FoRuM Supervision - Zeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision (Universität Bielefeld)
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Streiflichter - (Gegenwarts-) Zustände in der Psychiatrie
Der folgende Artikel zeichnet die Geschichte der Psychiatrie in Deutschland seit der Psychiatrie-Enquete in ihren konzeptionellen, institutionellen und ökonomischen Dimensionen nach. Er beschreibt die damit verbundenen Veränderungsanforderungen an die Organisationen und an die in ihnen tätigen Mitarbeitenden, schwerpunktmäßig bezogen auf den Bereich der stationären psychiatrischen Versorgung. Der Autor zeigt abschließend Perspektiven auf, wie der Konflikt zwischen gestiegenen Qualitätsanforderungen einerseits und Qualität verhinderndem Aufwand zum Qualitätsnachweis andererseits eine Wendung zu wirklich besseren Versorgungs- und Arbeitsbedingungen für die Klientel bzw. das Personal nehmen kann
Supervision ,in der illegalen Sucht\u27 - Arbeit in der Sphäre von Autonomie und Abhängigkeit, Leben und Sterben
Der Beitrag umreißt die Entwicklung der professionellen Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen seit Beginn der 80er Jahre, hier bezogen auf den Konsum illegaler SuchtmitteL Er beschreibt stark fokussiert die dem Arbeitsfeld innewohnende Dynamik von Angst, Hoffnung und Enttäuschung, geprägt vom Wunsch nach Sicherheit, Struktur und der gleichzeitigen Tendenz, selbige zu unterlaufen: die Dynamik, wie sie auf Seiten der Abhängigen zu beobachten ist und wie sie ihre Abbildung in den (Überlebens-) Strategien der Mitarbeitenden findet. Der Autor benennt im Folgenden als hauptberuflicher Leiter einer Adaptionseinrichtung aus der Kundenperspektive, was er für Supervidierende und für Supervision in Bezug auf sein Arbeitsfeld als wesentlich erachtet
Neue Bücher
Doris Doblhofer, Zita Küng: Gender Mainstreaming. Gleichstellungsmanagement als Erfolgsfaktor - das Praxisbuch, Heidelberg 2008 (Springer Medizin Verlag)Ferdinand Buer/Christoph Schmidt-Lellek: Life-Coaching. Über Sinn, Glück und Verantwortung in der Arbeit, Göttingen (Vandenhoek & Ruprecht) 2008Eckard König!Gerda Volmer: Handbuch systemische Organisationsberatung. Weinheim/Basei (Beltz Verlag) 200
Supervision - Macht - und öffentliches Vertrauen (2)
Im ersten Teil, den wir im vorhergehenden Heft 33 abgedruckt haben, ging es um den Versuch, Bedingungen für offenes Denken im Supervisionsdiskurszu beschreiben. Im hier vorliegenden zweiten Teil beschäftigt sich der Autor kritisch mit den gegenwärtigen Veränderungen in der Arbeitswelt und versucht eine Position zu beziehen, die zwar nicht fremd, aber radikal erscheinen wird. Angeregt wurde der Autor durch einen Diskussionsbeitrag von Frau Prof. Rothe auf der Tagung von FoRuM Supervision im März 2008, in dem sie forderte, Supervision müsse radikal sein, damit den Supervisanden die Chance gegeben wird, ihre Position im Arbeitsprozess zu finden
Supervision - Macht - und öffentliches Vertrauen - Teil 1
Im ersten Teil wird versucht, die Bedingungen für offenes Denken im Supervisionsdiskurs zu beschreiben. Um den Eindruck zu vermeiden, dass es dabei lediglich um Willkür des Denkens ginge, wird die Argumentation bis in den Bereich der Ethik getrieben. Im zweiten Teil, der im nächsten Heft abgedruckt sein wird, liegt der Schwerpunkt auf der kritischen Beschäftigung mit den gegenwärtigen Veränderungen in der Arbeitswelt und dem Versuch, eine Position zu beziehen, die zwar nicht fremd, aber radikal erscheinen wird. Angeregt wurden diese Ausführungen durch einen Diskussionsbeitrag von Frau Prof. Rothe auf der Tagung von FoRuM Supervision im März 2008, in dem sie forderte, Supervision müsse radikal sein, damit den Supervisanden die Chance gegeben wird, ihre Position im Arbeitsprozess zu finden
Gewalt gegen alte Menschen
Der vorliegende Artikel systematisiert und diskutiert Entwicklungslinien, Forschungsergebnisse und Forschungsfragen des Problems der Gewalt gegen pflegebedürftige Ältere Menschen. Es werden sowohl vorliegende empirische Ergebnisse wie auch Theorien vorgestellt. Anliegen ist vor allem, für Berater/innen und Supervisoren/innen das diagnostische Bewusstsein zu schärfen
Alexander Thomas (Hg.) ; Psychologie des interkulturellen Dialogs. Göttingen (Verlag Vanderhoeck & Ruprecht) 2008
Buchrezensio
Menschen machen Medien - Leben und Arbeiten in den Medien - 10 Thesen
Der folgende Artikel gibt Leserinnen und Lesern einen Einblick in ein für die Supervisionsszene recht unvertrautes Feld: In das der Medien. Die beiden Autoren entschlüsseln das breite Spektrum, das sich hinter diesem Begriff verbirgt, zeigen auf, welchem Wandel es unterliegt und welche Probleme sich daraus ergeben, auch an Beispielen. Sie praktizieren Beratung - ein weiterer Markt öffnet sich
Zeitantagonismus in der Altenhilfe und die Bedeutung der Supervision
Unter Zuhilfenahme der Zeittheorie von Hartmut Rosa werden vor allem Beschleunigungen im Gesundheitswesen bzw. der Altenhilfe diskutiert. Darüber wird ein Verslehenszugang zum Stresserleben der Beschäftigten in der Altenhilfe ermöglicht, der nicht an der Person, an den frühen Konditionierungen oder Konflikten von Helfern oder an den Problemen des Habitus ansetzt. Rosas Theorie der Beschleunigung greift die Diskussionen aus der Perspektive der Entwicklung der Organisationen auf. Neben Theorien des Habitus und der Abwehr stellen Probleme der Beschleunigung wichtige Ergänzungen für die Supervisorische Diagnose dar