FoRuM Supervision - Zeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision (Universität Bielefeld)
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Die Supervision ehrenamtlich Mitarbeitender in der Telefonseelsorge
Die anspruchsvolle Beratungs- und Seelsorgearbeit in der Telefonseelsorge wird fast ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeitenden geleistet. Diese werden in der Institution durch professionelle Kräfte ausgebildet und in ihrem Dienst supervisorisch begleitet. Die besondere Struktur der Telefonseelsorge - ein bundesweites Netzwerk eigenständiger Dienststellen mit dem Anspruch vergleichbarer Qualität, wenige Hauptamtliche und eine große Gruppe Ehrenamtlicher - und ihre Wirkung auf die Konzeption und die Praxis der Supervision Ehrenamtlicher werden im Folgenden für die Telefonseelsorge Würzburg dargestellt
Supervision in Zeiten der Beschleunigung (4. Bietefelder Fachtagung für Supervisor/innen und Berater/innen)
Supervision in Zeiten sozialer Beschleunigung - ein Tagungsbericht zum vierten 4. Bielefelder Supervisionstag von FoRuM Supervision am 20. März 201
Supervision in der Pflege
Ähnlich wie die Supervision im Kontext von Sozialer Arbeit, hat auch die Supervision in der Pflege, der Altenpflege, der ambulanten Pflege und die Supervision im Krankenhaus Konjunkturen durchlaufen. Ähnlich wie bei der Supervision in der Sozialen Arbeit ist Supervision in der Pflege heute eine Supervision über die Auseinandersetzungen um Arbeitsbedingungen, beruflichen Stress, Ökonomie und Zeit. In allen Bereichen des Sozialen sind die Uhren an die Beschleunigung angepasst worden. Therapie - geht heute vor allem als Kurztherapie, ein Krankenhausaufenthalt nach Fallpauschalen heißt Verkürzung der Liegezeit, Belegungsmanagement und eine durchrationalisierte Aufnahme und Entlassung. Mit dem Pflegeversicherungsgesetz hat die Gesellschaft die Altenhilfe ebenfalls an ihre Uhren angepasst und signifikant beschleunigt
Wie Reisen in ein anderes Land: Supervision im Osten der Republik
Prozesse, nicht nur kurz nach der Wende gestartet, haben bis heute Eigendynantiken besonderer Art, die mit verborgenen Wünschen der Supervisandinnen - unter anderem nach Anerkenntnis der Geschichte und der spezifischen Professionalität -, einhergehen, und die auch einer hohen Sensibilität und Neugier einer (West-)Supervisorin oder eines (West-)Supervisors bedürfen
Höher, schneller, besser, weiter ... Anmerkungen aus der Oberlausitz
Die Autorin berichtet von ihren Erfahrungen als Supervisorin in Ostsachsen und von Gesprächen mit Kolleginnen und Bekannten. Welche Beschleunigungen werden in der sozialen Arbeit sichtbar, wo und wie hat sich das Leben insgesamt beschleunigt und welche sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen spielen hier eine Rolle? Den Abschluss bildet eine gemeinsame Reflektion mit Supervis ionskolleginnen und -kollegen
Online-Supervision und der Trend zu medienvernetzter Beratung
Alltagskommunikation findet - beruflich wie privat - immer häufiger medial vermittelt statt. Die Veränderungen im Kommunikationsverhalten der Menschen haben dabei auch Auswirkungen auf Beratungs- und Supervisionsprozesse, wobei ein Trend zu medienvernetzter Beratung wahrzunehmen ist. In diesem Beitrag werden desweiteren die Erfahrungen aus der Online-Beratung dargestellt und aufgezeigt, dass medial vermittelt selbst emotionale Kommunikation fachlich qualiftzielt möglich ist. Danach findet eine Darstellung konkreter Methoden der Online-Supervision statt. Abschließend werden die aktuellen Herausforderungen bezüglich Datenschutz und Kontraktierung für die Online-Supervision beschrieben und Zukunftsperspektiven benannt
Avanti Simultanti: Vergleichzeitigung als Lebensform
Hilfe, bitte helft mir, ich bin nicht up to date. Ganz sicher, ich hab\u27s selbst überprüft undjeden Tag erleb\u27 ich\u27s neu. Mein Handy kann keine Fotos machen, und ich weiß nicht, wie man eine SMS verschickt. Unser Auto hat kein Multifunktionslenkrad, keinen Internetzugang und auch sonst keinen elektronischen Schnickschnack, mit dem man sich im Stau die Zeit vertreiben kann. Meine Uhr kann keine Mails empfangen, hat keine Temperaturanzeige, weder Kompass noch Pulsmesser. Der Wecker neben meinem Bett wartet immer noch auf eine Wlan-Verbindung, sodass ich allmorgendlich weiterhin nicht über die aktuelle Verkehrslage auf deutschen Autobahnen und über die Kursschwankungen an den Fernost-Börsen informiert bin. Ich weiß, es ist skandalös, dass ich bis heute nicht an jedem Ort und zu jeder Zeit erreichbar bin. Ich gestehe es ungern ein, ich bin sogar so fahrlässig, meine Wohnung ohne Rufumstellung vom Festnetz aufs Mobiltelefon zu verlassen, und meine Nachbarn suche ich immer noch ohne jenes Gerät auf, das man zärtlich das "Navi" nennt. Immer noch hat mich die Werbung nicht überzeugen können, eine jener "Quick and Easy" Haarkuren zu kaufen, die mir den Zeitaufwand für eine Spülung nach dem Haarewaschen erspart; und - was mach ich nur falsch! - der Tele-Pizza-Service vermisst mich immer noch in seiner Kundenkartei, und weil ich keinen elektronischen Rezeptspeicher habe, sondern immer noch Kochbücher vorziehe, quält mich die Frage, ob jetzt vielleicht die Zeit gekommen ist, mir einen Platz im Seniorenstift zu besorgen
Supervision und das Prinzip russische Puppe Matrjoschka
Unter dem steigenden Erfolgsdruck auf die Beratung müssen Beraterinnen ihre Sichtweise auf das Umfeld ihrer Klienten, ihre Problemdiagnose, ihre Beratungskonzepte, ihr Profil und ihr konkretes Vorgehen daraufhin überprüfen, wieweit es aus der Perspektive des Klienten (noch) als hilfreich erlebt wird. Entsprechend der zunehmenden Komplexität von kritischen Situationen des Klienten ist insgesamt ein ganzheitlicher Beratungsansatz von Vorteil, der sich aus Elementen der Individualpsychologie, Fachberatung, Gruppendynamik und Organisationsentwicklung zusammensetzt.Darüber hinaus ist es für Beraterinnen wichtig, ihren eigenen, in ihrer persönlichen Entwicklungsgeschichte angelegten Zugang zu den vom Klienten angefragten Themen zu reflektieren und die daraus sich ergebenden Fokussierungen und Begrenzungen zu reflektieren. Um den Klienten in Form von Hilfe zur Selbsthilfe zu begleiten, wird empfohlen, anstelle radikaler Rollentrennung eine enge Lernpartnerschaft zwischen Berater und Klient einzugehen und gleichzeitig darauf zu achten, sich nicht einseitig ausschließlich für die Interessen der "Gewinner" instrumentalisieren zu lassen