Die Materialwerkstatt (DiMawe) - Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht
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    Mathematikdidaktische Reflexionsprozesse in der zweiten Phase der Lehrkräftebildung anregen: Ein videobasiertes Aufgabenformat zur Analyse und Reflexion von Unterrichtseinstiegen in Mathematik

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    (Fachdidaktische) Reflexionsfähigkeit spielt in der Lehramtsausbildung, insbesondere im Hinblick auf die Vernetzung von theoretischen Konzepten und praktischem Handeln, eine entscheidende Rolle. Um diese anzuregen und zu fördern, birgt die Arbeit mit Unterrichtsvideos, gerade auch mit Aufzeichnungen aus dem eigenen Unterricht, ein großes Potenzial. Im Beitrag wird am Beispiel des Faches Mathematik ein diskursives Aufgabenformat zur Videoanalyse und -reflexion von Unterrichtseinstiegen vorgestellt, das auf der Lernplattform degree umgesetzt und in der zweiten Phase der Lehrkräfteausbildung erprobt und beforscht wurde. Es erfolgen eine konkrete Erläuterung der drei Phasen des Aufgabenformats und ihrer Funktion für den Reflexionsprozess der Lehramtsanwärter*innen sowie eine theoretische Einbettung hinsichtlich des Lerngegenstands. Abschließend wird ein kurzer Einblick in die empirischen Ergebnisse der qualitativen Studie im Rahmen des Projekts Degree 5.0 gegeben

    Erkenntnisgewinn in Wissenschaft und Alltag: Ein binnendifferenziertes Arbeitsblatt zur epistemologischen Betrachtung für die Sekundarstufe II

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    Ein zentrales Ziel des Unterrichts in der gymnasialen Oberstufe besteht in der wissenschaftspropädeutischen Ausbildung zum Erlangen der Studierfähigkeit. Im vorliegenden Beitrag wird Material zur epistemologischen Betrachtung der Unterschiede zwischen alltagsweltlichen und wissenschaftlichen Erkenntnisprozessen vorgestellt, welches sowohl als Einstieg in eine Sequenz Forschenden Lernens als auch als eigenständiges Material im wissenschaftspropädeutischen Unterricht eingesetzt werden kann. Das binnendifferenzierte Arbeitsblatt kontrastiert alltagsorientierte und empirische Herangehensweisen anhand der Frage, ob Musik beim Lernen hilft, und soll so Schüler*innen für die unterschiedlichen Zugriffe auf Wirklichkeit sensibilisieren. Es zeigt, dass quantitativ empirischer Erkenntnisgewinn systematisch sowie methodisch kontrolliert erfolgt und auf empirischen Daten basiert, die sich verallgemeinern lassen, während alltagsweltliche Erkenntnisse oft unsystematisch und subjektiv sind und eine schnelle Orientierung im Alltag ermöglichen. Durch die Reflexion über Erkenntnisprozesse und deren Konsequenzen wird ein Perspektivenwechsel von der inhaltlichen zur methodologischen Ebene angestrebt. Eine mehrstufige formative und summative Evaluation zeigt, dass das Material motivierend und verständlich ist und das Ziel erreicht, Schüler*innen die Unterschiede zwischen wissenschaftlichem und alltagsweltlichem Erkenntnisgewinn zu verdeutlichen

    Diskursive Praktiken im Spannungsfeld zwischen Allgemeinpädagogik und Fachdidaktik: Diskurse von Lehramtsanwärter*innen bei der kollaborativen Videoar-beit auf der Lernplattform "degree"

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    Im Rahmen des Projekts Degree4.0/5.0 wurden fachdidaktisch fokussierte Reflexionsprozesse von Studierenden und Lehramtsanwärter*innen (LAA) bei der Bearbeitung unterschiedlicher videobasierter Aufgabenformate auf der Plattform degree beforscht. Anhand von Video- und Audioaufzeichnungen der Gruppenarbeiten und Plenumsphasen sowie der schriftlichen Bearbeitungen auf der Plattform (wie Codierungen, Annotationen, Notizen etc.) wurden die Diskurse der Lernenden mittels exemplarischer qualitativer Analysen rekonstruiert. Die beiden im vorliegenden Beitrag vorgestellten Fallanalysen aus Fachseminaren in den Fächern Musik und Mathematik zeigen, wie in den Praktiken der Aufgabenbearbeitung fachdidaktische und allgemeinpädagogische Orientierungen von den LAA aufgerufen und miteinander konfrontiert werden. Auf der Basis der Analysen werden Gelingensbedingungen für reflexive fachdidaktische Auseinandersetzungen herausgearbeitet. Daran anknüpfend werden Adaptionsmöglichkeiten für die Aufgabenformate sowie ergänzende Hinweise zur Umsetzung vorgestellt, von denen angenommen wird, dass sie die (fachdidaktische) Tiefe der entstehenden diskursiven Auseinandersetzungen noch erhöhen könnten

    Videogestützte Reflexion und Reflexionsorientierung von angehenden Lehrkräften

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    Für (angehende) Lehrkräfte ist es von zentraler Bedeutung, sich im Rahmen ihrer Ausbildung reflektiert mit Unterricht auseinanderzusetzen und Reflexionskompetenzen zu entwickeln. Dabei werden zunehmend Unterrichtsvideos als Reflexionsstimulus in der Lehrkräftebildung eingesetzt. Im Projekt Degree 5.0 wurde mit dem Ziel, die Reflexionskompetenz angehender Lehrkräfte zu fördern, eine digitale, videobasierte und barrierefreie Lernplattform entwickelt, die verschiedene Werkzeuge für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Unterrichtsvideos bietet. In Kooperation mit Zentren für schulpraktische Lehrerbildung in Dortmund, Hamm und Arnsberg hatten Lehramtsanwärter*innen die Gelegenheit, mit dieser Plattform zu arbeiten. Der vorliegende Beitrag stellt die Befunde der Evaluation der Nutzung der degree-Lernplattform vor. Im Rahmen dieser Evaluation wurden die Lehramtsanwärter*innen durch eine Vorher-Nachher-Befragung und durch qualitative Gruppendiskussionen nach Nutzung der Plattform zu ihren Einschätzungen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit mit der degree-Plattform als reflexionsanregend wahrgenommen wurde und verschiedene Potenziale birgt, wie die intensive Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsvideo und die Möglichkeit, neben der Einzelarbeit auch kooperativ in Gruppenarbeitsphasen zu reflektieren. Die Ergebnisse dieser Studie bestätigen vorherige Befunde und Konzepte im Hinblick auf die Relevanz der didaktisch systematischen Vorbereitung der Arbeit mit Unterrichtsvideos sowie der Relevanz einer Vorbereitung für die Arbeit mit der degree-Plattform. Als Barriere für die Arbeit mit eigenen Unterrichtsvideos wird von den Lehramtsanwärter*innen der hohe Aufwand des Datenschutzes benannt. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für die videobasierte Lehrkräftebildung diskutiert

    Reflexion von Unterrichtseinstiegen im Fach Informatik: Ein videobasiertes Aufgabenformat für die zweite Phase der Lehrkräftebildung

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    Die Förderung der Reflexionskompetenz ist eine wichtige Komponente des Professionalisierungsprozesses von Lehrkräften. Sie sollen in der Lage sein, ihren Unterricht kritisch zu analysieren und weiterzuentwickeln. Dies gilt speziell auch für die Phase des Unterrichtseinstiegs. Dieser spielt eine zentrale Rolle für das Gelingen der weiteren Unterrichtsphasen. Aus diesem Grund haben wir ein videobasiertes Aufgabenformat entwickelt, das angehenden Lehrkräften bei der Reflexion von Unterrichtseinstiegen helfen soll. In der Erprobung mit zwei Lerngruppen wurde deutlich, dass das verwendete Reflexionsmodell der Analyse des Videomaterials Struktur geben und so die Diskussion darüber erleichtern konnte. Das vorgestellte Vorgehen wurde für das Fach Informatik mit Blick auf die Phase des Unterrichtseinstiegs entwickelt und kann leicht auf andere Fächer und Phasen übertragen werden. So kann das hier präsentierte Aufgabenformat auch mit anderen Fokussierungen zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte beitragen

    Das Konzept-Kontext-Fenster: Ein Modell zur Reflexion über die Interaktion zwischen Konzepten und Kontexten am Beispiel der universitären Begleitveranstaltung zum Praxissemester Physik

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    Kontextorientiertes Lernen im Physikunterricht zielt darauf ab, die Relevanz der Fachinhalte zu veranschaulichen und damit die Partizipation aller Lernenden im Sinne eines inklusiven Unterrichts zu fördern. Das vorgestellte Konzept-Kontext-Fenster (Bruning & Michels, 2013) ist ein aus den Niederlanden stammendes Modell zur Verknüpfung von Fachinhalten mit Kontexten und dient der Entwicklung neuer bzw. der Reflexion vorhandener Unterrichtsmaterialien. In diesem Beitrag werden der Aufbau des Konzept-Kontext-Fensters sowie dessen Einsatz im Rahmen der hochschulischen Begleitveranstaltungen zum Praxissemester beschrieben. Die bisherigen Erfahrungen deuten darauf hin, dass das Modell eine sinnvolle Orientierung für angehende Physiklehrkräfte bei der Reflexion ihrer Unterrichtsbeobachtungen darstellt und gleichzeitig als theoriegeleitete Grundlage zur Ausgestaltung von Handlungsalternativen dienen kann

    Zwischen Wahrheit und Angemessenheit: Zur doppelten Ansprüchlichkeit einer wissenschaftspropädeutischen Ausrichtung von Fallarbeit im Pädagogikunterricht

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    Fallarbeit gilt einerseits als charakteristische Methode des Pädagogikunterrichts, steht aber andererseits im Verdacht, Theorie und Praxis miteinander kurzzuschließen. Eine Spielart von Fallarbeit, die keine rezeptartigen Lösungsvorschläge für pädagogische Handlungssituationen formuliert, sondern vielmehr den Fall zum Ausgangspunkt einer theoriegeleiteten Beschreibung von Erziehungsphänomenen nutzt, wird in diesem Beitrag umrissen. Impulsgebend dafür sind Argumente aus dem Diskurs um pädagogische Kasuistik in der Lehrer*innenbildung. Damit regt der Beitrag zum Nachdenken über die Möglichkeit an, eine wissenschaftspropädeutisch ausgerichtete Annäherung an empirisches Material im Pädagogikunterricht mit handlungspropädeutischen Zielsetzungen zu verzahnen

    Mit Status spielen: Körpersprache in der Lehrer*innenbildung

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    Die nonverbale Kommunikation ist ein wesentlicher Aspekt in menschlichen Interaktionen und damit auch für Lehrpersonen im Unterricht von großer Bedeutung. Der Beitrag erörtert das Konzept des „Status“, das von Keith Johnstone für das Improvisationstheater entwickelt wurde, und zeigt, wie dieses im Rahmen der Lehrer*innenbildung eingesetzt werden kann. Dazu werden konkrete Übungen, die didaktischen Ziele und der theoretische Hintergrund erläutert sowie das dazugehörige Material zur Verfügung gestellt

    Diagnose- und Beratungshilfen zur Früherkennung abbruchgefährdeter Schüler*innen in der Sekundarstufe II

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    Schulabbrüche frühzeitig zu erkennen, ist angesichts steigender Zahlen von Schulabbrecher*innen dringend notwendig. Der Beitrag beinhaltet eine Reihe von Materialien, die zur Früherkennung von Schulabbrüchen eingesetzt werden können und auf der Basis der Ergebnisse eines Forschungsprojekts zu Schulabbrüchen in der Sekundarstufe II entstanden sind. Teilergebnis dieses Projekts war die Beschreibung von drei Schüler*innentypen, die jeweils spezifische Merkmale aufweisen und andere Unterstützungsstrategien bei Lern- und Leistungsproblemen benötigen. Die vorgestellten Materialien beruhen auf dieser Typologie und zielen darauf ab, durch gezielte Beratung und Unterstützung Schulabbrüche zu verhindern und die Bildungsbiografien der Schüler*innen positiv zu beeinflussen. Der Beitrag schließt mit einem Einblick in die Erfahrungen, die bisher mit den Materialien gesammelt wurden

    Unterrichtsvideos barrierefrei, kollaborativ und zeitmarkenbasiert analysieren: Eine Einführung in die Videolernplattform "degree"

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    Der Artikel beschreibt die Lernplattform degree, die speziell für die Lehrer*innenbildung entwickelt wurde, um die Verbindung von theoretischem Wissen und Unterrichtspraxis zu unterstützen. Durch die Integration eigener Unterrichtsvideos und zugehöriger Aufgaben soll die Plattform die Analyse- und Reflexionsfähigkeiten der Nutzer*innen fördern. Lernende können Videosequenzen annotieren, codieren und schneiden, um spezifische Unterrichtssituationen detailliert zu untersuchen und zu reflektieren. Dabei ermöglicht die Videolernplattform degree sowohl individuelle als auch kollaborative Lernprozesse, also den Austausch und das Lernen in Gruppen. In diesem Artikel wird die Videolernplattform einschließlich der Funktionalitäten zur Arbeit mit Videos entlang der didaktischen Prinzipien Produktionsorientierung, Diskursorientierung, Reflexionsorientierung und Barrierefreiheit vorgestellt. Der vorliegende Artikel ist Bezugspunkt und Grundlage der weiteren Beiträge in diesem Heft und führt in die, in allen Beiträgen genutzte, Videolernplattform degree ein

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