Herausforderung Lehrer_innenbildung – Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion (HLZ - Universität Bielefeld)
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    Project Work in Inclusive Settings – Sensitize Student Teachers to Joint Learning

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    Eine inklusionsorientierte Lehrer_innenbildung zielt auf die Entwicklung professioneller Kompetenzen, die zu einem reflexiven, innovativen und situationsoffenen Handeln befähigen. Insbesondere theoretisch fundierte, Schulpraktische Angebote ermöglichen es den Studierenden, frühzeitig inklusive Settings zu erkunden und so die Ausbildung an den tatsächlichen Bedingungen von Lehrkräften auszurichten. Ausgehend von dem besonderen Potenzial Schulpraktischer Studien für diese Professionalisierungsziele beschreibt der Beitrag eine wiederholt durchgeführte Theorie-Praxis-Kooperation an der für ihre inklusive Lernkultur ausgezeichneten Matthias-Claudius-Gesamtschule in Bochum. Konkret wird ein Seminarkonzept vorgestellt, welches seit 2016 im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ in das reguläre bildungswissenschaftliche Angebotsportfolio der TU Dortmund implementiert ist. Lehramtsstudierende planen selbsttätig Projekttage zum Thema „Suchtprävention“, die anschließend in einem achten Jahrgang durchgeführt werden. Dabei sind die Studierenden des Regelschullehramtes häufig erstmalig im Setting des Gemeinsamen Lernens und werden daher gezielt auf die Beobachtung und Akzeptanz von Vielfalt vorbereitet. Sie werden zudem in der Planung von Seminar- und Klassenleitungen unterstützt und erhalten didaktische Hilfestellungen für adaptive Lernarrangements. So erfahren die Studierenden in einem bewertungsfreien Übungsraum, dass das durch Ungewissheiten geprägte Lehrer_innenhandeln auf verschiedene Handlungsoptionen zurückgreifen kann. Die geteilte Verantwortung der Studierenden sowie die Autonomie über Konzeption, Gestaltung und Durchführung erfordern ferner systematisch etablierte und angeleitete Reflexionsphasen sowie moderiertes Peerfeedback. Diese Methoden werden genutzt, um die Herausforderung der Inklusion gemeinsam einzufangen und um eine erfahrungsbasierte Auseinandersetzung mit dem eigenen Professionalisierungsprozess zu ermöglichen. Neben der Bereitstellung von inhaltlichen, didaktischen und organisatorischen Anregungen für solche in Seminarkontexte eingebetteten Projekttage bietet der Beitrag Einblicke in die Erfahrungen und Kontextreflexionen der Teilnehmenden durch eine schriftliche studentische Auswertung sowie durch Auszüge einer...An inclusion-based teacher training aims at the students’ develop-ment of professional skills, which qualifies them to act in a way that is reflective, innovative and open to various situations. Especially theoretically well-founded school-practice offers enable students to explore inclusive settings early and to adjust their own education to actual teaching conditions. Due to school-practical studies’ special potential for this professionalization, this article describes a re-peatedly conducted theory-practice-cooperation at a comprehensive school acclaimed for its inclusive learning culture. Student teachers independently plan project days about the topic addiction prevention and carry them out in an eighth grade. As it is the first experience in joint learning settings for most of the regular-school teacher students, they need to be well prepared for the observation and acceptance of diversity. They are also supported in the planning process by seminar teachers and class leaders, who provide didactical advice for adaptive learning arrangements. This is how the students learn in a non-judgmental practice en-vironment that the teacher actions shaped by uncertainties can resort to various options for action. The students’ shared responsibility and autonomy regarding conception, design and implementation require systematically established periods of reflection as well as moderated peer feedback. These methods are used to collect the challenges of inclusion and to enable an experience-based confrontation with one´s individual process of professionalization. Besides providing suggestions regarding organization, content and didactics for such projects embedded in seminar contexts, this article gives an insight into the students’ experiences and reflections via written assessments

    CONTENT AND LANGUAGE INTEGRATED LEARNING AT PRIMARY SCHOOL LEVEL: Examples of CLIL Seminars for Primary School Teachers at the KPH Graz

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    Eines der neuesten und aktuell relevantesten Konzepte im Feld des Fremdsprachenunterrichts ist CLIL: Content and Language Integrated Learning. Der österreichische Lehrplan der Volksschule sieht vor, dass der Fremdsprachenunterricht auf inhaltsbezogenem und cross-curricularem Weg in allen österreichischen Volksschulen stattfinden soll. Dieser erklärt dazu, dass die Vermittlung der Fremdsprache im Rahmen der Pflichtgegenstände wie Sachunterricht, Musikerziehung, Bewegung und Sport, Bildnerische Erziehung und Mathematik erfolgen solle, ohne Kürzung des Bildungsangebotes (vgl. Bauer, Dobart, Gruber & Rieder, 2012, S. 246). Dieser Ansatz wird bereits in der Ausbildung zukünftiger österreichischer PädagogInnen der Primarstufe an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Graz gelehrt. Um die Effizienz des CLIL-Kurses zu erheben, wurde eine Fragebogenumfrage nach Ende der Lehrveranstaltung durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Studierenden die Lehrveranstaltung sehr informativ und klar strukturiert fand, die Balance zwischen Input, um das Konzept zu verstehen, und gruppendynamischen Aufträgen jedoch noch nicht gefunden zu sein scheint. Dazu gaben einige Studierende an, dass nicht zu viel Input und Theorie gewünscht wird, jedoch mehr Möglichkeit sich aktiv durch gruppendynamische Aufträge einzubringen. Zugleich schien diese Inhaltslastigkeit jedoch nötig zu sein, da einige Studierende noch zu Ende der Lehrveranstaltung meinten, dass das Konzept schwer zu verstehen sei bzw. der Unterschied zum herkömmlichen Englischunterricht noch nicht verstanden wurde. Den Leistungsnachweis, im Speziellen die Posterpräsentation, benannten einige Studierende als Positivum. Einzelne Personen gaben sogar an, dass für diese Thematik mehr Zeit anberaumt werden solle.The Austrian curriculum for Teachers at the Volksschule requires them to integrate foreign language learning into all subject matter classes without reducing the teaching content (Bauer, Dobart, Gruber & Rieder, 2012, p. 246). One of the most prominent and relevant methods of doing so is CLIL – Content and Language Integrated Learning. At the Kirchliche Hochschule Graz, CLIL is used and evaluated at teacher training for primary education. Results show that students have an enriching experience in the seminars, although group-teaching methods could be enhanced.&nbsp

    Certificate Inklusion – Basiskompetenzen [Inclusion – Basic Competences]: Focused Theory-Practice-Connection in Teacher Education for Inclusion

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    Der Artikel gibt einen konzeptionellen und inhaltlichen Überblick über das dreisemestrige Studienangebot Zertifikat Inklusion – Basis-kompetenzen (ZIB), welches seit dem Sommersemester 2016 an der Universität Regensburg angeboten wird. Interessierte Lehramtsstudierende des Grund- oder Mittelschullehramts erhalten dadurch die Möglichkeit, grundlegende Kompetenzen für ihre spätere Berufspraxis in inklusiven Settings zu erwerben. Das Gesamtkonzept zeichnet sich durch eine intensive und strukturierte Theorie-Praxis-Verzahnung aus. Während des Semesters besuchen die Studierenden jede Woche ihre Praktikumsschule und erhalten Aufgaben, die die Praxiserfahrungen systematisch mit theoretischen Inhalten in Beziehung setzen. Im begleitenden Seminar an der Universität reflektieren die Studierenden ihre Erfahrungen. Die Aufgaben im Praktikum steigern sich jedes Semester in der Komplexität vom Arbeiten mit einem Kind oder Jugendlichen über das Arbeiten mit einer Kleingruppe hin zum Arbeiten mit der Klasse. Die inhaltliche Basis des Studienangebots bildet das von der Europäischen Agentur für Entwicklungen in der sonderpädagogischen Förderung (2012) entwickelte Profil für inklusive Lehrerinnen und Lehrer. Es werden entsprechend drei Kompetenzbereiche zugrunde gelegt: Einstellungen, Wissen und Handeln. In Anlehnung an die zentralen Grundwerte des Profils wurden Grundlagen zu Inklusion, individueller Förderung, Beratung und Kooperation sowie Unterstützung aller Lernenden in inklusiven Settings als inhaltliche Schwerpunktthemen gesetzt. Im Artikel wird die Konzeption des ZIB dargestellt sowie an ausgewählten Ergebnissen der Begleitforschung die Wirksamkeit des zusätzlichen Studienangebots bezogen auf die Kompetenzbereiche aus Studierenden- wie auch aus Dozierendensicht dargestellt. Des Weiteren werden Einschätzungen bezüglich der Bedeutung der konzeptionellen Teile des Zertifikats anhand von Studierendenaussagen aufgezeigt.The article gives a conceptual and content-related overview of the three-semester study programme Zertifikat Inklusion – Basiskompetenzen (ZIB), which is offered at the University of Regensburg since summer term 2016. Interested primary or secondary school teacher students are thus given the opportunity to acquire basic competences for their future professional practice in inclusive settings. The overall concept is characterized by intensive and structured theory-practice interlocking. During the semester, students attend their internship school every week and are assigned tasks that systematically relate practical experience to theoretical content. They reflect on their experiences in the accompanying practical seminar. The tasks in the internship increase each semester in complexity from working with one child or teenager to working with a small group to working with the class. The conceptual and content basis was formed by the Profile for Inclusive Teachers, which was developed by the European Agency for Development in Special Needs Education (2012). Accordingly, three areas of competence are taken as a basis: attitudes, knowledge, and skills. In accordance with the central basic values of the profile, the main focus is on inclusion, indi-vidual support, counselling and cooperation as well as support for all learners in inclusive settings. The article describes ZIB’s concept and uses selected results from empirical research to illustrate the effectiveness of this study program in relation to the areas of competence from both the students’ and lecturers’ perspective. In addition, assessments of the significance of the conceptual parts of the certificate are shown based on student statements

    Multiprofessionelle Settings in der Lehrerbildung als „Orte“ für Reflexion

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    In den letzten Jahren hat sich – bedingt durch den Ausbau ganztägiger Bildungsangebote und Inklusion – zunehmend die Annahme der Notwendigkeit von Kooperation zwischen Lehrkräften und außerunterrichtlichem pädagogischen Personal durchgesetzt. Ungeachtet der Vielzahl an Programmatiken, in denen multiprofessionelle Kooperation befürwortet wird, offenbaren sich empirisch verschiedene Hindernisse und Schwierigkeiten. Faktoren, die in diesem Zusammenhang immer wieder genannt werden, sind überhöhte Ansprüche und Erwartungen an den Kooperationspartner oder gegenseitige stereotype Zuschreibungen, bedingt durch fehlendes Wissen und mangelnde Austauschmöglichkeiten der Akteurinnen und Akteure. Für die Lehrerbildung bedeutet dies, dass sie den damit verbundenen erweiterten Professionalisierungsansprüchen Rechnung tragen und Lerngelegenheiten bereitstellen sollte, die Studierende auf die Zusammenarbeit in einer multiprofessionellen Kooperationskultur vorbereiten. An der Justus-Liebig-Universität Gießen wird deshalb im Rahmen der „Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL)“ das Aufbaumodul „Arbeiten in multiprofessionellen Teams“ entwickelt, dessen Ziel sowohl in der Stärkung der reflexiven Wahrnehmung eigener und fremder Professionalität als auch in einer analytischen Auseinandersetzung mit der Kooperationswirklichkeit besteht. Aktuell werden mehrere, studiengangsübergreifende Lehrveranstaltungskonzepte pilotiert, in denen sich Studierende im Modus forschenden Lernens der Kooperationswirklichkeit an Schulen nähern. Im Beitrag wird exemplarisch eines dieser Konzepte sowie die Evaluationsergebnisse aus drei Veranstaltungszyklen vorgestellt

    Cross-structural cooperation at universities: A qualitative study on the special challenges of teacher education from a didactic point of view

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    Der vorliegende Beitrag untersucht die besonderen Herausforderungen der Kooperation zwischen den am universitären Lehramtsstudium Beteiligten aus Sicht der Fachdidaktiken. Das Kombinationsstudium liegt in einem Spannungsfeld unterschiedlicher Anforderungen, die von zahlreichen inner- und außeruniversitären Institutionen und Akteuren gestellt werden. In einer qualitativen Interviewstudie (N = 9) werden organisationale und strukturelle Hindernisse aus Sicht der Fachdidaktiken exploriert. Sie kommt zu drei zentralen Ergebnissen: (1) Sichtbarkeit und Interessenvertretung der Lehramtsausbildenden gegenüber Hochschulleitungen und Ministerium sind mangelhaft. (2) Es fehlt Durchsetzungsmacht gegenüber den flankierenden Fachwissenschaften. (3) Die Erfüllung der durch das Ministerium auferlegten Vorgaben wird durch dieses unzureichend unterstützt. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund organisationstheoretischer Erkenntnisse diskutiert und Implikationen für die Hochschulpolitik abgeleitet. Schlagworte:   Lehrerbildung, Organisation, qualitative Interviewstudie, OrganisationsentwicklungThis article examines the specific challenges that occur in the process of cooperation between those involved in university teaching studies, while focusing on a didactic point of view. Teacher studies as an academic field faces complex influences by numerous institutional players. Different requirements set by these institutions are being explored systematically for their organizational and structural obstacles in a qualitative interview study (N = 9). This results in three main conclusions: (1) The interests and struggles of those involved in training aspiring teachers are neither being communicated and negotiated clearly enough towards university an government authorities nor seen or noted by those. (2) There is a strong tendency of scientific disciplines interfering didactics. (3) The fulfillment of the requirements imposed by the ministry is insufficiently supported by this. The results are discussed against the background of organizational theory and implications for university policy are derived. Key Words:    Teacher Education, Organization, Qualitative Interview Study, Organisationa

    Studying and Reflecting on (Subject-)Teaching.: The Contribution of In-teraction Analysis for Professionalizing Teachers in Education

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    Sprache hat im Unterricht eine tragende Funktion, denn Wissen wird stets sprachlich vermittelt. Gerade die mündliche Kommunikation ist oft das erste Medium, in welchem Prozesse der Wissensvermittlung und schulischer Sozialisation stattfinden. Die Art der Kommunikation unterscheidet sich dahingehend in vielfacher Hinsicht von der im Alltag. Zudem ist sie sehr komplex: Viele Prozesse verlaufen innerhalb der mündlichen Unterrichtskommunikation gleichzeitig. Forschendes Lernen im Praxissemester bedeutet in diesem Sinne, Unterricht als spezielle Form von Kommunikation wahrzunehmen und zu reflektieren. Das kann im Rahmen einer Gesprächsanalyse von ausgewählten Unterrichtssequenzen auf Basis von Video- oder Audioaufnahmen gelingen: Mit dieser Methode wird es möglich, die Komplexität der Unterrichtskommunikation zu reduzieren, indem einzelne Aspekte in den Fokus genommen werden und der Unterrichtsdiskurs mikroanalytisch ‚seziert‘ werden kann. Neben dem Fokus auf die Spezifika von Unterrichtskommunikation aus gesprächslinguistischer Perspektive eignet sich diese Methode auch zur Erforschung von deutschdidaktischen Aspekten, indem untersucht werden kann, wie diese Inhalte konkret im Unterricht vermittelt werden, wie Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler zusammenarbeiten bzw. den Unterricht interaktiv gemeinsam gestalten etc. Das gesprächsanalytische Paradigma, sich normativer Bewertungen zu enthalten, kann dabei besonders zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte beitragen, indem sie forschend lernen, wie sich die ‚Unterrichtswirklichkeit‘ vollzieht. Dadurch entwickeln sie einen deskriptiven Blick auf unterrichtliche Praxis, der einen Reflexionsprozess anstoßen kann, in welchem fremder und/oder eigener Unterricht kritisch beleuchtet werden kann. Der Beitrag beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und dem Nutzen der Gesprächsanalyse für die Professionalisierung der Lehramtsstudierenden im Praxissemester und zeigt das Potenzial gesprächsanalytischer Vorgehensweise für das Forschende Lernen auf.In classrooms, language is the most essential feature for conveying knowledge. Thereby, oral communication is often the first medium in which learning and school-related socialization processes take place. Yet, classroom in-teraction differs from interaction in everyday life in many ways. In addition, it is very complex: various processes need to be managed simultaneously by partici-pating in teaching and learning discourses. From this point of view, research-based learning in the “Praxissemester” means acknowledging and deliberating upon teaching classes as a special form of communication. This might be achieved by providing university students with a suitable research method for an-alyzing videotaped, authentic learning lessons. While investigating these data by a Conversation Analysis inspired approach, students are enabled to reduce the complexity of teaching situations by focusing only certain, observable features of teacher-pupil-interactions. Thus, classroom interaction can be “dissected” in a micro-analytical way. Furthermore, this method can be helpful for taking subject-specific, didactic aspects into account by examining, how these contents are taught in a certain situation. Therefore, it is important to consider as well how both, teachers and children, collaborate on organizing the learning process and in-teractively negotiate meanings of the subject-matter. The conversation-analytical paradigm to refrain from normative evaluations, can particularly contribute to professionalizing prospective teachers by guiding them to explore “authentic teaching and learning reality” from a descriptive viewpoint. Thus, students are encouraged to reflect (critically) upon foreign or own teaching and communica-tion practices. By demonstrating the methodological principles of conversation analysis based on an example of a single sequence drawn from an orthography lesson in primary school, this paper suggests to include interaction analytical re-search approaches into classes of all subjects concerned with professionalizing students in the “Praxissemester” and aims at highlighting its opportunities for re-search-based learning.&nbsp

    Pedagogical and methodological approaches to developing the subject-specific inclusive competence of pre-service foreign language teachers

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    Zusammenfassung:  Im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung wurde im Projekt "Theorie- und Praxis-Verzahnung im ZZL-Netzwerk Lehrerbildung" ein fachdidaktisches Seminar zum Thema „Inklusiver Englischunterricht” mit Hilfe eines phasen- und institutionenübergreifenden Teams entwickelt, als Blended-Learning-Angebot erstmalig im Wintersemester 2017/2018 implementiert sowie wissenschaftlich begleitet. Ziel des Seminars ist es, bei angehenden Lehrkräften einerseits die Entwicklung von positiven Einstellungen hinsichtlich inklusiven Englischunterrichts unter Berücksichtigung der Fachspezifika zu fördern und andererseits die Reflexionskompetenz bezüglich fachdidaktischer Fragestellungen von Inklusion im Englischunterricht auszubilden. In diesem Beitrag werden theoretische, didaktische und methodische Prinzipien des Seminars „Teaching in Inclusive English Settings“ vorgestellt. Anhand der beiden zusammenhängenden Seminarsitzungen zu den Themen der Hörbeeinträchtigung und des Co-Teachings wird exemplarisch verdeutlicht, wie im Sinne einer engen Theorie-Praxis-Verzahnung Studierende sich im Seminarkontext vertiefend mit einem konkreten Förderbedarf theoretisch auseinandersetzen, anhand eines realen Falls eines Schülers mit einer Hörbeeinträchtigung methodische Ansätze und authentische Materialien und Dokumente kennenlernen und reflektieren sowie durch den Bezug zum Thema Co-Teaching typische Verfahren der Zusammenarbeit von Englisch- und Förderlehrkraft am konkreten Beispiel analysieren und reflektieren. Das gewählte Seminarbeispiel soll illustrieren, wie durch den Einsatz von Methoden, die zunächst nur die Bedarfe von hörbeeinträchtigten Kindern zu berücksichtigen scheinen, für alle Schülerinnen und Schüler gewinnbringend sein können. Nach der inhaltlichen Darstellung des Moduls werden die explorative Begleitforschung des Seminars skizziert und ausgewählte Ergebnisse präsentiert (Blume, Gerlach, Roters & Schmidt, 2018). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Lerninhalte und -methoden die Reflexionskompetenz sowie die Entwicklung von lernförderlichen Beliefs bzgl. des Fremdsprachenlernens positiv beeinflussen können.As part of the project “Theorie- und Praxis-Verzahnung im ZZL-Netzwerk Lehrerbildung” at the Leuphana University Lüneburg within the framework of the “Initiative for Excellence in Teacher Education,” a seminar with the subject of inclusive English instruction was developed within a tri-phasic and multi-institutional team as a blended learning course, implemented for the first time in the wintersemester 2017/2018, and empirically evaluated. The aim of the seminar is to develop positive attitudes towards inclusive English education with a focus on subject-specific issues and to strengthen the pre-service teachers’ reflective competence with regard to content-related, inclusive pedagogy. This contribution will introduce the theoretical, pedagogical, and methodological principles of the seminar Teaching in Inclusive English Settings. Using the coordinated seminar sessions addressing hearing impairment and co-teaching for illustrative purposes, the ways in which the connection between theory and practice are established, will be described. Students in the seminar use a case study of an student with hearing impairment, utilizing authentic materials and documents to learn about and engage in reflection on methodological approaches to a specific special educational need before drawing a connection to the issue of co-teaching. The students analyze and consider standard cooperative processes, before subsequently examining an actual example of co-teaching between an English teacher and a special education teacher. The exploratory evaluation of the seminar will be described and selected findings presented. The outcomes suggest that specific content and methods can positively influence the reflective competence of pre-service teachers as well as beliefs conducive to foreign language learning

    Vocational Orientation and Cultural Matching in Inclusive Classroom Settings: A Qualitative Study with Prospective Social Science Teachers

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    Berufsorientierung als Themenfeld sozialwissenschaftlicher Unterrichtsfächer betrifft die Frage nach persönlicher Entfaltung und selbstbestimmter Lebensgestaltung. Dabei stellt ein inklusives Setting Lehrkräfte auch im Feld der Berufsorientierung vor pädagogische Herausforderungen (Euler/Severing 2014). Unter dem Paradigma der Chancengerechtigkeit geht es einerseits um die Ermöglichung eines individuellen Berufsorientierungsprozesses, der die heterogenen Interessen der Schüler*innen einbezieht. Andererseits bringen auch Lehrkräfte selbst (implizit oder explizit) Vorstellungen und Urteilsmuster in den Unterricht ein (Berg 2017a; Budde 2011; Kunter et al. 2009). Um diese lehrkraftseitigen Vorstellungen über inklusive Berufsorientierung geht es im Beitrag. Forschungsfrage ist, ob und wenn ja welche Vorstellungen und Urteilsmuster zukünftige Lehrkräfte besitzen, um Heterogenität von Schüler*innen in Berufsorientierungsprozesse einzubeziehen. Dabei werden die folgenden Fragen beantwortet: Inwiefern wirkt sich dies auf die lehrkraftseitige Gestaltung von Lehr-Lernprozessen der Berufsorientierung im inklusiven Setting aus? Existieren Vorstellungen über geeignete Berufe oder Bildungswege und wenn ja, werden Schüler*innen dadurch bevorzugt oder benachteiligt? Dazu werden (I) die Themenfelder Inklusion und Berufsorientierung aufeinander bezogen und (II) an den theoretischen Ansatz kultureller Passung (Kramer 2011) im Bildungssystem gekoppelt. Dabei wird insbesondere auf die Mikroebene des Unterrichts Bezug genommen und die Passungsproblematik als Vorstellung von Lehrkräften über Berufsorientierung von Schüler*innen beschrieben. Im empirischen Teil (III) werden Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie mit Studierenden der Sozialwissenschaften präsentiert. Abschließend (IV) werden die Ergebnisse diskutiert und anhand des Konzepts reflexiver Pädagogik (Bremer 2009; Rieger-Ladich/Friebertshäuser/Wigger (2009) auf Implikationen für die Lehrer*innenbildung befragt.Vocational orientation as a matter of social science education is about the topics of personal development and a self-determined lifestyle, although inclusive education contains many challenges for teachers with regard to vocational guidance (Euler & Severing, 2014). As a matter of inclusive education, it is the teachers’ task to ensure that all students have the pos-sibility to enable their personal way of professional guidance, including interests of every indi-vidual. On the other hand, teachers bring their own personal ideas andopinions into the class (Berg, 2017a; Budde, 2011; Kunter, Klusmann & Baumert, 2009). This article deals with these ideas and opinions of teachers with regard to inclusive education. Therefore we con-centrate on the topic of ideas and views of prospective teachers and their handling of hetero-geneity, regarding theprofessional orientation. Our main questions are: How do the ideas influence the class in an inclusive setting? Do prospective teachers show ideas of professions and education for their students, and does that lead to advantages or disadvantages? Therefore we are combining the topics of (I) inclusive education and vocational orientation, and (II) the theoretical approach of cultural matching (Kramer, 2011). We are concentrating on the class and on the challenges that result from the problems of personal points of views and vocational orientations. The empirical part (III) shows the results of interviews with social science students. These results (IV) are discussed and related to “reflexive pedagogy” (Bremer, 2009; Rieger-Ladich, Friebertshäuser & Wigger, 2009) to show references to teacher training

    Reflexive Supervision of Study-Practice-Projects and the Promotion of Reflexivity in (Alternative) Practical Phases

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    Studien-Praxis-Projekte  sind  eine  innovative  Form  von Praxisprojekten, die im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der Universität Bremen entwickelt wurden. Studierende arbeiten hierbei mit Lehrkräften in einer Art Arbeitsgemeinschaft auf Zeit an von der Schule geäußerten Problemstellungen im Bereich Schul-  und Unterrichtsentwicklung. Hierbei geht es darum, im Sinne des „Reflective Practitioners“ (Schön, 1987) einen Ort der Entwicklungs- und Forschungsarbeit für Studierende zu gestalten, der in Bremen an das Praxissemester, das stärker auf das Unterrichten fokussiert, anschließt. Es handelt  sich hierbei also um ein alternatives Praxissetting, das additiv zum Praxissemester konzipiert ist. Zusätzlich zur Fokussierung auf den Kompetenzbereich des Innovierens (KMK, 2004) geht es explizit darum, diese Entwicklungsprojekte und die eigene Rolle darin zu reflektieren. Neben der Zielsetzung,  Reflexivität als Grundhaltung anzubahnen, wird auf dem Weg dorthin Reflexion als einzuübende Praxis begriffen.  Das  in  diesem  Rahmen  entwickelte  Seminarkonzept  soll  die  Studierenden durch Reflexionsanlässe bei ihrer Projektdurchführung begleiten. Einerseits wird die Diskussion über den Nutzen von Reflexion auf einer Metaebene angeregt. Andererseits wird auf Basis der eigenen, potenziell krisenhaften Projekterlebnisse Reflexion in Form von strukturierten und angeleiteten handlungspraktischen Reflexionsmethoden eingeübt. Diese Arbeit zielt sowohl auf die Wiederherstellung bzw. Veränderung der eigenen Handlungspraxis im Projekt ab als auch auf die fortlaufende individuelle Professionalisierung. Dieser Beitrag wird das Seminarkonzept detailliert  vorstellen.  Es  werden  insbesondere  die  Methoden  der  Begleitung,  die Formen der kollegialen Fallberatung und das theoriegestützte Reflexionsmodell in den  Blick  genommen.  Abschließend  wird  überlegt,  inwiefern  all  das  für  andere Praxisformen als das Praxissemester nutzbar ist.The  study-practice-project  is  an  innovative  format  of  practice-projects, which has been developed at the University of Bremen in the context of the “Qualitätsoffensive Lehrerbildung”. In a studygroup of a defined timespan, students cooperate with a teacher working on a concrete problem regarding school and  lesson  planning  development,  which  has  been  presented  by  this  specific school. Based on the concept of the “reflective practitioner” (Schön, 1987), the idea is to create a space for students wherein they can gather practical knowledge and  competence  in  the  field  of  school  development  as  well  as  research.  As  it takes place after the practical semester, where the focus is on teaching itself, it represents an alternative and additional practical setting. Beyond the competence of innovation (KMK, 2004), the underlying idea is to reflect upon the practiceproject as well as upon one’s own personal role within the project. Reflexivity is hereby understood not only as one’s own basic attitude but also as a practice itself, which needs to be well studied. The concept of the seminar developed within this context is to accompany the students by creating moments of re flection during the practical phase of their projects. On the one hand, the discussion about the advantages of reflection on a meta-level is encouraged. On the other hand, reflection  will  be  trained  by  looking  at  potentially  critical  practice  experiences  using structured and instructed methods of reflection. The aim is to professionally handle  the  critical  practice  experience  and  thereby  restore  one’s  own  ability  to  act within the project. It thus also aims at the individual professionalization process. This article presents the concept of the seminar in detail. We will focus on the methods  used  to  accompany  the  students  in  this practical  phase,  i.e.,  a form  of collegial case advice and a theory-based model of reflection. Finally, we will discuss its applicability for other formats of practical phases

    Seminarsitzungsplanung „Grundlagen schulischer Inklusion und sonderpädagogischer Förderkategorien“ mit dem Buddy-Book

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    Der Beitrag beschreibt die Gestaltung einer einführenden Seminarsitzung zum Thema "Grundlagen schulischer Inklusion und sonderpädagogischer Förderkategorien". Dabei wird eine menschenrechtsbasierte Perspektive im Sinne der UN-BRK eingenommen. Die Sitzung wird durch eine Präsentation gerahmt, deren didaktischer Aufbau im Artikel hergeleitet wird. Mithilfe eines sogenannten Buddybooks werden die Studierenden zu Beginn der Sitzung aktiviert, indem sie das Buddybook zunächst selbst herstellen und sich mit ihren Vorannahmen zum Thema Inklusion auseinandersetzen. Im Verlauf der Sitzung dokumentieren die Studierenden ihre Erkenntnisse und Reflexionen bezüglich Inklusion.The paper describes the design of an introductive seminar session on "Basics on Inclusive Education and Special Educational Needs". In doing so, a human rights-based perspective according to the UN CRPD is adopted. The session is framed by a presentation whose didactic structure is derived in the paper. Using a so-called Buddy book, the students are activated by producing their own Buddy book and reflecting on their assumptions about inclusion. During the session, the students document their further reflections and findings on inclusion in their Buddy book

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