FoRuM Supervision - Zeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision (Universität Bielefeld)
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Supervision als Beitrag zur Gesundheitsförderung der psychischen Gesundheit bei pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen? Eine Perspektive von Trägern
Mit Bourdieus Brille ins Feld der Bildung: Warum verborgene Feldmechanismen und Klassenprivilegien zum Thema in Supervision werden sollten.
Der folgende Artikel greift die zunehmende Popularität rund um Bourdieus Erbe in den Erziehungs- und Bildungswissenschaften auf und sucht die rezipierten, noch gültigen älteren sowie neue Erkenntnisse zum Feld der Bildung für Supervision fruchtbar zu machen. Neben einer Darlegung der Illusionen des Bildungswesens (vgl. Liebau 2006) und aktueller Forschungserkenntnisse zu den entscheidenden Mechanismen, die das Bildungswesen zur Schalt- und Konservierungsstelle sozialer Platzierung machen (vgl. Brehmer & Lange-Vester 2025), stehen eine institutionelle Selbstreflexion und die Entschleierung unreflektierter Handlungspraxis an. Dazu schlagen Rutter, Weitkämper (2025) mit ihrem Aufruf zu einer systematischen Fallarbeit im Anschluss an das Konzept der Habitussensibilität eine Brücke zur Supervision als Setting von Berufsrollenreflexion und Professionsentwicklung
„Der lange Schatten des Patriarchats – Wie geht gerechte Mikropolitik in Organisationen?“: Ein Tagungsbericht zum DGSv und DGGO Fachtag vom 07. Februar in Stuttgart
Verborgene und unbewusste Dynamiken in Organisationen: Systeme psychoanalytisch verstehen in Beratung, Coaching und Supervision.
Gut beraten? Ein kritischer Blick auf die Beratung von Studierenden mit Kind(ern) an der Universität Bielefeld
Der Beitrag bietet die Möglichkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit Beratungsinstitutionen für Studierende mit Kind(ern) und deren Lebenswelt an der Universität Biele- feld. Zunächst werden die verschiedenen Beratungsinstitutionen der Universität vorgestellt. Anschließend folgt die Bezugnahme der erforschten Zielgruppe (Studierende mit Kind(ern)). Hierfür werden pointierte Ergebnisse aus einer Forschungswerkstatt und ei- ner Masterthesis herangezogen (vgl. Jacobs et al. 2021/2022). Grundlage der Masterthesis sind narrative Interviews, welche sowohl auf Basis der Theorie der Prozessstrukturen des Lebenslaufs von Fritz Schütze (vgl. Schütze 1981) und dem Konzept des Habitus nach Pierre Bourdieu (vgl. Bourdieu 1993) analysiert wurden. Anhand der Ergebnisse können Widersprüche in der Beratungspraxis und in den Studienkarrieren bzw. Lebenswelten von Studierenden mit Kind(ern) aufgezeigt werden. Abschließend werden mögliche Konsequenzen für die Beratungspraxis der Universität Bielefeld diskutiert
Work. Transform? Repeat! Zur beratungswissenschaftlichen Relevanz der Zwischentagung des DFG-Schwerpunktprogramms 2267 „Digitalisierung der Arbeitswelten“ vom 11. bis 13. März 2024 in Berlin
Zeitlose Verbindungen: Alters- und Generationsdynamiken in Supervision und Beratung
Warum hat bisher kein Austausch über Alter und Generationenbeziehungen Eingang in den Hauptstrom des supervisorischen Diskurses gefunden? Dieser Fragestellung geht der Autor in seinem Masterprojekt nach, indem er den in der Supervision geführten Diskurs zu Alter, Generation und Generativität analysiert. Im Rahmen einer Systematik sollen Anhaltspunkte für eine erweiterte Konzeption des Beziehungsraumes in der Supervision detektiert werden, wobei das Thema vorwiegend aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive für das professionelle Arbeitsbündnis untersucht wird. Grundlage der Systematik bildet Karl Mannheims bahnbrechendes Werk „Das Problem der Generationen“ von 1928, da es die Bedeutung gemeinsamer historischer Erfahrungen für ein umfassenderes Verständnis von Alter und Generationenbeziehungen betont. Anhand einzelner Beispiele wird dabei versucht, die Bedeutung der gewonnenen Erkenntnisse für die supervisorische Praxis darzustellen
„Erholungskompetenz“ – auf dem Weg zu einer natürlichen Balance zwischen Aktivierung und Entspannung: Konzeptionelle Impulse für die Supervision
Sich von belastenden (Arbeits-)Erfahrungen erholen zu können, erscheint als eine zentrale Kompetenz, um den heutigen Anforderungen der Arbeitswelt standhalten zu können. Supervision kann diese Kompetenz fördern, sollte jedoch als arbeitsweltbezogene Beratung eine ethisch fundierte Haltung vertreten, um sich in folgendem Dilemma zu positionieren: Inwieweit fördere ich als Supervisor*in die Selbstoptimierung von Supervisand*innen zur Steigerung der individuellen Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt, um „fit für’s Hamsterrad“ (Keupp 2013: 1723) zu bleiben? Wo besteht die Grenze zur Selbstausbeutung, z.B. durch den (Selbst-)Zwang, die Erholungsfähigkeit effektiver zu gestalten, um sich selbst, dadurch zum Objekt gemacht, in der beruflichen Arbeit besser verwerten zu können? Inwieweit trage ich als Supervisor*in dazu bei, dass durch die Förderung der individuellen Erholungskompetenz krankmachende Organisationsstrukturen länger erhalten bleiben? Wie unterstütze ich durch Supervision die Selbstfürsorge der Supervisand*innen im Sinne eines emanzipatorischen Empowerments einschließlich eines kritischen Potenzials gegenüber bestehenden Strukturen? Mit diesem Aufsatz, der auf der Grundlage meiner Masterthesis zum Thema entstanden ist, möchte ich einen breiteren Diskurs anstoßen. Es ist unbestritten, dass sich die Arbeits- und Freizeitbedingungen im Zuge des Übergangs von der Industrie- zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft stark verändert haben. Diese Veränderungen umfassen eine zunehmende Bedeutung von kognitiven, emotionalen und sozialen Anforderungen in der Arbeitswelt sowie eine Entgrenzung von Arbeit und Freizeit, was zu Stress und psychischen Belastungen führt. Von diesen spezifischen Belastungen und Beanspruchungen gilt es, sich zu erholen, da es ansonsten zu negativen Folgen insbesondere für die Gesundheit kommen kann (1). Die dafür notwendige „Erholungskompetenz“ wurde im Bereich des Hochleistungssportes von Henning Allmer (1996) konzeptualisiert. Wie Erholungskompetenz heute verstanden werden kann, erläutere ich unter (2). Danach stelle ich eine ethisch fundierte Position der Supervision bezogen auf Erholungskompetenz zur Diskussion (3). Weitere konzeptionelle Impulse, auch zu methodischen Fragen, lassen sich in meiner Masterthesis (2023) finden
Generalverdacht und unberechtigter Tätervorwurf im Kontext von (Früh-)Pädagogik und Sozialer Arbeit – eine thematische Lücke im supervisorischen Diskurs?
In ihrem Beitrag greift die Autorin einen Diskurs auf, der bislang kaum wahrnehmbar in der Supervision geführt wurde: den des Generalverdachtes und unberechtigten Tätervorwurfs im Kontext von (früh-)pädagogischen und sozialarbeiterischen Hilfen. Nach einem kurzen Überblick über den Forschungsstand zeigt sie anhand eines Fallbeispiels aus der supervisorischen Praxis auf, warum und inwiefern Supervision einen Beitrag in diesem Spannungsfeld leisten kann – dies sowohl auf der Ebene der Mitarbeitenden als auch auf Ebene der Organisation, was wiederum den unterstützten Klientelen zugutekommen kann