FoRuM Supervision - Zeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision (Universität Bielefeld)
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Das Unbehagen an der Organisation und der Freiraum Supervision. Eine anerkennungstheoretische Reflexion
Der Aufsatz problematisiert zunächst die Entwicklung von Organisations- und Arbeitskulturen mit einer zunehmend malignen Perspektive und die Position des Supervisors/der Supervisorin in Supervisionsprozessen unter diesen Bedingungen. Es fo lgt eine ausführliche Rezeption der Anerkennungsethik von Axel Honneth und Reflexionen über die Bedeutung dieser Ethik für diagnostische, ethische und Positions- bzw. Rollenprobleme in der Supervision. Dabei wird der Verknüpfung von anerkennungstheoretischen mit organisationssoziologischen Fragestellungen besondere Aufmerksamkeit geschenkt
Supervision zwischen traditionellen Institutionen und modernen Zeiten
Der Beitrag würdigt das Lebenswerk von Gerhard Leuschner und Gerhard Wittenberger, indem das praxeologische Supervisionskonzept der beiden Gründer von Forum Supervision anhand einiger zentraler Begriffe wie Mündigkeit, Gruppe, Verstehen rekonstruiert wird
Kämpfe um Anerkennung: Konflikte in der stationären Altenhilfe jenseits organisatorischer Logiken
Der Anteil an Migrantinnen am Personal von stationären Altenpflegeeinrichtungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Mit dieser Vielfalt an Herkunft, Qualifikation und Pflegeverständnissen sind gleichzeitig interkulturelle Konflikte verbunden, die im stark strukturierten Pflegealltag eher verdeckt bleiben. Die Autorin stellt zwei entsprechende Fallbeispiele aus ihrer supervisorischen Praxis vor und entwickelt an ihnen konflikttheoretische, kulturtheoretische und sozialtheoretische Überlegungen. Der Artikel weist damit auf wichtige Herausforderungen hin, denen sich Supervisorinnen heute im multikulturellen Arbeitszusammenhang der stationären Altenhilfe stellen müssen
Witz und Humor in der Supervision
In der vorliegenden Arbeit werden Witz, Humor, Komisches, so wie es im beruflichen Alltag und Supervisionsprozessen auftaucht, beschrieben und im Hinblick auf die Tätigkeit des Einzelnen, der Gruppe oder der Institution untersucht. Freuds Buch "Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten" wird dabei als theoretischer Hintergrund aufgefasst
Neue Bücher
Oliver König und Kar! Schattenhojer: Einführung in die Gruppendynamik. Heidelberg (Carl-Auer-Systeme Verlag) 2. Auflage 2007.Waltraud Kirschke: Erdbeeren vor dem Fenster. Assoziative Karten führen zu Kreativität und Kommunikation, Kirchzarten (Moritz Egetmeyer-OH Verlag) 2006.Renate Schwarz: Supervision in der Pflege. Leitfaden für Pflegemanager und -praktiker, Bem (Verlag Hans Huber) 2007
Der Lügenköder. Anmerkungen zur narzisstischen Rivalität in Politik und Profession
Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Dilemma in der Behandlung (oder auch Beratung, Supervision, Coaching) bei narzisstischen Störungen - angeregt durch die aktuelle Debatte um die Begnadigung der RAPTerroristen
Leiten auf der mittleren Ebene in den aktuellen Veränderungsprozessen und was unterstützende und begleitende Prozesse und Personen dabei leisten können
Ausgehend von den Erfahrungen mit Leitung auf der mittleren Ebene in der Evangelischen Kirche von Westfalen in den aktuellen Veränderungsprozessen macht der Beitrag darauf aufmerksam, dass Leiten in der Kirche eine spezifische Ausprägung erfährt. Dies gilt auch für die den Veränderungsprozess unterstützenden und begleitenden Prozesse und Personen: Berater und Coaches, die in diesen Zusammenhängen tätig werden, sollten über die Organisation Evangelische Kirche Bescheid wissen, ihre eigene Stellung zur Macht geklärt haben und das christliche Menschenbild im Blick behalten
Nachlese
Bezugnahme zur Replik von Frau Katharina Gröning zum Artikel von RenateSchwarz in Heft 29, März 200