FoRuM Supervision - Zeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision (Universität Bielefeld)
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Riskante Freiheiten. Supervision und Beratung in der Finanzdienstleistung
Der vorliegende Artikel ist eine vorsichtige Annäherung an das Innenleben von Banken, in denen Diskretion ein hohes Gut ist. Die Auswirkungen der Bankenkrise und die nachfolgenden Veränderungsprozesse in den Unternehmen auf die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden skizziert. Arbeitsstrukturen und Orientierung gebende Rollensysteme verändern sich und verlieren ihre angstbindenden Qualitäten. Gleichzeitig wird von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unternehmerisches Denken und Handeln erwartet, die darauf mit größeren Anstrengungen reagieren, mehr und mehr arbeiten, das Maß verlieren und sich dabei häufig verausgaben. In diesem Spannungsfeld kann Supervision und Beratung für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein wertvoller Raum sein, der Entschleunigung, Reflexion und manchmal auch Ermutigung für neue eigene Wege eröffnet
Ist Supervisor/in ein Beruf? - Antwort auf Gerd Leuschner
Lieber Gerd,da wir uns nun schon seit mehr als 30 Jahren kennen und ich Supervision auch von dir gelernt habe (Lehrsupervision und lange Jahre Balintgruppe), spreche ich dich mit meiner Antwort auf deinen Artikel im letzten , Forum Supervision\u27 (Heft 34, Oktober 2009) persönlich an. Meine Antwort ist öffentlich, weil ich dir aus meiner Sicht als frühere Vorsitzende der DGSv und auf dem Hintergrund von 24 Jahren Selbstständigkeit als Supervisorirr widersprechen möchte und diese Auseinandersetzung für die Profession ebenso wie du wichtig finde
Einige Anmerkungen zu geläufigen Begriffen in der Supervision
Beim Zuhören von Gerhard Leuschners Vo rtrag "Ist Supervisor ein Beruf?" und der folgenden Debatte wurde dem Autor bewusst, wie Begriffe benutzt werden, ohne dass deren assoziatives Feld klar ist. Anhand der Worte "Mehrperspektivität", "Verhandeln" und "Kompromiss" soll der Hintergrund von Begriffen diskutiert werden, die in der Supervision täglich benutzt werden
Empirische Impulse zur Bedeutung sozialer Beschleunigung für die Praxis der Supervision
Der Aspekt, auf den ich mich im Rahmen des Themas "Beschleunigung" konzentriert habe, beleuchtet ein empirisches Mosaiksteinehen im Kontext sozialer Beschleunigung. Es geht um konkrete subjektive Beschreibungen beschleunigter Wandlungsprozesse in einer großen Organisation des Sozialwesens. Ich beziehe Ergebnisse aus einer eigenen empirischen Studie in konzentrierter Form auf die folgenden Fragen: Wie erfahren und bewältigen Führungskräfte in ihrer Organisation beschleunigte Veränderungen ihrer Praxisformen? Und wie nutzen sie Supervision dazu
Das Krankenhaus im Beschleunigungsprozess
Dies ist ein Praxisbericht, der aus langer persönlicher Erfahrung mit Management und Mitarbeitern von verschiedenen Krankenhäusern und Klinikverbünden entstanden ist. Er benennt einige Themen, die aus der Sicht der Autorirr eine neue Qualität von Beratungsbedarf im stationären Bereich erzeugt haben. Grund ist der Beschleunigungsprozess, der längst auch die Kliniken ergriffen hat. Strukturen verändern sich immer schneller, deren psychosoziale Folgen bleiben häufig unbearbeitet
Karlheinz A. Geißler: Lob der Pause: Warum unproduktive Zeiten ein Gewinn sind. Müchen (Oecom Verlag) 2010
Buchrezensio
"Wenn das Leben sich dem Ende zuneigt" - Supervision mit Ehrenamtlerlnnen in der ambulanten Hospizarbeit
Zeit bekommt in unserer Gesellschaft zunehmend einen neuen Wert. Viele Menschen spüren, dass mit der Beschleunigung in allen Lebensbereichen kein Zuwachs an Lebensqualität verbunden ist. Gleichzeitig mit diesem Bewusstseinswandel gewinnt die Arbeit der Hospize in unserer älter werdenden Gesellschaft an Bedeutung. Angehörige haben oft nicht mehr die Zeit, Sterbeprozesse von unabsehbarer Länge zu begleiten. Welche Hilfe können ehrenamtliche Hospizmitarbeiterinnen hier anbieten, und wo liegen die (zeitlichen) Grenzen ihrer Rolle? Welche Erfahrungen machen sie in einem Grenzbereich von Leben und Tod, in dem die gewohnten Zeitgrenzen aufgehoben sind, und welche supervisorische Begleitung brauchen sie? Nach 15 Jahren Erfahrung als Supervisorin mit ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterinnen versucht die Autorin, Antworten auf diese Fragen zu finden
Hilfen zur Erziehung: ein Feld in Bewegung
Im Arbeitsfeld der Hilfen zur Erziehung haben sich seit 1990 rasante Entwicklungen vollzogen. Die wesentlichen sollen in den folgenden Punkten entfaltet werden. Zunächst werden die Adressaten, die Jugendämter sowie die Träger der freien Jugendhilfe als unmittelbare Akteure des Feldes in Verbindung mit den wesentlichen rechtlichen Grundlagen beschrieben. Ein knapper Blick auf die statistischen Daten belegt die besondere Rolle der Hilfen zur Erziehung innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe.Nachfolgend werden die fachlichen Entwicklungslinien und ihre kritischen Impulse skizziert: Lebensweltorientierte Jugendhilfe, Individualisierung in der Heimerziehung, Ambulante Hilfen und Flexibilisierung, Sozialraumorientierung, Qualitätsentwicklung im Kontext des Leistungs- und Entgeltrechtes sowie Partizipation und Kinderrechte bilden die Schlagworte der fachlichen Diskussion
Supervision im Zwangskontext? Überlegungen zur systemischen Supervision mit halbfreiwilligen Supervisand(inn)en
Der Autor unternimmt anhand eines konkreten Supervisionsprozesses den Versuch, für die Arbeit mit halbfreiwilligen und zwangsverpflichteten Teilnehmern sinnvolle Handlungsoptionen zu entwickeln. Dazu werden zunächst einige Prämissen des systemischen Vorgehens in ihrer Relevanz für die Supervision skizziert und wichtige Gedanken zur Arbeit mit Zwangskontexten im Rahmen von systemischer Beratung und Therapie diskutiert
Professionelles Handeln in Auseinandersetzung mit neuen Herausforderungen - welche Rolle spielt dabei Supervision?
Welche Rolle spielt Supervision bei der Bewältigung neuer Herausforderungen von Fach- und Führungskräften in Non-Profit-Organisationen? Das ist die Frage, mit der ich mich in meinem Vortrag auseinandersetze. Ich werde dazu zunächst - in pointierter Form - Ergebnisse aus meiner empinschen Forschungsarbeit vorstellen (vgl. Siller 2008). Im zweiten Teil des Vortrags leite ich daraus fünf Schlussfolgerungen ab, die ich für die Weiterentwicklung supervisorischer Professionalität für wichtig halte