FoRuM Supervision - Zeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision (Universität Bielefeld)
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Macht und Supervision
Dieser Beitrag thematisiert die Frage, welche Bedeutung Macht in Supervisionskontexten hat. Vor diesem Hintergrund werden gängige Machtkonzeptionen von Weber, Foucault und Luhmann vorgestellt und es wird ein Bezug zu den Machtheorien von Bourdieu, Popitz, McClelland, Crozier und Friedberg sowie French und Raven hergestellt. Grundsätzlich dienen diese Theorien dazu, Macht zu analysieren und mit diesen beschreiben zu können, wie Macht funktioniert und wie die Gesellschaft und das Individuum mit Macht umgehen können. Abschließend wird der Zusammenhang zwischen Supervision und Machtprozessen erörtert
Supervision und Recovery. Beispiel einer Supervision mit einem Kreativtherapeuten-Team in einer psychiatrischen Klinik
Anhand eines Fallbeispiels einer Supervision mit einem Team der Kreativtherapie in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie wird nachgezeichnet, wie Professionelle bei einer aktuellen Haltung der Hoffnungslosigkeit wieder zu "Holders of Hope" für ihre Patienten werden können. In der Supervision kam es zu einer überraschenden Wendung, als kollegial mit kreativen Mitteln eigene Hoffnungsbilder stellvertretend für eine Patientin visualisiert wurden. Der Recovery-Ansatz dient als theoretischer Bezugsrahmen und wird einführend vorgestellt. Hoffnung wird bei diesem Ansatz als grundsätzliche Haltung des Hoffnungsvoll-Seins verstanden. Auch wenn Fachkräfte diese Hoffnung stellvertretend für die Betroffenen haben bzw. bewahren, werden sie vom Patienten als hilfreich erlebt und können den Genesungsprozess fördern. Gender bezogene Formulierungen entsprechen dem Schreibfluss. Sie beziehen sich, außer im Fallbeispiel, immer auf beide Geschlechter
Baudrillard, J. (1970): Die Konsumgesellschaft. Ihre Mythen, ihre Strukturen (Herausgegeben von Hellmann K.-U./Schrage D.),
Buchrezensio
Pluralität und menschliche Praxis - Hannah Arendts Begriff der politischen Öffentlichkeit in seiner Bedeutung für die Supervision. Teil II. Rekonstruktion des Arbeitsbegriffs von Hannah Arendt im Spiegel soziologischer Arbeitstheorien
Der II. Teil dieses Artikels beginnt mit einer kritischen Rekonstruktion und Würdigung von Hannah Arendts Arbeitsbegriff. Hierbei spielt ihre Interpretation von Marx’ politischer Ökonomie und ihre Auseinandersetzung mit seinem Arbeitsbegriff eine besondere und entscheidende Rolle. Moderne Arbeitstheorien nehmen Arendts Arbeitsbegriff nur noch in einem historischen Sinne auf, indem sie ihre phänomenologische und idealtypische Differenzierung von Arbeiten, Herstellen und Handeln referieren, ohne näher auf die für Arendt besondere Bedeutung dieser Differenzierung von Arbeiten, Herstellen und Handeln einzugehen.Mit dem Ende der Strukturen der alten Industriegesellschaft, dem Entstehen und enormen Wachstum des Dienstleistungssektors, der Krise des Sozialstaates und der Verschuldung der öffentlichen und kommunalen Haushalte wurde in den 1980er Jahren das Ende der Arbeitsgesellschaft ausgerufen. Dies ging einher mit der Entkopplung der Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft, dem Rückzug des Staates aus den Sozialsystemen und der Privatisierung öffentlicher und kommunaler Aufgaben. Mit diesem Strukturwandel beschäftigt sich die moderne Arbeits- und Industriesoziologie. Sie beklagt die Engführung des Arbeitsbegriffs auf die betriebliche Erwerbsarbeit zur Herstellung von Gütern, die bis heute noch nicht überwunden ist. Es stellen sich angesichts der Ausdifferenzierung der Gesellschaft in verschiedenste Sub- und Teilsysteme, die sich in verschiedenen Organisationen, Organisationstypen und -strukturen manifestieren, angesichts neuer Arbeitsverständnisse im postfordistischen Zeitalter und angesichts des Strukturwandels von der Industriegesellschaft in eine Informationsgesellschaft, neue Herausforderungen an die Erwerbsgesellschaft und deren Arbeitsbegriff sowie an die staatlichen Institutionen und sozialen Sicherungssysteme.Im Kontrast zu Arendts Arbeits- und Praxisbegriff ergeben sich dadurch neue kritische Perspektiven auf die Profession und Institution der Supervision. In diesem zweiten Teil wird der Arbeitsbegriff von Arendt rekonstruiert, um dann im dritten Teil ihren Praxisbegriff für die Supervision fruchtbar zu machen
Fallsupervision als hermeneutische Methode - eine Würdigung der Fallanalyse von Fritz Schütze. Zusammenfassung des Festvortrages anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Masterstudiengangs Supervision und Beratung
Der vorliegende Beitrag widmet sich der Forschungsleistung von Fritz Schütze zum Verstehen von Fällen und diskutiert die Bedeutung für ein Format der Fallsupervision. Schütze entwickelte ein Konzept der Fallanalyse, in dessen Mittelpunkt der Zugang quasi zur Natur des professionellen Handelns als ein von der Klientenakte geleitetes Handeln steht. Dazu wird das Bild vom Fall, der in der Akte verschwindet, benutzt. Dieser Handlungstypus wird mit Rechtsstaatlichkeit oder Sachlichkeit begründet, ist aber eigentlich eine formalistische und reduzierende Strategie. Entsprechend werden Störungen produziert, da Klienten diese Reduktion nicht akzeptieren. Diskutiert wird auch, dass die Fallsupervision als Prozess der Verlebendigung Wege aus den Stereotypen aufzeigen kann
Vorwort
Vorwort zum Heft 48 "Fallrekonstruktion als gelebte Praxis einer reflexiven Supervision
Der Fall Kevin K. - ein Beispiel für das kollektive Versagen von Hilfe-, Gesundheits- und politischem System
In dem folgenden Beitrag wird der Fall Kevin K., der sich 2006 in Bremen ereignete, analysiert. Mithilfe der detaillierten Aktendokumentation Ulrich Mäurers (2006) wird der Fall zunächst rekonstruiert und anschließend unter dem Aspekt der "Spannung zwischen System und Lebenswelt" (Gröning 2016: 5) analysiert. Es wird insbesondere verdeutlicht, wie und wo der Fall Kevin K. in der Akte verschwindet. Zum Schluss stellt sich die Frage, ob und wie die Fallsupervision im Sinne von Fritz Schützes ethnografischer Fallarbeit (Gröning 2016) dabei helfen kann, komplexe Fälle, wie den beschriebenen Fall, verstehen zu können
Aktuelles aus dem Masternetzwerk
Aktuelles Informationen über das Masternetzwerk Supervision und Beratun