FoRuM Supervision - Zeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision (Universität Bielefeld)
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Die Person des Supervisors im Prozess der Veränderung. Vortrag im Rahmen des Symposiums „Die Kraft der Reflexion - Beziehungskunst und seelisches Verstehen“ an der Universität Bielefeld anlässlich des 80. Geburtstags von Gerhard Leuschner
Im Fokus steht das supervisorische Zusammenspiel des je Eigenen mit dem Gegenüber, der Gesellschaft, auch dem Fremden. Bedacht wird, ob es zu dieser alten Frage des Person-Umwelt-Verhältnisses Aktuelles zu beachten gibt. Analog zu Heges Ausführungen zum \u27Engagierten Dialog\u27 (1974) und zur Person des Sozialpädagogen wird die Rolle des Supervisors im Prozess der Veränderung beleuchtet. Exemplarisch wird diese hinsichtlich der Phänomene von weltweiter Flucht, Vertreibung und Aufnahme von geflüchteten Menschen und anhand psychoanalytischer Untersuchungen zu emigrierten, jüdischen Psychoanalytikerinnen illustriert. Biographisch-narrative Interviews mit Schulleitungen geben weitere Aufschlüsse zur Bedeutung der Person im rollenbezogenen beruflichen Handeln
Verstehen und Wissen - was Gerhard Leuschner der Beratungswissenschaft zu bieten hat. Eine Würdigung
Der Beitrag würdigt die Lebensleistung Gerhard Leuschners für die Supervision aus einer beratungswissenschaftlichen Sicht. Er vergleicht die Positionen Leuschners zur Supervision mit den Beiträgen anderer Pioniere für eine psychosoziale oder pädagogische Beratung. Besonders hervorgehoben werden die Entwicklungslinien einer spezifischen Kontraktethik, die das Supervisionsverständnis Leuschner auszeichnet sowie die Besonderheit der Haltung des Beraters/der Beraterin und der damit einhergehenden Schaffung eines reflexiven Beziehungsraumes in der Beratung
Eine Fallgeschichte - zu Kontrakt und Setting in der Supervision
In Balintgruppen erzählen wir Fallgeschichten und sammeln unsere spontanen Einfälle dazu. Daraus ergeben sich erweiterte oder neue Sichtweisen zu dem Erzählten. Neben dem diskursiven, intellektuellen und theoretischen Lernen ist das fallorientierte Lernen Bestandteil der Entwicklung supervisorischer Identität, wie es auch hier in Bielefeld praktiziert wird
„Organigramm mit Gott“. Anregungen zu einer Organisationsanalyse mit einer positionsorientierten Aufstellung - Ein Fallbeispiel
Wir stellen hier anhand eines Beispiels eine Methode vor, die dem Soziodrama entlehnt ist, die Organisation fokussieren soll, dabei die (erzählten) Elemente der Organisation miteinander in Beziehung setzt und diese in phantasierte Dialoge umsetzt
Foucault im Jobcenter
Erwerbsarbeit ist nach wie vor der wichtigste Faktor gesellschaftlicher Teilhabe. Jobcenter erfüllen aus diesem Grund eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Aufgrund ihrer verwickelten und konfliktreichen Geschichte ist ihre gesellschaftliche Verortung schwierig. Jobcenter sind bisher, trotz ihrer Größe und gesellschaftlichen Relevanz für maßgebliche Bevölkerungsteile, kaum beratungswissenschaftlich untersucht worden. Unserer Ansicht scheint es notwendig zu sein, sich intensiver mit dem gesellschaftlichen Feld der Jobcenter zu beschäftigten: Zum einen, weil Beratung selbst eine herausgehobene Bedeutung im Jobcenter besitzt und zum anderen, weil die Jobcenter ein wichtiges Feld für die Supervision werden könnten. Dieser Artikel soll daher eine erste kasuistische Grundlage für eine kritische Reflexion bieten und wird in zwei Teilen erscheinen. Der erste Teil wird eine grundlagentheoretische Einführung in das Thema sein. Darauf aufbauend rekonstruieren wir in einem zweiten Teil einen Fall aus dem Jobcenter, der in der nächsten Ausgabe der FoRuM Supervision unter dem Titel "Fallverstehen und Fallrekonstruktion" analysiert und reflektiert werden wird