Journal für Psychoanalyse (Psychoanalytisches Seminar Zürich - PSZ)
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    Zur gesellschaftlichen Funktion der weiblichen Homoerotik bei den Himba im Kaoko-Feld/Namibia

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    Als Beitrag zur Frauenforschung und Referenz zu Morgenthalers ethnopsychoanalytischem Werk berichtet die Autorin von einem Forschungsunternehmen in einer Hirtengesellschaft, deren präkoloniale Züge von besonderem Interesse waren. Skizziert werden Geschichte, Struktur, Umwelt und Überlebensbedingungen dieser Kultur, sowie die Motivation der ForscherInnen. Die interkulturelle Begegnung war geprägt von einer Polarität von Exotismus und Xenophobie, die u.a. in »Glücks-Alpträumen« der Himba-Frauen zum Ausdruck kam, die einen speziellen Verarbeitungsmodus von existentiellen Herausforderungen darstellen. Auf der Basis eines homoerotisch geprägten intimen Umgangs der Frauen, die den größten Teil ihrer Zeit miteinander vebringen, wurde eine emotionale Tiefe auch im Gespräch mit uns weißen Frauen möglich. Dabei entfaltete sich ein Dialog über erotisches Begehren, Zukunfts-Hoffnungen und -Ängste und Unterlegenheitsgefühle, sowie Erfahrungen von Trennungen, Gewalt und Todesangst in Gesprächsreihen, von denen abschließend eine exemplarisch dargestellt wird

    Das Sexuelle und die Sexualität im Spiegel der Aggredo-Theorie: Zur Triebdialektik bei Fritz Morgenthaler

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    Auf Grund von persönlichen Erinnerungen wird Fritz Morgenthaler - Autor des Bandes »Homosexualität/Heterosexualität/Perversion« (1984,1987,2004) – kurz charakterisiert. Die kritische Sichtung seiner metapsychologischen Hauptarbeit zur Sexualität (»Sexualität und Psychoanalyse«) identifiziert in Übereinstimmung mit dem Autor den Stellenwert der Aggression als Angelpunkt der Theoriebildung (»So komme ich zum Schluss, dass das eigentliche Problem, welches sich in der Disharmonie zwischen dem Primärprozess und dem Sekundärprozess ergibt, eine Aggressionsproblematik darstellt« (Morgenthaler 1984, S. 149). Die Aggressionstheorie des ethnopsychoanalytischen Tandems Parin/Morgenthaler wird dar- und der eigenen Aggredo-Theorie (Modena 2001,2003) gegenübergestellt. Daraus ergibt sich eine Kritik und Vertiefung der Morgenthalerschen Auffassung der Perversion

    »Faire travailler Morgenthaler...!« – Zum Paradoxon der weiblichen Abwesenheit am Kongress

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    Letzte Nachricht: Paul Parin wurde 90

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    Bericht vom Kongress der Schweizer Psy-Verbände

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    Ethnologie, staatliches Recht und Psychoanalyse – Zu Markus Weilenmanns Dissertationsschrift

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    Psychoanalyse der Traumbildung und Traumdeutung

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    Mit drei Traumbeispielen von Barbara Modena, Denise Schlatter, Hanspeter MörgeliNach Morgenthaler erschliesst sich ein Traum durch das Erforschen des Formalen und des Strukturellen – zwei Aspekte, die zur unbewussten Tendenz eines Traums führen. Ausgehend von diesem »Raster« werden Träume zudem mit Konzepten aus der Säuglingsforschung befragt, wie z.B. mit den Modellen des impliziten Beziehungswissens und »Die vier Selbstempfindungen« nach Daniel Stern. An einem Traumbeispiel von Morgenthaler werden mit diesen ergänzenden Aspekten Hypothesen von frühen Beziehungserfahrungen formuliert und therapeutische Ansätze aufgezeigt. Ein Jahr nach einer 3-semestrigen Traumvorlesung (Kinderträume, Traumzugang nach Freud und Morgenthaler) berichten drei junge PsychoanalytikerInnen von ihren Erfahrungen im Umgang mit Träumen aus der Praxis

    Töten als „Arbeit“. Konturen des ruandischen Völkermords

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    Der Essay versucht den ruandischen Genozid mit den Erfahrungen der Shoah in Beziehung zu setzen und Möglichkeiten und Grenzen eines Vergleichs auszuloten. Darüber hinaus richtet er sein Augenmerk auf wenig bekannte Aspekte des Völkermords (Vorläufer, ökonomische Aspekte, Widerstand, Revisionismus)

    T a b u - Ethnopsychoanalytische Forschungen in Ost- und Südostafrika, 2000 bis 2004. Freuds „Totem und Tabu“ revisited

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    Unsere Exkursion durch afrikanische Kulturgebiete im Osten und Südosten des Kontinents hat uns die weitverzweigten kulturellen und sozialen Verbindungen der Tabu-Formeln vor Augen geführt. Durch Verinnerlichung der Tabu-Inhalte hilft eine Kultur dem Individuum, mit sozial unakzeptablen unbewußten Tendenzen fertig zu werden. Aus diesem Grunde sind Tabus auch eine Neurose-Prophylaxe. Zur Zeit von Sigmund Freuds Totem und Tabu war afrikanisches Material noch nicht in jenem Ausmaß zugänglich wie heute. So konnte Freud, der sich auf die ethnographische Lite¬ratur der damaligen Zeit stützen mußte (Frazer etc. ) viele Tabu-¬Bereiche, etwa in afrikanischen Initiationsriten nicht erschließen. Seine grundlegenden Einsichten in die Psychodynamik der Tabus sind jedoch auf dieses Material übertragbar (cf. Kubik 1993), ein Verständnis, das unsere Forschungsgruppe zu erweitern und zu ergänzen sich bemüht

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