o-bib - Das offene Bibliotheksjournal (VDB - Verein Deutscher Bibliothekare e.V.)
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RegionaliaOpen: Ein neuer Publikationsservice der Badischen Landesbibliothek
Am Beispiel der Badischen Landesbibliothek wird aufgezeigt, welche Rolle den Regionalbibliotheken im Zuge der Open-Access-Transformation zukommt und welche Schritte diese unternehmen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Dabei wird das neue Repositorium der Badischen Landesbibliothek „RegionaliaOpen – Open-AccessPublikationsserver für den Südwesten“ vorgestellt und erläutert, wie der Weg bis dahin aussah. Thematisiert werden zudem die Herausforderungen und Besonderheiten eines Repositoriums an einer Landesbibliothek und es wird erklärt, welche Entscheidungen hinsichtlich Inhalten und Adressaten, Software, Erschließung und Workflows getroffen wurden. Zudem wird über die Erfahrungen bei der Gewinnung von Kooperationspartnern und dem Aufbau von Publikationsservices für die landeskundliche Community berichtet.Using the example of the Badische Landesbibliothek (Baden State Library), this paper shows which role regional libraries play in the context of the open access transformation and which steps they take to meet the necessary requirements. The new repository of the Badische Landesbibliothek, “RegionaliaOpen – Open Access Publication Server for the Southwest”, is presented and its development outlined. The challenges and special features of a repository at a state library are also discussed. In addition, the decisions made with regard to content and the potential audience, software, cataloging and workflows are explained. Furthermore, experiences with finding potential partners and the development of publication services for the regional studies community are discussed
Von NEBIS zu SLSP: Wie die Datenmigration des grössten Schweizer Verbundes umgesetzt wurde
Am 7. Dezember 2020 begann mit swisscovery für das Schweizer Bibliothekswesen eine neue Ära. Die sechs grossen Bibliotheksverbünde fusionierten zu einer einzigen Plattform, der Swiss Library Service Plattform (SLSP). Damit einhergehend wurde mit Ex Libris Alma auch ein neues Bibliothekssystem eingeführt und Aleph und SFX abgelöst. Für den NEBIS-Verbund, ehemals grösster Bibliotheksverbund in der Schweiz, bedeutete dies, die Datenmigration zu organisieren und die NEBIS-Bibliotheken beim Wechsel zu SLSP zu begleiten. Ein Wechsel des Bibliothekssystems ist immer mit vielfältigen Herausforderungen und Unwägbarkeiten verbunden. Welche konzeptuellen Überlegungen sich die NEBIS-Systemverantwortlichen bezüglich der Datenmigration gemacht haben und wie die unzähligen Bereinigungen priorisiert wurden, wird nebst den Lessons Learned im Folgenden aufgezeigt.On 7 December 2020, a new era for the swiss scientific libraries began with swisscovery. The six large library networks merged into one single platform, the Swiss Library Service Platform (SLSP). This was accompanied by the introduction of a new library system, Ex Libris Alma, which replaced Aleph and SFX. For the NEBIS network, formerly the largest library network in Switzerland, this meant organizing the data migration and supporting the NEBIS libraries in the change to SLSP. A change of the library management system is always associated with various challenges and unknowns. The conceptual considerations that the managers of the NEBIS system made with regard to data migration and how the countless data clean-ups were prioritized are shown below, along with the lessons learned
Der VDB-Bundesvorstand stellt sich vor
Vorstellung der Mitglieder des Bundesvorstands des VDB für die Amtsperiode 2021 bis 2024
Vielfältig statt ideal: Arbeitspsychologisches Feldexperiment zur Gestaltung von Nutzerarbeitsplätzen in einer Universitätsbibliothek
Der vorliegende Aufsatz stellt ein arbeitspsychologisches Feldexperiment zur Untersuchung von vier verschiedenen Nutzerarbeitsplatzqualitäten innerhalb der Publikumsfläche der Universitätsbibliothek der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg anhand der subjektiv beurteilten Lernumgebung durch Studierende dar und wurde von der Universitätsbibliothek mit dem Ziel in Auftrag gegeben, mögliche Ansatzpunkte für eine nutzendenorientierte Optimierung der Arbeitsplätze abzuleiten. In Anlehnung an vergleichbare Studien in anderen Universitätsbibliotheken wurde die Wahrnehmung der Lernumgebung und die Beurteilung der Nutzerarbeitsplätze mittels eigens für diese Untersuchung erstellten Fragebögen sowie standardisierten Interviews erhoben. Außerdem wurde ein mobiles Eye-Tracking-System zur Analyse potentieller Ablenkungsfaktoren in der Lernumgebung genutzt. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass sich die wahrgenommenen Eigenschaften der Lernumgebung auf das Wohlbefinden der Studierenden auswirken, welches wiederum die Wahl ihres Arbeitsplatzes beeinflusst. Basierend auf der Interpretation der gewonnenen Erkenntnisse und unter Berücksich-tigung möglicher Kritikpunkte am Studiendesign zeigen die Daten Evidenz dafür, dass die Helligkeit, die ergonomische Ausstattung, ein freies Sichtfeld sowie die Lautstärke wichtige Einflussfaktoren für das Wohlbefinden der Studierenden darstellen, wobei auch die individuellen Lernpräferenzen dazu führen, dass Nutzende unterschiedliche Plätze favorisieren. Den idealen Nutzerarbeitsplatz gibt es demnach nicht. Die Aufgabe einer Universitätsbibliothek sollte daher u. a. darin bestehen, den Studierenden eine möglichst vielfältige Auswahl an Arbeitsplätzen zur Verfügung zu stellen.This paper presents a psychological study, which examined four different work spaces in the university library of the Otto-von-Guericke-University Magdeburg based on the learning environment evaluated by students. The study was commissioned by the library with the aim to identify important factors in designing a learning environment, which fits the students` needs. Based on similar studies conducted in other university libraries the environmental perception and the evaluation of the workspaces were examined with questionnaires and standardised interviews. A mobile eye-tracking system was used to analyse potential distractors around the spaces. The results show that the perceived features of the learning environment have an impact on the wellbeing of the students, which in turn influences the choice of their favourite learning space. Based on the interpretation of these findings and taking into account possible limitations of the study design the data indicate that light, ergonomic features and the visibility of the whole room as well as noise have an important influence on the wellbeing of students. However, because of individual learning preferences, users prefer different learning spaces. Therefore there cannot be the perfect learning space. The results indicate that university libraries should focus on providing a diverse choice of learning spaces
Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften: Bereits selbstverständlich oder doch noch etwas exotisch?
Der Beitrag konzentriert sich bewusst auf jene Daten in den Geisteswissenschaften, die sich nicht den Digital Humanities zuordnen lassen und damit nicht schon per se bewusst auf die digitale Dimension des Fachs fokussieren. Spätestens beim Ausfüllen der von den Fördergebern vorgeschriebenen Datenmanagementplänen stellt sich für viele Wissenschafter*innen die Frage, was denn nun in ihrem Fall eigentlich die Forschungsdaten sind, die sie sicher und langfristig verfügbar machen sollen. Handelt es sich dabei um die Texte die verwendet oder produziert werden oder die Bilder, auf die der Text Bezug nimmt? Die fehlende Auseinandersetzung mit Datenmanagement während des Studiums und beim Verfassens der Abschlussarbeit führt nicht nur dazu, dass viele Informationen, die von anderen Forscher*innen weitergenutzt werden könnten, verloren gehen, sondern auch zu Rechtsunsicherheiten und im schlimmsten Fall zu juristischen Problemen. Hier den richtigen Weg zwischen aus Furcht vor juristischen Konsequenzen zurückgehaltenen Informationen und einem möglichst offenen Umgang mit Daten zu finden, ist eine Gratwanderung und bedarf genauer Anleitungen und viel Hintergrundwissen. Wie man als Forschungsdatenmanager*in an Bibliotheken am besten Geisteswissenschaftler*innen dabei hilft „as open as possible, as closed as necessary“ zu agieren, soll im Rahmen des Beitrags andiskutiert werden.This article deliberately focuses on data in the humanities that cannot be classified as digital humanities and thus does not per se consciously focus on the digital dimension of the discipline. At the latest when filling out the data management plans prescribed by the funding bodies, many scientists and scholars are confronted with the question of what actually constitutes the research data that they are supposed to make available securely and in the long term. Is it the text that is used or produced, or the images that the text refers to? Not dealing with data management while studying and writing the thesis not only leads to the loss of a lot of information that could be further used by other researchers, but also to legal uncertainties and, in the worst case, to legal problems. Finding the right path between withholding information for fear of legal consequences and handling data as openly as possible is a tightrope walk and requires precise instructions and a lot of background knowledge. This article will discuss how research data managers in libraries can best help humanities scholars to act “as open as possible, as closed as necessary”