Universität Osnabrück: Open Journal Systems
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    Finnland Kooperationsreise - Textiles Gestalten, Craft Education und Makerspaces

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    In der zweiten Jahreshälfte 2021 konnten nach der Coronapause wieder erste Kooperationsreisen stattfinden. Lucia Schwalenberg berichtet über Reisen zu Hochschulen, Institutionen und Makerspaces in Finnland, den Niederlanden und Belgien. Die Reisen wurden gefördert durch das Programm INTENSinternational des niedersächsischen Kultusministeriums zur Stärkung europäischer Bildungskontakte. Als Resultat der Reisen fahren Textilstudierende aus Osnabrück im Sommer 2022 erstmals als Erasmus-Studierende nach Rovaniemi und Helsinki. Internationalisierung war einer der Arbeitsschwerpunkte des Textilen Gestaltens 2021. Neben der englischen Übersetzung der Website des Fachgebietes für internationale Besucher und Besucherinnen ist die Stichwort 2021 in einigen Kapiteln erstmals bilingual in Deutsch und Englisch gestaltet

    Perspektiven auf Ungleichheit und Ungleichwertigkeit im Kontext Sozialer Arbeit

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    „Unsere Klienten waren die ersten Verlierer der Krise“: Die wachsende Bedeutung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit während der Corona-Pandemie

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    Deniz Greschner beschreibt in ihrem Beitrag, wie sich bestehende Ungleichheiten durch die Corona-Pandemie des Jahres 2020 verstärken und welche Auswirkungen dies auf Armei Kinder und Jugendliche hat. Konkret fokussiert die Autorin die steigende Bedeutung der Angebote der Offenen Kinder- und Jugendhilfe (OKJA) für diese Gruppe und zeichnet unter Bezugnahme auf zwei narrative Expert*inneninterviews mit Sozialarbeiter*innen aus dem Dortmunder Stadtteil Nordstadt nach, wie sich die OKJA an die aktuellen Umstände der Pandemiesituation anpasst und ihre Angebote gestaltet

    Sexuelle Bildung und ihre Ungleichwertigkeiten

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    Auch die Sexualpädagogik hat in den letzten Jahren ihren Schwerpunkt zunehmend auf die Normalisierung von Vielfalt gelegt. Dabei geht es nicht nur um die sexuelle Vielfalt und die Anerkennung vielfältiger Lebensformen, sondern auch um den Umgang mit Differenzen jenseits der Sexualität und ihren Verknüpfungen mit dieser. Ziel ist es einen möglichst diskriminierungsfreien Raum zu schaffen, um Sexualität als eine biographisch relevante Größe aller Menschen zu behandeln und gleichzeitig dadurch deutlich zu machen, dass Sexualität immer auch ein gesellschaftlicher Faktor ist. In diesem Beitrag wird diese gesellschaftliche Relevanz von Sexualität mithilfe des Intersektionalitätskonzept deutlich gemacht, um aufzuzeigen, dass eine sexuelle Bildung, die sich mit Vielfalt auseinander setzt, immer auch Ungleichheitsstrukturen im Blick haben muss. Denn Sexualität ist, wie andere Ungleichheitskategorien auch, immer gekoppelt und verwoben mit verschiedenen Diskriminierungsdimensionen und muss daher intersektional verstanden werden

    Religiöse Stile und Vorurteiligkeit: Hintergrundwissen (nicht nur) für konfessionelle Träger Sozialer Arbeit

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    Konfessionelle Träger wie der Deutsche Caritasverband und die Diakonie Deutschland, die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e. V. (ZWST) und demnächst auch die im Aufbau begriffene muslimische Wohlfahrtspflege sind wichtige Anbieter Sozialer Arbeit (und z.T. auch große Arbeitgeber), die aus religiöser Motivation handeln. Umso wichtiger ist es für sie (aber nicht nur für sie), sich darüber klar zu sein, dass Religion und Religiositäten keineswegs immer nur menschenfreundliche, sondern durchaus ambivalente Phänomene sind: Während manche Formen von Religiosität Vorurteile verstärken, wirken andere Formen Vorurteilen entgegen. Der vorliegende Beitrag stellt zentrale Erkenntnisse wichtiger Forschungen zum Zusammenhang von Religiosität und Vorurteilen vor

    Das Studium Textiles Gestalten – Informationen zum Fachgebiet

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    Die transnationalisierte soziale Frage: Migration und soziale Ungleichheit

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    Die soziale Frage ist zurück. Jedoch geht es bei der sozialen Frage der Gegenwart nicht mehr nur um den Konflikt zwischen Arbeit und Kapital, so wie noch im 19. und 20. Jahrhundert. Die heutige soziale Frage kommt räumlich im Gegensatz von globalem Süden und dem globalen Norden zum Ausdruck. Ein wichtiges Feld ist die Migration bzw. Flucht von Menschen, die ein besseres Leben suchen oder die aus bedrückenden und repressiven politischen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen fliehen. Die soziale Frage ist transnationalisiert, weil Kapital und politische Herrschaft staatliche Grenzen überschreiten, weil Migrant*innen und ihre Angehörigen grenzüberschreitende Verbindungen zwischen Nationalstaaten in transnationalen sozialen Räumen unterhalten; und weil Migration Auswirkungen auf soziale Ungleichheiten zwischen globalem Süden und globalem Norden und innerhalb der jeweiligen Nationalstaaten hat. In früheren Zeiten haben Klassenunterschiede politische Konflikte dominiert. Obwohl Klasse schon immer mit einer Vielzahl an anderen Heterogenitäten interagierte, nicht zuletzt von kulturellen Konflikten rund um Ethnizität, Religion und Sprache, sind es diese kulturellen Heterogenitäten, die in den letzten Jahrzehnten für soziale Positionen und Lebensverhältnisse, aber auch für politische Auseinandersetzungen wichtiger geworden sind. Somit skizziert dieser Beitrag grenzübergreifende Migration als ein strategisches Forschungsfeld für die gegenwärtige soziale Frage. The Transnationalized Social Question: Migration and Social Inequalities The social question is back. Yet, today’s social question is not primarily between labor and capital, as it was in the nineteenth century and throughout much of the twentieth. The contemporary social question is located at the interstices between the global South and the global North. It finds its expression in movements of people, seeking a better life or fleeing unsustainable social, political, economic, and ecological conditions. It is transnationalized because migrants and their significant others entertain ties across the borders of national states in transnational social spaces; because of the cross-border diffusion of norms; and because there are implications of migration for social inequalities between North and South, and within national states. In earlier periods, class differences dominated political conflicts, and while class has always been criss-crossed by manifold heterogeneities, not least of all cultural ones around ethnicity, religion, and language, it is these latter heterogeneities that have sharpened over the past decades. This contribution thus constitutescross-border migration as a strategic research site for the contemporary social question

    Der Islam der Medienschaffenden. Eine qualitative und rassismustheoretische Analyse

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    Spätestens mit der Iranischen Revolution 1979 entdeckten die Medien den Islam als Gegenstand der Berichterstattung. Seither sind Inszenierungen des Islam als bedrohlich ebenso Teil medialer Präsentationen wie eine Kritik an seiner eindimensionalen Darstellung. Der vorliegende Beitrag befasst sich aus rassismustheoretischer Perspektive und auf Basis empirischer Befunde mit der Frage, wie diskursgestaltende Medienschaffende diese Inszenierungen wahrnehmen. Die Analyse zeigt, dass Medienschaffende zwar eine differenzierte Kritik antizipieren, aber dennoch Zugeständnisse an eine Leser: innenschaft machen, die ihnen Verharmlosungen islamistischer Gewalt vorwirft. Populistische Debatten um ›Lügenpresse‹ und ›Systemmedien‹ bleiben für Journalist:innen nicht ohne soziale Konsequenzen. Sie fürchten um ihre Rolle als ›Gatekeeper‹ angesichts einer Pluralisierung der Medienlandschaft und des Aufschwungs rechter politischer Parteien und Strömungen sowie deren medialer Stimmungsmache. Die Befunde belegen antidemokratische Entwicklungen der ›vierten Gewalt‹ und weisen auf Gefährdungen ihres emanzipatorischen Auftrags hin. The Islam of Media Professionals. A Qualitative Analysis of Journalistic Perspectives Based on Critical Theorizations of Racism In the wake of the Iranian Revolution 1979, at the very latest, media discovered Islam as a subject of reporting. By now, in Germany, the representation and staging of Islam as a threat is just as much part of media reporting as criticism of its one‐dimensional portrayal. Based on empirical findings and critical theorizations of racism, this article investigates how discourseshaping media professionals perceive this staging of a ›threat of Islam‹. The analysis shows that media professionals, while anticipating nuanced criticism, nevertheless make concessions to a readership that accuses them of trivializing militant Islamist violence. Populist debates about the ›lying press‹ and ›system media‹ are not without social consequences for journalists. They fear for their role as ›gatekeepers‹ in the face of a pluralization of the media landscape and the rise of right-wing political parties and currents as well as their media sensationalism. The findings show anti-democratic developments within the ›fourth power‹ and indicate threats to its emancipatory mission

    EU‐LISA zwischen Lobbyismus und venture sciences. Konturen eines neuen Forschungsfeldes der empirischen Migrations‐ und Grenzregimeforschung

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    Der Beitrag exponiert methodologische Überlegungen und Probleme, die den (sicherheits-)industriell-politischen Komplex von Forschung und Entwicklung (FuE) in den Migration and Border Studies betreffen. Am Schnittpunkt von Migration and Border Studies und Science and Technology Studies skizziert der Beitrag eine Analytik der europäischen digitalen Grenzzone in ihrer Ko- Konstituierung mit performativen Praktiken und deren Austragungsorten, an denen das Ineinandergreifen von Technik, Wissen und Politik vorangetrieben wird. Hierbei wird der Begriff der venture science vorgeschlagen und entwickelt. Anschließend wird das Potential einer solchen Analytik am Beispiel der technischen und politischen Transformationen der europäischen Agentur EU-LISA demonstriert. EU-LISA between Lobbyism and Venture Sciences. Contours of a New Research Field in Empirical Migration and Border Regime Research The present contribution delineates methodological considerations and theoretical issues concerning the (security-)industrial-political complex of research and development (R&D) in Migration and Border Studies. At the intersection of Migration and Border Studies and Science and Technology Studies, the paper outlines how to analyze the European digital border zones in actu in its co-constitution with performative practices and sites that advance the intertwining of technology, knowledge and politics. Here, the notion of venture science is proposed and further developed. Subsequently, the potential of this analytics is demonstrated by the example of the technical and political transformations of the European agency EU-LISA

    Ein Textilarchiv als Datenpool der Kulturgeschichte

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    „Erzählstoff – Forschungsbasierte Notizen über das vestimentäre Gedächtnis des deutschen Kleidungsbestandes im Textile Research Centre“ so lautet der Titel eines Projektes, für das Prof.in Bärbel Schmidt Gelder für einen Studien- und Forschungsaufenthalt im Textile Research Centre in Leiden, Niederlande, vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur einwerben konnte. Im Fokus des Projektes sollte die im Textile Research Centre (TRC) in Leiden gesammelte Kleidung deutscher Provenienz stehen. Als Vorbereitung sollte im Sommersemester 2020 das Seminar „Historische Textilien als Quelle der Erinnerung“ dienen. Dann kam Corona. Alle Lehrveranstaltungen mussten auf ein digitales Lehr-Lernformat umgestellt werden. Entsprechend veränderte sich das Seminarkonzept. Die Studierenden analysierten nach der Methode des amerikanischen Kunsthistorikers Jules David Prown „Mind in Matter“ Textilien im Textilarchiv des Fachgebietes. In den digitalen Sitzungen und selbstständige Arbeitsphasen bearbeiteten die Studierenden die Artefakte mit Hilfe der drei Untersuchungsschritte: „Description – Deduction – Speculation“. Die Textilien mussten in einem ersten Schritt genauestens beschrieben und gefundene Daten interpretiert werden. Anschließend mussten unter Hinzunahme von zusätzlichen Quellen wie wissenschaftlichen Fachbüchern, Zeitschriften, Aufsätzen und Katalogen oder durch eine gezielte Nachfrage der vestimentären Erlebnis- und Erinnerungsgeschichten von Großeltern sowie Eltern weitere Informationen über das Objekt herausgefunden werden. Die reale Seite des digitalen Seminares bestand darin, der Geschichte des jeweiligen Objektes so nahe wie möglich zu kommen

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