PraxisForschungLehrer*innenBildung (PFLB) - Zeitschrift für Schul- und Professionsentwicklung
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    Developing Critical Cultural and Digital Literacy: From Primary School to Teacher Education and Back

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    In this contribution, we propose critical literacy as a concept that allows to anchor democratic education in foreign language teaching, namely in the context of cultural and digital learning. We suggest a framework for planning teaching units and present practical examples based on ethnographic research on critical literacy education in Canada, which span the full range from primary school to teacher training at university. On this basis, we discuss implications and further questions related to democratic education in the first phase of teacher training at Bielefeld University and beyond

    Sportunterricht als demokratieförderliches Setting verstehen – Fachliche Einordnungen und hochschuldidaktische Implikationen

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    Die Universität ist für eine ebenso sinnvolle wie notwendige Demokratieförderung prädestiniert. Diesem Anspruch kann sowohl auf überfachlicher als auch auf fachlicher Ebene entsprochen werden. Im Hinblick auf das Lehramtsstudium im Fach Sport zeigt dieser Beitrag, dass der schulische Sportunterricht als adressiertes berufliches Zielfeld spezifische Anschlussofferten bietet, die sich bildungstheoretisch durch den sogenannten Doppelauftrag einer Erziehung im und durch Sport ergeben – verstanden als Bewegungsbildung und allgemeine Bildung. Vor diesem Hintergrund lassen sich Potenziale einer Förderung habituell-demokratischer Kompetenzen herausarbeiten. Von diesen Potenzialen ausgehend versuchen wir zu ergründen, wie solche Überlegungen zur Demokratieförderung im schulischen Sportunterricht auch im sportwissenschaftlichen Hochschulstudium vermittelt werden können. Im Ergebnis (Perspektive 1) profiliert dies eine demokratiespezifische Kompetenzerwartung, wonach Studierende im Lehramt des Fachs Sport a) theoretische Kenntnisse über die Bedingungen der Möglichkeit eines demokratiefördernden Sportunterrichts verstehen, b) strukturelle Besonderheiten und Limitationen des Settings kennen und c) prinzipielle     Lösungen für fachliche Vermittlungsfragen finden können sollten. Es zeigt sich jedoch auch, dass solche Erwartungen zu vage bleiben, wenn nicht auch die Erarbeitungsprozesse und mithin die Hochschullehre selbst in einem demokratiefördernden Milieu stattfinden. Daher wird auch skizziert (Perspektive 2), wie Bildungsgehalte des Sports in der eigenen Erfahrung erschlossen und mit Fragen nach den Zielen, Wegen und der Verantwortbarkeit des schulischen Sportunterrichts verbunden werden können. Schließlich wird dafür plädiert, solche durchaus mäeutischen Wege der Lehre verstärkt zu nutzen

    Bildungsansprüche und universitäre Angebote: Selbstdeutung, Positionierung und Rollenfindung in der universitären Lehre

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    Der Beitrag beschäftigt sich in essayistischer Form mit der Frage, wie es gelingen kann, eine Positionierung in Bezug auf die eigene Rolle als Lehrende einzunehmen, die bildungs- und berufsbiographisch stimmig ist und es erlaubt, Lehramtsstudierende in der Entwicklung eines forschenden, reflexiven Habitus zu unterstützen

    Das selbstpositionierte Selbst in der multiparadigmatischen Lehrer*innenbildung: Plädoyer für eine starke Individuierung in der Hochschullehre

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    Ausgehend von einer Metareflexion über das Darstellungsproblem im Rahmen eines autobiographischen und damit sehr subjektiven Beitrags zur Hochschullehre (Kap. 1) beginnt der Argumentationsgang mit einer bildungstheoretischen Positionierung sowie deren erkenntnistheoretischer und metaphysischer Fundierung (Kap. 2). Im Anschluss erfolgt eine Selbstpositionierung des Autors entlang der Kategorien der „Herkünfte“ (Kap. 3.1), „Selbstverständnisse“ (Kap. 3.2), „Habitustraditionen“ (Kap. 3.3) und „Wirksamkeitshoffnungen“ (Kap. 3.4). Diese mündet in Vorschlägen zur multiparadigmatischen Transzendierung kontrastierender Typenbildungen von Hochschullehrer*innen (Kap. 4). Der Beitrag endet mit einem Plädoyer für Individuierung im Rahmen einer am klassischen Bildungsideal orientierten multiparadigmatischen Lehrer*innenbildung, die unvoreingenommen am Einzelfall gedankenexperimentell die unterschiedlichsten Deutungen von Welt anbietet und dabei die Hochschullehrenden vor ihren Studierenden coram publico zur Selbstpositionierung zwingt

    Adressierung und Readressierung in der schulischen Praxis: Überlegungen zum Potenzial der anerkennungstheoretischen Betrachtung der Praxis für die Professionalisierung von Lehrkräften

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    Im Artikel werden Überlegungen fortgeführt, die im Rahmen eines Dissertationsprojekts zu Partizipationsprozessen von Schüler*innen in der gymnasialen Oberstufe angestellt wurden. Auf der Basis des praktikentheoretischen Ansatzes der „Anerkennung als …“ werden aus den im Projekt entstandenen Interviews mit Schülervertreter*innen und SV-Lehrkräften Beispiele für Prozesse der Adressierung und Readressierung herausgearbeitet. Diese verweisen auf die Komplexität von Anerkennungsprozessen im schulischen Kontext, aber auch auf ihren Erkenntnisgehalt für das Verständnis kommunikativen Handelns in diesem Rahmen sowie von dessen Effekten auf die Subjektbildung, sowohl von Schüler*innen als auch von Lehrkräften. Zudem werfen sie ein Schlaglicht auf den Bedarf nach einer reflektierten Aufarbeitung von negativen Subjektivierungserfahrungen bei Lehrer*innen und damit auch auf die Professionalisierungsbedarfe von Lehrkräften. Eine reflexive Haltung zu den reziproken Prozessen der Anerkennung könnte die Grundlage dafür sein, im Bewusstsein des eigenen Bedürfnisses nach Anerkennung einen professionellen Umgang auch mit Ablehnung und Abwertung herausbilden. Hierzu müssten neue, auf die Ermöglichung von Reflexivität ausgerichtete Forschungs- und Professionalisierungsformate entwickelt werden

    Anerkennung und habituelle (Un-)Passung auf der Ebene der Schüler*innen-Lehrer*innenbeziehung: Rekonstruktionen entlang der Schüler*innenperspektive

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    Verhältnisse der Passung und Unpassung in schulischen Kontexten werden bisher insbesondere im „Schulkulturansatz“ (Böhme, Hummrich & Kramer, 2015, S. 12) in ihrer Anerkennungsbedeutsamkeit betrachtet. Im Fokus stehen dabei vornehmlich Passungsverhältnisse zwischen den Anerkennungsordnungen von Schule bzw. der jeweiligen Schulkultur und den habituellen Prägungen von Schüler*innen. Verhältnisse der habituellen Passung und Unpassung auf der Interaktionsebene zwischen Lehrpersonen und Schüler*innen und damit verbundene anerkennungsrelevante Konsequenzen bilden ein Forschungsdesiderat. Mit den Rekonstruktionen in diesem Artikel wird dieses Desiderat bearbeitet. Ausgehend von Ausschnitten aus Protokollen von bildungsbiographischen Interviews mit (ehemaligen) Schüler*innen werden erzählte Unterrichtssituationen und damit verbundene Erfahrungen der Anerkennung und Nicht-Anerkennung aus Schüler*innensicht in den Blick genommen. Mit der Methode der objektiven Hermeneutik werden habituelle Passungen und Unpassungen zwischen Lehrperson und Schüler*in im Kontext der erzählten Situationen rekonstruiert. Dabei wird gezeigt, inwiefern diese habituellen (Un-)Passungen mit Anerkennungserfahrungen auf Schüler*innenseite verbunden sind und welche bildungsrelevanten Konsequenzen das Zusammenspiel hat. Die Ergebnisse werden nicht nur in ein Verhältnis zur Ebene der Schulkultur gesetzt, sondern auch in ihrer Bildungsgerechtigkeitsrelevanz beleuchtet

    Zur Perspektive von Mentor*innen auf Schulpraktika im Fach Sport: Eine Interviewstudie zum Potenzial von Mentoring als Teil beruflichen Lernens von Sportlehrkräften

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    Die vorliegende Untersuchung fokussiert Schulpraktika als Anstoß beruflicher Lernprozesse von Mentor*innen. Forschungsmethodisch ist die Studie in ein forschungsorientiertes Entwicklungsprojekt eingegliedert, in dem eine Maßnahme entwickelt wurde, durch die eine verstärkte Kooperation zwischen den Dozent*innen der universitären Begleitseminare zu den Praktika und den Mentor*innen erreicht werden soll. Dies wird als phasenübergreifende Kooperation bezeichnet. Zur Evaluation der Maßnahme wurden 13 Mentor*innen aus zwei Kohorten dazu interviewt, inwiefern phasenübergreifende Kooperation in Schulpraktika als Lerngelegenheit wahrgenommen wird. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Zustandekommen von beruflichen Lernprozessen durch die organisatorische und inhaltliche Flexibilität der Maßnahme, die Konkretheit des Seminarinhalts, die Passung der Inhalte zu individuellen Überzeugungen und das Abwägen eines Gesamt-Kosten-Nutzen-Verhältnisses beeinflusst wird

    Demokratie stabilisieren und Bürger*innen stärken – zwei Seiten derselben Medaille?

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    Der Beitrag diskutiert die politische Repräsentation und Partizipation von Kindern und Jugendlichen und den allgemeinen Zustand der politischen Bildung. Er thematisiert die Spannung zwischen sozialer und politischer Ungleichheit und dem Gleichheitsversprechen der Demokratie und begründet eine Akzentverschiebung hin zu einer interessenpolitischen Bildung für junge Menschen. Der Text unterstreicht die Kritikaufgabe der Wissenschaft, fordert ein Aufgreifen der Kritik der Leute und die Parteinahme der Fachdidaktik für Kinder und Jugendliche. Schließlich plädiert er für das Leitbild der schwierigen, unbequemen und gegenüber ungerechtfertigter Ungleichheit unnachgiebigen Bürger*innen

    Auf der anderen Seite des Schreibtischs: Ein Versuch über Ordnungskategorien zur Rollenfindung als Lehrende*r in der universitären Lehrer*innenbildung

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    Der Essay unternimmt den Versuch, Strukturmerkmale zu skizzieren, die für die Rollenfindung als Lehrende*r in der universitären Lehre(r*innenbildung) als relevant erscheinen. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Statusrollenwechsel implizit der Normalform der Erfahrungsreproduktion von Lehrkulturen und -formen des eigenen Studiums folgt. Individuelle Positionierungen lassen sich so als komplexe Realisierungsfiguren in einem Kontinuum denkbarer Herkünfte, Selbstverständnisse, Habitustraditionen und Wirksamkeitshoffnungen beschreiben

    Germanistische Literatur- und Mediendidaktik: Selbst- und Fremdpositionierungen im Zuge der Entwicklung der Disziplin

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    Der essayistische Beitrag zur Selbstpositionierung innerhalb der Literatur- und Mediendidaktik basiert auf der Durchsicht der eigenen Fachbibliothek, ist aber auch getragen von vielen Erinnerungen, insbesondere an Begegnungen mit einigen erfahrenen Kolleg*innen, die Mentor*innenfunktion hatten. Er zeigt schlaglichtartig die Entwicklung der eigenen Disziplin auf und vor diesem Hintergrund den Weg zur Selbstverortung

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