Universität Osnabrück: Open Journal Systems
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VET Teacher Education – a Co-Constructive Design Process
VET (vocational education and training) teacher education is intended to foster professional competence and continuous learning for teachers throughout their careers. Even though teacher education in Germany is anchored in subject-specific sciences, subject-specific didactics (vocational), educational sciences, and practical experience, fragmentation and discontinuity persist. The article addresses these challenges in a systematic manner, integrating structures, content, and stages to achieve coherence. Using a case study from the federal state of Mecklenburg-Vorpommern, we identify, understand, and propose solutions for improving coherence in VET teacher education. Through a design-based research approach, we propose prototypes for cross-stage and cross-institutional collaboration, emphasizing the need for such partnerships to address issues of coherence
Persönliche Netzwerke und soziale Unterstützung in einer Hamburger Großwohnsiedlung
Dieser Beitrag stellt die Ergebnisse einer ego-zentrierten Netzwerkanalyse vor, die zwischen 2018 und 2022 in der Lenzsiedlung, einer Hamburger Großwohnsiedlung im Bezirk Eimsbüttel, durchgeführt wurde. Die erhobenen 50 Netzwerkinterviews mit Bewohner*innen ab 18 Jahren geben Hinweise auf soziale Kohäsion und Unterstützungsleistungen innerhalb von und zwischen Familien im Quartier sowie außerhalb der Siedlung. Die Daten zeigen, dass viele verbreitete, pauschalisierende Annahmen, die insbesondere von Migration geprägten Großwohnsiedlungen zugeschrieben werden, wie beispielsweise Anonymität oder das Bestehen von »Parallelgesellschaften«, in diesem Fall nicht oder nur bedingt zutreffen. So zeigen die vorliegenden Daten insbesondere, dass die befragten Bewohner*innen und ihre Familien überwiegend über breite und vielfältige soziale Netzwerke u.a. in Form von verwandtschaftsbezogenen multiplexen Beziehungen und nachbarschaftlich organisierten uniplexen Ressourcen verfügen. Die Vernetzung ist insbesondere bei Personen mit Migrationshintergrund vor allem über verwandtschaftliche Beziehungen auch transnational ausgerichtet. Auf lokaler Ebene ist eine insgesamt hohe interkulturelle bzw. interethnische Vernetzung festzustellen, die sowohl aus bonding ties als auch aus bridging ties besteht.
Personal Networks and Social Support in a Large Housing Estate in Hamburg
This article presents the results of an ego-centered network analysis conducted in the Lenzsiedlung, a large housing estate in Hamburgʼs district of Eimsbüttel, between 2018 and 2022. The 50 network interviews with residents aged 18 and over provide information on social cohesion and support services within and between families in the neighborhood and outside the estate. The data show that many widespread, generalizing assumptions that are attributed to large housing estates, particularly when they are characterized by migration, such as anonymity or the existence of »parallel societies«, do not or only partially apply to this case. In particular, the available data show that the interviewees and their families predominantly have broad and diverse social networks, including kinship-related multiplex relationships and neighborhood-based uniplex resources. Networking is also transnationally oriented, particularly among residents with a migratory background, mainly through kinship relationships. At the local level, a high level of intercultural and inter-ethnic interaction consisting of both bonding ties and bridging ties can be observed
Introduction: Representation in Post-Migrant Societies. Theoretical Considerations and Insights in Arts-Based Approaches
This chapter introduces theoretical considerations and approaches related to representations in post-migrant societies. Drawing on an arts-based research project conducted in Kurdish transnational communities, theoretical approaches and concepts of post-migrant society and representation are discussed. A special focus is placed on art and the role of institutions, such as museums or archives, in critically examining strategies of (in)visibility of migrants’ histories. Finally, arts-based research will be presented as a methodological approach that is increasingly gaining recognition as a means of investigation and representation. Here, particular attention is given to community participatory, arts-based projects that can enhance the participants’ integration, social connectedness, and self-empowerment.
Einführung: Repräsentation in postmigrantischen Gesellschaften. Theoretische Überlegungen und Einblicke in kunstbasierte Ansätze
Dieses Kapitel führt in theoretische Überlegungen und Ansätze zu Repräsentation in postmigrantischen Gesellschaften ein. Basierend auf einem kunstbasierten Forschungsprojekt, das in kurdischen transnationalen Gemeinschaften durchgeführt wird, werden theoretische Ansätze und Konzepte zu postmigrantischer Gesellschaft und Repräsentation diskutiert. Ein besonderer Fokus wird dabei auch auf Kunst und die Rolle von Institutionen wie Museen oder Archiven gelegt, um Strategien der (Un)Sichtbarmachung von Migrant:innen kritisch zu hinterfragen. Als methodische Zugangsweise wird schließlich kunstbasierte Forschung vorgestellt, die als Methode der Untersuchung wie der Repräsentation zunehmend Bedeutung gewinnt. Besonders berücksichtigt werden dabei partizipative Kunstprojekte, die die Integration, die soziale Verbundenheit und die Selbstermächtigung der Teilnehmer:innen fördern können
»Flucht in die unbezahlte Arbeit«? Arbeitsmarktintegration in der Schweiz aus der Perspektive geflüchteter Menschen
Der Beitrag fokussiert die Frage, wie Menschen, die in die Schweiz geflüchtet sind, mit den an sie herangetragenen Integrationsanforderungen umgehen. Auf der Basis von qualitativen Interviews rekonstruieren wir unterschiedliche Strategien im Umgang mit Herausforderungen der Arbeitsmarktintegration. »Flucht in die unbezahlte Arbeit« deuten wir sowohl als Eröffnung von Handlungsmöglichkeiten, um strukturell bedingten Hindernissen zu begegnen, als auch als Aneignung neoliberaler Selbstoptimierungsstrategien, zu denen sich die Personen gezwungen sehen.
»Flight into Unpaid Work«? Labour Market Integration in Switzerland from the Perspective of Refugees
In this contribution, we are pursuing the question of how people who have fled to Switzerland deal with the integration requirements they are confronted with. Based on qualitative interviews, we reconstruct different strategies in dealing with challenges concerning labour market integration. We interpret »flight into unpaid work« not only as the creation of opportunities for action to counter structurally conditioned obstacles, but also as an appropriation of neoliberal self-optimization strategies, to which the individuals feel forced
Und täglich grüßt… der Kulturalismus. Eine rassismuskritische Analyse der Aushandlung von Migration in digitalen Öffentlichkeiten
Soziale Medien sind für viele Menschen zu einem selbstverständlichen Teil ihres Alltags geworden. Sie bringen digitale Öffentlichkeiten hervor, in de-nen gesellschaftlich relevante Themen verhandelt werden. Der Artikel stellt die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zu Meinungsbildungsprozessen in digitalen Öffentlichkeiten vor. Analysiert wurden Online-Gruppendiskussio-nen zum Thema Migration sowie Interviews mit Diskussionsteilnehmer:in-nen. Dabei kamen rassismuskritische und diskurstheoretische Perspektiven zum Einsatz. Die Studie gibt Einblicke in das von kulturalistischen Vorstel-lungen geprägte Sagbarkeitsfeld nutzer:innengenerierter Diskurse in digita-len Öffentlichkeiten und zeigt damit eine diskursive Schnittstelle zu den bereits vielfach erforschten rassistischen sowie problem- und defizitorientier-ten Diskursen in traditionellen Medien auf.
The Daily Greeting of Culturalism. A Critical Analysis of Racism in the Negotiation of Migration in Digital Public Spheres
For many people, social media have become a natural part of their everyday lives. They give rise to digital public spheres in which socially relevant topics are negotiated. The article presents the results of a research project on opin-ion-forming processes in digital publics. Online group discussions on the topic of migration as well as interviews with discussion participants were analyzed. Racism-critical and discourse-theoretical perspectives were used. The study provides insights into the range of sayable notions of user-generated discourses in digital public spheres, which is shaped by culturalist ideas, and thus reveals a discursive interface to the already widely re-searched racist as well as problem- and deficit-oriented discourses in tradi-tional media
Textil studieren an der Universität Paderborn
Das Textilstudium an der Universität Paderborn zeichnet sich im Profil dadurch aus, dass es in den Studiengängen jeweils in drei Modulen angelegt ist. Gestaltungspraxis, Kultur- bzw. Fachwissenschaft und Didaktik/Vermittlung der Textilien werden für das Lehramt und für ein kulturwissenschaftliches Studium angeboten
Das Jahr 2022 ...
Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt fasst die Schwerpunkte für das Jahr 2022 im Textilen Gestalten der Universität Osnabrück zusammen und führt in die Ausgabe zum Thema Textil studieren ein
Interethnische Konflikterfahrungen in Ungarn nach 1945
Von Ende 1945 bis 1949 wurden etwa 200.000 Angehörige der deutschsprachigen Minderheit Ungarns nach Deutschland vertrieben. Der Rest der »Deutschen« durfte, entrechtet und enteignet, im nun sozialistischen Land bleiben. Zeitgleich kamen Tausende ungarischsprachige Flüchtlinge und Vertriebene aufgrund von Grenzverschiebungen und im Rahmen des ungarisch-tschechoslowakischen »Bevölkerungsaustausches« nach Ungarn, wo sie sich in den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten niederlassen durften. Die Konsequenzen waren eine Auflösung traditioneller Minderheitengebiete und die Entstehung neuer Formen der interethnischen Interaktion. Der Beitrag setzt sich mit dieser konfliktbelasteten Periode im Spiegel der Fachliteratur und lokaler weltlicher und kirchlicher Quellen auseinander. Der Schwerpunkt der Analyse liegt auf der Phase der Migrationen und der durch sie hervorgerufenen Spannungen. Im Ausblick wird danach gefragt, ob und inwieweit die Konflikterfahrungen tradiert wurden und inwiefern sie bis heute in den Dorfgemeinschaften präsent sind.
Interethnic Conflict Experiences in Hungary after 1945
From late 1945 to 1949, around 200,000 members of Hungary\u27s German minority were expelled to Germany. The rest of the »Volksgruppe« was allowed to remain disenfranchised and dispossessed in the socialist state. Also in 1945, thousands of Hungarian refugees fled into Hungary because of the border modifications and the Hungarian-Czechoslovak population exchange, where they were settled in the previously German regions. As a result, traditional minority settlements were eliminated and new forms of inter-ethnic interaction emerged. This paper takes a close look at this conflict-ridden period on the basis of local sources. The focus of the analysis is on the time of the migrations and the tensions caused by them. The outlook asks whether and to what extent the conflict experiences have been passed on and are still present in the local communities today
Mode- und Textilwissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe bietet Mode- und Textilwissenschaften im Rahmen unterschiedlicher Lehramtsstudiengänge an. Zu den Studieninhalten gehören Nachhaltigkeit, Konsumforschung, Technologie, Alltagskultur und Textildidaktik
Textildesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hof
Der Studiengang Textildesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hof vertritt ein Designverständnis aus Funktion, Ästhetik und innovativer Technologie und dem damit verbundenen Qualitätsanspruch an ein industriell gefertigtes Produkt. Die Studierenden lernen grundlegende Gestaltungsprozesse und Methoden zur Ideenfindung, textile Technologien, CAD-Systeme sowie ein fachübergreifendes Designverständnis kennen. Die umfangreiche Ausstattung reicht vom Drucklabor über die Veredlungstechnik bis zur Industriejacquardweberei