o-bib - Das offene Bibliotheksjournal (VDB - Verein Deutscher Bibliothekare e.V.)
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Berndt von Egidy (1938–2022)
Nachruf auf den früheren VDB-Vorsitzenden und Direktor der UB Tübingen, Berndt von Egidy
 
Satelliten-Konferenz „Wissenschaftsgeleitetes Open- Access-Publizieren“ zu den Open-Access-Tagen 2023 am 26. September 2023
Online Escape Game zur Förderung der Informationskompetenz bei Studierenden der Ingenieurwissenschaften
In ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen liegt der Fokus oft stärker auf den jeweiligen fachlichen als auf Informationskompetenzen, die jedoch spätestens bei der Erstellung der Abschlussarbeit nötig sind. Um dafür benötigte Fähigkeiten zu fördern, wurde im Rahmen eines Praxisprojekts im Kölner MALIS-Studiengang ein Online Escape Game für Studierende am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT erstellt. Zur Planung gehörten die Identifikation von relevanten Komponenten dieser Spielform sowie die Entwicklung eines didaktischen Konzepts und die technische Umsetzung.In engineering courses, the focus is often more on the respective technical than on information skills, which are, however, needed at the latest when students write their final thesis. To promote the skills required for this, an online escape game was created for students at the Fraunhofer Institute for Production Technology IPT as part of a practical project in the Cologne MALIS degree programme. The project included the identification of relevant components of this game type as well as the development of a didactic concept and its technical implementation
Generation Z – eine qualitative Befragung zur Nutzung von Hochschulbibliotheken und Informationszentren
Die digitale Transformation unserer Gesellschaft führt fortlaufend zu wesentlichen Veränderungen in der Art und Weise, wie wissenschaftliche Bibliotheken und Informationszentren ihre Dienste anbieten. Die Generation Z, die aktuelle Studierenden- und junge Doktorand*innen-Generation, ist eine der wichtigsten Nutzer*innengruppen dieser Einrichtungen. Dennoch ist unser Wissen über ihre Arbeitsweisen, Kommunikationskanäle und Erwartungen noch begrenzt. Für eine nutzer*innenorientierte Weiterentwicklung von Servicekonzepten, Systemen und Informationen, wurden daher in dieser Studie persönliche Gespräche mit Angehörigen der Generation Z (bis einschließlich 25 Jahre) geführt. Das Vorgehen war explorativ und die Teilnehmer*innen wurden in semistrukturierten Leitfaden[1]Interviews befragt, wodurch 58 Online-Interviews entstanden sind, die aufschlussreiche Einblicke in das Nutzungsverhalten liefern. Die Ergebnisse wurden während der Corona-Pandemie 2020 erhoben und enthalten u. a. viele Wünsche und Verbesserungsvorschläge, aber auch Schwierigkeiten, mit denen die jungen Erwachsenen konfrontiert sind.The ongoing digital transformation of our society is continuously leading to significant changes in the way that academic libraries and information centers offer their services. The Generation Z, also known as the current student and young doctoral generation, is one of the most important user groups of these facilities. However, our knowledge about their working methods, communication channels and expectations is still limited. Therefore, this study conducted personal interviews with members of Generation Z (up to 25 years) in order to develop user-oriented service concepts, systems, and information. The approach was exploratory and participants were interviewed in semi-structured guideline interviews, resulting in 58 online interviews that provide insightful insights into usage behavior. The results were collected during the coronavirus pandemic of 2020 and include many requests and suggestions for improvement, as well as difficulties faced by young adults
Alles unter Kontrolle? KI im Einsatz im Bildarchiv der ETH-Bibliothek
Das Bildarchiv der ETH-Bibliothek in Zürich mit 3,6 Millionen Fotografien aus der Zeit zwischen 1860 und heute ist eines der größten historischen Bildarchive der Schweiz. Seit 2021 setzt das Bildarchiv nebst der herkömmlichen intellektuellen Erschließung auch künstliche Intelligenz für die inhaltliche Bilderschließung sowie für die Übersetzung von Metadaten ein. Die Ergebnisse sind gut. Die Nutzenden profitieren von zusätzlichen Recherchemöglichkeiten. Die automatisch generierten Tags (Autotags) sind näher an der Alltagssprache und gehen auch mehr ins Detail. Das Bildarchiv nutzt das Autotagging komplementär: Es ersetzt die intellektuelle Arbeit der Beschlagwortung nicht, sondern ergänzt sie. Während die Rechendauer beträchtlich ist, ist der finanzielle Aufwand vernachlässigbar.Angesichts der über 16 Monate dauernden Initialbearbeitung stellte sich die Frage, ob sich der Rechenaufwand zum Erzeugen der Autotags überhaupt lohnt. Eine Onlineumfrage brachte Erkenntnisse zur Akzeptanz der Autotags einerseits und den Recherchetechniken der Nutzenden andererseits.With 3.6 million photographs – from the period between 1860 and today, the Image Archive of the ETH Library in Zurich is one of the largest historical image archives in Switzerland. Since 2021, the Image Archive uses artificial intelligence for content-based image indexing, in addition to intellectual indexing, and for the translation of metadata. The results are good. Users benefit from additional research options. The automatically generated tags are closer to everyday language and go into more detail. The Image Archive uses autotagging in a complementary way: It does not replace the intellectual work with the subject headings but complements it. While the computing time is considerable, the financial effort is negligible. In view of the initial processing, which took over 16 months, the question arose as to whether the computational effort required to generate the autotags was worthwhile at all. An online survey provided insights into the acceptance of the autotags on the one hand and the research techniques of the users on the other
Fachkräfte im Bereich der Medienpädagogik an Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland: Anforderungen und Aufgaben
Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer Bachelorarbeit vor, in welcher die Erwartungen Öffentlicher Bibliotheken an Bewerber*innen bei der Besetzung medienpädagogischer Vakanzen hinsichtlich der Aufgaben und Kompetenzen untersucht wurden. Ebenfalls betrachtet wurden die Gründe für eine fachfremde Ausschreibung sowie die Einschätzung von Mitarbeitenden, die selbst medienpädagogisch in Öffentlichen Bibliotheken tätig sind. Die Datengrundlage der Arbeit bildeten Volltexte von Stellenanzeigen der Plattform OpenBiblioJobs und der Mailingliste InetBib im Untersuchungszeitraum 2016 bis 2021. Zudem wurden qualitative Interviews mit Fachkräften im Bereich der Medienpädagogik sowie mit Bibliotheksleitungen geführt.The article presents the results of a Bachelor’s thesis in which the expectations of public libraries towards applicants for media education positions were examined with regard to the intended tasks and required competences. Also considered were the reasons for advertising vacancies in a non-specialized way as well as the assessment of employees who already work in media education in public libraries. The data basis of the study consisted of full texts of job advertisements on the OpenBiblioJobs platform and the mailing list InetBib in the period under investigation from 2016 to 2021. In addition, qualitative interviews were conducted with professionals in the field of media education as well as library managers
Arbeitskreis Filmbibliotheken – Quo vadis? Bericht zur öffentlichen Arbeitssitzung des Arbeitskreises Filmbibliotheken
Informationskompetenz gegen Fake Science: Wie steht es, was sagen die Beteiligten und welche Taktik ist nun gefordert?
Der Beitrag analysiert die Aktivitäten deutscher Bibliotheken drei Jahre nach der sehr kritischen Berichterstattung in den Medien über Predatory Publishing („Wissenschaftsskandal“) dahingehend, wie sie über das Thema Fake Science informieren und Wissenschaftler*innen unterstützen. Dies geschieht vorwiegend in spezifischen Veranstaltungen, die vor allem die Zielgruppen erreichen, die zumindest rudimentär schon sensibilisiert sind. Vorgestellt werden die Ergebnisse einer Befragung unter Teaching Librarians dazu, wie sie ihre Kompetenzen zur Erkennung von Fake Science einschätzen und wie sie ihre Rolle und die Aufgaben der Bibliotheken bei der Bekämpfung von Fake Science sehen. Der Beitrag diskutiert Best-Practice-Beispiele für die Förderung einer kritischen Informationskompetenz in Bibliotheken auf Basis des Frameworks Informationskompetenz, die weit über die Vermittlung von Recherchefähigkeiten hinausgeht.Three years after a very critical media coverage of predatory publishing (“science scandal”), the article analyses the activities of German libraries in terms of how they provide information about fake science and how they support scientists. This happens mainly in specific events which primarily reach those target groups that are already at least rudimentarily sensitized. The results of a survey among teaching librarians are presented, as to how they assess their skills in detecting fake science and how they see their role and the tasks of libraries in combating fake science. The article discusses best practice examples for promoting critical information literacy in libraries based on the information literacy framework, which goes far beyond teaching research skills