PraxisForschungLehrer*innenBildung (PFLB) - Zeitschrift für Schul- und Professionsentwicklung
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    Dualer Fokus – Dualer Nutzen: Verortungen zwischen Forschungsanspruch und Unterrichtspraxis in der "Dualen Promotion"

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    Das Graduiertenprogramm Duale Promotion der Universität Bremen verbindet Promotion und Referendariat. Dieser Artikel setzt sich aus der Sicht einer Programmteilnehmerin mit den spezifischen Chancen und Herausforderungen einer solchen Promotion auseinander und beleuchtet exemplarisch ein Forschungsprojekt, welches aus diesem Kontext hervorgegangen ist. Der Beitrag zeigt auf, wie die Beziehung zwischen Theorie und Praxis im Rahmen der Dualen Promotion konkret gestaltet werden kann und wie sich daraus ein Nutzen für beide Seiten ergibt. Dabei wird das Projekt zwischen den Ansprüchen an Forschung und Unterrichtsgeschehen verortet und identifiziert Handlungsmöglichkeiten und Gelingensbedingungen der Dualen Promotion

    Von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) zu „mehrsprachigkeits- und registersensiblem Sprachausbau im Fachunterricht“: Bilanz aus drei empirischen Forschungsprojekten zur Professionalisierung von Lehramtsstudierenden aller Fächer

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    Der Beitrag gibt einen Überblick über den Entstehungshintergrund der drei aufeinanderfolgenden interdisziplinären und BMBF-geförderten Forschungsprojekte mit dem Akronym DaZKom. Diese an der Universität Bielefeld entstandenen fachdidaktischen Projekte reagierten auf Mängel in Bezug auf erfolgreiche Sprachförderung an deutschen Schulen, die in einer Reihe von empirischen Studien festgestellt worden waren. Die nicht ausreichenden professionellen Kompetenzen von Lehrkräften alarmierten Bildungsadministrationen, die für Lehramtsstudierende das Absolvieren obligatorischer Module im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) anordneten. In Bezug auf die notwendigen Kompetenzen von Lehrkräften im Fach DaZ bestand jedoch eine Forschungslücke. Im Beitrag wird die empirisch untermauerte, theoretisch fundierte und fachdidaktisch bedeutsame Entwicklung eines Modells für die Messung profes­sioneller Kompetenzen von Lehramtsstudierenden aller Fächer im Bereich DaZ dargestellt. Auch wird über die Überprüfung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Modells berichtet, das die professionellen Kompetenzen dieser angehenden Pädagog*innen im Hinblick auf die Fähigkeit zu mehrsprachigkeits- und registersensiblem Unterrichten erfasst. Das theoretische Modell umfasst die Dimensionen Fachregister, Mehrsprachigkeit und Didaktik sowie weitere Subdimensionen und Facetten. In der interdisziplinären Kooperation zwischen Erziehungswissenschaft, dem Fach Deutsch als Zweitsprache und der empirischen Bildungsforschung wurden neben dem Kompetenzmodell mehrere Instrumente zur empirischen Erfassung der Kompetenzen der Studierenden in Bezug auf sprachsensibles Unterrichten entwickelt: ein DaZKom-Paper-Pencil-Test, ein DaZKom-Video-Test mit Unterrichtsvignetten, ein DaZKom-Lerngelegenheiten-Fragebogen, ein DaZKom-Belief-Test. Die Ergebnisse zeigen, wie viele Lehramtsstudierenden das jeweilige Kompetenzniveau erreichen (Unter-Mindeststandard, Mindeststandard und Regelstandard) und welcher Zusammenhang zu Lerngelegenheiten besteht. Insgesamt wird deutlich, dass die Kompetenzen der Lehramts­studierenden steigerungsfähig sind. Die Instrumente, die sich zur Evaluation von Lehrveranstaltungen eignen, wurden in einem Transfer-Projekt bundesweit gestreut und können beim Projektteam angefordert werden

    Entwicklung mathematischer Grundvorstellungen als gemeinsames Forschungsfeld für Schule und Hochschule

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    Die Anforderungen und Herausforderungen an den Mathematikunterricht und die Lehrkräfte sind vielfältig. Dabei bedarf es in der kommenden Dekade sicherlich des Anknüpfens an einem verstärkten Theorie-Praxis-Transfer zwischen Schulen und Hochschulen. Ausgehend von Anforderungen an den Mathematikunterricht und von den damit verbundenen Herausforderungen für Lehrkräfte soll anhand des Konzepts mathematischer Grundvorstellungen in diesem Beitrag aufgezeigt werden, wie ein solches Zusammenwirken von Theorie und Praxis geschehen kann. Mathematische Grundvorstellungen bieten dabei insbesondere mit ihrer normativen und deskriptiven Sichtweise einen fachlichen Rahmen, der sowohl für Lehrer*innen in der Praxis als auch für Wissenschaftler*innen an den Hochschulen von Bedeutung für ihr jeweiliges Tätigkeitsfeld ist

    Vertrauen und Verantwortung in der Führung von Bildungseinrichtungen: Dimensionen kooperativer Führung

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    In der Führung von Bildungseinrichtungen stehen Führungspersonen vor einer Vielzahl anspruchsvoller Aufgaben und Entscheidungen, die sowohl Vertrauen als auch Verantwortung einschließen. Bezugnehmend darauf untersucht der Beitrag, wie sich Vertrauen und Verantwortung aus der Perspektive von Führungspersonen zeigen. Basierend auf Gruppendiskussionen (N = 17) mit Führungspersonen aus dem Bildungsbereich, die über den Zugang der Grounded Theory ausgewertet wurden, zeigen die Ergebnisse, dass Vertrauen u.a. über Zutrauen, eine positive Fehlerkultur und eine Kommunikation auf Augenhöhe zum Ausdruck gebracht wird. In der Verantwortung sehen sich Führungspersonen in vielerlei Hinsicht, insbesondere im administrativen Bereich, aber auch in der Weiterentwicklung der Bildungseinrichtung. Am Ende konzeptualisiert der Beitrag Dimensionen kooperativer Führung im Zusammenhang mit Vertrauen und Verantwortung

    Medienkompetenzen im Biologieunterricht: Ein Seminarkonzept zur Stärkung der Medienkompetenzen

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    Die Digitalisierung spielt eine wichtige Rolle im Alltag, wodurch sich auch zunehmend die Bildungsprozesse verändern. Jedoch zeigt sich im Vergleich zu anderen Studiengängen im Lehramtsstudium eine geringe Nutzung von digitalen Lernmedien. Lehramtsstudierende werden durch diese nur wenig motiviert, und bei Lehramtsstudierende mit mindestens einem naturwissenschaftlichen Fach zeigte sich, dass diese nur über geringe Vorerfahrungen mit digitalen Tools verfügen. Um diesem entgegenzuwirken, wurde das Seminar „Medienkompetenzen im Biologieunterricht“ entwickelt. Ziel des Seminars ist es, die Medienkompetenzen der angehenden Lehrkräfte zu erweitern, damit diese sie an ihre Schüler*innen vermitteln können. Zusätzlich sollen sie im sachgerechten, angemessenen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien und Tools geschult werden. Das Seminar orientiert sich dabei hauptsächlich am Medienkompetenzrahmen NRW sowie an den Digitalen Kompetenzen für das Lehramt in den Naturwissenschaften (DiKoLAN). Die Seminaridee, die Themen und die Umsetzung stoßen auf viel positive Resonanz

    Leistungszuschreibungen von Lehramtsstudierenden und Lehrkräften im Vorbereitungsdienst im Vergleich

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    Im Zuge der Etablierung eines inklusiven Schulsystems ist es Aufgabe der Lehrkräftebildung, Lehramtsstudierende und Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst auf die Anforderungen des Unterrichtens einer heterogenen Schüler*innenschaft vorzubereiten und bei der Realisierung schulischer Inklusion zu begleiten. Anforderungen an schulische Akteur*innen im Kontext inklusiven Unterrichts können mitunter sehr komplex sein und gehen zumeist mit gesellschaftlichen sowie organisationsinternen normativen Erwartungen an das Lehrkräftehandeln einher. Wesentlich für die Umsetzung von Inklusion im Unterricht ist beispielsweise ein reflektierter und diversitätsbewusster Umgang mit Differenz, da Lehrkräfte durch ihr eigenes Handeln in Schule und Unterricht soziale Differenzzuschreibungen (re-)produzieren, die auch in außerschulische Handlungsfelder weitergetragen werden. Differenz wird dabei oftmals als stabiles, personenbezogenes Merkmal der Schüler*innen konstruiert und ist eng verbunden mit einer Diskriminierung der Betroffenen. Darauf reagierend sollte die inklusionsorientierte Lehrkräftebildung bestehende Ausbildungsstrukturen und -inhalte entsprechend reflektieren und adaptieren. Der vorliegende Beitrag setzt hier an und zeigt am Beispiel von Leistungszuschreibungen unter Rückgriff auf zwei Studien der inklusionsorientierten Lehrkräftebildung auf, über welches konjunktive Erfahrungswissen Lehramtsstudierende (Viermann, 2022) und Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (Henkel, 2023) hinsichtlich schulischer Inklusion verfügen. Dazu werden insbesondere Leistungszuschreibungen sowie damit verbundene Differenzpraktiken der benannten Akteur*innengruppen unter Anwendung der Dokumentarischen Methode rekonstruiert. Die beiden vorgestellten Forschungsprojekte nehmen jeweils das Lehramt an Gymnasien und das Lehramt für Sonderpädagogik in den Blick. Abschließend werden auf den gewonnenen Erkenntnissen aufbauend Schlussfolgerungen für die Gestaltung der inklusionsorientierten Lehrkräftebildung abgeleitet

    “I could say it’s not in the curriculum, which is really true”: Investigating ELT Teachers’ Perspectives on Teaching Gender in Germany

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    Within the context of schooling as a central institution of gender socialization, the English language classroom presents a critical opportunity for addressing and challenging narrow conceptions of gender. While curricular updates in North Rhine-Westphalia (NRW), Germany, have codified gender as a topic within the core curricula for English, teachers, as the central actors in the implementation of teaching practice, and their perspectives on gender teaching remain underexplored. This study therefore investigates ELT teachers’ perspectives on gender teaching. Using a qualitative ethnographic approach, the study comprises semi-structured interviews with three ELT teachers at a secondary school in North-Rhine Westphalia that were analyzed using qualitative content analysis. All participants stressed the importance of gender teaching in ELT, yet showed varying perspectives on gender and their role in teaching gender. The participants also showed different levels of critical reflection of teaching materials, ranging from the supplementation of one-sided gender representations to the uncritical use of textbooks. The participants all acknowledged the importance of gender teaching in the English language classroom but showed varying perspectives on their own role within gender teaching. The findings of the study point to a need for increased attention to in-service teacher support and the need for fostering a critical consciousness regarding the use of teaching materials

    Racial Criticism as Part of Language Teacher Identity? Pre-Service ELT Teachers’ Positionings towards Problematic Teaching Material

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    The fact that teachers as disseminators of (racist relevant) knowledge (Scharatow, 2011, p. 19) not only could but, in fact, should make an important contribution to discerning, addressing, problematising, and ultimately deconstructing and reducing racism is shown by various promising approaches to racial critical work at schools and in the classroom. But do teachers feel ready to act racial critically? It is precisely this question that this article pursues by exploring the evaluative and epistemic positioning practices of pre-service English Language Teaching (ELT) teachers in relation to stereotypical teaching materials and racial criticism. On the supposition that critical perspectives on racism are closely connected to individual identitarian convictions, these positioning practices are used to shed light on the pre-service teachers’ Language Teacher Identity (LTI), which is an important concept in determining the relevance of study contents to pre-service teachers. The overall framework of the analysis is inspired by Weiser-Zurmühlen’s Positioning Analysis model (2021, 2022). Within this framework, Qualitative Content Analysis (QCA) is used to analyse these positionings on a content-level. Key results include that the participants position themselves as harsh critics of problematic teaching materials and proponents of implementing racial critical teaching approaches into their (future) classrooms. Additionally, selected case-analyses are conducted to explain how these positionings are occupied, shedding light upon questions of social desirability and entitlement to take positionings. This article concludes by pointing out what the first phase of teacher education can do to include study contents that are likely to influence pre-service teachers’ teaching approaches sustainably

    Demokratische Subjektbildung in kontingenten gesellschaftlichen Ordnungen

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    Der Beitrag untersucht die Bedingungen, Perspektiven und Herausforderungen demokratischer Subjektbildung. Dabei werden Überlegungen zu einer Theorie radikaler Demokratie herangezogen, die unsere Gegenwartsgesellschaften als kontingente, demnach historisch gewordene und wandelbare Entitäten verstehen. Diese können einerseits demokratischen Praktiken Raum bieten, sind aber andererseits auch mit essentialistischen und autoritären Versuchen der Kontingenzabwehr konfrontiert. Subjekte werden nicht als gegebene Größen vorausgesetzt, sondern es wird untersucht, wie diese durch Subjektivationsprozesse konstituiert werden. Politische Subjektbildung im weiteren und demokratische Subjektbildung im engeren Sinne bewegen sich in dem damit umrissenen Spannungsfeld. Ein besonderer Akzent liegt dabei auf der Frage, ob und, wenn ja, wie Subjekte, die in diskursiven Ordnungen subjektiviert werden, politische Handlungsfähigkeit erlangen können

    Demokratie lernen und machen – kommunal, universitär, radikal: Impulse für eine demokratiepädagogische Strategie aus der Stadt Moers und aus einem Seminar-Projekt der Universität Bielefeld

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    Die Krisen der Demokratie sind aktuell zahlreich, u.a. weil die Feinde der Demokratie sich ihrer ermächtigen, aber auch weil sich ein libertäres Verständnis von Politik durchgesetzt hat. Demokratische Institutionen und demokratische Beziehungen verlieren immer mehr an Vertrauen. Dass Menschen also zunehmend skeptischer gegenüber der Demokratie werden, zu Verschwörungserzählungen neigen und extremistische Bewegungen Zulauf bekommen, hat gesamtgesellschaftliche Ursachen, bundespolitische Auswirkungen und immer eine Durchschlagskraft auf Nahbereiche – u.a. die kommunale Ebene und den universitären Kontext. Krisen der Demokratie können Chancen zur Demokratisierung sein. Im vorliegenden Aufsatz wird vorgeschlagen, Kommunen und Universitäten in Bezug auf ihre Potenziale für eine demokratiepädagogische Strategie zu betrachten. Anknüpfend an Verständnisse radikaler Demokratie und radikaler Vielfalt als konzeptionellen Referenzrahmen werden Grundgedanken einer demokratiepädagogischen Strategie am Beispiel der Stadt Moers und eines Seminar-Projektes der Universität Bielefeld vorgestellt

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