FoRuM Supervision - Zeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision (Universität Bielefeld)
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"Habitusanalyse" - ein Instrument des sozialwissenschaftliehen Verstehens
Im Bereich des methodischen und wissenschaftlichen Verstehens von Einzelfällen werden im Bereich der Supervision und Beratung zunehmend die Arbeiten des französischen Soziologen Piene Bourdieu herangezogen. Mit seinem Konzept des Habitus legte Bourdieu die theoretischen Grundlagen dafür, wie Probleme des Behanens und des sich nicht verändern Könnens neben dem Wiederholungszwang ebenfalls wissenschaftlich zu erklären sind. Gleichzeitig ist der Habitus in der Interaktion mit Ratsuchenden und Supervisanden verhandelbar und ebenfalls aufzuklären. Vor allem im Zusammenhang mit beruflichen Banieren, Integrationsproblemen und Problemen der sozialen Isolation im Team, also Berufsproblemen, die nicht fachlich bedingt sind, haben sich Habitusanalysen als wichtiges Instrument soziologischer Aufklärung in Supervisionsprozessen erwiesen. Der nun folgende Beitrag erklärt zunächst das Konzept Habitus von Piene Bourdieu und zeigt am Beispiel einer jungen Frau in der Erzieherinnenausbildung auf, wie sich berufliche Probleme schon in der Ausbildung andeuten und wie diese sich als Ausdruck eines lebensgeschichtlich erworbenen Habitus verfestigen
Eigenständigkeit der Supervision im Osten
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,als ich Ihren Brief las, überwog der Schreck und ich schaute schnell in den Spiegel, um meine Ähnlichkeit mit einem Leuchtturm abzugleichen. Der nächste Gedanke war: Bin ich hier richtig in der Reihe der Geehrten? Ich bin als Supervisorin nicht seit den 70er, sondern seit den 90er Jahren tätig und auch erst dann mit der Community verbunden. Also bin ich kein "Aktivist der ersten Stunde", um in der Sprache meiner DDR-Herkunft zu bleiben
Toleranz, Wertschätzung und innere Unabhängigkeit - Im Gespräch mit Anette Voigt
ANETTE VOIGT: Renate, wir haben im Laufe der Jahre immer wieder einmal über Deine Erfahrungen mit den Anfängen der Supervision gesprochen. Ich freue mich sehr, dass wir heute ausführlich über Deine Erinnerungen sprechen
Der Entwicklungsprozess der Supervision in Deutschland und wie es zur Gründung der DGSv kam
Die ersten nennenswerten Wurzeln der Supervision in Deutschland reichen in die fünfziger und sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Aber auch davor, hat es natürlich schon Persönlichkeiten gegeben, die berufliche Zusammenhänge klug reflektiert haben. Zahlreiche Quellen in der Literatur belegen dies. Um sich die Geschichte der Supervision in Deutschland zu vergegenwärtigen, ist es also nicht erforderlich, auf Sokrates oder die mittelalterlichen Hofnarren als die "ersten" Supervisoren zurückzugreifen, obwohl die Auseinandersetzung mit der diesbezüglichen Literatur informativ und gewinnbringend ist
Abstinenz - ein psychoanalytisches Konzept in seiner Bedeutung für Supervision
Stichworte zur Supervisio
"Die dunklen Seiten der Liebe" (Rafik Schami) - Supervisorische Reftektionen über Paarbeziehungen in Teams
Die Autorinnen sondieren Möglichkeiten, wie das Thema "Liebe am Arbeitplatz" in der Supervision aufgegriffen werden kann. Dabei legen sie den Fokus auf Paarbeziehungen im Team und diskutieren die unterschiedlichen Blickwinkel der Betroffenen - das Paar, die Kolleginnen und Kollegen, die Leitung - anhand von zwei Praxisbeispielen
Chancenlos im Schatten der Macht? Blockierter Informationsfluss und seine Folgen als Thema für Supervision und Organisationsberatung?
Die folgende Praxisreflexion beleuchtet die Spuren und Wirkungen von Macht in einer hierarchisch geprägten Organisation. Gezeigt wird das Gegeneinander und gleichzeitig das Zusammenspiel offizieller und informeller Macht. Wie kann sich Beratung in solch einem Feld bewegen? Und gibt es überhaupt Chancen für Veränderungen
Christian Pross: Verletzte Helfer. Umgang mit dem Trauma - Risiken und Möglichkeiten sich zu schützen, Stuttgart 2009 (Klett-Cotta)
Buchrezensio