FoRuM Supervision - Zeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision (Universität Bielefeld)
Not a member yet
509 research outputs found
Sort by
Tagungsbericht der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Supervision (DGSv) vom 22./23. November 2013 - Subjektive Einschätzung eines neuen außerordentlichen Mitglieds
Die diesjährige Mitgliederversammlung der DGSv stand unter dem Titel "Wir zerreißen uns. Zerreißt es die Gesellschaft?
Sabine Bode (2009): Kriegsenkel. Die Erben der vergessenen Generation, Klett-Cotta: Stuttgart.
Kommenta
Jugendliche im Übergangssystem: Welche Rolle spielen Faktoren wie Sicherheit und Unsicherheit?
Diskurse von Übergängen respektive Transitionen rücken immer stärker in den Focus von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft. Übergänge bezeichnen individuelle Transformationen in Lebenslauf und Biografie. Somit sind Transitionen gleichsam Wendepunkte, die Integration und Lebensbewältigung tangieren. Darüber hinaus kann man sie als Schnittstellen für die Identitätsentwicklung begreifen. Vor diesem Hintergrund befasst sich der Artikel mit zentralen Fragen: ob und wie können Institutionen Jugendliche beim Übergang von Schule in Beruf unterstützen? Inwieweit helfen institutionelle Settings Jugendlichen, biografische Sicherheit zu generieren? Welche Rolle spielen dabei "Zeit-geben" sowie Form und Inhalt des Beratungs- und Begleitprozesses
Einstimmung in die Kontrollgesellschaft. Der „Trainingsraum“ als fragwürdiges Beratungsformat
An die Stelle des veralteten und verpönten Strafdiskurses ist in heutigen Schulen längst ein Kontrolldiskurs getreten, der sich ein zeitgemäßes Image zulegt. Nun werden Schüler in "Trainingsräume" geschickt, als ginge es um eine Übungsstunde im Fitness-Studio. Tatsächlich geht es um mehr: um die Einstimmung in eine spezifische Weise der Selbst-Beobachtung und Selbst-Transformation, um Normalisierungsprozesse, die zum selbsttätigen - und scheinbar "freiwilligen" - Nachsteuern animieren. Die intendierte Selbst-Führung aber muss eigens angeleitet werden. Um die "Führung der Selbst-Führungen" erzeugen und systematisch variieren zu können, braucht man ein darauf abgestimmtes Instrumentarium. Die derzeit propagierte "Trainingsraum"-Methode kann als Teil dieses Instrumentariums begriffen werden. Was immer an Beratungsprozessen im "Trainingsraum" angestoßen wird, bleibt eingebunden in Normalisierungs- und Kontrollprozeduren, die einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel anzeigen: den Aufstieg der "Kontrollgesellschaft"
Das Masternetzwerk Supervision
In dem vorliegenden Artikel wird das "Masternetzwerk Supervision" vorgestellt. Dazu wird zunächst ein Einblick in die Entstehung des Netzwerks und seine Verknüpfung zu dem Masterstudiengang "Supervision & Beratung" an der Universität Bielefeld gegeben. Ferner werden Besonderheiten aufgezeigt sowie Perspektiven formuliert
Genetische Beratung im Spiegel von Normalisierung und Gouvernementalität
Ausgehend von Samerskis Untersuchung zur genetischen Beratung knüpft der folgende Artikel an den beratungskritischen Diskurs an. Im Fokus der Analyse stehen die Konzepte der Normalisierung (Link) und der Gouvernementalität (Foucault). Dem Artikel liegt die These zugrunde, dass normalistische und gouvernementale Elemente in der genetischen Beratung so miteinander verwoben sind, dass die Beratung (ungewollt) zum Agenten einer normalistischökonomischen Regierungsweise wird, in deren Fokus (Selbst-)Optimierung und Risikomanagement stehen