Journal für Psychologie (Neuen Gesellschaft für Psychologie - NGfP)
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    Relief talk among nurses to help recovering after critical incidents

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    Pflegepersonen sind im Berufsalltag einer Fülle von wiederkehrenden Belastungen, manchmal aber auch extremen, potentiell traumatischen Situationen ausgesetzt (z.B. in Notfallaufnahmen, auf psychiatrischen und pädiatrischen Stationen, in der Intensivmedizin, Langzeitpflege, Angehörigenbetreuung uvm.). Ein erstes Gespräch zur Entlastung und Stabilisierung nach einem kritischen Ereignis findet oft unter KollegInnen statt. Der Artikel beschreibt eine einfache, klar strukturierte Gesprächsform, die diese spontane Hilfe effektiv gestaltet und zugleich auf einfache Weise in den Arbeitsablauf integrierbar ist. Das Entlastungsgespräch basiert auf dem Defusing-Konzept nach Mitchell/Everly (2001) und greift neuere Erkenntnisse zu organisationsinterner Traumabewältigung (Rick et al. 2006) sowie allgemeine Grundsätze psychologischer Stabilisierung am Arbeitsplatz (Hausmann 2010) auf. Es ist speziell für Pflegepersonen adaptiert und wird seit 2008 in mehreren österreichischen Krankenhäusern sowohl in der Ausbildung zur Diplompflegefachkraft als auch in der Weiterbildung für Mitarbeiter in Notfallaufnahmen und für Praxisanleiter vermittelt. Praktische Erfahrungen in der Umsetzung des Konzepts sowie notwendige Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Implementierung werden diskutiert. Schlagwörter: Kritische Ereignisse, Entlastungsgespräch, Pflege, CISM, TraumaNurses may be exposed not only to daily stressors, but also to extreme, potentially traumatic situations. A first talk with a colleague can help to find relief and to regain emotional stability. This article presents a simple, clearly structured intervention based on spontaneous support offered by colleagues or friends. It can be easily embedded into the nurses\u27 working routine. The proposed talk is developed upon Mitchell/Everly’s defusing-concept (2001) and recurs to new findings concerning coping with trauma and psychological stabilisation on the workplace (Rick et al. 2006; Hausmann 2010). It has been specially adapted for nurses and is part of their trainings in several Austrian hospitals. First experiences with implementing this enhanced social support, as well as necessary frame conditions, are discussed

    Editorial

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    \u27Ging es nicht um Gesundheit – statt um Therapie?!\u27 – Gesundheitspsychologische Aspekte von Krisen und Traumatisierungen am Beispiel Jugendlicher am Rande der Gesellschaft

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    Unter respektvoller Berücksichtigung konventioneller diagnostischer und therapeutischer Zugänge zum Thema Krisen und Trauma wird ein Perspektiven- und damit Paradigmenwechsel vorgeschlagen, der kurzfristig auf notfallpsychologischen Akutinterventionen, mittel- und langfristig auf der konsequenten Implementierung von gesundheitsfördernden Rahmenbedingungen bzw. Strategien basiert – und somit insgesamt auf die Prävention von Traumafolgeerscheinungen bzw. eine explizite Fokussierung auf Ressourcen und Gesundheit abzielt.Ausgehend von praktischen Erfahrungen mit Jugendlichen am äußersten Rand der Gesellschaft (die in diesem Kontext als RepräsentantInnen besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen zu verstehen sind) wird ein Modell präsentiert, das die konventionellen Grenzen der kurativen Traumatherapie überschreitet und stringent dem Paradigma der Gesundheitsförderung folgt.Zentral erscheint in der Auseinandersetzung letztlich die Entwicklung einer genuin gesundheitsfördernden Haltung. Diese impliziert neben der Bereitschaft zur tatsächlichen Ermächtigung der KlientInnen eine Konzentration auf die Rahmenbedingungen der Entwicklung von Gesundheit und damit die bewusste Integration der Gemeinschaft / des Gemeinwesens in sämtliche so genannte HelferInnensysteme, aber auch und vor allem eine schonungslose Reflexion des Selbstverständnisses als psychosozialeR ArbeiterIn. Schlagwörter: Traumabewältigung, Gesundheitsförderung, Notfallpsychologie, Inklusion, Partizipation, Gemeinwesenarbeit, EmpowermentWhilst respecting conventional diagnostical and therapeutic approaches towards psychological crisis and trauma a change of perspective and paradigm – based on short-term emergency-psychological intervention and on intermediate- and longterm implementation of public health frameworks and strategies – is being proposed. Thereby the overall focus is directed towards prevention of trauma sequelae, and resources and health, respectively.Practical experiences with young people at the very margin of society (who are perceived as representatives of highly vulnerable population groups) stress the need for a model which transcends the limits of curative trauma therapy and that truly reflects the paradigm of public health.An essential aspect of the overall discussion concerns the development of a genuinely health promoting attitude – which implies the willingness for empowering clients, an emphasis on the development of conditions that promote health, thereby the integration of diverse communities in all professional support systems, – and ultimately a radical reflection of the self-conception as psychosocial worker. Key words: Trauma resolution, Public Health, Emergency/Disaster Psychology, Inclusion, Participation, Community work, Empowermen

    Participatory Methods in Health Research with elderly People

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    Das Institut für Gerontologische Forschung e.V. untersuchte 2007-2010 im Berliner Stadtteil Märkisches Viertel in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt »Primärpräventive Wirkungen der Arbeit des Netzwerks Märkisches Viertel«. Gegenstand der Untersuchung waren die gesundheitsförderlichen Effekte des freiwillig organisierten »Netzwerkes Märkisches Viertel«, eines Zusammenschlusses verschiedener lokaler Akteure, die das Ziel verfolgen, das selbstständige Leben älterer Menschen zu fördern.In diesem Forschungsprojekt lassen sich zwei Ebenen unterscheiden, auf denen partizipative Elemente zum Einsatz kamen: Erstens die Zusammenarbeit zwischen Forschungsteam und dem Kooperationspartner Netzwerk Märkisches Viertel und zweitens im Umgang mit der Zielgruppe der (sozial benachteiligten) älteren Menschen. Die Erfahrungen mit beiden Prozessen werden im Anschluss an einen kurzen Überblick über das Forschungsprojekt geschildert und hinsichtlich ihres Partizipationsanteils kritisch reflektiert.The Institut für Gerontologische Forschung e.V. investigated the »Primary Prevention Effects of the Märkisches Viertel Network« in Berlin in a research project funded by the Federal Ministry of Education and Research. The study integrates various participatory methods to investigate the health promotion effects of the volunteer Märkisches Viertel Network, an organisation that brings together different local actors working to assist and encourage older people to live independent lives.In this project participation was realised in two different levels: Firstly, in the cooperation between the team of investigators and the network, secondly, in the handling with the target group of (socially disadvantaged) elderly people. The experiences in both processes will be explained and critically discussed after a brief overview about the project

    About the power of the effect of language in the discourse of special needs education

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    Die Wirkmacht der Sprache bestimmt den sonderpädagogischen Diskurs und seine Annäherung an das Phänomen ›Behinderung‹. Mit Hilfe der psychoanalytischen Theorie nach Lacan und dem interaktionistischen Konstruktivismus nach Reich lässt sich jedoch zeigen, dass die Suche nach der Bestimmung dessen, was Behinderung ist, notwendigerweise scheitern muss, mischen sich doch in die symbolischen Bestimmungen immer wieder Elemente des Imaginären und des Realen, die sich einer eindeutigen Erfassung entziehen.Die Erkenntnis, dass es sich beim Phänomen ›Behinderung‹ nicht um ein eindeutig beschreibbares handelt, mag als Chance für den sonderpädagogischen Diskurs begriffen werden ihre Machtstrukturen, hervorgerufen durch die Fixierung auf das Symbolische, zu reduzieren.The power of the effect of language determines the discourse of special needs education and its approach towards the phenomenon of ›handicap‹. With the help of the psychoanalytic theory of Lacan and the interactionist constructivism of Reich it may show, that the search for the certainty of what we call ›handicap‹ must fail, because the symbolic order is mixed with the imaginations and what Lacan calls the ›real register‹. The knowledge that the phenomenon ›handicap‹ is not describable without ambiguity may contain a chance for the discourse of special needs education to reduce the structures of power, caused by the determination of the symbolic order

    Trauma and Posttraumatic Stress Disorder - a culture theoretical perspective

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    Unterschiedliche Arten von Naturkatastrophen und Gewalt sowie von globalen Migrationsbewegungen führen zur Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit Traumafolgen in kulturell diversen Bevölkerungsgruppen. Kulturelle Dimensionen wurden in der PTBS-fokussierten Traumaforschung vernachlässigt oder inadäquat behandelt. Auch wenn epidemiologische Daten Evidenz für seine universelle Prävalenz liefern, lässt das PTSD-Konzept praxeologische Parameter von Kultur außer Betracht und ist an sich kulturgebunden. Diese Diskussion berührt auch methodologische Aspekte, die in Zusammenhang mit den Forschungstraditionen der beteiligten Disziplinen stehen. Aktuelle Zugänge streben die Überwindung konzeptioneller und methodologischer Einschränkungen an, die durch die Einbeziehung kulturwissenschaftlicher Erkenntnisse sichtbar werden. Der Status in Hinblick auf kultursensible Interventionen und Effektivitätsfragen in der klinischen Praxis weist jedoch weiteren Forschungsbedarf auf.As a consequence of a variety of natural disasters, violence and global migration movements the treatment necessity of trauma sequelae in culturally diverse populations arises. Cultural Dimensions have long time been ignored or treated inadequately in PTSD-based trauma research. Although epidemiological data support the argument of its universal prevalence, the PTSD- concept fails to address the multiple parameters of culture, conceptualized as lived praxis. Moreover it is itself not free of cultural bias. Methodological concerns originated by the different research traditions involved are mentioned. However even if current concepts try to overcome conceptual and methodological barriers that are made obvious through a culturally informed study of traumatic experience there is a need for further work with regard to culturally sensitive intervention designs an their effectiveness in clinical and community settings

    Ego-State-Therapie in der Psychotraumatologie

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    Psychische Traumata führen häufig zu dissoziativer Spaltung des Selbst mit der Entstehung autonomer Persönlichkeitsanteile. Aber auch die Entwicklung der Persönlichkeit (Prägung) oder die Begegnung mit bedeutsamen Persönlichkeiten (Introjektion) lassen Anteile der Persönlichkeit entstehen, die bereits C.G. Jung (1995) als sogenannte Komplexe, später John und Helen Watkins (2003) als Egostates beschrieben. Die Ego-State-Theorie geht von einem multizentrischen Selbst aus, das durch Traumata fragmentiert werden kann. Die Ego-State-Therapie versucht, die einzelnen Anteile durch Aufbau einer wertschätzenden Beziehung zu ihnen und ihre Vernetzung miteinander in einem inneren Team zu integrieren. Dies ermöglicht vielfach eine Stabilisierung traumatisierter Patienten, aber auch die Traumabearbeitung ist in der Beziehung zu und zwischen den Ego-States sinnvoll möglich. Die Ego-State-Therapie wird an Hand von Fallbeispielen überblicksweise vorgestellt. Schlüsselwörter: Komplextheorie, Dissoziation, Ego-State, Traumatherapie, Integration, Selbstanteile.Psychic trauma often results in a dissociative splitting of the self in combination with the development of autonomic parts of personality. However, development of personality (imprinting) or encounter with significant others (introjections) make up parts of personality that have been described by C G Jung as so-called complexes, later on by John and Helen Watkins as ego states too. Ego-state theory is based on a multi-centric self, which can be fragmented as a result of trauma. Ego-state therapy tries to integrate the different parts of personality in an inner team by building-up a respectful correlation and by cross-linking them with each other. In many cases, this allows not only a stabilisation of traumatised patients, but also coping with trauma in the interrelation to and between ego states in a sensible way. Ego-state therapy is outlined with the help of case studies. Key words: Complexity theory, dissociation, ego state, trauma therapy, integration, parts of the sel

    Editorial

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    Traumatherapie zwischen Widerstand und Anpassung

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    Die Individuen in der Gesellschaft bewegen sich in einer unauflöslichen Dialektik von Widerstand und Anpassung (Peter Brückner). Bei der Therapie von Opfern von organisierter Gewalt und Verfolgung wird diese Dialektik oft zu einer schwer erträglichen Spannung. Die Reflexion dieser Spannung durch den Therapeuten/die Therapeutin und das jeweilige Team ist unabdingbar und wichtig. Insbesondere der Affekt der Empörung, welcher auf die gesellschaftliche Verleugnung und das verbreitete »Blaming the Victim« antwortet, muss bewältigt werden. Schlagwörter: Anpassung, Widerstand, Behandlung von Gewaltopfern, Ego States von PsychotherapeutInnen, Verleugnung des Traumas, Blaming the Victim, EmpörungLife of human individuals in a society takes place in a dialectical relation between adaptation and resistance (Peter Brückner). In the treatment of victims of organized violence and persecution, this dialectical relation is often turning into a stressful tension. The reflection of this tension by the therapist, and also by his or her team, is essential. Especially the personal indignation, which is an answer to the social trauma and the »blaming the victim« has to be managed. Key words: Adaptation, Resistance, Treatment of Victims of Violence, Ego States of the Therapist, Denial of Trauma, Blaming the Victim, Indignatio

    Editorial

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    oai:ojs.pkp.sfu.ca:article/

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