FoRuM Supervision - Zeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision (Universität Bielefeld)
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    Selbstoptimierung und die Radikalisierung instrumenteller Vernunft in der Theorie von Anna Stach und ihre Bedeutung für die Supervision

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    Mit ihrer Habilitationsschrift "Weiblichkeitsentwürfe im Kontext der Radikalisierung instrumenteller Vernunft" hat Anna Stach einen wichtigen geschlechtersensiblen Beitrag zum Verständnis neuer Weiblichkeitsentwürfe im Kontext von Arbeitszusammenhängen geleistet. Auf der Basis inhalts- und rezeptionsanalytischer Untersuchungen der Reality-TV-Formate Germany`s Next Topmodel und Die Super Nanny arbeitet sie aus medien- und geschlechtertheoretischer Perspektive Formen der Radikalisierung instrumenteller Vernunft im Hinblick auf Erwerbsarbeit, Care und Weiblichkeit heraus und verortet diese im Kontext neoliberaler Umstrukturierungsprozesse.Der folgende Artikel setzt sich auf dieser Grundlage mit der Bedeutung für die Supervision auseinander. Dabei wird zunächst ein Abriss zum Verständnis von Stachs Theorie dargelegt. Die anschließenden Überlegungen zur Bedeutung für die Supervision fokussieren wesentlichesupervisionsrelevante Aspekte, wobei insbesondere Bezüge zum Konzept der Gouvernementalität sowie zu Prozessen der Identitätsentwicklung hergestellt werden. Den Abschluss bildet eine Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Standort von Supervision im Spannungsfeld von Gouvernementalität und der Konzeption eines guten Lebens

    Verstehen in der Supervision - ein altes Thema und neue Entwicklungen. Hier am Beispiel der Geschlechterreflexivität

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    Seit Jahren supervidiere ich eine Gruppe von Frauen in Leitungspositionen, das heißt, sie stellen in den Führungskontexten, in denen sie sich bewegen, eine Minderheit dar. Allgemein sind diese Frauen erfolgreich, haben das "Spiel" und die Regeln ihres Feldes verstanden und verhalten sich umsichtig, rollenangemessen und souverän. Immer wieder jedoch kommt es zu erheblichen Auseinandersetzungen mit vorgesetzten Männern, wenn meine Supervisandinnen in mittleren Leitungsebenen sind, oder sie berichten von schweren Konflikten innerhalb einer Leitungsebene quasi mit Kollegen

    Thierfelder, C. (2009): Durch den Spiegel der Anderen. Wahrnehmung von Fremdheit und Differenz in Seelsorge und Beratung, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht

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    Buchrezensio

    Wandel gesellschaftlicher Über-Ich-Strukturen

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    Auf einer religionsgeschichtlichen Folie wird zunächst ein gesellschaftliches Über-Ich rekonstruiert, das (als Synthese aus christlich-jüdischem Gottesbild und dem griechischen Ödipus- Mythos) über mehr als zwei Jahrtausende das abendländische Denken geprägt hat. Die neuzeitliche Rede vom "Tod Gottes" bildet vor diesem Hintergrund den Bezugspunkt der These, dass auch der Funktionsverlust des modernen Staates in dieser Traditionslinie verstanden werden kann. Mit dem Ende der Thron-und-Altar-Allianz verliert der Staat nicht zuletzt die Rolle des Garanten einer letztlich transzendental begrndeten Gerechtigkeit, an deren Stelle sich die Hyper-Plausibilität des globalen Marktes setzt, das "Geld". Eine andere gesellschaftliche "Über-Ich"-Struktur, ein Syndrom aus Todesverdrängung, Gesundheitswahn und Wellness-Boom wird als "Erben" der Attribute des "Schöpfers" und des "Richters" gedeutet, die "Anfang und Ende" des Menschen als Geschöpf im individuellen und gesellschaftlichen Bewusstsein wach hielten

    „Wandel der Über-Ich-Strukturen“. Tagungsbericht der Theoriereihe „Reflexive Supervision“ vom 16. November 2013 an der Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft, Weiterbildender Masterstudiengang Supervision & Beratung

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    Am 16. November 2013 fand die Theoriereihe "Reflexive Supervision" mit dem Thema "Wandel der Über-Ich-Strukturen" statt. Prof\u27in Dr. Katharina Gröning konnte hierfür Dr. Wolfgang Schmidbauer gewinnen, der sich durch seine vielfältigen Publikationen in die Mentalitätsgeschichte der Sozialen Arbeit, der Psychotherapie und Paartherapie als auch der Supervision eingeschrieben hat

    Biografisierung der Supervision und Wandel der Nachfrage oder wohin geht die DGSv

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    "Ach, Supervision oder Coaching, das sind doch nur Begriffe, Hauptsache ich bekomme den Aufrag", so oder ähnlich arbeiten und "argumentieren’ viele Supervisorinnen und Supervisoren, die auf das Profil von Supervision und Coaching reagieren und sich hierzu in öffentlichen Diskussionen äußern. Andersherum gibt es empfindliche Reaktionen und Anfragen an den Berufsverband DGSv, wenn es um die Formate Coaching und Beratung geht. "Sind wir jetzt schon eine Deutsche Gesellschaf für Coaching und Beratung?" Angst vor der Verwässerung des Formates Supervision durch Coaching, Karriere- und Organisationsberatung oder Mentoring und ähnliche Formate beschäftigen Supervisoren, Institute und den Verband. Über diese Fragen kann man sich nicht hinweglächeln. Die Herausforderungen durch das Coaching ist der Anlass, die Veränderung der Nachfrage in der Supervisionslandschaft aus einer größeren historischen Perspektive aufzuzeigen. Gleichzeitig geht es nicht nur um die viel beschworene Supervision als "Marke’

    Mentalitätswandel in der sozialen Arbeit - Perspektiven für die Supervision

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    Innovativ, effizient und kundenorientiert zu sein, damit werben aktuell viele Träger sozialer Dienstleistungsunternehmen. Ein Übergang von wohlfahrtsstaatlicher zu neoliberaler Gouvernementalität hat stattgefunden. Die Position und Funktion von Sozialpolitik und sozialen Dienstleistungen wurde als Folge neu definiert. Inspiriert von Michel Foucault reflektiere ich im Folgenden darüber, unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen sich soziale Trägerorganisationen von wertorientierten Non-Profit-Organisationen zu wettbewerbsfähigen Dienstleistungsunternehmen gewandelt haben. Ausführlich setze ich mich hier mit dem Problem der Arbeitszeit auseinander, das sich meines Erachtens gut eignet, um diesen Wandel zu diskutieren. Ich gehe der Frage nach, mit Hilfe welcher Diskurse, Praktiken und Mechanismen Möglichkeiten eröffnet wurden, diese Transformation durch zu setzen und formuliere schließlich die Fragen, derer sich Soziale Arbeit u.a. in supervisorischen Reflexionsräumen nicht entziehen kann

    „... das Rätsel des Übergangs von der phantasierten zur realen Tat.“ Extremfälle - auch für die Supervision - aus Psychiatrie und/oder Gefängnis

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    Ich versuche in diesem Artikel einen Fall, der in der Literatur und in den Medien große Wellen schlug, aufzubereiten und einige Ideen für Erklärungen und Hintergründe dieser Tat aus der vorhandenen Literatur abzuleiten und Ideen aus der modernen Psychoanalyse hinzuzufügen.Tilman Moser hat im Jahr 1971 die Wiederveröffentlichung der beiden Schriften vorgenommen und kommentiert: Theodor Reik: "Geständniszwang und Strafbedürfnis: Probleme der Psychoanalyse und der Kriminologie" (1925) und Franz Alexander und Hugo Straub: "Der Verbrecher und seine Richter: Ein psychoanalytischer Einblick in die Welt der Paragraphen" (1929): sie seien, so sagt Moser in dem Nachwort, keine "Offenbarungstexte der psychoanalytischen Kriminologie" (Moser 1971: 430) seien, sondern erste geniale Entwürfe und frühe Verallgemeinerungen, die sich auf eine geringe empirische Basis berufen könnten

    Pflege als Wirtschaftsfaktor. Vortrag auf dem Oberhausener Pflegekongress 2013

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    Das Franziskus Hospital in Münster hat, gefördert vom BMG seit 2001, eine Delirprävention für seine Patienten mit Demenz und anderer Delir gefährdete Patientengruppen eingerichtet. Diese Delirprävention besteht im Wesentlichen aus der Gegenwart zweier Altenpflegerinnen im und rund um den OP, die die Patienten mit Demenz zuwendungspflegerisch begleiten und so jene "sichere Basis" anbieten, die Menschen mit Demenz aus bindungstheoretischer Sicht vor allem in der fremden Situation OP existenziell benötigen. Die Erfolge sind so deutlich, dass man sich unweigerlich fragt, warum erst jetzt? Denn das Problem des krankenhausbedingten Delirs bei Patienten mit Demenz ist seit langem unter dem Stichwort "Durchgangssyndrom" bekannt. Weniger bekannt sind die gesundheitlichen und letztlich auch wirtschaftlichen Schäden, die durch eine rein invasive Krankenhausbehandlung bei verletzungsoffenen hochaltrigen Menschen mit Demenz entstehen können, wie dauerhafte Desorientierung und Inkontinenz, die dann eine weitere Versorgung der Patienten zu Hause durch Angehörige faktisch nicht mehr möglich machen. Die Forschung hierzu hat erst gerade begonnen

    Vom Wandel der seelischen Strukturen. Die Sehnsucht nach dem Über-Ich in der Eventkultur

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    Die klassische Psychoanalyse geht davon aus, dass mit dem Untergang des Ödipus-Komplexes eine seelische Struktur gebildet wird, welche eine relative Stabilität der Persönlichkeit garantiert. Freud hat durchaus gesehen, dass soziale Einwirkungen diese Struktur verändern können; so kann beispielsweise ein Führer oder Religionsstifter an die Stelle des individuellen Über-Ich treten. Der Autor skizziert nach einer Zusammenfassung der psychoanalytischen Konzepte eine aktuelle Variante dieser Veränderungen: nicht stabile und langfristige soziale Strukturen treten an die Stelle des persönlichen Über-Ich, sondern kurzfristige, dramatische soziale Ereignisse werden verwendet, um eine manische Abwehr von (Zukunfts)Ängsten aufrecht zu erhalten

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