FoRuM Supervision - Zeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision (Universität Bielefeld)
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BRÜCKEN ZUM MARKT - „Wenn man in der Wirtschaft arbeitet, muss man sich Fragen stellen lassen“
Ein Gespräch mit Hansjörg Becke
Emanzipatorische Praxis - Psychoanalyse - Supervision
In der Supervisorenausbildung hat der Versuch, Supervision mit Emanzipation in Verbindung zu bringen, einen breiten Raum eingenommen. Gleichwohl habe ich diesen Versuch in der veröffentlichten Meinung nicht ausgearbeitet gefunden. War er eine Verbalinjurie ohne konzeptionelle Konsequenz? Auf der Suche nach einer Grundlage habe ich in der psychoanalytischen Literatur gefunden, dass dort die Praxis der Psychoanalytiker als eine emanzipatorische beschrieben wird. Hintergrund dieses Selbstverständnisses stellte Habermas\u27 Arbeit von 1968 (Habermas 1968, S. 279f.) dar. Auch amerikanische Autoren haben die analytische Praxis unter diesem Aspekt beschrieben (Abramson 1984 und Wolfenstein 1990). Da der Begriff der "Emanzipation" häufig verwendet wird, ohne zu klären, was damit zusammenhängt, will ich sowohl die nach meinem Verständnis allgemeinen Charakteristika emanzipatorischer Praxis verdeutlichen als auch beschreiben, in welcher Weise sie für die Supervisorische Praxis gültig sind
Neue Bücher
Jörg Wiesse und Peter Joraschky (Hg.): ldentitäten im Verlauf des Lebens, Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 2007.Gertrud Siller: Professionalisierung durch Supervision. Perspektiven im Wandlungsprozess sozialer Organisationen, Wiesbaden (VS-Verlag) 2008
Supervision und Biografie im Kontext psycho-sozialer Traumatisierungsprozesse. Erfahrungen aus Guatemala
Supervision in einem Kontext psychosozialer Traumatisierungsprozesse, wie er sich in Guatemala darstellt, hat mit spezifischen Schwierigkeiten zu ringen: Was in der westlichen Modeme tendenziell als problematische Situation erscheint, ist in vielen Ländern des Südens, auch in Guatemala, eher die Norm: Vermischungen von Biografie und professioneller Funktion, bzw. Rolle sind in dem hier präsentierten Fallbeispiel sowohl vom Arbeitgeber wie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwünscht. Dies aber führt zu Burnout, zu Konflikten, zu Arbeitsunzufriedenheit, zu Frustration und auch zu hoher Fluktuation. Supervision hat deshalb vorrangig die Aufgabe, eine Entmischung herbeizuführen, was jedoch nur dann gelingen kann, wenn eine Identifikation mit generalisierten Zielen der Arbeit nicht nur auf der symbolischen, sondern auch auf der manifesten Ebene denkbar ist
Von sich selbst erzählen und miteinander sprechen als Spiegel und Promotor lebensgeschichtlicher Strukturen - ein strukturanalytischer Forschungszugang und seine möglichen Implikationen für Supervisionspraxis und Supervisionsfortbildung
Der erste Teil des vorliegenden Beitrags ist dem Verhältnis von Erzählen, Interagieren und biografischer Struktur gewidmet und gibt einen Einblick in die Forschung der Autorin in diesem Bereich auf der Grundlage von struktural-rekonstruktiven Analysen. Im zweiten Teil tritt die Autorin für eine stärkere Verzahnung solcher Forschungsansätze mit der Supervisorischen Praxis ein und zeigt den möglichen Nutzen anhand von eigenen Erfahrungen auf
Einführung von SAP-HR - Vernetzung mit Verstrickungspotenzial?
Der folgende Artikel basiert auf realen Erfahrungen aus einer Vielzahl von Projekten der Projektkultur GmbH. Immer ging es um die Einführung oder Anpassung von Systemen des großen Software-Anbieters SAP im Bereich Human Resources. Zum Schutz unserer Kunden und unserer Mitarbeiter erzählen wir Ihnen eine ausgedachte Geschichte. Sie fasst einige unserer Erfahrungen zusammen und hätte genau so passieren können
BRÜCKEN ZUM MARKT: Gesellschaftlicher Wandel - welche Auswirkungen ergeben sich für die Supervision? Von Supervisor Innen beobachtete Veränderungstendenzen in der Supervision
Ausgehend von den aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen werden Auswirkungen auf die Supervision empirisch untersucht. Dazu wurde im Frühjahr 2007 im Rahmen einer Kolloquiumsarbeit beim fis1 eine schriftliche Befragung von zertifizierten Supervisorinnen durchgeführt. Der Fragebogen enthielt neben statistischen Nachfragen zu Geschlecht, Dauer der Supervisionstätigkeit, Ausbildungshintergrund und den Arbeitsfeldern mehrere offene Fragen nach beobachteten Veränderungen bezogen auf die Supervisionsanliegen, die Nachfrage nach den unterschiedlichen Supervisionssettings, Vorstellungen der Supervisanden bzgl. Sitzungs- und Prozessdauer, die Honorarverhandlungen, die Reflexionsfähigkeit und -bereitschaft der Supervisanden und die Frage nach den größten Herausforderungen unserer Zeit für Supervisoren. Die Ergebnisse werden im folgenden Beitrag zusammengefasst