Herausforderung Lehrer_innenbildung – Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion (HLZ - Universität Bielefeld)
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    Basics of Mathematics Didactic Development Work: Blended and on Demand

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    Im Beitrag wird ein Onlinekurs für das Lehramtsstudium Mathematik vorgestellt. Der Kurs ermöglicht durch Videos, elektronische Aufgaben mit gestuftem Feedback und ein asynchrones Austauschforum eine eigenverantwortliche Erarbeitung wesentlicher Grundlagen der mathematikdidaktischen Entwicklungsarbeit. Durch das freiwillige Angebot wird Studierenden der Modulvorzug und damit ein flexiblerer Studienverlauf ohne Qualitätsverluste ermöglicht, da die fachdidaktischen Grundlagen zusätzlich gesichert werden. Neben der primären Zielgruppe können auch Studierende, die ihre Abschlussarbeit im Bereich der Mathematikdidaktik schreiben, von dem Angebot profitieren. Ein abschließender Erfahrungsbericht basiert auf der intensiven Analyse der Evaluationsergebnisse einer Studierendengruppe sowie auf den Zugriffsstatistiken, die bei der Pilotierung entstanden sind.This article presents an online course for the mathematics teacher training program. The course enables students to work out essential basics of mathematics didactic developmental work on their own responsibility by means of videos, electronic tasks with graded feedback and an asynchronous exchange forum. The voluntary offer allows students to take a more flexible course of study without loss of quality, since the subject didactic basics are additionally secured. In addition to the primary target group, students writing their final thesis in the field of mathematics didactics can also benefit from the offer. A final field report is based on an intensive analysis of the evaluation results

    “Is the Corona Pandemic Wanted by God?”: A Seminar Concept for the Religious Educational Approach of Theological Conversations That is Based on Current Questions of Students

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    Wie kann eine Professionalisierung angehender Lehrkräfte hinsichtlich des religionsdidaktisch erfolgreichen Ansatzes der Kinder- und Jugendtheologie bereits universitär angestoßen und entwickelt werden? Eingerahmt in das von Petra Freudenberger-Lötz (2013) entwickelte Kasseler „Studienprofil Theologische Gespräche“ (vgl. S. 89), stellt der folgende Artikel eine eigens erstellte Seminarkonzeption vor, die vorbereitend für die praxisorientierte Leitung Theologischer Gespräche das theologisch eigenständige Fragen und Nachdenken der Studierenden in den Fokus rückt. Entwickelt wurde diese Seminarkonzeption innerhalb der Kasseler Projekte PRONET und PRONET², welche im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert werden. Die entstandene Seminarkonzeption wird in diesem Artikel zunächst in ihren didaktischen Anliegen theoretisch begründet und schließlich praxisorientiert dargestellt. Der Schwerpunkt dieses Artikels liegt hierbei auf der Einbettung und Ausführung derjenigen Seminaranteile, die auf aktuellen theologischen Fragen der Studierenden aufbauen: Denn nicht nur Kinder und Jugendliche stellen bedeutsame Fragen (vgl. Freudenberger-Lötz, 2007, S. 21), sondern auch Studierende des Lehramts Theologie bringen immer schon eigene Vorstellungen, Gedanken und Auffassungen in ihr Studium mit – und wünschen sich vielfach, persönlich bedeutsame theologische Fragen in diesem klären zu können (vgl. Riegel & Mendl, 2011, S. 349). Die hier dargestellte und dies aufgreifende Seminarkonzeption will so zuletzt auch zur Ausbildung der für die Leitung Theologischer Gespräche als wichtig erachteten Haltung des involvierten Forschenden beitragen (vgl. Kap. 2.2).How can the professionalization of prospective teachers in regards to the successful religious educational approach of Children and Youth Theology be activated and developed already in university contexts? Framed in the Kassel study profile for theological conversations, developed by Petra Freudenberger-Lötz (cp. 2013, p. 89), the following article presents a specifically devised seminar concept that brings the individual theological asking and cogitation of students into focus – in preparation for their practice-oriented leading of theological conversations. The seminar concept was developed during the Kassel projects PRONET and PRONET² which were promoted in the context of the so called “Qualitätsoffensive Lehrerbildung” of the federal government and the states with funds of the Federal Ministry of Education. In this article, the originating seminar concept will firstly be theoretically justified in its didactic issues, then it will be represented praxis-oriented. The focus of this article is on the presentation of those parts of the seminar that are based on the current theological questions of students: For not only children and adolescents ask meaningful questions (cf. Freudenberger-Lötz, 2007, S. 21), but students who study theology and teaching also bring their own imaginations, thoughts, and conceptions to the university – and often wish to clarify personally significant questions here (cf. Riegel & Mendl, 2011, S. 349). Thus, the presented seminar concept, which takes up these questions, also and finally wants to contribute to the formation of involved researchers which is considered important for the leading of theological conversations (cp. chapter 2.2)

    Inclusive Education with a Focus on Children’s Rights: A University Seminar for Master Students of Educational Sciences

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    Inklusive Bildung ist ein zentrales Thema der Lehrer*innenbildung und ein wichtiger Baustein mit Blick auf die Professionalisierung von angehenden Lehrpersonen. Im Sinne einer dekategorisierenden Form inklusiver Schul- und Unterrichtsgestaltung erweist sich die Inblicknahme der Rechte der Kinder und Jugendlichen (UN-Kinderrechtskonvention) auf die Ausgestaltung entsprechender hochschulischer Praxis als gewinnbringende Perspektive. Dabei sind die Kinderrechte sowohl individuell als auch strukturell ein bedeutsames Element der Ausrichtung pädagogischer Handlungen. Im Seminar „Inklusive Bildung unter dem Fokus der Kinderrechte“ lernen die Masterstudierenden die UN-Kinderrechte als völkerrechtlich verbindliche Grundlage schulischer Praxis kennen und können sie im Kontext Inklusiver Bildung und Sozialer Ungleichheit verorten. Anschließend kommen sie mit verschiedenen Akteur*innen der pädagogischen Praxis zusammen und entwickeln im Sinne des forschenden Lernens explorative Interviewvorhaben, die in Kleingruppen durchgeführt werden. In Hinblick auf die Professionalisierung von Lehrkräften für Inklusion deuten die Ergebnisse der Studierenden auf eine reflektierte Auseinandersetzung mit den schulischen Herausforderungen der Verwirklichung der UN-Kinderrechtskonvention und UN-Behindertenrechtskonvention hin. Dabei gerät auch die Antinomie aus schulpolitischen Forderungen und schulstrukturellen Rahmenbedingungen in den Blick, in der sich Lehrkräfte tagtäglich bewegen.Inclusive education is a central topic in teacher training and important for the professionalisation of future teachers. In the sense of a decategorising form of inclusive school and teaching, the consideration of Children’s Rights in the design of corresponding higher education practice proves to be a profitable perspective. In this context, children’s rights are a significant element in the orientation of pedagogical actions, both individually and structurally. In the seminar “Inclusive Education with a Focus on Children’s Rights”, the Master students learn about the UN Children’s Rights as a basis for school practice that is binding under international law and can situate them in the context of inclusive education and social inequality. Subsequently, they meet with different actors in educational practice and develop explorative interview projects in the sense of research-based learning, which are conducted in small groups. The results of the studies show which questions the students develop, which perspectives they gain and which further ideas are developed from the seminar

    Supervision/Coaching in der Lehrer*innenbildung: Einblicke in die Inanspruchnahme aus psychometrischer und hermeneutisch-rekonstruktiver Perspektive

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    Die Inanspruchnahme von Supervsision/Coaching dient in vielen Berufsfeldern als Möglichkeit der Professionalierung, z.B. auch in der Lehrer*innenausbildung. In der vorliegen Studie wird die Intention von Junglehrer*innen unstersucht, in ihrem Berufsleben Supervision/Coaching in Anspruch zu nehmen. Basierend auf der Theorie des geplanten Verhaltens (Theory of planned Bevaviour) wurde ein reliaber und valider Fragebogen zu dieser Thematik entwickelt, der von 132 Leher*innen berbeitet wurde. Es zeigte sich, dass die Intention Supervison/Coaching in Anspruch zu nehmen in erster Linie von den Einstellungen und der (beruflichen) sozialen Norm der Proband*innen abhing. Die empfundene soziale Norm der Stichprobe war gering ausgeprägt, hingegen waren die Einstellungen zur Supervision/zum Coachimg der Stichprobe positiv. Trotzdem war die Bereitschaft, an einer Supervison/einem Coaching teilzunehmen nur im durchschnittlichen Bereich verortet. Die statistischen Befunde der vorliegenden Untersuchung werden vor dem Hintergrund einer hermeneutisch-rekonstruktiven Perspektive diskutiert, insbesondere die beobachtete „Attitude-Intention-Gap“. Zudem wird das Verhältnis Supervison/Coaching und Schule perspektivisch beleuchtet.The use of supervision/coaching serves in many professional fields as an opportunity for professionalisation, e.g. also in teacher training. In the present study, the intention of young teachers to make use of supervision/coaching in their professional life is explored. Based on the theory of planned behaviour (Theorie des geplanten Verhaltens) a reliable and valid questionnaire on this topic was developed, which was worked on by 132 teachers. It turned out that the intention to receive supervision/coaching depended primarily on the attitudes and the (professional) social norm of the participants. The perceived social norm of the sample was low, but the attitudes towards supervision/coaching of the sample were positive. Nevertheless, the willingness to participate in supervision/coaching was only within the average range. The statistical findings of the present study will be discussed in the context of a hermeneutic-reconstructive perspective, especially the observed "attitude-intention-gap". Furthermore, the relationship between supervision/coaching and school will be examined from a perspectiv

    Erträge didaktischer Rekonstruktion für Forschung und Unterricht am Beispiel von Lernaufgaben zum experimentellen Denken und Arbeiten

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    Das Modell der Didaktischen Rekonstruktion wird seit über 20 Jahren in der Naturwissenschaftsdidaktik und darüber hinaus als theoretischer Rahmen für fachdidaktische Forschung und für die Entwicklung von Lernangeboten genutzt. Im Fokus der drei mit der didaktischen Rekonstruktion verbundenen Untersuchungsaufgaben – fachliche Klärung, Erfassung der Schüler*innenper-spektive, didaktische Strukturierung – stehen dabei in der Regel fachinhaltliche Lerngegenstände (z.B. Evolution, Chaostheorie oder Klimawandel). Im Gegensatz dazu liegen bisher kaum forschungs- oder entwicklungsorientierte Arbeiten vor, in denen das Modell auf prozessbezogene Lerngegenstände (z.B. aus den Kompetenzbereichen Erkenntnisgewinnung oder Kommunikation) bezogen wird. Dem Beitrag liegt eine Interventionsstudie zugrunde, in der das Modell der didaktischen Rekonstruktion zur Entwicklung eines mehrere Schulstunden umfassenden Lernangebots genutzt wurde, welches auf den Aufbau experimenteller Denk- und Ar-beitsweisen ausgerichtet ist. Anhand des Beispiels der vorgestellten Studie wird im Beitrag zum einen dargestellt, wie die Untersuchungsaufgaben des Modells auf einen prozessbezogenen Lerngegenstand bezogen sowie welche Prinzipien für die Entwicklung eines solchen Lernangebots aus Überlegungen zu diesen Aufgaben abgeleitet werden können. Ergänzend werden empirische Befunde eines Prä-Post-Vergleichs mit N = 222 Schüler*innen vorgestellt, die Evidenz für die Wirksamkeit des entlang dieser Prinzipien angelegten Lernangebots liefern. Zum anderen wird aus methodischer Perspektive diskutiert, welche Erträge der Einsatz des Modells der Didaktischen Rekonstruktion für Forschungsarbeiten liefern kann, in denen die Wirkung eines Lernangebots oder eines bestimmten Instruktionsmerkmals empirisch und unter möglichst kontrollierten Bedingungen untersucht werden soll

    Spatial Transformation: Promoting Pre-Service Primary School Teachers’ Learning to Think Spatially through the Model of Educational Reconstruction: Wie die Didaktische Rekonstruktion an der Hochschule fachdidaktisches und fachliches Wissen bei Studierenden des Lehramtes Primarstufe fördern kann

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    Dieser Beitrag analysiert, wie fachliches und fachdidakti-sches Wissen zum Lerngegenstand „Raumveränderungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ in der fachdidaktischen Hochschullehre adaptiver vermittelt werden kann. Als Forschungsrahmen dient das Modell der Didaktischen Rekonstruktion, bei dem fachliches und fachdidaktisches Wissen von Lehramtsstudieren-den und Expert*innen wechselseitig verglichen und so der Lernbedarf ermittelt wird. Bezogen auf deutschsprachige, geographiedidaktische Anforderungen zeigen Studierende des Studiengangs Primarstufe am Ende des Studiums (in der Schweiz ein Bachelorstudium) ein unzureichendes Raumverständnis. Die Befragten vermeiden tendenziell bedeutsame geographische Inhalte, die systemisches Denken fördern sowie das Nachdenken über Gestaltungs- und Verhaltensmöglich-keiten in der Zukunft ermöglichen. Das zu einseitige Alltagskonzept des „Räume-Betrachtens“ sollte dahingehend erweitert werden, dass Studierende sich selbst – durch alltägliche konsumtive Handlungen – als mitgestaltender und mitverantwortlicher Teil des Raumes begreifen und dies auch ihren Schüler*innen stufengerecht vermitteln.This article analyzes how content knowledge and pedagogical content knowledge of ‘spatial transformation’ can be developed with pre-service primary school teachers. The Model of Educational Reconstruction serves as a research framework, in which the conceptions shown by students and experts are compared with one another and the learning needs are determined. The results show that students don’t show an adequate understanding. Based on this analysis, the learning needs are identified and educational guidelines for spatial thinking through geography are proposed

    Looking at One\u27s Own Learning Biographically.: Learning Biography Curves as an Instrument in Teacher Education

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    Die Beschäftigung mit der eigenen Biographie kann zu einer Reflexion des Selbstbildes führen und durch entsprechende Impulse, etwa auf die eigene Lerngeschichte, spezifische Lebensbereiche in den Blick rücken. Dies erscheint gerade auch in der Lehrer*innenbildung ein wichtiger Anknüpfungspunkt für die Ausgestaltung innovativer hochschuldidaktischer Formate zu sein. In diesem Beitrag wird das Instrument Lernbiographiekurve vorgestellt und anhand zweier Beispiele exemplarisch betrachtet. Aufgezeigt werden Perspektiven für den Einsatz in der ersten Phase der Lehrer*innenbildung.Dealing with one’s own biography can lead to a reflection on one’s self-image and, through corresponding impulses, for example on one’s own learning history, bring specific areas of life into view. This seems to be an important starting point for the design of innovative didactic formats in higher education, especially in teacher education. In this article, the instrument “learning biography curve” is presented and examined, using two examples. Perspectives for its use in the first phase of teacher education are shown

    How to see film in a critical way

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    Dieser Beitrag zielt darauf ab, ein für das Lehramtsstudium entwickeltes hochschuldidaktisches Setting vorzustellen, in welchem Filme kritisch im Kontext medien-, bildungs-, erziehungs- und gesellschaftstheoretischer Bezüge analysiert und reflektiert werden. Dieses Konzept stellt dabei den Begriff der Kritik in das Zentrum der Überlegungen und verfolgt einen Ansatz, der kritisches Denken und den filmpädagogischen Begriff der Filmbildung verknüpft. Das Medium Film wird dabei unter der jeweiligen Perspektive von Kritik, Bildung, Erziehung und Gesellschaft von den Studierenden analysiert; ihre subjektiv-persönlichen Filmerfahrungen dokumentieren sie in einem Filmtagebuch. Dabei treten die Studierenden in einen Dialog mit sich selbst ein. Nicht zuletzt ist kritisches Filmlesen auch im Zusammenhang mit den Medienkompetenzanforderungen angehender Lehrer*innen zu betrachten, welche einen reflektierten und begründeten Umgang mit Medien im Unterricht postulieren.This article wants to show in which way the medium film offers different perspectives on critical thinking in university teacher training. The teaching concept bases on the terms education, society and critical thinking as main components students deal with. First, theoretical approaches make them aware of multiple views. According to this, students develop their own way of interpretation: What is the subject matter of the film? Further, the examination of film contrasts varied reactions of students in another way: writing down their film impressions in a film diary makes them conscious of their individual reception

    “All Heavy Objects Sink.” : Why Teacher Conceptions Are Important – A Teaching Unit on the Subject of “Floating and Sinking"

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    Das konstruktivistische Lehr- und Lernverständnis des Sachunterrichtes geht einher mit einer Auffassung von kindlichem Lernen gemäß des Conceptual-Change-Ansatzes. Die Theorie der didaktischen Rekonstruktion vereint beide Denkweisen in einem Triplett aus Fachlicher Klärung, der Lernendenperspektive und der Didaktischen Strukturierung eines Unterrichtsangebotes, welches es ermöglicht, dass die Lernenden ihre vorherigen Vorstellungen verändern oder erweitern können. Aber auch (angehende) Lehrkräfte verfügen über Vorstellungen zu einer Thematik, die wie die Vorstellungen von Schüler*innen fest verankert und damit schwer selbst erkenn- und veränderbar sein können. In der hier vorgestellten Seminarsequenz für Grundschullehramtsstudierende wird dies exemplarisch am Beispiel des Themas „Schwimmen und Sinken“ für den Sachunterricht illustriert. Es werden typische Vorstellungen der Studierenden vorgestellt, und es wird aufgezeigt, wie das Modell der Didaktischen Rekonstruktion die Stu-dierenden dabei unterstützen kann, Unterricht zu dem fachlich komplexen Thema „Schwimmen und Sinken“ den Lernendenvorstellungen gerecht zu planen. Zusätzlich rückt die Seminarsequenz die eigenen Vorstellungen der Studierenden in den Fokus und zeigt ihnen deren Bedeutung für die Fachliche Klärung auf.The constructivist understanding of teaching and learning in primary science and social education goes hand in hand with a conception of children’s learning according to the conceptual change approach. The Model of Didactic Reconstruction unites both ways of thinking in a triplet of technical clarification, learner perspective and didactic structuring of a teaching offer, which makes it possible for learners to change or develop their preconceptions. But (prospective) teachers also have conceptions on a topic that, like the ideas of pupils, are firmly anchored and can therefore be difficult to be recognized and changed. In the course of a seminar for primary school teacher students presented here, this is illustrated exemplarily using the topic “floating and sinking”. Typical conceptions of the students are presented and it is shown how the Model of Didactic Reconstruction can support the students in planning lessons on the complex subject of “floating and sinking” in accordance with the learner’s preconceptions. In addition, the teaching unit focuses on their own preconceptions and emphasizes their importance for the clarification of the subject

    Exploring One’s Own Digital Writing: Ein sprachwissenschaftliches Seminarkonzept zur Produktion, Analyse und Reflexion eigener digitaler Schreibpraktiken für angehende Deutschlehrkräfte

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    Wie denken angehende Deutschlehrkräfte über digitale Kommunikationspraktiken und wie vermitteln sie dies ihren Schüler*innen im Deutschunterricht? Im Lehr-Lern-Projekt „Grammatik und Schule im digitalen Zeitalter“ steht die sprachwissenschaftliche und autoethnographische Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit den eigenen digitalen Schreibpraktiken und den damit verbundenen Sprachideologien im Mittelpunkt. Der vorliegende Beitrag stellt die Struktur und Inhalte des Seminars dar und zeigt, wie Seminarteilnehmende durch die Beforschung ihrer eigenen digitalen Schreibdaten zugleich Forschende und Beforschte werden. Das Seminar ist durch aufeinander aufbauende Blöcke strukturiert: 1. Theoretische Grundlagen; 2. Empirische Erforschung eigener digitaler Schreibpraktiken; 3. Entwicklung eines Unterrichtskonzepts. Durch die empirische Arbeit an den eigenen digitalen Daten (Block 2) wird der Erwerb bzw. die Erweiterung metalinguistischer Kompetenzen und eines metapragmatischen Bewusstseins gefördert. Die Reflexion über und die praktische Erprobung von Transferpotenzialen für den Deutschunterricht wird durch die Gestaltung eines Unterrichtskonzepts modelliert (Block 3). Zusätzlich zu seinem sprachwissenschaftlichen Anspruch versteht sich das Lehr-Lern-Projekt als Open-Science-Projekt: Alle Seminarmaterialien sind als Open Educational Resources öffentlich zugänglich, und die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ihre Ergebnisse in Open Access zu veröffentlichen.What do prospective German teachers think about digital interactions and how do they convey this to their students in German lessons? The research-based teaching project “Grammar and School in the Digital Age” focuses on the students’ linguistic and autoethnographic examination of their own digital writing practices and the language ideologies associated with them. This paper presents the structure and content of the seminar and shows how students become both researchers and research participants by exploring their own data. The seminar is structured through subsequent blocks: 1. theoretical foundations; 2. empirical exploration of the students’ own digital writing practices; 3. development of a teaching concept. Empirical work on their own digital data (Block 2) fosters the students’ acquisition or enhancement of metalinguistic competencies and metapragmatic awareness. Reflection on and practical testing of transfer potentials for teaching German are modelled through the design of a teaching concept (Block 3). In addition to its linguistic dimension, the seminar is designed as an Open Science project: All seminar materials are publicly accessible as Open Educational Resources and the participants have the possibility to publish their results in Open Access

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