Journal für Psychoanalyse (Psychoanalytisches Seminar Zürich - PSZ)
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    Hans Hopf (2019): Abgründe.: Stuttgart: Klett-Cotta

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    Die Analytikerin und ihr Trog

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    «Le psychanalyste et son baquet»1 – unter diesem Titel hielt Laplanche vor gut 40 Jahren zehn Vorlesungen zum Thema «Der Psychoanalytiker und sein Trog», womit er die psychoanalytische Situation zwischen Analytikerin und Analysandin meint. Seit seiner Publikation 1987 ist baquet (Trog) ein Begriff, der seither immer wieder in diversen französischen Wortvariationen in den Texten von Laplanche zu finden ist. Es ist ein zentraler Terminus, ohne den seine Übertragungsbegriffe schwierig zu verstehen sind. In der Übersetzung der Nouveaux fondements pour la psychanalyse, die 2011 erschienen ist, wird «baquet» auf Deutsch mit «Zuber» übersetzt. Ich bleibe beim Begriff des Troges, da dieser für mich weniger gegenständlich, sondern eher symbolisch anwendbar erscheint. In seiner Vorlesung vom 5. Dezember 1979 beschreibt er, wie er auf den Ausdruck «baquet» gestossen ist. Und zwar durch die Frage: Was spielt sich innerhalb einer Analyse ab? Gibt es ein ausserhalb der Analyse? Die Frage ist also: wie zeigen sich die Übertragungen der endlichen (innerhalb), wie jene der unendlichen (ausserhalb) Analyse? Der Trog ist ein Synonym für die hohlförmige Übertragung, auf die ich auch eingehen werde

    Das lange Warten: Nicht-Beziehung und Dissoziation im Leben auf Standby

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    Der Artikel erörtert das existentielle Warten, das mit dem Gefühl einhergeht, ein Leben auf Standby zu führen. Dabei versucht der Autor, diesen Existenzmodus mit den im Artikel elaborierten Konzepten der Nicht-Beziehung bzw. des gesperrten Übergangs zu erhellen und verknüpft diese Konzepte mit Überlegungen zu dissoziativen Zuständen, dem Begriff des psychischen Todes und der Unlebendigkeit. Zudem wird vorgeschlagen, dass die therapeutische Situation sich dadurch auszeichnet, im Warten des anderen aufgehoben zu sein

    Corona – Kampf zwischen äusseren und inneren Realitäten

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    Im Zentrum der Betrachtung von Innen und Aussen steht hier der Begriff des Spiels, das als Ausdruck der Phantasie ein Zwischenreich, den intermediären Raum schafft, in dem innere und äussere Realität zusammenfliessen. Die Fähigkeit dazu wird (früh erworben) als entscheidend angesehen, wenn es darum geht, widerstreitende, auch extrem kontroverse Positionen und Entwicklungen individuell und gesellschaftlich auszuhalten bzw. auch in positive Bewältigung münden zu lassen. Die Corona-Pandemie dient dabei als Agens wie als Reagens, indem sich daran exemplarisch zeigt, welche Stufen von Entwicklungen und Fehlentwicklungen beim Einzelnen und in einer scheinbar saturierten Gesellschaft erreicht werden können. Das Spektrum reicht von vorübergehend solidarischem Wohlfühlen im Verzicht bis zur pathologischen Hysterie in Frustrationsintoleranz und verletzten Omnipotenzphantasien, die sich in Protest, Wut, Hass entlädt. In jedem Falle handelt es sich um den Verlust des intermediären Raums, der Fähigkeit zum Spiel

    Editorial

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    Reproduktion im Spannungsfeld von InnenZwischenAussen

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    Die Reproduktion und deren heutige Stellung im Spannungsfeld zwischen Natur und Technik sowie deren Auswirkungen auf den Menschen und die Gesellschaft werden dargestellt. Die zentrale Bedeutung des Begriffs der Bindung in Bezug auf die Fortpflanzung wird beleuchtet sowie die Notwendigkeit, die bisherige Bindungsforschung um die pränatale Dimension zu erweitern. Besondere Aufmerksamkeit gilt der wechselhaften Beziehung von Innen, Zwischen und Aussen. Der von der Autorin entwickelte Mutter-Embryo-Dialog (M-E-D) wird als therapeutischer Ansatz dargestellt. Er etabliert eine Bindung von Anfang an. Frauen mit Fruchtbarkeits- und Schwangerschaftsproblemen können einen neuen Zugang zu ihrem eigenen Körper finden. Dies fördert eine erfolgreiche Schwangerschaft. Drei Fälle der Autorin werden ausgeführt

    Intermediäre Schöpfungen. An den Rändern kreativen Prozessierens

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    Der Beitrag befasst sich mit den Überlegungen von Winnicott zu den Übergangsphänomenen. Ausgehend von der Erlebenswelt des Neugeborenen, das sich aus der Mutter-Kind-Einheit lösen muss, um sich als eigenes Subjekt entwickeln zu können, wird die Skizzierung des Übergangsraums weiterentwickelt und auf andere Erfahrungen wie die Entwicklung von Gedanken (Bion) oder den Übertritt in den Schlaf (Merleau-Ponty; Levinas; Waldenfels) übertragen. Die Geburt als Eintritt in das Leben spielt dabei sowohl als stets vorausliegende Phänomenalität wie auch als symbolische Grenzüberschreitung von der Vorzeit in eine Lebenszeit eine zentrale Rolle (Rank; Kaplan) und markiert einen Ausgangspunkt für die verschiedenen Aspekte des Verständnisses von Subjekt und Objekt. Schwellenerfahrungen machen nachträglich verständlich, dass Räume neu erschlossen werden können oder nachträglich als beengende Räume erlebt wurden. Die Erfahrungen an den Grenzen erschliessen Innen und Aussen und können als dynamisierende Prozesse beschrieben werden, die nachträglich frühere Horizonte als beschränkte Wahrnehmungs- und Reflexionswelten erkennbar werden lassen, während sie vorweg noch als «undenkbar» erschienen. Die Störung des eigenen Erfahrungsraums wird dabei als Aufgabe verstanden, Antworten auf krisenhaftes Erleben zu entwickeln und sich dazu auch einem Wagnis auszusetzen, sich durch die Schöpfung eines Übergangsraums selbst neuen Erwartungshorizonten zu überantworten. Damit ist stets auch die Bearbeitung von ängstigenden Beschränkungen verbunden

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