Journal für Psychoanalyse (Psychoanalytisches Seminar Zürich - PSZ)
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Psychoanalytische Praxis in der stationären psychiatrisch psychotherapeutischen Grundversorgung
Stationäre Behandlungen in psychiatrischen Kliniken sind zunehmend strukturellen Veränderungen ausgesetzt, die den Fokus vermehrt auf Wirtschaftlichkeit legen. Psychoanalytische Haltungen, Theorien und Techniken sind wichtig und wirken. Trotz Zeit- und Kostendruck können sie auch in einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik der Grundversorgung eingesetzt werden. Ihre Anwendung wird hier für den Aufbau und den Betrieb einer Psychotherapiestation für Depressions- und Angsterkrankungen beschrieben. Neben dem psychotherapeutischen Einsatz, birgt die psychoanalytische Grundhaltung auch Chancen für die psychiatrische Notfallversorgung auf Akutstationen und die stationäre Krisenintervention. Dies wird anhand von praktischen Anwendungsbeispielen und der Frage nach Chancen in der psychoanalytischen Ausbildung aufgezeigt
Fritz Lackinger, Hemma Rössler-Schülein (Hg.): Psychoanalyse und Universität. Zur Verbindung von akademischer Lehre und analytischer Praxis : Psychosozial-Verlag, Gießen, 2017
Eckstaedt, Anita (2019). Sichtbar machen und Bildern Sprache geben. Psychoanalytische Kunstbetrachtungen. Giessen: Psychosozial
Korrigendum zur Printausgabe Heft 51, Seite 227
In der Printausgabe des Heftes 51 ist im Nachruf auf Franziska Lang das Geburtsjahr fälschlicherweise mit 1950 angegeben. Richtig ist, dass Franziska Lang 1960 geboren und 2009 gestorben ist. Die Redaktion entschuldigt sich
Zwischen Schonraum und Krisenherd – Psychologische Beratung für Studierende an der Pädagogischen Hochschule Zürich
Welche spezifischen Herausforderungen bringt das Studium an einer Hochschule mit sich und was könnte das heissen für die psychologische Beratungsarbeit, die von einem psychoanalytischen Ansatz ausgeht? Am Beispiel der Psychologischen Beratungsstelle an der Pädagogischen Hochschule Zürich werden diese Fragen diskutiert. Dabei geht es vor allem um eine Haltung, die sich einerseits von anderen Beratungsverständnissen, anderseits vom psychoanalytischen Arbeiten im therapeutischen Setting unterscheidet. Der Text versteht sich als subjektiver Erfahrungsbericht, ohne den Anspruch auf einen wissenschaftlich fundierten State of the Art erheben zu wollen
Das «operative» Konzept der Institution
Die Institution und die Gruppe werden in dieser Arbeit im Sinne der «operativen Gruppenkonzepte», fussend auf Pichon-Rivière und seinen Nachfolgern (Bléger, Bauleo und andere argentinische Autoren), definiert. Anhand klinischer Beispiele von Interventionen in psychiatrisch-psychotherapeutischen und pädagogischen Einrichtungen illustrieren wir die Arbeitsweise und etwas von der Wirkung, soweit dies ohne begleitenden forschungstechnischen Apparat möglich ist. Dabei geht es um eine Theorie und Praxis, die die Gruppe zum Gegenstand der psychoanalytischen klinischen Forschung, Therapie und Didaktik macht. Zentral und für die Methode kennzeichnend ist das Gewicht, das auf das Setting und dessen verschiedene konstituierenden Elemente, nämlich die Gruppenaufgabe, die Koordination und Beobachtung/Interpretation, sowie die in der psychoanalytischen Praxis geläufigen Faktoren der Präsenz der Mitglieder in geregelten räumlich-zeitlichen und ökonomischen und Rollen-Verhältnissen gelegt wird. Wir berichten im Folgenden über einige rezente Erfahrungen mit Mitarbeiter-Teams in klinischen und pädagogischen Einrichtungen