FoRuM Supervision - Zeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision (Universität Bielefeld)
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Scham als verborgenes Problem in der Supervision
Scham - als allgegenwärtiges, alltägliches Phänomen unseres sozialen Miteinanders - kommt im beruflichen Kontext eine besondere Bedeutung zu. Hierarchische Strukturen, das Sichtbarwerden und schließlich die Beurteilung der eigenen Leistungsfähigkeit können Abhängigkeits†und Unterlegenheitsgefühle auslösen, insbesondere dann, wenn die Scham eine deutliche Diskrepanz von Ichâ€Ideal und Ich signalisiert. Schamkonflikte begegnen dem Supervisor/der Supervisorin daher in vielfältiger Weise. Gleichzeitig kann das Supervisionssetting selbst Quelle von Scham sein. Bereits die Inanspruchnahme von Hilfe und das damit einhergehende Eingeständnis, in einem wesentlichen Lebensbereich der Unterstützung zu bedürfen, löst bei vielen Menschen Abhängigkeits†und Inkompetenzscham aus. Da sich Schamkonflikte und Gefühle von Unterlegenheit in der Regel in Anwesenheit von Zeugen verstärken, fokussiert der vorliegende Artikel besonders auf die Bedeutung schaminduzierender Settings, Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen im Kontext von Gruppen†und Teamsupervision. Bei der Regulierung von Schamaffekten kommt dabei dem Supervisor eine maßgebliche und aktive Rolle zu
Sorge-Ethik im Leben mit hochbetagten Frauen und Männern: Gefühle, Bezogenheit, Achtsamkeit und die Notwendigkeit angemessener Strukturen
Ausgehend von der Psychologie der Hochaltrigkeit werden im Kontext von Verletzbarkeit Ethiken der Achtsamkeit, der Sorge und der Generativität erläutert. Vor allem im Kontext von Hilfebedürftigkeit und Angewiesenheit alter Menschen auf ihre Pflegenden und Helfenden werden Haltungen beschrieben, die einen Umgang mit dem Differenten, dem Anderen als ethisches Handeln im Kontext von Professionalität beschreiben
Katharina Gröning: Supervision. Traditionslinien und Praxis einer reflexiven Institution, Psychosozial-Verlag. 2013.
Buchrezensio
Reflexive Supervision - Theoriereihe im Masterstudiengang Supervision & Beratung - Sozialwissenschaftliche Einmischung in Anlehnung an Luhmann, Bourdieu u.a.
Tagungsbericht "reflexive Supervision" (20.04.2013
Erinnerung an Dr. Hugo Sauer - Pionier einer demo-kratischen und psychosozialen Jugendberatung
Erinnerung an den Begründer der Jugendberatungsstellenin Deutschland Hugo Sauer
"Mut zur Wahrheit". Michel Foucault als Supervisor und Berater
Ausgehend vom Gesamtwerk Foucaults werden historisch entstandeneMachtformen †die leviathanische Macht, die Panoptikummacht, die Pastoratsmacht und die Gouvernementalität erläutert und unterschieden. Beratung als Schlüsselform wird den jeweiligen Formen der Macht in ihren historischen Ausprägungen und Selbstverständnissen zugeordnet. Schließlich wird auf reflexive Haltungen in der Beratung, vor allem auf die parrhesia alsmachtkritische Form hingewiese
Coaching, das Personal entwickelt, Personen ausschließt und Personenentwicklung instrumentalisiert. Ein diskursanalytischer Blick auf Schreyöggs Beratungsverständnis und ihren Rückgriff auf Neubergers "Personalentwicklung"
Was bedeutet es beratungswissenschaftlich und beratungspraktisch, wenn wie bei Astrid Schreyögg Coaching als Instrument einer Personalentwicklung im Sinne Oswald Neubergers verstanden wird, der ausdrücklich betont: "Der Mensch ist Mittel. Punkt." Wie ist ein solches Coachingverständnis diskursanalytisch zuzuordnen, in dem eine bestimmte Arbeits- und Organisationspsychologie sich in den Dienst eines bestimmten Verständnisses von Personalwirtschaft stellt? Wie wirkt sich dies in der konkreten Beratungspraxis aus? Welches Menschenbild liegt einem solchen Coaching zugrunde? Lassen sich historisch Modelle rekonstruieren, in denen psychologische Methoden und Techniken im Interesse einer bestimmten ökonomistischen Weltanschauung und Haltung instrumentalisiert wurden? Der Autor vertritt die These, dass "Psychotechnik" und "Menschenökonomie" aus den 1910er- und 1920er-Jahren charakteristische Ähnlichkeiten mit einem personalentwicklungsorientierten Coaching aufweisen, wie es Schreyögg unter Rückgriff auf Neubergers Lehrbuch vertritt