsetzung reflektiert. Grundlage dieser Reflexion sind die am Ende des Semesters erhobenen Studierendenfeedbacks (Interview und Gruppendiskussion) sowie die Erkenntnisse aus der eigenen teilnehmenden Beobachtung an den praktisch umgesetzten Unterrichtsentwürfen

    Mit Experimenten zu Wasserläufer & Co Kohärenz erleben: Potenziale eines interdisziplinären, experimentellen Kurses zur Professionalisierung angehender Sachunterrichtslehrkräfte

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    Dieser Beitrag stellt das Konzept einer universitären Lehrveranstaltung vor, die durch Herstellung curricularer Kohärenz auf mehreren Ebenen das Ziel verfolgt, angehende Sachunterrichtslehrpersonen für die Gestaltung eines vielperspektivischen Sachunterrichts im Bereich Naturwissenschaften und Technik zu professionalisieren. Anhand der Kontexte „Teich“ und „Mensch und Leistungsfähigkeit“ spüren die Studierenden dem Lebensweltbezug des Sachunterrichts nach und erfahren interdisziplinäre Verflechtungen der Naturwissenschaften und Technik. Durch die eigenständige Planung, Durchführung und Auswertung sachunterrichtlich relevanter Experimente können sie sich zudem naturwissenschaftliches und technisches Fachwissen zu diesen Kontexten erarbeiten sowie ihr fachdidaktisches Wissen und ihre experimentelle Kompetenz erweitern. Die Ergebnisse der Mixed-Methods-Begleitforschung im Pre-Post-Design (N = 168) verweisen auf eine hohe Passung zwischen den Bedarfen der Studierenden und dem Kursangebot. 100 Prozent der Teilnehmer*innen empfehlen den Kurs weiter. Als Gründe dafür werden u.a. die Kohärenz von Kursinhalten und beruflichen Anforderungen sowie positive Veränderungen des Professionswissens und motivationaler Orientierungen genannt. Darüber hinaus wird angegeben, dass die Lehrveranstaltung das Verständnis von der Interdisziplinarität der Naturwissenschaften und Technik fördert. Das hohe situationale Interesse an den Kursinhalten lässt vermuten, dass Erlebtes bzw. Gelerntes auch in die Berufspraxis transferiert wird. Der Beitrag regt dazu an, bereits in der Konzeption universitärer Lerngelegenheiten – hier im Kontext der Lehrpersonenbildung für das Fach Sachunterricht – Kohärenz mitzudenken, da die empirischen Befunde nahelegen, dass diese positiv von den Studierenden wahrgenommen wird

    Pädagogischer Bezug oder Chancengleichheit? Zu den pädagogischen Grenzen von Bildungsgerechtigkeit im Schulsystem anhand von Reflexionen zu einem praktikumsbegleitenden Format in der Lehrer*innenbildung

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    Ausgehend von einer Problematisierung des Begriffs der Chancengleichheit (Kap. 1) wird im Beitrag anhand einer Fallschilderung aus einem praktikumsbegleitenden Seminar dargelegt, dass eine einseitig leistungsorientierte Vorstellung von Chancengleichheit leicht dazu führen kann, den pädagogischen Bezug zu den Schüler*innen zu verlieren (Kap. 2). Im abschließenden Kapitel wird daher für eine Sensibilisierung für diese Zusammenhänge votiert, die zugleich aber die Studierenden nicht mit der Diagnose einer „Unmöglichkeit des gelingenden Lehrberufs“ angesichts gesellschaftlicher Widersprüche zurücklässt. Demgegenüber wird ein Zwei-Rollen-Modell als Deutungshorizont angeboten, innerhalb dessen eine Professionalisierung gelingen könnte, die sowohl gesellschaftskritisch bleibt als auch den pädagogischen Bezug nicht leichtfertig einer auf Chancengleichheit und Fairness orientierten Leistungsbewertung opfert (Kap. 3)

    Kunstdidaktik vernetzen: Ein Fortbildungskonzept für Kunstlehrkräfte

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    Fortbildungen spielen eine essenzielle Rolle für die professionelle Kompetenz von Lehrkräften (Lipowsky, 2010) und beschreiben ein grundsätzliches professionelles Verständnis des Lehrberufs (Richter et al., 2018). Dies gewinnt besonders dann an Bedeutung, wenn es gilt, gesellschaftliche Veränderungen wie Digitalisierung und Inklusion in den Unterricht einzubeziehen. Die Professur Kunstdidaktik mit besonderer Berücksichtigung von Inklusion sieht daher ein wichtiges Aufgabenfeld darin, regelmäßig Fortbildungen für Lehrkräfte der Region anzubieten. Aktuell liegt der Schwerpunkt dabei u.a. auf der Gestaltung von Kunstunterricht in einer digital geprägten Welt. Dieser Beitrag skizziert das Fortbildungskonzept ausgehend von den zwei übergeordneten Zielen, einerseits aktuelle Forschungsergebnisse aus der Kunstpädagogik für Lehrkräfte zugänglich zu machen und mit ihrer schulpraktischen Erfahrung in Verbindung zu bringen sowie andererseits eine ausbaufähige Beziehung zwischen Hochschule und Schule im Fach Kunst zu etablieren, die auch weit über das Studium hinaus Mehrwert und Synergien hervorbringen kann. Unter Berücksichtigung des für Fortbildungen angepassten Angebots-Nutzungs-Modells (Lipowsky, 2010), das sich auch für die Kunstdidaktik anwenden lässt, werden strukturelle, inhaltliche und didaktische Merkmale beschrieben, die das Erreichen dieser Ziele unterstützen. Die Konkretisierung dieser Überlegungen erfolgt exemplarisch anhand einer durchgeführten Veranstaltung, die durch die Auseinandersetzung mit digitalen Möglichkeiten für Reflexionsprozesse im Kunstunterricht u.a. das Thema des digitalen Wandels mit aufgenommen hat. Anschließend werden anhand von Evaluationsergebnissen aus vier Jahren Gelingensbedingungen für den Aufbau eines Fortbildungsprogramms entwickelt, aus denen sich auch Schlussfolgerungen für andere Konzepte in Bezug auf die genannten Ziele ziehen lassen

    Fachliche Reflexionen im Geschichtsstudium durch Portfolioarbeit fördern? Ein Praxisbericht

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    Der Beitrag stellt theoretische Grundlagen und die Konzeption des Portfolios für Geschichtsstudierende an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Praxissemester vor. Ein Schwerpunkt der Portfolioarbeit liegt bei fachspezifischen Reflexionen, bei denen die Studierenden gezielt geschichtsdidaktisches Handeln in und vor der Praxis reflektieren sollen. Dies kann zum Beispiel die konkrete Umsetzung fachdidaktischer Grundprinzipien wie Multiperspektivität oder Problemorientierung im Geschichtsunterricht betreffen, ebenso jedoch Fragen der Diagnostik, z.B. bezogen auf fachspezifische Kompetenzen, und nicht zuletzt auch Fragen, welche die eigene Rolle als Geschichtslehrkraft betreffen (etwa: „Wie vermittle ich meinen Schüler*innen den Konstruktcharakter von Geschichte?“). Es geht also um die Anwendung der geschichtsdidaktischen Kenntnisse in Hinblick auf konkrete, subjektiv bedeutsame Leitfragen der Studierenden, die sich in Bezug auf das Praxissemester ergeben, und somit auch um den fachdidaktischen Professionalisierungsprozess der Studierenden als Lehrkräfte, der durch Portfolioarbeit unterstützt werden soll

    Eine Entwicklung schreibt sich selber fort! Editorial zum dritten Jahrgang der Zeitschrift „Die Materialwerkstatt. Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht“

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    Im Editorial zum dritten Jahrgang der Zeitschrift „Die Materialwerkstatt. Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht“ wird die Fortschreibung der eingeschlagenen Pfade der Strukturentwicklung der Zeitschrift beschrieben. Dabei werden der Trend zur Materialentwicklung in Form von inhaltlich bündelnden Themenheften, das phasenverbindende Moment der Materialien im Kontext einer zunehmend phasenübergreifenden Lehrer*innenbildung sowie die sich steigernde Verschränkung von Open Access, Digitalisierung und Digitalität beleuchtet. Im Anschluss an den Ausblick finden sich am Ende des Editorials auch die Abstracts zu allen Beiträgen der diesjährigen regulären Ausgabe sowie zu denen der Themenhefte des Jahrgangs

    Erfassung der Lernstrategie Hilfesuche im Biologieunterricht

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    Bisherige empirische Studien untersuchten die Lernstrategie Hilfesuche wenig differenziert. In diesen Studien wurden z.B. nicht die Art der Hilfe und der Erfolg des Hilfesuchens erhoben. Insbesondere für den Biologieunterricht könnte diese Lernstrategie eine wichtige Rolle spielen, z.B. im Rahmen des forschend-entwickelnden Unterrichtsverfahrens. In der vorliegenden Pilotierung soll ein Instrument zur Dokumentation der Lernstrategie Hilfesuche (Hilfesuchkarten) vorgestellt werden, das diese Strategie im Biologieunterricht genauer erfasst. Innerhalb der qualitativen Studie wurde bei 75 Schüler*innen (M = 11.27; SD = .50 Jahre; 57,3 % weiblich) der sechsten Jahrgangsstufe die Lernstrategie Hilfesuche über eine dreiwöchige Unterrichtsreihe zum Thema Samenpflanzen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Qualität (z.B. Art der Probleme) und die Quantität (Anzahl der eingesetzten Hilfekarten) der Hilfesuche durch die Hilfesuchkarten erhoben werden konnten. Es wurde insgesamt eine geringe Anzahl von Hilfesuchkarten von Schüler*innen verwendet. Ein Grund dafür könnte u.a. in Hemmschwellen, wie z.B. dem Schamgefühl, von Lernenden liegen. Mögliche Modifizierungen des Instruments werden daraufhin diskutiert

    „Wie kommen WIR eigentlich zu einer Note?“: Ein Fortbildungssetting zur Reflexion professionsbezogener Konzepte zur Leistungsbewertung in inklusiven Lerngruppen

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    Leistung zu bewerten, ist eine tägliche Herausforderung für Lehrer*innen. Arbeitet man in einem multiprofessionellen Team, so sind neben individuellen auch teambezogene Aushandlungsprozesse rund um die Leistungsbewertung zu erwarten. Dabei werden professionsspezifische Perspektiven auf Leistung relevant, die es im Team zu explizieren, bedenken und berücksichtigen gilt. In diesem Beitrag stellen wir ein Fortbildungssetting vor, das die Aushandlungsprozesse in einem multiprofessionellen Team im Kontext der Leistungsbewertung thematisiert. Mit dem hier zur Verfügung gestellten Fortbildungsmaterial kann eine Auseinandersetzung mit der individuellen professionsspezifischen Bewertungspraktik erfolgen und gleichzeitig der Blick auf die Spezifika der Leistungsbewertung anderer Professionen erweitert werden. In der Konsequenz wird eine Professionalisierung der eigenen Person für die Leistungsbewertung im Team induziert. Abgerundet wird dieser Beitrag mit der Vorstellung von Erfahrungen, die mit dem Fortbildungssetting im thematischen Kontext gemacht wurden

    Multiperspektivität im Forschenden Lernen: Reflexion einer mathematikdidaktischen Handlungssituation mithilfe eines Gruppenpuzzles

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    Die Ausbildung angehender Sekundarstufen-Mathematiklehrkräfte im Praxissemester zielt im Kontext Forschenden Lernens u.a. auf den Aufbau von Fähigkeiten zur Reflexion von Unterrichtspraxis. Dieser Beitrag skizziert eine Seminareinheit mit diesem Ziel. Zur Vorbereitung auf die Sitzung bearbeiten die Studierenden jeweils einen von vier bis sechs verschiedenen mathematikdidaktischen Theorieansätzen. In der Seminarsitzung selbst analysieren und reflektieren sie dann vor dem Hintergrund ihrer vorbereiteten Theorieansätze eine bereitgestellte protokollierte Situation aus der Praxis des Mathematikunterrichts. Im Rahmen eines Gruppenpuzzles werden daraufhin Gruppen mit verschiedenen theoretischen Ansätzen zusammengestellt. Der Austausch über die verschiedenen theoretischen Perspektiven wird durch den Einsatz von Leitfragen unterstützt. Ziel der multiperspektivischen Betrachtung ist es, Konsequenzen für die Beobachtung und Analyse von Praxissituationen im Praxissemester und mit Ausblick auf die folgenden Studienprojekte im Kontext des Forschenden Lernens zu erarbeiten

    Leistung und Inklusion: Eine Einladung zur Reflexionspause

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    Der Beitrag dient als Einführung in das Themenheft. Nach einer inhaltlichen Hinführung werden die zugrunde gelegten Begriffsverständnisse von inklusiver Bildung und Leistung erläutert. Dabei wird das Verhältnis zwischen den beiden Begriffen als ein – aus divergierenden programmatischen Logiken resultierendes – spannungsreiches entworfen. Es folgt eine Vorstellung des BMBF-Verbundprojektes Reflexion, Leistung & Inklusion (ReLInk), aus dem heraus das Themenheft entstanden ist. Dieses Projekt ist durch ein Forschungs- und Entwicklungsdesign charakterisiert. Bezugnehmend auf einen Schwerpunkt der Forschungen werden ausgewählte Aspekte (z.B. Leistung als Frage individueller und institutioneller Erwartungen, Fragen zur Differenzierung von Aufgaben, Differenz in der Leistungsbewertung etc.) zu der Bandbreite der mit Leistung und Inklusion im schulischen Alltag verbundenen Fragen und Herausforderungen dargestellt. Diesen Beitrag schließt ein Überblick über die Beiträge im Themenheft

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