PraxisForschungLehrer*innenBildung (PFLB) - Zeitschrift für Schul- und Professionsentwicklung
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    „Man kann nicht leben, wenn man keine Freunde hat“: Wertezuschreibungen Jugendlicher mit und ohne Fluchterfahrung im Themenbereich Freundschaft

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    Freundschaft zählt zu den zentralen Werten von Kindern und Jugendlichen. Doch was verstehen sie eigentlich unter Freundschaft? Was zeichnet einen guten Freund oder eine gute Freundin aus? Welche Rolle spielt die räumliche Nähe? Welchen Wert haben Online-Freundschaften? Gibt es kulturelle Unterschiede bezüglich des Verständnisses von Freundschaft zwischen Jugendlichen deutscher Herkunftsfamilien und Jugendlichen mit Migrationshintergrund? Gibt es Hinweise darauf, dass Fluchterfahrungen gegebenenfalls einen Einfluss auf das Verständnis von Freundschaft haben? Diesen Fragen soll in diesem Artikel nachgegangen werden. Grundlage hierfür bildet eine qualitative Interviewstudie, bei der 21 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren interviewt wurden. Davon waren zehn Jugendliche mit Fluchterfahrung und elf Jugendliche mit deutscher Herkunftsfamilie ohne Flucht- oder Migrationshintergrund. Es wurden jeweils fünf männliche und fünf bzw. sechs weibliche Jugendliche befragt. Im Rahmen dieser Interviewstudie wurden die Jugendlichen zu verschiedenen Werten befragt, die in einer vorangegangenen Fragebogenerhebung als zentrale Werte von Jugendlichen identifiziert wurden. Der Fragenblock zum Thema Freundschaft war mit sieben Hauptfragen und weiteren optionalen Unterfragen der umfangreichste Block. Die narrativ angelegten Frageimpulse ermöglichen einen guten Einblick in das jeweilige Verständnis von Freundschaft sowie die mit der Kategorie „Freundschaft“ verbundene Praxis. Die Ergebnisse dieser Studien geben Hinweise darauf, dass der Stellenwert von Freundschaft und die damit verbundenen Ansprüche an wahre Freundschaften konstant und somit unabhängig von sozialem oder kulturellem Hintergrund sind. Die Analyse der Interviews ergab, dass der Einflussfaktor „Flucht“ einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Bildung von Freundschaften nimmt, diese jedoch situativ und kontextuell und nicht kulturell oder ethnisch begründet sind

    Schulisches Wohlbefinden und Freundschaften: Ein Vergleich zwischen jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Abhängigkeit (inter)ethnischer Freundschaften

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    In diesem Beitrag wird auf Basis einer quantitativen Untersuchung an jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zwischen 18 und 24 Jahren (n=1090) das subjektive Befinden in der Schule insbesondere in Abhängigkeit der Freundschaften diskutiert. Eine Besonderheit dieser Untersuchung ist die detaillierte Analyse des Migrationshintergrundes, der im Hinblick auf drei Generationen (selbst zugewandert, selbst in Deutschland geboren, aber Eltern bzw. Großelterngeneration zugewandert) untersucht werden kann. Die einzelnen Gruppen werden für genauere Aussagen zum schulischen Wohlbefinden kombiniert und weitere Untergruppen unter Berücksichtigung des Geschlechts, der Religion, des Herkunftslandes, der identitären Selbstverortung, der eigenen Bildung oder der Bildung der Eltern sowie vor allem mono- und interethnischer Freundschaften betrachtet. Junge Menschen mit Migrationshintergrund fühlen sich in der Schule insgesamt weniger wohl als junge Einheimisch-Deutsche. Erste Ergebnisse weisen darauf hin, dass es jedoch eher die subjektive Selbstverortung etwa als Person, die sich stärker einem anderen Land zugehörig fühlt, ist als die tatsächliche Gruppenzugehörigkeit, die das schulische Wohlbefinden beeinflusst. Ein weiteres wichtiges Ergebnis ist, dass sich das schulische Wohlbefinden bei jungen Migrant*innen signifikant verbessert, wenn sie interethnische Freundschaften mit Personen anderer ethnischer Hintergründe pflegen

    Forschendes Lernen in der Lehrerausbildung: Konzeptionelle Ausgestaltung und Zielsetzungen Forschenden Lernens

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    Vor dem Hintergrund der aktuellen weiten Verbreitung des Forschenden Lernens in der Lehrer*innenausbildung werden zwei grundsätzliche Verortungen sowie die Zielsetzungen Forschenden Lernens vorgestellt. Dies sind zum einen Konzeptionen, die Forschendes Lernen in längerfristige Praxisphasen bzw. Praxissemester einbinden, zum anderen solche, in denen zwar ebenfalls Forschung in der schulischen Praxis durchgeführt wird, die Studierenden jedoch parallel keine eigenen Unterrichtserfahrungen machen

    Gruppen-Coaching in der schulpraktischen Ausbildung im Bachelorstudium Lehramt Primarstufe: Themen der Studierenden im Gruppen-Coaching

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    Die schulpraktische Ausbildung ist zentraler Bestandteil im Bachelorstudium für das Lehramt Primarstufe der Pädagogischen Hochschule Wien. Die Akzentuierung des ausbildungsmethodischen Prinzips der Personorientierung im Studienjahr 2015/16 führte zur Einführung einer personorientierten Beratung in Form eines Gruppen-Coachings. Dieses Gruppen-Coaching begleitet die Studierenden in der gesamten schulpraktischen Ausbildung des Bachelorstudiums (erstes bis achtes Studiensemester). Ziele des praxisbegleitenden Gruppen-Coachings sind eine selbstreflektierende professionsorientierte Persönlichkeitsarbeit und eine reflektierte Weiterentwicklung personbezogener überfachlicher Kompetenzen über die Verknüpfung mit den Praxiserfahrungen der Studierenden. Professionalisierungstheoretische Ansätze verweisen darauf, dass begleitendes Coaching insbesondere auf individuelle Entwicklungsstände der Professionalisierung reagiert und spezifische eigene Themen aus der schulpraktischen Ausbildung aufgreifen kann. Als hochschulische Maßnahme wird dieses Gruppen-Coaching mit einem dreiphasigen empirischen Forschungsprojekt begleitet. In diesem Beitrag werden Ergebnisse aus der zweiten Forschungsphase, einer quantitativ orientierten Paper-Pencil-Befragung der Studierenden am Ende des achten Studiensemesters, vorgestellt. Dazu werden einzelne Ergebnisse zur Bilanz zum Gruppen-Coaching, zur Einschätzung des Beitrags des Coachings zur Professionalisierung als Lehrperson und zur Selbstkompetenz als Person vorgestellt. Der Beitrag fokussiert auf das Ergebnis zur Erhebung der Häufigkeit der im Gruppen-Coaching von den Studierenden bearbeiteten Themen. Die Analyse der bearbeiteten Themen macht sichtbar, dass im Gruppen-Coaching sowohl Themen aus dem Bereich der Selbst- und Sozialkompetenz (z.B. Selbstorganisation, Interaktions-, Kommunikations- und Beziehungsverhalten) als auch subjektive Erfahrungen und Anforderungen im Studium und subjektive professionsspezifische Entwicklungsaufgaben in der schulpraktischen Ausbildung methodisch angeleitet bearbeitet werden. Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt dienen als Grundlage für die empirisch fundierte weitere Gestaltung des Gruppen-Coachings

    Beratungskompetenz fördern – ein Konzept phasenübergreifender Begleitung: Phasenübergreifende systemische Beratungskompetenzentwicklung von Förderschullehrkräften in Rheinland-Pfalz

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    Mit dem Ziel, zukünftige Lehrkräfte besser auf ihre vielfältigen Beratungsaufgaben im Schulalltag vorzubereiten und Inklusion qualifiziert und innovativ mitzugestalten (Lindmeier & Lindmeier, 2018), wird ein phasenübergreifendes Beratungscurriculum für Förderschullehrer*innen nach dem systemischen Ansatz (Weinhardt, 2020) entwickelt und erprobt (60 Studierende à 2 Kohorten, viereinhalb Jahre, drei Ausbildungsphasen). Professionelle sonderpädagogische Beratungskompetenz erfordert in inklusiven schulischen Settings neben der Beratung von Kolleg*innen, Eltern und Schüler*innen insbesondere eine intensive, fortlaufende (Selbst-)Reflexion (Lindmeier & Lindmeier, 2018). Dieser fortlaufende Entwicklungs- und Reflexionsprozess bildet durch reflexive Professionalisierung im Wechsel mit reflektierender Professionalität den Kern der Ausbildung zu sonderpädagogischer Beratungskompetenz im Projekt „Sonderpädagogische Beratung in der inklusiven Schule“ (SoBiS). Die Ausbildungsinhalte werden in regelmäßiger Kooperation mit den Beteiligten aller Phasen – Universität, Studienseminar, Pädagogisches Landesinstitut – der Förderschullehrer*innenbildung abgestimmt sowie dynamisch fortentwickelt. Die Didaktik des Curriculums und die Evaluation sehen einen Design-Based Research Ansatz vor (Reinmann, 2018, Benner, 2018). Quantitativ wird u.a. ein Fragebogen zur Beratungskompetenzentwicklung eingesetzt; qualitativ wird iterativ-zirkulär vorgegangen (Ochs & Schweitzer, 2015). Als Erhebungsinstrumente kommen hierbei unter anderem Gruppendiskussionen und schriftliche Reflexionen von Einzelcoachings zum Einsatz

    Workshop „Erste Schritte in Moodle“ – ein Beispiel aus der Praxis: Eine Handreichung für eine Fortbildung für Lehrende

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    Nicht nur die Pandemie hat uns vor Augen geführt, wie wichtig E-Learning für unsere heutige Unterrichtskultur ist. Auch die Implementierung neuer Unterrichtskonzepte, wie beispielsweise das Konzept des „Flipped Classroom“, macht die Beschäftigung mit dem Thema notwendig. Um uns als Kollegium der Döpfer-Schulen für Physiotherapie und Logopädie in Rheine möglichst gut auf diese Veränderungen vorzubereiten, haben wir ein Angebot zum Lehren mithilfe des Learning-Management-Systems (LMS) „Moodle“ angeboten. Dabei sollte es neben den Einsatzmöglichkeiten und Einsatzszenarien verschiedener Tools auch ganz direkt um die praktische Anwendung gehen. Dieser Beitrag ist daher als praktisches und anwendungsbezogenes Beispiel für eine Lehrer*innenfortbildung zur Nutzung des Learning-Management-Systems (LMS) „Moodle“ zu sehen. Im Vordergrund stand dabei die Auseinandersetzung mit dem Thema E-Learning und – damit eng verbunden – mit dem Lehrkonzept des „Flipped Classroom“. Ziel der Veranstaltung war es zudem, den Lehrenden der Döpfer-Schule Rheine einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten („Aktivitäten/Material“) zu geben, die Moodle für die Unterrichtsgestaltung bietet. Ziel war es ausdrücklich nicht, nach Beendigung des Workshops alle Tools, die Moodle bietet, einwandfrei zu beherrschen. Nicht nur die Pandemie hat uns vor Augen geführt, wie wichtig E-Learning für unsere heutige Unterrichtskultur ist. Auch die Implementierung neuer Unterrichtskonzepte, wie beispielsweise das Konzept des „Flipped Classroom“, macht die Beschäftigung mit dem Thema notwendig. Um uns als Kollegium der Döpfer-Schulen für Physiotherapie und Logopädie in Rheine möglichst gut auf diese Veränderungen vorzubereiten, haben wir ein Angebot zum Lehren mithilfe des Learning-Management-Systems (LMS) „Moodle“ angeboten. Dabei sollte es neben den Einsatzmöglichkeiten und Einsatzszenarien verschiedener Tools auch ganz direkt um die praktische Anwendung gehen. Dieser Beitrag ist daher als praktisches und anwendungsbezogenes Beispiel für eine Lehrer*innenfortbildung zur Nutzung des Learning-Management-Systems (LMS) „Moodle“ zu sehen. Im Vordergrund stand dabei die Auseinandersetzung mit dem Thema E-Learning und – damit eng verbunden – mit dem Lehrkonzept des „Flipped Classroom“. Ziel der Veranstaltung war es zudem, den Lehrenden der Döpfer-Schule Rheine einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten („Aktivitäten/Material“) zu geben, die Moodle für die Unterrichtsgestaltung bietet. Dabei ging es ausdrücklich nicht darum, nach Beendigung des Workshops alle Tools, die Moodle bietet, einwandfrei zu beherrschen

    Partizipation in den Naturwissenschaften und gesellschaftliche Teilhabe: Reflexion über für alle Lernenden zugängliche Kontexte

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    Kinder und Jugendliche, die in Armut leben, befinden sich in einem Teufelskreis der sozialen Benachteiligung, aus dem sie vornehmlich durch Bildung potenziell ausbrechen könnten. Der Bereich der Naturwissenschaften liefert im Laufe der Schulzeit die Ausbildung einer „scientific literacy“ als Teil einer grundlegenden Bildung. Diese soll allen Lernenden zuteilwerden. „Scientific literacy“ führt dazu, dass Lernende sich (zukünftig) an gesellschaftlichen Diskursen und Entscheidungsprozessen beteiligen können. Das Netzwerk inklusiver naturwissenschaftlicher Unterricht (NinU) hat ein Raster entwickelt, mit dem „scientific literacy for all“ in der Unterrichtsplanung realisiert werden kann. Unter anderem spielen in diesem Raster die Kontexte, in denen Kompetenzen erworben werden, eine große Rolle für den Lernerfolg, da sie sich auf den Wissenserwerb und die Lernmotivation auswirken. Es müssen im Unterricht also Kontexte gefunden werden, die für alle Lernenden relevant und motivierend sind, damit alle an einem ko-konstruktiven Lernprozess partizipieren können und niemand ausgegrenzt wird

    Warum sollten sich Lehrpersonen mit Forschung bzw. Evidenzen auseinandersetzen? Zur Frage der Sinnhaftigkeit der Beschäftigung mit Daten im Lehrer*innenberuf

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    In den letzten Jahren wird immer wieder ersichtlich, dass von Lehrpersonen offensichtlich erwartet wird, dass sie sich neben dem Kerngeschäft des Unterrichts auch mit Forschung und Evidenzen auseinandersetzen sollen. Dies zeigt sich nicht zuletzt an Standards für Aus-, Fort- und Weiterbildung von (angehenden) Lehrpersonen, die von Bildungspolitik und -administration formuliert werden. Dahinter steht die Annahme, dass durch die Einbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse in ihre Arbeit gleichzeitig eine Steigerung der Qualität derselben erzielt werden kann. Welche Bedeutung jedoch Lehrpersonen einer solchen Auseinandersetzung mit Forschung und Evidenzen beimessen und welche möglichen Vorteile Lehrpersonen durch eine solche für sich identifizieren können, blieb bislang in weiten Teilen unberücksichtigt. Hier setzt der Beitrag an und versucht, diese Fragen auf der Grundlage des Forschungsstandes zu beantworten

    Bewertung eines sozialen Ausschlusses aufgrund eines sonderpädagogischen Förderbedarfs mit Schwerpunkt Lernen oder Verhalten durch Lehrpersonen und Lehramtsstudierende: Befunde auf Lehrpersonenebene aus der Intervention "Freundschaften fördern in heterogenen Lerngruppen"

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    Wie Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF) in Schulklassen sozial integriert werden, hängt unter anderem auch davon ab, wie ihre Lehrpersonen im Umgang mit diesen Schüler*innen von der Klasse wahrgenommen werden. Da bisher wenig darüber bekannt ist, wie (angehende) Lehrpersonen auf sozialen Ausschluss von Schüler*innen mit SPF reagieren, fokussiert diese Studie auf Bewertung und emotionale Reaktion bei sozialem Ausschluss. Die Daten von 128 (angehenden) Lehrpersonen zeigten, dass ein hypothetisches Ausschlussszenario eines Kindes mit SPF Schwerpunkt Lernen negativer bewertet wurde und dabei stärkere negative Emotionen antizipiert wurden als bei einem Kind mit SPF Schwerpunkt Verhalten. Die Auswertung der Begründungen für die antizipierten Reaktionen zeigte, dass den Kindern mit SPF Schwerpunkt Verhalten mehr Selbstverschuldung für den Ausschluss zuschrieben wurde als den Kindern mit SPF Schwerpunkt Lernen. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Thematik sozialer Ausschluss insbesondere im Bereich Verhalten Aufklärungsarbeit bei den Lehrpersonen benötigt. Zusätzlich zu den oben beschriebenen Fragestellungen wurde das eigens konzipiertes Interventionsprogramm "Freundschaften fördern in heterogenen Lerngruppen" auf Ebene der Lehrpersonen evaluiert. Dabei zeigte sich bei den (angehenden) Lehrpersonen, welche mit ihrer Schul- oder Praktikumsklasse an dem Programm teilnahmen, im Vergleich zu der Kontrollgruppe ein Anstieg des Mitgefühls für das Kind mit SPF. Somit könnten mit spezifischen Interventionen positive Effekte erreicht werden. Implikationen für die Lehrer*innenbildung werden diskutiert

    Eltern adressatengerecht informieren und beraten: Eine fallbasierte Lerngelegenheit für Lehramtsstudierende zur Vorbereitung diagnostisch-beratender Gespräche

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    Zu den Aufgaben von Lehrkräften gehört es unter anderem, zu diagnostizieren, zu fördern und zu beraten (vgl. KMK, 2019, S. 11). Um angehende Lehrkräfte auf diese Aufgaben vorzubereiten, wurde eine fallbasierte Lerngelegenheit entwickelt, in deren Zentrum ein anstehendes diagnostisch-beratendes Gespräch mit einem Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf und seiner Mutter steht. Die in diese Lerngelegenheit integrierten Aufgaben fokussieren auf einen Teilaspekt der Beratungskompetenz (Bruder, 2011; Gerich et al., 2015), und zwar die Perspektivenübernahme zur Förderung der adressatengerechten Kommunikation. Der Beitrag konzentriert sich auf die Konzeption und erstmalige Erprobung der Lerngelegenheit. Die Evaluation zeigt zufriedenstellende Werte hinsichtlich der von den Studierenden empfundenen Lernfreude, des wahrgenommenen Relevanz-/Nutzenempfindens sowie des Kompetenzerlebens. In Zukunft soll die Lerngelegenheit in Hinblick auf ihre Wirksamkeit analysiert, weiterentwickelt und in der zweiten und dritten Phase der Lehrkräftebildung erprobt werden

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