o-bib - Das offene Bibliotheksjournal (VDB - Verein Deutscher Bibliothekare e.V.)
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Wer ist zukünftig noch im Büro? : Erfahrungen mit Remote Work in Pandemiezeiten und ein Blick in die Zukunft
Der Programmbereich A – Bestandsentwicklung und Metadaten mit seinen zwei Abteilungen A1 – Wissenschaftliche Dienste und A2 – Integrierte Erwerbung und Katalogisierung ist mit über 80 Beschäftigten der größte Programmbereich der ZBW – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft. Auch wenn die ZBW seit Jahren im Rahmen einer modernen familienorientierten Personalpolitik Telearbeit als flexible Arbeitsform zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben fördert, waren die Voraussetzungen der einzelnen Beschäftigten Mitte März 2020 mit dem pandemiebedingten Eintritt in 100 % Homeoffice sehr unterschiedlich. Es gab Beschäftigte, bei deren Aufgaben Remote Work problemlos möglich war, von denen einige bereits Telearbeit praktiziert hatten. Doch gab es auch Mitarbeiter*innen, deren Tätigkeiten nur vor Ort zu erledigen waren, die bis März 2020 noch nie Telearbeit ausgeübt hatten. Der Bericht schildert die Erfahrungen mit Remote Work aus über zwei Jahren Pandemie, wie es z.B. gelungen ist, den Kontakt zum Team zu halten, welche organisatorischen Maßnahmen zur Unterstützung getroffen wurden und wie der Zusammenhalt und das Wir-Gefühl gestärkt werden konnten. Zum Schluss wird diskutiert, wie die Arbeit in Zukunft organisiert werden kann, nachdem die Teams zumindest teilweise wieder in die Büros zurückgekehrt sind – und welche Arbeitsweisen aus den zwei Jahren in der ZBW bleiben werden.The division A – Collection Management and Metadata with its two departments A1 – Scientific Services and A2 – Integrated Acquisition and Cataloguing is the largest division of the ZBW – Leibniz Information Centre for Economics with more than 80 employees. Even though the ZBW has promoted teleworking as a flexible way to balance work and private life for years as part of a modern, family-oriented staff policy, the conditions of the individual employees varied greatly in mid-March 2020, when everybody had to work from home full time due to the pandemic. There were employees who had already practiced telework when their tasks had permitted it. However, there were also employees whose tasks could only be done on site and who had had no experience with telework until March 2020. The report describes the experiences with telework from more than two pandemic years, e.g., how it was possible to keep in touch with the team, which organizational measures were taken to support the teleworking staff and how the team spirit and the sense of togetherness were strengthened. What remains after many teams return to the offices at least partially and how work in the ZBW will be organized in the future will be discussed at the end of this paper
Tschechien im Blick deutscher Bibliotheken: Die Bohemica-Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek und ihre FID-Services für die Tschechienforschung
Der 8. Bibliothekskongress 2022 bildete den Auftakt zu einer dreijährigen Partnerlandphase zwischen der deutschen und der tschechischen Bibliothekswelt. Der Aufsatz nimmt dies zum Anlass, um Einblicke in eine der bedeutendsten deutschen Bohemica- und Moravica-Sammlungen zu geben und mit einem Fokus auf Tschechien aktuelle Entwicklungen im Serviceportfolio des Fachinformationsdienstes (FID) Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa an der Bayerischen Staatsbibliothek zu diskutieren. Dabei wird zum einen deutlich, wie schwierig es ist, historische Bestände einer „tschechischen Sammlung“ überhaupt zu definieren. Diskutabel ist auch die Verortung tschechischer Bestände in deutschen Osteuropasammlungen. Zum anderen liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Umgang mit frei im Web verfügbaren Ressourcen, die eine zunehmend wichtige Rolle spielen und von Bibliotheken und FIDs neue „Erwerbungskonzepte“ verlangen – auch mit Blick auf die Wissenschaftsproduktion zu und aus Tschechien. Diese und andere Herausforderungen der fortschreitenden Digitalität könnten auch ein fruchtbarer Gegenstand im fachlichen Austausch mit Tschechien als Partnerland sein.The 8th German Library Congress 2022 marked the beginning of a three-year intense partnership between the German and Czech professional library worlds. On this occasion, the paper gives insight into the Bohemian and Moravian collection of the Bavarian State Library in Munich that ranks as one of the most important of its kind in Germany and in the world. Furthermore, it discusses recent developments of the Munich-based Specialised Information Service (FID) for Russian, East, and Southeast European Studies with a focus on its information services on the Czech lands. On the one hand, it is shown how difficult it is to define a specifically “Czech collection” with regard to historical stock. It is also debatable that Czech holdings in German libraries are usually assigned to the Eastern European collections. On the other hand, the paper focuses on how to deal with freely available resources on the Web as they play an increasingly important role and require new concepts for “acquisition” – also with regard to science production on and from Czechia. These and other challenges related to the ongoing digital transformation might also be a rich topic in the professional exchange with our Czech partners
„Libraries in the Research and Innovative Landscape – Supporting, Partnering, Leading“: Einblicke aus der Jahreskonferenz 2022 des europäischen Bibliotheksverbands LIBER und Ausblicke auf die Zukunftspläne
Under Construction: Open Access und Forschungsdaten in Bauingenieurwesen, Architektur und Urbanistik
Die im Rahmen des Fachinformationsdienstes (FID) BAUdigital definierten acht Aktionsfelder richten sich disziplinübergreifend an Forschende der Fachdisziplinen Bauingenieurwesen, Architektur und Urbanistik. Im Aktionsfeld 8, Open Access und Publikationsdienstleistungen, werden unter anderem spezifische Informations- und Beratungsangebote zu Open Access für die Community entwickelt. Vorausgegangene Studien und Expertengespräche zeigten bereits auf, dass sich die angesprochenen Fachdisziplinen in ihren Publikationskulturen unterscheiden. Eine vertiefende Analyse der Fachspezifika erschien notwendig und sollte maßgeblich durch eine Online-Befragung der FID-Community erreicht werden. Die vorliegenden Ausführungen stellen die Ergebnisse der Online-Befragung zum Thema „Open Access und Forschungsdatenmanagement“ vor, die im Frühjahr 2021 durchgeführt wurde. Es zeigt sich, dass Open Access aus verschiedenen Gründen (noch) nicht die bevorzugte Publikationsform in den genannten Fächern darstellt. Auch Zweitveröffentlichungen und das Publizieren von Forschungsdaten spielen bei den befragten Vertreter*innen der Fächer bislang eine untergeordnete Rolle. Zugleich wird betont, dass eine aktive Unterstützung und Beratung im Publikationsprozess sowie eine finanzielle Förderung von Open-Access-Veröffentlichungen die notwendigen Anreize schaffen kann, dies zu verändern.The eight „fields of action“ defined within the framework of the specialized information service (FID) BAUdigital address researchers from the disciplines of civil engineering, architecture, and urban studies in an interdisciplinary manner. In „field of action 8“, open access and publication services, specific information and consulting services on open access are developed for this community. Previous studies and expert discussions have already shown that the targeted disciplines differ in their publication cultures. A more in-depth analysis of the specifics of the disciplines seemed necessary and was achieved primarily through an online survey of the FID community. This paper presents the results of the online survey on “Open Access and Research Data Management”, which was conducted in spring 2021. It shows that, for various reasons, open access is not (yet) the preferred form of publication in the subjects mentioned. Self-archiving and the publication of research data also haven’t played a significant role among the surveyed representatives of the disciplines. At the same time, it was emphasized that active support and advice in the publication process, as well as financial support for open access publications, might create the necessary incentives to change this
Bericht aus der 81. Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme am 11. November 2021
Openness in Bibliotheken : Positionspapier der Kommission für forschungsnahe Dienste des VDB
Evaluation von Volltextdaten mit Open-Source-Komponenten
Im Bereich der Volltexterzeugung stehen heute vollwertige Open-Source Systeme zur Verfügung. Auch bei der Auswertung der Resultate können etablierte Open-Source-Werkzeuge aus den Bereichen Data Science (DS), Information Retrieval (IR) und Natural Language Processing (NLP) eingesetzt werden. Nach einer kurzen Vorstellung üblicher Auswertungsverfahren und Metriken wird exemplarisch über den Einsatz dieser Tools im DFG-Projekt „Digitalisierung Historischer Deutscher Zeitungen I“ der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (ULB) berichtet.In the area of full text recognition, several fully-fledged open source systems are available today. Established open source tools stemming from the fields of Data Science (DS), Information Retrieval (IR) and Natural Language Processing (NLP) can also be used to evaluate the results. After a brief discussion of common evaluation procedures and metrics, the application of such tools in the DFG-funded project „Digitisaion of historical German newspapers I (Digitalisierung Historischer Deutscher Zeitungen I)“ at the University and State Library Saxony-Anhalt is used as an example
Zuschrift von OCLC zum Beitrag „Das Lesen der Anderen“ von Renke Siems: Stellungnahme der Herausgebenden
Debatte um den Artikel „Das Lesen der Anderen. Die Auswirkungen von User Tracking auf Bibliotheken“ von Renke Siems. Reaktion der geschäftsführenden Herausgebenden auf eine Aufforderung zur „Richtigstellung“ von OCLC. Das Schreiben von OCLC sowie eine Stellungnahme von Renke Siems kann von der Frontdoor-Seite heruntergeladen werden
Konferenzbeiträge strategisch publizieren: Automatisierte Workflows zur individuellen Veröffentlichung von Konferenzbeiträgen am Beispiel des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V.
Wissenschaftliche Konferenzen stellen ein wichtiges Forum für den fachlichen Austausch zwischen Forscher*innen dar. Sie dienen häufig als Schaufenster einzelner Fachbereiche. Die digitale Publikation von präsentierten Konferenzbeiträgen dokumentiert dabei zusätzlich aktuelle Entwicklungen eines Forschungsfeldes und erhöht die Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Arbeit. Die tatsächliche Publikationspraxis einzelner Konferenzen unterscheidet sich mitunter deutlich. In diesem Beitrag stellen wir automatisierte Prozesse zur Publikation von Konferenzbeiträgen am Beispiel der Jahreskonferenzendes Verbands „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum” e.V. vor. Im Fokus steht dabei die Weiterentwicklung der bisherigen Publikationsprozesse des Verbands vom Sammelband zur individuellen Einzelpublikation der Konferenzbeiträge.Academic conferences are an important platform for scientific exchange between researchers. They often serve as a showcase for individual disciplines. The digital publication of presented conference papers also documents current developments in a research field and increases the visibility of scientific work. The actual publication practice of individual conferences sometimes differs significantly. In this article, we present automated processes for the publication of conference papers based on the example of the annual conferences of the association “Digital Humanities im deutschsprachigen Raum” e.V. The focus lies on the further development of the association’s publication processes from collective volumes to the individual publication of conference papers