PraxisForschungLehrer*innenBildung (PFLB) - Zeitschrift für Schul- und Professionsentwicklung
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    Mentoring als Entwicklungsfeld (in) der Profession: Professionalisierung durch phasenübergreifende Zusammenarbeit über die Konzeptualisierung durch Entwicklungsaufgaben

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    Im vorliegenden Beitrag wird Mentoring in der Lehrer*innenbildung am Beispiel der Situation in Österreich als ein aktuell hoch relevantes und dynamisches Entwicklungsfeld in der und für die Profession verstanden. Im Setting des Mentorings, in dem Lehrkräfte in ihrer ersten beruflichen Phase begleitet werden, werden zentrale wissensbasiert-theoretische und handlungsorientiert-praktische Aspekte des Lehrer*innenberufs sichtbar und bearbeitbar. Mentoring hat eine Schnittstellen- und Übergangsfunktion im Professionskontinuum inne, wirkt personal (Mentor*innen, Mentees), inhaltlich (Mentoring-Curriculum) und auf Systemebene (professionsstabilisierend). Eine Möglichkeit der Konzeptualisierung bieten professionsspezifische Entwicklungsaufgaben (im Mentoring). Diese werden methodologisch rekonstruktiv modelliert. Damit eröffnet sich ein fruchtbares Potenzial für die Weiterentwicklung des Mentorings und die der Profession über das Mentoring im Gefolge der zweiten empirischen Wende

    Standards – Margins – New Horizons II: Einleitung

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    Die Einleitung führt in das Themenheft „Standards – Margins – New Horizons II“ ein, in dem die Beiträge der gleichnamigen Konferenz dokumentiert sind, die im Frühjahr 2022 an der Universität Bielefeld stattfand. Diese stellen die Fortsetzung der ersten New Horizons-Konferenz vom Frühjahr 2019 dar, die 2020 als Themenheft der Zeitschrift PFLB (4. Jg., H. 2) dokumentiert wurde. Die Beiträge der „New Horizons II“ diskutieren die Frage, welche sprachlichen, literarischen und kulturellen Kanones für den Fremdsprachenunterricht des 21. Jahrhunderts in den neuen und alten Sprachen maßgeblich sein sollten. Sie widmen sich dabei auch der Problemstellung, welche impliziten und expliziten Kanones derzeitig ausgemacht werden können, welche Akteur*innen diese propagieren und welche Machtstrukturen daraus ersichtlich werden. Die Beiträge überlegen weiterhin, welche Kriterien und Leitlinien für die Canons für 21st-century Teaching genutzt werden können sowie welche konkreten Texte dabei in den Blick geraten. Übergreifend fragen die Beiträge außerdem, was fremdsprachliche Bildung im 21. Jahrhundert bedeutet und welche professionstheoretischen Implikationen sich daraus ergeben. Die neunzehn Beiträge sind in vier Sektionen gegliedert: Critical Literacy, Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik, Sprache und Sprachvariation sowie Digitalität

    Lateinische Lektüre interdisziplinär: Metakompetenzen und "critical literacy" im Lateinunterricht?

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    Die Auswahl der im schulischen Lateinunterricht zu lesenden Lektüre unterliegt häufig der Obligatorik ministerieller Vorgaben in Form von Lehrplänen und Vorgaben für das Zentralabitur. Zugleich soll Ziel aller unterrichtlichen Bemühungen sein, Schüler*innen auf ihrem Weg zur Mündigkeit bzw. Autonomie zu unterstützen. In diesem Beitrag wird verdeutlicht, dass ein interdisziplinär arrangierter Lateinunterricht die Metakompetenzen des begründeten und reflektierenden Urteilens dahingehend fördert, sich kritisch-konstruktiv mit der zu lesenden Lektüre – unter dem Fokus auf eine Problemorientierung – auseinanderzusetzen. Zugleich weist dies vice versa nach, dass eine Orientierung an Metakompetenzen ein wichtiges Kriterium für die Lektüreauswahl sein kann. Dass gemäß konventioneller Vorgaben Literatur im Unterricht thematisiert wird, die nicht den Interessen und Bedürfnissen der Schüler*innen entspricht, scheint zumindest dann problematisch zu sein, wenn ihnen der Weg zur Partizipation als Stufe der Mündigkeit gänzlich verwehrt werden sollte. Eine fächerübergreifende Lektüre ermöglicht das Denken über die Fachgrenzen hinaus und eröffnet damit sowohl für die Lehrenden als auch für die Schüler*innen Möglichkeiten, Texte zu lesen, die nicht kanonisch sind, aber kritisch mit Problemen konfrontieren, die von gegenwärtig subjektiver Relevanz sind. Gleichzeitig heißt dies nicht, dass nicht auch kanonische Literatur ausgewählt werden kann, um dem Problem sprachlich und historisch nachzuspüren. Vor diesem Hintergrund ermöglicht die Orientierung an Metakompetenzen und der critical literacy, Literatur ausgehend von einem für die Schüler*innen relevanten Problem der Gegenwart analytisch zu hinterfragen, um die eigene Urteilskompetenz fallbezogen zu schärfen

    Digitalisierung, Digitalität und didaktische Transformation im Fremdsprachenunterricht: Eine Kritisch-Reflexive Perspektive

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    Nicht nur der Fremdsprachenunterricht befindet sich im Prozess der didaktischen Transformation, u.a. bedingt durch sich kontinuierlich wandelnde Bedingungen in der digitalen Welt. Dieser Prozess zeichnet sich durch kreative Herangehensweisen und dynamische Entwicklungen aus. Dabei wird die Dichotomie zwischen der analogen und der digitalen Welt bewusst aufgelöst, damit sich Lehrkräfte und Lernende agil in verschiedenen Kontexten bewegen. Im Beitrag wird in aller Kürze die Frage aufgeworfen, ob digital literacy in der Fremdsprache eine curricular anders gelagerte Kompetenz darstellt oder ob sich nur der Weg zum Erwerb ebendieser Kompetenz unterscheidet, und zwar nicht nur aus technologischer, sondern auch aus transformativer-didaktischer Perspektive. Festzustellen ist, dass ein Fremdsprachenunterricht, der den Prozess der didaktischen Transformation durchläuft, sich durch eine neue Unterrichtschoreografie deutlich verändert – nicht nur in der Herangehensweise, sondern auch in seinen Zielsetzungen. Deshalb ist eine Diskussion und Reflexion dieses Transformationsprozesses mit Blick auf neue Inhalte, Ziele und Kompetenzen sowie Lernszenarien notwendig. Die Beiträge aus der Sektion Digitalität der Tagung Standards – Margins – New Horizons II: Canons for 21st-Century Teaching, auf die in diesem Beitrag Bezug genommen wird, veranschaulichen ebendiese reflexive Herangehensweise. Es werden bei der Betrachtung der Beiträge drei Perspektiven beleuchtet: diskursiv mit Blick auf Digitalität (1), mit dem Fokus auf die Lernprozesse der Schüler*innen (2) sowie aus einer professionstheoretischen Perspektive (3), durch die Lehrkräfte mögliche Elemente der digitalen Unterrichtsentwicklung, auch mit Blick auf die Kompetenzentwicklung der Schüler*innen, besser fassen können. Abschließend werden Reflexionsimpulse aufgeführt, die die digitale Unterrichtsentwicklung voranbringen könnten

    Postkoloniale Literatur, Kanondebatten und deren Relevanz für das Anglistik-Studium und den Englischunterricht in Deutschland

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    Dieser Beitrag bietet einen Überblick über das Verhältnis anglophoner postkolonialer Literatur zum Kanon und zu verschiedenen Kanondebatten von den 1960er-Jahren bis heute und geht auf deren Relevanz für Lehrende und Dozierende in Deutschland ein, um herauszuarbeiten, wie das Spannungsfeld zwischen postkolonialer Literatur und traditionellem Kanon und die Kanondebatten produktiv für einen zeitgemäßen Englischunterricht bzw. ein zeitgemäßes Anglistikstudium genutzt werden können

    Considerations on Artifacts of Digital Culture in English Language Teaching: Conspiracy Theories on the Instagram Feed

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    In this contribution, we present some considerations on the role digital artifacts could and should play in 21st-century language teaching. Our argument focuses on social media feeds (in particular: the Instagram feed) as a prototypical example of digital artifacts. We highlight the potentially manipulative force of the Instagram feed using the example of conspiracy theories as a case-in-point. Illustrating our argument with examples from ongoing empirical work, we suggest and elaborate on three challenges entailed by implementing social media feeds in the language classroom: They constitute a moving target due to their dynamics, inspire a false sense of security because of filter bubble as well as third-person effects and confront us with the question of “What can we do in the classroom?”. We conclude by suggesting possible components of Critical Digital Literacy as an answer to this question

    Epistemische Ungerechtigkeit in bildungswissenschaftlichen Kontexten: Einführende Überlegungen

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    In der Erkenntnistheorie ist der Begriff der epistemischen Ungerechtigkeit ein recht neuer Begriff für Phänomene, bei denen Diversität in ungerechten Gesellschaften zu epistemischen Defiziten und epistemischer Benachteiligung von Personen führt. Mit dem Begriff „epistemische Ungerechtigkeiten“ werden dann Zusammenhänge erfasst, in denen nicht alle Personen den gleichen Zugang zu Wissen, Wissensproduktion, Wissenserwerb, Wissensverteilung etc. haben. In diesem Beitrag wende ich die Konzeption epistemischer Ungerechtigkeit auf bildungswissenschaftliche Kontexte an und zeige damit, dass diese Konzeption auch außerhalb der traditionellen philosophischen Debatten theoretisch und gesellschaftlich relevante Einsichten produziert. Dieser Beitrag lädt dazu ein, diese Verbindungen in bildungswissenschaftlichen Kontexten weiter zu reflektieren und für die Bildungswissenschaften produktiv zu machen

    Digitale Transformation unter Berücksichtigung zentraler Funktionen des Schulsystems – welchen Beitrag leistet der Digital-Pakt Schule 2019–2024?

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    Im Zuge der digitalen Transformation kommt dem Staat mittels Bildungspolitik eine wichtige Steuerungsrolle zu. Bildungspolitisch steuernde Vorgaben kulminierten in der Verwaltungsvereinbarung „DigitalPakt Schule 2019–2024“, der finanzvolumenmäßig größten Investition für Bildung in der digitalen Welt der Bundesrepublik. Parallel hierzu obliegen dem Schulsystem wesentliche gesellschaftliche Aufgaben, darunter die Qualifikations-, Selektions- und Allokations-, Integrations- und Legitimations- sowie Enkulturationsfunktion. Der vorliegende Beitrag untersucht und reflektiert vor dem Hintergrund governanceanalytischer Annahmen mittels einer Dokumentenanalyse, inwiefern dieses Schlüsseldokument als Steuerungsinstrument zentralen Funktionen des Schulsystems gerecht wird. Auf Basis der Analyse wird kritisch reflektiert, wie die Verwaltungsvereinbarung „DigitalPakt Schule“ als bildungspolitisches Steuerungsinstrument zu einer digitalen Transformation beiträgt bzw. beitragen könnte und welcher Unterstützungsfaktoren es dazu auf verschiedenen Akteursebenen künftig bedarf

    Lernaufgaben als Element einer protoberuflichen Fachdidaktik

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    Die vielfältigen Fächer der arbeitsorientierten Bildung orientieren sich in hohem Maße an der beruflichen Bildung und an der Entwicklung der Arbeits- und Lebenswelt. Der Beitrag beschreibt Elemente einer protoberuflichen, also „vorberuflichen“ Fachdidaktik exemplarisch für das Fach Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales (WTH/S) in Sachsen und konzentriert sich auf die Bedeutung von Lernaufgaben für das Fach. Ziel des Beitrags ist die Klärung des Verhältnisses zwischen allgemeiner und beruflicher Didaktik in den berufsorientierenden und lebenspraktischen Fächern unter Berücksichtigung lernpsychologischer und lerntheoretischer Aspekte

    Ein ungehobener Schatz: Eutrop als idealer Erstling für die gymnasiale Anfangslektüre

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    Der Beitrag benennt Kriterien für eine gute Anfangslektüre im Lateinunterricht und sucht an konkreten Beispielen die besondere Eignung von Eutrops "Kurzabriss der römischen Geschichte" für den gymnasialen Lektüreunterricht nachzuweisen

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