Herausforderung Lehrer_innenbildung – Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion (HLZ - Universität Bielefeld)
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    Cooperative Lesson Planning in a Digital World: Introducing a Seminar Concept in Pre-Service Teacher Training

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    In der Diskussion darum, ob und wie sich Bildungsprozesse und schulisches Lernen im Zuge der Digitalisierung verändern, geht es u.a. um eine „zukunftsgerichtete Gestaltung von Unterricht und schulischen Lernprozessen“ sowie um die „veränderte[n] Rollen und [die] kontinuierliche Professionalisierung von Lehrkräften“ (MSB NRW, 2022, S. 1). Während die Kompetenzen, die (zukünftige) Lehrkräfte benötigen, um Schüler*innen dabei unterstützen zu können, in einer digitalen Gesellschaft als mündige Bürger*innen zu agieren, bereits in verschiedenen Kompetenzrahmen beschrieben sind, steht die didaktische Ausgestaltung der Vermittlung von Digitalitätskompetenz in den verschiedenen Phasen der Lehrkräftebildung aktuell noch ganz am Anfang. Das hier vorgestellte bildungswissenschaftliche Seminar „Inklusionssensibler Unterricht in einer digitalen Welt“ bietet Lehramtsstudierenden, Lehrkräften und Fachdidaktiker*innen einen gemeinsamen Erprobungsraum, in dem sie ihre Digitalitätskompetenz erweitern können. Im Rahmen gemeinsamer Unterrichtsplanung und -durchführung setzen sie sich dort theoretisch fundiert und praxisnah mit der Gestaltung von Lehr-/Lernprozessen in einer digitalen Gesellschaft auseinander. Im Beitrag werden das Seminarkonzept, dessen konkrete Umsetzung sowie in den ersten Durchgängen gesammelte Erfahrungen vorgestellt.This article presents the educational science seminar “Inklusionssen-sibler Unterricht in einer digitalen Welt” (in English: Inclusion-Sensitive Teaching in a Digital World). The concept of the seminar opens up a space where student teachers, teachers, and educationalists are given the opportunity to approach teaching and learning processes in a digital society in a theoretically sound and practical way. Together, they plan and teach lessons involving digitality in the form of digital media and tools and/or digitality as the subject of the lesson

    What Do University Teachers Reflect on when Discussing University Teaching Material? A Content Analysis of Discussions in the Format ‘Materialwerkstatt’

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    Ausgehend von der Forderung nach einer reflexionsorientierten Lehrer*innenbildung nimmt der vorliegende Beitrag die Reflexion universitärer Lehrender über Lehre in den Blick. Es werden die Ergebnisse der ethnografischen Begleitung von sogenannten Materialwerkstätten präsentiert, in denen Lehrende hochschulische Lehrmaterialien diskutieren. Die inhaltsanalytische Auswertung der Diskussionsgegenstände eröffnet ein Kategoriensystem mit elf Hauptkategorien, die im Beitrag unter Rückgriff auf das spezifische Diskussionsformat betrachtet werden. Es zeigt sich, dass die Lehrenden insbesondere die didaktische Trias Gegenstand, Ziel und Methodik diskutieren, wobei die Diskussionen eher zu fachbezogenen denn fachübergreifenden Reflexionen von Hochschullehre führen. Auf der Grundlage einer Concept Map wird im Beitrag außerdem skizziert, welche Bezüge die Lehrenden in den untersuchten Materialwerkstätten zwischen den Diskussionsgegenständen herstellen. Die abschließende Betrachtung ordnet die Ergebnisse mit Blick auf Reflexionsprozesse universitärer Lehrender der Lehrer*innenbildung und Potenziale des Formats Materialwerkstatt ein. Die kommunikativ hergestellten Bezüge lassen darauf schließen, dass in Materialwerkstätten Theorie-, Struktur- und Selbstreflexionen angeregt werden können, wobei sich Lehrende eher auf ihre Erfahrungen und ihr subjektives Referenzsystem beziehen. Zuletzt zeigt der Beitrag praktische Anknüpfungspunkte sowie weiterführende Forschungsperspektiven auf.Based on the demand for a reflection-oriented teacher education, this article focuses on the reflection of university teachers on teaching. It presents the results of an ethnographic research of so-called ‘Materialwerkstätten’ in which teachers discuss university teaching materials. The content analysis of the discussions opens up a system of eleven main categories, which are considered in the article with recourse to the specific discussion format. It turns out that the teachers discuss the didactic triad of learning object, goal and methods in particular, focusing more on subject-related reflections than on cross-disciplinary aspects of higher education teaching. On the basis of a concept map, the article also outlines which references the teachers in the ‘Materialwerkstätten’ make between the categories. The concluding consideration classifies the results with regard to reflection processes of teacher educators and potentials of the format ‘Materialwerkstatt’. The communicatively established references suggest that theory-, structure- and self-reflections can be stimulated in ‘Materialwerkstätten’, whereby teachers rather refer to their experiences and their subjective reference system. Finally, the article shows practical starting points as well as further research perspectives

    Cross-phase collaboration through service learning: Evaluation of courses related to digitalization for pre-service biology teachers

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    Der Orientierungsrahmen Digitale Kompetenzen für das Lehramt in den Naturwissenschaften (kurz: DiKoLAN) ermöglicht das Ableiten von Curricula für die universitäre Phase der Lehrkräftebildung und bietet eine theoretische Hintergrundfolie für die Evaluierung der Kompetenzstände und Entwicklungsprozesse von Lehramtsstudierenden. An Hochschulen entsteht eine entsprechende Fülle an naturwissenschaftsdidaktisch begründeten Lehr-Lern-Szenarien und Unterrichtsideen für den Einsatz digitaler Medien, die praktizierende Lehrkräfte als Innovationsträger*innen von heute nicht in gleichem Maß erreicht. In den Projekten Methoden und Medien im Biologieunterricht (MuM) und Methoden des Biologieunterrichts digital umsetzen (MeBiDi) konnten angehende Biologielehrkräfte in hochschulischen Lehrveranstaltungen der Universitäten Kassel und Hamburg Erfahrungen mit digitalen Tools sammeln und erproben, wie sich darüber Methoden ihres Fachunterrichts digital umsetzen bzw. unterstützen lassen. Ihr Wissen und die dazugehörigen Umsetzungstipps gaben die Studierenden im Rahmen von Erklärvideos, Mikrofortbildungen und Praxisartikeln an praktizierende Biologielehrkräfte weiter. Hinter diesem didaktischen Konzept steht das Bildungsprogramm Service Learning (Lernen durch Engagement): Biologielehramtsstudierende verknüpfen ihr theoretisches Lernen an der Universität mit der Durchführung praktischer Projekte, die dem Gemeinwohl dienen. Zugleich bieten sie Praxispartner*innen aus dem Bereich Bildung eine Dienstleistung, die besonders in Zeiten von Distanz- und Hybridunterricht einem echten gesellschaftlichen Bedarf entsprach. In der hier präsentierten Studie wurden zwei Durchführungsvarianten eines digitalisierungsbezogenen Service-Learning-Seminars in einem Eingruppen-Pretest-Posttest-Design (N = 78 Biologielehramtsstudierende) mit quantitativen Forschungsmethoden untersucht. Bei beiden Studierendengruppen zeigen sich auf Ebene des Lernerfolgs positive Effekte auf selbsteingeschätzte Kompetenzen zum technologisch-pädagogischen Inhaltswissen, technologischen und technologisch-pädagogischen Wissen sowie zu unterrichtlichen Selbstwirksamkeitserwartungen.The orientation framework DiKoLAN enables the derivation of curricula for the university teacher education and provides a theoretical background for the evaluation of pre-service teachers’ competences and their development. At universities, a corresponding abundance of teaching-learning scenarios based on science didactics and teaching ideas for the use of digital media is emerging, which does not reach in-service teachers as "today\u27s innovators" to the same extent. In the projects MuM and MeBiDi, pre-service biology teachers were able to gain experience with digital tools in courses at the universities of Kassel and Hamburg and test how methods of their subject can be implemented or supported digitally. The students passed on their knowledge and the corresponding tips on the methods’ implementation to in-service biology teachers via explanatory videos, micro training courses and papers on practical teaching. The educational programme Service Learning is behind this didactical concept: Students of biology teacher education combine their theoretical learning at the university with the implementation of practical projects that serve the common good. At the same time, they offer a service to practice partners from the field of education, which has met a real social need, especially in times of distance and hybrid teaching. In the study presented here, two variants of implementation of a service-learning course related to digitalization were examined in a one-group pretest-posttest design (N = 78) using quantitative research methods. In both groups, positive effects on self-assessed competences as well as on self-efficacy expectations were found at the level of learning success

    On the (Im-)Possibility of (Self-)Reflective Resarch-Based Learning by Students: A Reconstructive Evaluation of an Inclusion-Oriented University Qualification Program

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    Der Beitrag setzt sich (selbst-)kritisch mit einem freiwilligen Qualifizierungsangebot im Bereich „Diversity und Inklusion/Exklusion“ aus-einander, das auf dem bildungswissenschaftlichen Pflichtstudium aufbaut und von Masterstudierenden aller Fächer des gymnasialen Lehramts belegt werden kann. Es besteht im Kern aus einem Vertiefungsseminar, in dem mittels rekonstruktiver Kasuistik über Differenzierungsroutinen von Lehrkräften reflektiert wird, sowie aus schulpraktischen Anteilen, in denen die Studierenden Unterricht beobachten und anhand selbsterhobener Daten eigene kleine Forschungsprojekte entwickeln. Ziel ist die (Weiter-)Entwicklung der Fähigkeit der Studierenden zur Reflexion von Unterrichtshandeln und infolgedessen auch ihrer professionellen Selbstreflexion hinsichtlich unterrichtlicher Differenzierung. Das Konzept des Qualifizierungsprogramms wird vor dem Hintergrund einer empirischen Erhebung (Interview mit zwei Studierenden des ersten Durchlaufs) auf seine Tiefenwirksamkeit hin untersucht. Über eine rekonstruktive Analyse der Interviewdaten wird dabei die Diskrepanz zwischen den von den ehemaligen Teilnehmer*innen berichteten Lernerfolgen im Bereich reflexiver Kompetenzen und der Selbstanwendung der zunächst an Fremdfällen eingeübten inklusionsorientierten Reflexion herausgearbeitet. Die Analyse der Aussagen der Studierenden legt nahe, dass es insbesondere aufgrund fehlender eigener Praxisroutine in der ersten Phase der Lehrkräfteausbildung noch zu früh ist, einen erfolgreichen Transfer auf das eigene Unterrichtshandeln anzuvisieren.This article self-critically reflects on an extracurricular qualification for teacher students which addresses the topics of diversity and inclusion. It can be taken by master students of all disciplines who are doing a teaching degree for the “Gymnasium”, i.e. secondary schools that prepare for university education. The core of the program consists of an advanced course which by means of casuistic analysis reflects on how teachers exert routines of internal differentiation and a school internship allowing the students to observe teaching and to develop their own small-scale research projects on the basis of collected data. Thus, the qualification program aims at fostering the students’ ability to reflect teaching routines, and, in consequence, supporting a professional self-reflection on how they them-selves practice differentiation.The concept of the qualification program will be examined regarding the depth of its effect on the attendees, based on an empirical survey (interview with two students of the first round). A reconstructive analysis of the interview data displays a discrepancy between the learning success which the interviewees reclaim for themselves and what the data exposes regarding the self-reflective application of what has been learned in the casuistic seminar from other case studies. The analysis of the students’ statements suggests that attempting a successful transfer of these reflective competences towards inclusion to the students’ own teaching is still too early in the first phase of teacher training, especially because of their lack of practical routine at that point

    Case Material for Developing Professional Emotional Competencies in Teacher Education: Design, Testing and Classification of Experience-Based Text Vignettes

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    Das theoretische Modell des prosozialen Klassenzimmers betont die Relevanz emotionaler Kompetenzen als bedeutsame Ressource für Schulerfolg und Wohlbefinden. Daher sollten angehende Lehrkräfte in der Entwicklung entsprechender Kompetenzen unterstützt werden. Die Arbeit mit Textvignetten kann eine effektive Methode zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte darstellen. Bisher haben sich jedoch nur wenige Studien mit einer emotionsevozierenden Bedeutung von Textvignetten für Professionalisierungszwecke beschäftigt. Für die vorliegende Studie wurde Fallmaterial für die Lehrkräftebildung in Form erfahrungsbasierter Textvignetten entwickelt, die den Umgang mit Heterogenität in pädagogischen Handlungssituationen thematisieren und inhaltlich auf realen Beobachtungen in Praktikumstagebüchern von Studierenden basieren. Der vorliegende Beitrag untersucht das emotionale Erleben von Studierenden anhand von 99 Vignetten, die kriterienbasiert ausgewählt wurden. Von zwei Stichproben aus Lehramtsstudierenden (Studie 1: n = 364; Studie 2: n = 304) wurden die Textvignetten anhand der evozierten Emotionen geratet. Ergebnisse clusteranalytischer Verfahren zeigen, dass die Vignetten in drei relativ homogene Cluster gruppiert werden können: positiv nuancierte Vignetten, negativ nuancierte Vignetten und neutrale Vignetten. Zusammenfassend werden die Ergebnisse hinsichtlich der gezielten Verwendung von Vignetten unterschiedlicher Cluster in der Förderung emotionaler Kompetenzen in der Lehrkräftebildung diskutiert, bevor der Beitrag mit einem Ausblick auf entsprechende geplante Studien schließt.The theoretical prosocial classroom model underlines the relevance of emotional competencies as a significant resource for school success and well-being. Therefore, pre-service teachers should be supported in the development of appropriate competencies. Working with text vignettes can be an effective method for professionalizing pre-service teachers. However, only a few studies investigate the emotion evoking significance of text case material for professionalization purposes. For that reason, case materials for teaching education in form of experience-based text vignettes that address the issue of handling heterogeneity in pedagogical settings were developed. Those are based on real student teachers’ descriptions of their own observations. This paper investigates students’ emotional experience with a total of 99 such text vignettes, selected on basis of criteria. From two samples of pre-service teachers (study 1: n = 364; study 2: n = 304), the text vignettes were rated based on the emotions evoked. The resulting cluster analysis shows that the vignettes can be grouped into three homogeneous clusters: positively valenced vignettes, negatively valenced vignettes and neutral experience vignettes. Finally, the results regarding the development of emotional competencies in teacher education using text cases are discussed. The text concludes with an overview of planned research

    Conditions for Success of Cross-Phase Collaboration in Teacher Education for the Development of Digitalisation-Related Resources in Communities of Practice

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    Im Zuge der digitalen Transformation der Gesellschaft steht die Lehrkräftebildung vor der Herausforderung, (angehenden) Lehrkräften Kompetenzen zu vermitteln, um schulische Lehr-Lernprozesse zeitgemäß zu gestalten. Eine Möglichkeit liegt dabei in der Entwicklung theoretisch fundierter und praxisorientierter digitalisierungsbezogener Ressourcen, die für diese Zwecke genutzt werden können. Um solche Ressourcen zu entwickeln, erscheint der Ansatz der phasenübergreifenden Zusammenarbeit in Communities of Practice (CoPs) der Lehrkräftebildung vielversprechend, da hier die Expertise aller Phasen genutzt werden kann. Bisherige Forschungsergebnisse zu Gelingensbedingungen der Zusammenarbeit lassen auf Faktoren wie Zielorientierung, Aufgabenbewältigung, Zusammenhalt oder Verantwortungsübernahme schließen, beziehen sich jedoch überwiegend auf Teams im Allgemeinen oder CoPs aus dem Wirtschaftskontext. Bisher unerforscht sind damit Gelingensbedingungen für die phasenübergreifende Zusammenarbeit in der Lehrkräftebildung, weshalb der vorliegende Beitrag diese Thematik untersucht. Zur Bearbeitung dieses Forschungsdesiderates werden quantitative und qualitative Daten aus dem COMeIN-Verbundvorhaben (Communities of Practice für eine innovative Lehrkräftebildung in NRW) herangezogen. Mittels einer multiplen Regressionsanalyse wurde die Aufgabenbewältigung in den CoPs als zentraler Prädiktor für positiv wahrgenommene phasenübergreifende Zusammenarbeit identifiziert. Die qualitative Inhaltsanalyse verdeutlicht zudem u.a. die hohe Relevanz der Beachtung der unterschiedlichen Systemlogiken der lehrkräfte-bildenden Phasen. Die Ergebnisse können dazu beitragen, die Zusammenarbeit der lehrkräftebildenden Phasen in CoPs zu verbessern, um so gesellschaftliche Transformationen in der Lehrkräftebildung adäquat mitzugestalten.In the course of the digital transformation of society, teacher education is faced with the challenge of imparting competences to (prospective) teachers in order to design school teaching and learning processes in a contemporary way. One possibility lies in the development of theoretically sound and practice-oriented digitalisation-related resources that can be used for these purposes. In order to develop such resources, the approach of cross-phase cooperation in communities of practice (CoPs) of teacher education seems promising, since the expertise of all phases can be used here. Previous research results on the conditions for success of collaboration suggest factors such as goal orientation, task accomplishment, cohesion or assumption of responsibility, but mainly refer to teams in general or CoPs from the business context. Thus, conditions for the success of cross-phase cooperation in teacher education have not yet been researched, which is why this article examines this topic. To address this research desideratum, quantitative and qualitative data from the COMeIN project (Communities of Practice für eine innovative Lehrkräftebildung in NRW) are used. By means of a multiple regression analysis, task accomplishment in the CoPs was identified as a central predictor for positively perceived cross-phase collaboration. The qualitative content analysis also clarifies, among other things, the high relevance of taking into account the different system logics of the teacher training phases. The results can contribute to improving the cooperation of the teacher education phases in CoPs in order to adequately shape social transformations in teacher education

    Building Competencies for Digital-Based Diagnosis and Support in Early Literacy Instruction: A seminar concept for pre-service and in-service elementary school teachers

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    Das Bildungssystem hat die Verantwortung, die digitale Transformation nachhaltig zu gestalten und in den Bildungsprozessen zu berücksichtigen. Dafür brauchen auch (angehende) Lehrkräfte digitalisierungsbezogene Kompetenzen. Für den schriftsprachlichen Anfangsunterricht betrifft dies v.a. den kompetenten Umgang mit Daten und digitalen Werkzeugen zur Diagnose und Förderung. Es wird ein Seminargesamtkonzept vorgestellt, das diese Kompetenzen adressiert. Es umfasst zwei Seminare: Seminar 1 richtet sich an Grundschullehramtsstudierende im höheren Fachsemes-ter, und Seminar 2 bezieht im Sinne einer Community of Practice (CoP) zusätzlich tätige Grundschullehrkräfte ein. Das Angebot für Studierende ist in das reguläre Curriculum integriert. Lehrkräfte können ihre Teilnahme als Fortbildung anrechnen lassen. Beide Seminare sind modularisiert sowie als Flipped Classroom im Blended-Learning-Format angelegt. Hierbei wird Inhaltswissen asynchron in flexibel anwählbaren Selbstlernphasen erarbeitet, und die Anwendung bzw. der Austausch finden synchron statt. Es steht ein Learning Management System bereit, auf das sowohl die Studierenden als auch die Lehrkräfte zugreifen können. Hierüber werden die asynchronen Einheiten und der phasenübergreifende Austausch organisiert. Zur Theorie-Praxis-Verzahnung wird in beiden Seminaren situiert gelernt. Dies geschieht in Seminar 1 an konstruierten Anwendungsfällen, die in Seminar 2 um reale Diagnose-Förder-Situationen in den Klassen der beteiligten Lehrkräfte ergänzt werden. In beiden Seminaren wird eine selbstentwickelte künstlich-intelligente Rechtschreib-App eingesetzt, sodass an einem konkreten Tool Kompetenzen wie (1) der gewinnbringende, aber auch kritische und ethische Umgang mit Daten, (2) der medienpädagogische und -didaktische Umgang mit Tools und (3) die Implementation im Unterricht trainiert werden können. Das Seminarkonzept ist so angelegt, dass es auch in anderen CoPs und Fachbereichen Anwendung finden kann.The education system has a responsibility to ensure a sustainable influence on the digital transformation and to secure that recent developments are taken into account for educational processes. To meet this challenge, teachers need digital competencies. For early literacy instruction, this primarily concerns the ability to handle data and digital tools competently for diagnostic and promotional scopes. This paper presents an overall concept to address these competencies. It comprises 2 seminars. Seminar 1 is aimed at undergraduate students studying to be elementary school teachers. Seminar 2 additionally involves practicing elementary school teachers in terms of a Community of Practice.  Both seminars are modularized and designed as flipped classrooms in a blended learning format, which enables participants to acquire declarative knowledge independently in an asynchronous setting. The application of this knowledge and exchange takes place synchronously. The participants are provided with a LMS, which can be accessed by both students and teachers. Learning in both seminars takes place in a situated manner. In Seminar 1, this is achieved by discussing constructed, but concrete cases of application, which in seminar 2 are subsequently supplemented with real diagnostic/support cases from the classes of the participating teachers. Both seminars contain units that provide participants with the opportunity to use an artificially intelligent spelling app, developed by the authors. Thus, participants can train specific digital competencies, such as the beneficial, but also critical and ethical, handling of data, the pedagogical handling of digital tools and the implementation of said tools in the classroom

    "You really only do that when you\u27re face-to-face." : Knowledge acquisition by teachers in asynchronous online training courses

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    Die anstehende und zum Teil bereits angestoßene digitale Transformation der Schulbildung ist mit hohen Anforderungen an Lehrpersonal verbunden. Die bisher vielerorts mangelnde medienpädagogische Kompetenz von Lehrkräften kann nur mit Hilfe einschlägiger Fortbildungsangebote zu Themen der Medienbildung erworben werden. Für die Lehrkräfteaus- und -weiterbildung stellt sich dabei die Frage, wie Lernumgebungen gestaltet werden können, um den Wissens- und Kompetenzerwerb von Lehrkräften optimal zu unterstützen. Im vorliegenden Beitrag werden der Wissenserwerb in asynchronen Online-Fortbildungen und der Einfluss konzeptueller (und persönlicher) Merkmale untersucht. Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden empirische Erkenntnisse gewonnen und ein Framework zum Einfluss der Gestaltungsmerkmale auf den Wissenserwerb abgeleitet. Die Ergebnisse bieten eine Diskussionsgrundlage für den Einsatz und die Gestaltung von Online-Lernumgebungen in der Lehrkräfteaus- und -weiterbildung.The upcoming and, in some cases, already initiated digital transformation of school education is associated with high demands on teaching staff. The lack of media education skills among teachers in many places can only be addressed with the help of relevant training programs on media pedagogical topics. For teacher training and further education, the question arises as to how learning environments can be designed in order to support the acquisition of knowledge and skills by teachers. In this paper, we attempt to answer the following research question: How is the knowledge acquisition of teachers in asynchronous online training courses is influenced by conceptual (and personal) characteristics? To this end, empirical findings are generated and a framework for the influence of conceptual and personal characteristics on knowledge acquisition is derived. The results provide a basis for discussion regarding the use and design of online learning environments in teacher education

    Habitus Patterns of Teachers and Habitus Sensitivity as a Cross-Cutting Task of Inclusive Teacher Education

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    Bildungschancen und Bildungserfolg sind in Deutschland nach wie vor stark abhängig von der sozialen Herkunft. Schulleistungsstudien und Bildungsberichte zeigen immer wieder: Trotz pädagogischer Bemühungen und Reformen gelingt es bislang nicht, sozial ungleiche Bildungschancen zu kompensieren. Für die Lehrkräftebildung stellt sich daher die zentrale Frage, wie herkunftsspezifische Benachteiligungen im Schulalltag stärker aufgefangen und ausgeglichen werden können. Im inklusiven Schulsystem wird der kompetente Umgang mit Heterogenität immer wichtiger. Im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrkräftebildung wurde daher an der Leibniz Universität Hannover eruiert, wie die unterschiedlichen Ausgangslagen und Bedürfnisse der Lernenden besser berücksichtigt werden können. Mit dem Ziel der Konkretisierung einer heterogenitätssensiblen Lehrkräftebildung im Konzept der Reflexiven Handlungsfähigkeit wurden für den Schulalltag bedeutsame Differenzlinien identifiziert und ausgearbeitet, darunter auch die Differenzlinie Habitus/Milieu, die in diesem Beitrag vorgestellt wird. Der Beitrag schließt insbesondere an Arbeiten zum Habitus von Lehrkräften an, die im Rahmen der Habitus- und Milieuforschung entstanden sind. Nach einer Erläuterung der theoretischen Konzepte wird veranschaulicht, wie die professionelle pädagogische Praxis (angehender) Lehrkräfte mit ihrem milieuspezifischen Habitus verwoben ist und wie Lehrkräfte dadurch (i.d.R. unbewusst und ungewollt) zur Reproduktion ungleicher Bildungschancen beitragen können. Im Anschluss daran werden Ziele für die Lehrkräftebildung abgeleitet. Hier steht die Reflexion eigener biografisch erworbener Habitusmuster durch die (angehenden) Lehrkräfte im Fokus, die in den letzten Jahren verstärkt unter dem Begriff Habitussensibilität diskutiert worden ist.Educational opportunities and success in Germany are still strongly dependent on social background. School performance studies and education reports show time and again that despite educational efforts and reforms, it has not yet been possible to compensate for socially unequal educational opportunities. For teacher training, therefore, the central question is how origin-specific disadvantages can be more strongly compensated for in everyday school life. In the inclusive school system, dealing competently with heterogeneity is becoming increasingly important. Within the framework of the “Qualitätsoffensive Lehrkräftebildung” at the Leibniz University Hannover, it was therefore investigated how the different starting points and needs of the learners can be better taken into account. With the aim of concretizing heterogeneity-sensitive teacher training in a concept called Reflexive Handlungsfähigkeit (reflective disposition for teacher performance), significant diversity dimensions were identified and elaborated. Among them is the diversity dimension “habitus/milieu”, which is presented in this paper. In particular, the article follows up on work on the habitus of teachers that has emerged in the context of habitus and milieu research. After an explanation of the theoretical concepts, it is illustrated how the professional pedagogical practice of (prospective) teachers is interwoven with their milieu-specific habitus and how teachers can thereby (usually unconsciously and unintentionally) contribute to the reproduction of unequal educational opportunities. Subsequently, goals for teacher education are derived. The focus here is on the reflection of biographically acquired habitus patterns by (prospective) teachers, which has been increasingly discussed in recent years under the term “habitus sensitivity”

    Innovating under Pressure : Qualitative Investigation of Transfer Barriers and Development of a Chatbot to Support School Practice Trials in a Teacher Training Program

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    Der Beitrag beschreibt im Sinne des „Educational Design Research“ (Plomp, 2013) die Ergebnisse einer systematischen Untersuchung von Herausforderungen beim Transfer digital unterstützter Lernumgebungen im Kontext schulpraktischer Erprobungen als Teil von Lehrkräftefortbildungen mit dem Ziel der Entwicklung eines Chatbots zur Unterstützung des handlungsbasierten Wissenserwerbs im situierten Lernen. Dazu sind Lernverläufe der Lehrenden als Lernende u.a. mittels Portfolios (n = 19) erfasst und mit einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet worden. Zentrale Ergebnisse beziehen sich hierbei auf Praktiken des Planens und Vorbereitens als Voraussetzung professionellen Unterrichtshandelns. Darauf aufbauend haben Praktiker*innen (n = 10) sowie Expert*innen (n = 6) in einem Knowledge-Exchange-Prozess mit einem Prototyping-Ansatz interdisziplinär Unterstützungs- und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Aus diesen Ideen wurde ein Chatbot-Prototyp basierend auf Prinzipien des „mobile learning“ gestaltet. Der Beitrag schließt mit der Vorstellung der Chatbot-Kernelemente sowie der Einordnung der Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf den anschließendenEntwicklungszyklus.In the sense of “Educational Design Research” (Plomp, 2013), this paper describes the results of a systematic investigation of challenges in the transfer of technology supported learning environments in the context of school practice trials as part of teacher training with the aim of developing a chatbot to support action-oriented knowledge acquisition in situated learning. For this purpose, learning processes of teachers as learners were recorded by means of portfolios (n = 19) and evaluated with a qualitative content analysis. Key findings relate to practices of planning and preparation as requirements for professional teaching. Based on this, practitioners (n = 10) as well as experts (n = 6) used a knowledge exchange process with a prototyping approach to develop interdisciplinary possibilities for support and solutions. From these ideas, a chatbot prototype was developed based on the principles of “mobile learning”. The paper concludes with a presentation of the core elements of the chatbot, a framing of the results and considerations for future developments

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