Herausforderung Lehrer_innenbildung – Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion (HLZ - Universität Bielefeld)
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    Subject-Related Professionalization of Out-of-Field Mathematics Teachers: Retrospective Self-Assessment of Expertise in Dealing with Difficulties in Learning Mathematics in Early Primary School Teaching

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    Aufgrund des erhöhten Lehrkräftebedarfs in den Grundschulen werden seit einigen Jahren zunehmend Lehrkräfte fachfremd eingesetzt. Dieser Beitrag stellt eine im Rahmen des Deutschen Zentrums für Lehrkräftebildung Mathematik (DZLM) entwickelte Fortbildungsmaßnahme zum diagnose- und fördergeleiteten Mathematikunterricht in der Primarstufe zum Gegenstand „Ablösung vom zählenden Rechnen“ vor und diskutiert ihre Wirksamkeit auf der Grundlage der mittels Fragebogen erhobenen retrospektiven (Selbst)Einschätzung der erworbenen Expertise durch die Teilnehmenden. Die Auswertungen zeigen, dass die Fortbildung als wirksam eingeschätzt wird. Dabei weist insbesondere das Wissen über die grundsätzliche Bedeutung der Verbalisierung im Mathematikunterricht einen besonders hohen Zuwachs auf, während die Lehrkräfte ihre Fähigkeit, Aufgaben zu adaptieren, zwar in ihrer retrospektiven Selbsteinschätzung signifikant steigern, aber im Verhältnis zu anderen Kompetenzfacetten geringer einschätzen.Due to the increased demand for teachers in primary schools in Germany, teachers have increasingly been employed to teach mathematics outside of their subject areas for several years. To ensure the quality of teaching it is required to qualify them for this task. This article presents a teacher training for “diagnosis-guided mathematics teaching in primary school” developed within the German Centre for Mathematics Teacher Education (DZLM) using the example “From counting to calculation”. It discusses its effectiveness based on teachers’ retrospective self-assessment regarding their acquired expertise which was collected by a questionnaire. Evaluation shows that participants rate the teacher training as effective. In particular, teachers’ knowledge about the fundamental importance of verbalization in mathematics lessons shows a high increase. Furthermore, in their retrospective self-assessment teachers perceive their ability to adapt as increased, but rate it lower in relation to other facets of competence

    Mindful Dealing with Emotions in Class: Podcasts as a Teaching Method in Higher Education – a Report

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    Die zunehmende Komplexität unserer Welt stellt Bildungssysteme vor neue Herausforderungen. Traditionelle Lernsettings mit klaren Lernzielen stoßen an ihre Grenzen, wenn es darum geht, Lernende auf eine Welt vorzubereiten, die von existenzieller Ungewissheit geprägt ist. Der vorliegende Beitrag argumentiert, dass ein achtsamer Umgang mit Emotionen eine Schlüsselkompetenz für Lehrkräfte darstellt, um auch in herausfordernden Situationen Lernprozesse zu ermöglichen. Das Prozessmodell der experienziellen Kommunikation (vgl. Hofmann, 2017) wird als Rahmen für gelingende Kommunikation in komplexen beruflichen Situationen vorgestellt. Emotionen werden darin nicht als Störfaktoren, sondern als wertvolle Ressource verstanden. Die Fähigkeit zur emotionalen Produktivität, also Emotionen bewusst wahrzunehmen und konstruktiv zu nutzen, wird als entscheidend für die Bewältigung von Unsicherheit und emotionaler Belastung in schulischen Kontexten hervorgehoben. Die Online-Plattform „Adventuria®“ wird als innovatives Werkzeug vorgestellt, das (angehende) Lehrkräfte dabei unterstützt, ihre emotionale Feinfühligkeit weiterzuentwickeln. Mithilfe von Podcasts, Reflexionsfragen und Community-Funktionen bietet die Plattform einen Raum für die individuelle Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen. Dies wurde in einem ersten Werkstattprojekt erprobt: Ziel des Projekts „Feinfühlig unterrichten – achtsamer Umgang mit Emotionen im Unterricht“ war es, Lehrkräfte zu befähigen, emotionale Stabilität und Klarheit zu bewahren, um Lernumgebungen zu schaffen, die auf emotionaler Feinfühligkeit basieren und so Lernprozesse auch unter schwierigen Bedingungen ermöglichen. Theoretische Hintergründe, Ergebnisse und Limitationen des Projekts werden diskutiert.The increasing complexity of our world confronts education systems with new challenges. Traditional learning settings with clear learning objectives are reaching their limits when it comes to preparing learners for a world characterized by existential uncertainty. This article argues that a mindful approach to emotions is a key competence for teachers in order to facilitate learning processes even in challenging situations. The process model of experiential communication (see Hofmann, 2017) is presented as a framework for successful communication in complex professional situations. Emotions are not seen as disruptive factors, but as a valuable resource. The ability to be emotionally productive, i.e. to consciously perceive emotions and use them constructively, is emphasized as crucial for coping with uncertainty and emotional stress in school contexts. The online platform “Adventuria®” is presented as an innovative tool that supports (prospective) teachers in further developing their emotional sensitivity. With the help of podcasts, reflection questions and community functions, the platform offers a space for individual reflection on one\u27s own emotions. The aim of the project “Teaching Sensitively – Mindful Handling of Emotions in the Classroom” was to enable teachers to maintain emotional stability and clarity in order to create learning environments that are based on emotional sensitivity and thus enable learning processes even under difficult conditions. The theoretical background, results and limitations of the project are discussed

    Cross-Disciplinary Competencies and Student Satisfaction in Teacher Education

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    Für Lehramtsstudierende sind auch die studien- und berufsrelevanten Kompetenzen, die über die fachlichen Kompetenzen hinausgehen (d.h. überfachliche Kompetenzen), relevant und müssen deshalb frühzeitig adressiert werden. Vor dem Hintergrund des aktuellen Lehrer*innenmangels ist es hierbei von Interesse, die überfachlichen Kompetenzen zu identifizieren, die mit der Studienzufriedenheit in Zusammenhang stehen. Hierfür wurden 594 Studienanfänger*innen (Alter: M = 19.20, SD = 2.03) standardisiert zu bereits bekannten Prädiktoren zur Erklärung der Studienzufriedenheit sowie ihren überfachlichen Kompetenzen im Querschnittsdesign befragt. Regressionsanalysen zeigen, dass Methodenkompetenzen und Sozialkompetenzen über Persönlichkeitsmerkmale, Motivation und die Selbstwirksamkeitserwartung hinaus substanziell zur Erklärung der Zufriedenheit mit Studieninhalten (ZSI), der Zufriedenheit mit Studienbedingungen (ZSB) und der Zufriedenheit mit der Bewältigung von Studienbelastungen (ZBSB) beitragen. Personalkompetenzen leisten keine zusätzlichen Beiträge. Besonders der Umgang mit unterschiedlichen Fächern und gelingende Kooperation sind wichtige überfachliche Kompetenzen für die Erklärung aller Komponenten der Studienzufriedenheit. Eine gelingende Theorie-Praxis-Verzahnung ist zusätzlich ein bedeutsamer Faktor zu Erklärung der ZSI.Study and career-relevant competencies that go beyond subject-specific competencies (i.e. cross-disciplinary competencies) are relevant for student teachers and must therefore be addressed at an early stage. Due to the current shortage of teachers in Germany, it is important to identify those cross-disciplinary competencies that are related to student satisfaction. To this end, 594 first-year students (age: M = 19.20, SD = 2.03) were surveyed in a standardized way on already known influencing factors to explain student satisfaction and their cross-disciplinary competencies in a cross-sectional design. Regression analyses show that methodological skills and social skills contributed substantially to the explanation of satisfaction with study content (ZSI), satisfaction with study conditions (ZSB) and satisfaction with coping with study-stress (ZBSB) beyond the influence of personality traits, motivation and self-efficacy expectations. Personnel competences do not make any additional contributions. Handling of different subjects and successful cooperation are particularly important cross-disciplinary competences for explaining all components of student satisfaction. Successful interlinking of theory and practice is also a significant factor in explaining ZSI.

    Counseling and Reflection in Practical Teacher Training: Empirical Field-oriented Exploration of the Terminology Considering its Multiple Definitions

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    In der Ausbildung von Lehrpersonen nehmen Gesprächsformen, die unter dem Begriff Beratung gebündelt werden können, mittlerweile eine feste Rolle ein. Es gibt einen übergeordneten Auftrag, reflexiv auf das berufliche Handeln zu schauen (KMK, 2004), welcher in den jeweiligen Phasen der Lehrpersonenbildung und je nach Bundesland unterschiedlich eingebettet ist. Empirische Untersuchungen zu Beratung legen nahe, dass sich Beratung in Abhängigkeit zu den jeweiligen Handlungsfeldern konstituiert. In der vorliegenden Studie wird untersucht, wie Beratung und Reflexion in der 2. Phase der Lehrpersonenbildung länderübergreifend feld- und aufgabenspezifisch verstanden werden können. Die Untersuchung erfolgt interpretativ nach den Prinzipien der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse (Schreier, 2014; Kuckartz, 2016) von insgesamt 30 Dokumenten, die sich aus einer schriftlichen Befragung der Kultusministerien aller Bundesländer in der Zeit von Mai 2021 bis Mai 2022 ergeben haben. Die Analyse lässt erkennen, dass sich drei wesentliche Merkmale herausbilden. Erstens, dass die inhaltliche Ausformung der Begriffe im Zusammenhang mit Leistungserbringung und -optimierung steht und das Lernen dabei eine zentrale Rolle einnimmt. Zweitens, dass durch die Anbindung an den Ausbildungskontext, aufgrund komplex wirkender Machtverhältnisse, von einem Zwangskontext gesprochen werden kann. Drittens, dass keine übergreifende, strukturierte Anbindung an beratungswissenschaftliche Erkenntnisse und Entwicklungslinien erkennbar wird. In practical teacher training, types of conversation that can be summarized as consultation or counseling have been established. The reflective practitioner is considered gold standard (KMK 2004). Empirical studies suggest that consultation or counseling is constituted in relation to the respective fields of action, opening up room for this study’s approach to examine in how far consultation and reflection in the second phase of teacher training can be understood as field- and task-specific across Germany. The collected data contains a total of 30 documents that resulted from a survey of the education ministries of all federal states between May 2021 and May 2022. Following qualitative analysis (Schreier, 2014; Kuckartz, 2016), three main characteristics emerge. First, the terminology is related to optimization, whereby learning appears to be crucial. Second, due to being set in a context of training, and thus complex power relations, coercive dynamics take place. Third, the concept of counseling in teacher training is at best loosely based on theoretical and empirical findings.

    Designing Subject-specific Lessons in a Linguistically Responsive Way with the Help of Scaffolding: Exemplary Presentation of an Opportunity to Learn

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    Die Lerngelegenheit zum Thema Scaffolding beschreibt eine Sitzung des Seminars „Sprachliche Heterogenität in der Schule: Fachunterricht sprachsensibel gestalten“ in einem Modul zu „Heterogenität und Individualisierung“ in Bachelorstudium „B.A. Lehren und Lernen“ der Leuphana Universität Lüneburg. Lerngegenstand der Seminarsitzung ist die Videovignette „Eine Pfütze am Himmel heißt nicht Pfütze“. Die zentrale Szene zeigt Schüler*innen einer dritten Klasse im Sachunterricht, die ein Experiment zum Thema Wasserkreislauf durchgeführt haben und ihre Beobachtungen nun im Sitzkreis auf einer „Forscher*innenkonferenz“ austauschen sollen. Die Lerngelegenheit wird vor allem der Dimension „Didaktik“ und den Facetten „Makro“- und Mikro-Scaffolding“ des DaZKom-Modells (Ohm, 2018) zugeordnet. Die Lerngelegenheit bietet einen ersten Einblick in das Konzept des Scaffolding und ist für Studierende geeignet, die kein bis wenig Vorwissen haben. Die Lerngelegenheit kann bei Bedarf sowohl inhaltlich vertieft als auch auf andere Facetten des DaZKom-Modells erweitert werden.The opportunity to learn on the topic of scaffolding describes a session of the seminar “Linguistic Heterogeneity in School: Linguistically Responsive Content Teaching” in a module on “Heterogeneity and Individualization” in the Bachelor’s program “B.A. Teaching and Learning” at Leuphana University Lüneburg. The learning object of the seminar session is the video vignette “Eine Pfütze am Himmel heißt nicht Pfütze” (Quehl & Trapp, 2020). The central scene shows third grade students who have conducted an experiment on the topic “water cycle” and are now supposed to share their observations in a “researchers’ conference”. The opportunity to learn is primarily assigned to the dimension of “didactics” and the facets of “macro”- and “micro-scaffolding” of the “DaZKom” model (Ohm, 2018). It offers a first insight into the concept of scaffolding and is suitable for students who have no to little prior knowledge; also, it can be deepened in terms of content as well as extended to other facets of the model if needed

    Integration of Digitalization-related Competencies in Higher Education Teaching: A Procedure for Long-term Change Using the Example of Pre-service Biology Teacher Training at Leipzig University

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    Damit (angehende) Lehrkräfte digitale Medien zukünftig im Fachunterricht einsetzen, müssen sie im Rahmen des Lehramtsstudiums digitalisie-rungsbezogene Kompetenzen erwerben. Zwar beschreiben diverse Modelle solche Kompetenzen für die Lehrer*innenbildung, jedoch erweist es sich als Herausforderung, diese Kompetenzen in die Curricula universitärer Lehrveranstaltungen zu integrieren. Um Studium und Lehre in entsprechender Weise zu verändern, bedarf es eines Vorgehens, das nicht lediglich „top-down“-Steuerungsansätze des Change-Managements auf Hochschulen überträgt, sondern stattdessen deren organisationale Eigenheiten ernst nimmt und relevante Akteur*innen im Sinne eines „bottom-up“-Veränderungsprozesses einbezieht. Ein solches Vorgehen zur Veränderung universitärer Studienprogramme (im Sinne der Integration digitalisierungsbezogener Kompetenzen in Ausbildungsziele) wurde im Rahmen des Projekts „BiodigitaliS“ entwickelt. Dies erfolgte unter Bezug auf das Modell der Pädagogischen Hochschulentwicklung und unter Verwendung des Kompetenzrahmens „DiKoLAN“. Die Konzeption des Vorgehens sowie die Ergebnisse seiner Durchführung am Standort Leipzig werden im vorliegenden Beitrag beschrieben. Unter Berücksichtigung der Kontextbedingungen am Standort (Struktur und Organisation des Lehrangebots, Voraussetzungen und Bedarfe Studierender) und unter starkem Einbezug der Lehrenden konnten digitalisierungsbezogene Kompetenzen umfassender, gezielt und systematisch in die Ausbildungsziele bestehender biologiedidaktischer Lehrveranstaltungen integriert werden. Mit den formulierten Ausbildungszielen liefert das Vorgehen eine Grundlage für die Gestaltung und Evaluation von Hochschullehre zur Förderung digitalisierungsbezogener Kompetenzen. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse wird im Beitrag ein Verfahren zur Integration digitalisierungsbezogener Kompetenzen in die Ausbildungsziele universitärer Lehre (IKAL-Verfahren) vorgestellt und anhand von Leitlinien für nachhaltige Veränderungen von Hochschullehre diskutiert. Abschließend erfolgt ein Ausblick auf die Übertragbarkeit des Verfahrens auf hochschulische Lehrveranstaltungen in anderen Bereichen.In order to use digital media in subject lessons, (prospective) teachers must acquire digitization-related competencies as part of their teacher training. Although various models describe such competencies, their integration into university curricula has been a challenge. In order to sustainably change university teacher training in a corresponding way, an approach is needed that does not merely transfer “top-down” change management approaches to universities, but takes their organizational characteristics seriously and involves relevant actors in the sense of a “bottom-up” process. Such an approach to changing university courses (by integrating digitization-related competencies) was sought in the “BiodigitaliS” project. This was done with reference to the model of pedagogical university development and using the “DiKoLAN” competence framework. The conception of the procedure as well as the results of its implementation at Leipzig University are described in this article. Considering the local contextual conditions (structure and organization of the courses offered, students’ prerequisites and needs) and strongly involving the educators, it was possible to integrate digitization-related competencies more comprehensively, specifically and systematically into the objectives of biology didactics courses. With these training objectives, the procedure provides a basis for designing and evaluating university teaching to promote digitization-related competencies. Based on these results, the article presents a procedure for integrating digitization-related competencies into the educational goals of university teaching (IKAL procedure) and discusses it on the basis of guidelines for sustainable changes in university teaching. Finally, an outlook is given on the transferability of the procedure to other areas of university teaching

    Technology, Society, Human Rights: On the Conception of Interdisciplinary Modules for Teacher Education

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    Im Projekt DIALOG wurden flexibel einsetzbare Bausteine für die Lehrer*innenbildung entwickelt, die sich thematisch auf eine Auseinandersetzung mit technischen Transformationsprozessen beziehen. Das hochschuldidaktische Konzept für die Entwicklung dieser Bausteine basiert auf den Konzepten der Interdisziplinarität und der Menschenrechtsbildung. Technische Transformationen werden so mehrperspektivisch in den Blick genommen und in ihrer Ambivalenz zum Gegenstand des Lehramtsstudiums, verbunden mit dem Anspruch, ausgehend von den eigenen Lernerfahrungen auch einen Transfer zum fächerübergreifenden Lernen in der Schule herzustellen. In diesem Text wird das hochschuldidaktische Konzept des DIALOG-Projekts vorgestellt und die didaktisch-methodische Umsetzung am Beispiel eines Bausteins zum Haber-Bosch-Verfahren illustriert.In the DIALOG project, modules for teacher training have been developed that are thematically related to technical transformation processes. The didactic framework for the development of these modules is based on the concepts of interdisciplinarity and human rights education. Technical transformations are thus viewed from multiple perspectives, and they become topics of teacher training in their ambivalence. Moreover, there is a focus on establishing a transfer to interdisciplinary learning in schools, drawing upon the students’ own learning experiences. This article presents the didactic framework of the DIALOG project and illustrates its methodical and didactic implementation through the example of a module on the Haber-Bosch process

    From Sport Didactics to Ecological Change? Discourses on Practices of Sustainable Development Promotion from the Perspective of Student Teachers Specializing in Physical Education

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    Dieser Beitrag nimmt im wissenschaftlichen Interesse an Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Lehr- und Lernpraxen von Lehramtsstudierenden mit Fach Sport bezüglich der Förderlichkeit ihrer Vorbildrolle in den Blick. Die Forschung geht der praxeologischen Frage nach, ob nachhaltiges Handeln in Sportpraktiken aus Lehramtsstudierenden nachhaltige Subjekte macht. Das in einer Projektlehrveranstaltung theoretisch geweckte und über sozio-körperliche Bewegungspraktiken entfaltete Verständnis von nachhaltiger Entwicklung wird im Kontext zukunftsgerichteter transformatorischer Bildung empirisch vor dem Hintergrund ausgelotet, wie Praktiken konstitutiv in das individuelle Weltverständnis hineinspielen. Dabei veranschaulichen in Gruppengesprächen hervorgebrachte Diskurse über Nachhaltigkeitspraktiken, wie der Umgang mit Lernprozessen in die Bildung von Subjektpositionen hineinspielt und wie Subjektivierungsweisen zu Annahme oder Zurückweisung nachhaltiger Entwicklungsförderung im Schulsport führen.With a scientific interest in education for sustainable development (ESD), this article takes a look at the teaching and learning practices of student teachers in the subject of sport with regard to the promotion of their position as role models. The research examines the praxeological question of whether sustainable action in sports practices turns student teachers into sustainable subjects. The understanding of sustainable development, which was theoretically awakened in a project course and developed through socio-physical movement practices, is empirically explored in the context of future-oriented transformational education against the background of how practices constitutively play into the individual understanding of the world. Discourses on sustainability practices generated in group discussions illustrate how the handling of learning processes plays into the formation of subject positions and how modes of subjectivation lead to the acceptance or rejection of sustainable development promotion in school sport

    Simulations in the Teacher Training Module “Fit for Heterogeneity through Scenario-Oriented Learning”.: A Theory-Practice Interconnection Concept for Competence Development in the DaZKom-Dimension “Multilingualism”/ Facet “Dealing with Heterogeneity”

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    Studierende des Lehramts wünschen sich seit jeher eine praxisnahe, aber gleichzeitig in einem geschützten Rahmen stattfindende Professionalisierung (Makrinus, 2012). Besonders für Querschnittsthemen wie Heterogenität, insbesondere zur Heterogenitätsdimension Mehrsprachigkeit, fehlen häufig Konzepte, die erstens für die Mehrsprachigkeitsthematik sensibilisieren (Karakaşoğlu et al., 2017), zweitens Theorie und Praxis miteinander verbinden und drittens Möglichkeiten für eine handlungsnahe Professionalisierung liefern. Auch angehende Lehrkräfte nehmen dieses Fehlen in Bezug auf den Umgang mit heterogenen Lerngruppen wahr und fühlen sich an vielen Stellen noch nicht ausreichend vorbereitet (Döll et al., 2017; Ricart Brede, 2019). Der Beitrag stellt eine Seminarsitzung vor, in der Studierende durch das Thema Mehrsprachigkeit entstandene Konfliktgespräche (z.B. Eltern-Lehrkraft) mit Schauspieler*innen simulieren. Hierdurch sollen angehende Lehrkräfte dazu befähigt werden, ihr Wissen und ihre Wahrnehmung in einem authentischen, praxisnahen Kontext anzuwenden und zu reflektieren. Durch die intensive Vorbereitungs- und Reflexionsphase sollen sie somit die Möglichkeit erhalten, auch schon vor Eintritt in den Beruf eigene Potenziale und Grenzen auszuloten – und das alles in einem geschützten Raum, in dem das Handeln noch keine unmittelbaren Konsequenzen auf Schüler*innen, Eltern usw. hat. Evaluationsergebnisse zeigen außerdem, dass die Methode eine außergewöhnliche Lerngelegenheit für eine praxisnahe Professionalisierung in der DaZKom-Modelldimension „Mehrsprachigkeit“/Facette „Umgang mit Heterogenität“ darstellt. Pre-service teachers always have wished for a professionalization that is practice-oriented, but at the same time takes place in a protected framework (Makrinus, 2012). Particularly for cross-sectional topics such as heterogeneity, especially for the heterogeneity dimension of multilingualism, there is often a lack of concepts that 1) make students aware of multilingualism (Karakaşoğlu et al., 2017), 2) link theory and practice and 3) provide opportunities to learn for an action- oriented professionalization. Pre-service teachers also perceive this gap and do not feel well-prepared in many respects (Döll et al., 2017; Ricart Brede, 2019). The article presents a seminar session in which students and actors simulate conflict talks (e.g., parent-teacher) that have their origin in the topic of multilingualism. In this way, pre-service-teachers should be enabled to apply and reflect on their knowledge and perceptions in an authentic and real-world context. The intensive preparation and reflection phase should give them the opportunity to explore their own potential and limits even before entering the professional context. And all of this is situated in a protected environment in which their actions do not yet have any immediate consequences for students, parents, etc. Evaluation results also show that the method presents an exceptional opportunity to learn for practical professionalization in the “DaZKom” (German as a Second Language) model dimension “Multilingualism”/facet “Dealing with heterogeneity”.

    Using language learning biographies of newly immigrated students in teacher training : Design and evaluation of a learning opportunity for student teachers

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    In diesem Beitrag wird die Konzeption und Evaluation einer Lerngelegenheit dargestellt, die in einem Seminar für Lehramtsstudierende an der Universität Kassel durchgeführt wurde und zum Ziel hatte, Studierenden einen Zugang zur sprachlich-kulturellen Vielfalt von Lernenden zu ermöglichen. Dazu beschäftigten sich die Studierenden mit Sprachbiographien neu zugewanderter Schüler*innen, in denen diese von ihren Erfahrungen mit dem Erwerb von Sprachen und anderen Aspekten ihrer Lebenswelt erzählen. Im Anschluss an das Seminar verfassten die Studierenden eine schriftliche Beschreibung einer der zuvor besprochenen Sprachbiographien. Die Evaluation der Lerngelegenheit basiert auf der Auswertung von sieben dieser Beschreibungen, die zur Sprachbiographie einer neu zugewanderten Schülerin aus Syrien verfasst wurden. Daraus ergeben sich Einblicke in die Perspektive von Lehramtsstudierenden auf den Spracherwerb und die Mehrsprachigkeit der Schülerin sowie damit verbundene Konsequenzen für die Unterrichtspraxis. Aus den Erkenntnissen können Hinweise für die Gestaltung der Lehrkräftebildung im Bereich sprachlich-kultureller Bildung, insbesondere unter  Verwendung von Sprachbiographien neu zugewanderter Schüler*innen, gewonnen werden.This article presents the design and evaluation of a learning opportunity from a seminar for student teachers at the University of Kassel. The seminar was designed to provide student teachers with possibilities to learn something about the diversity of newly immigrated students. In this case, diversity includes language and culture. For this purpose, the student teachers dealt with language learning biographies of newly immigrated students, who talked about their experiences with learning of languages and other aspects of their personal lives. After the seminar, the student teachers wrote a short text, in which they described one of the language learning biographies previously discussed. Seven of these texts, which described the biography of a newly immigrated student from Syria, were analyzed. The evaluation of the learning opportunity is based on these seven analyses. The evaluation provides insights into the perspectives of student teachers on language acquisition and multilingualism and the consequences for teaching. The results are meant to improve the design of teacher education around language and culture, especially using language learning biographies of newly immigrated students

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