o-bib - Das offene Bibliotheksjournal (VDB - Verein Deutscher Bibliothekare e.V.)
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Peer-to-Peer-Mentoring als Instrument der Personal- und Organisationsentwicklung: Erfahrungen im Schnittfeld von Bibliometrie und Open Access in wissenschaftlichen Bibliotheken
Wissen, was verbindet: GND-Arbeit zwischen Terminologie und Redaktion
Die Gemeinsame Normdatei (GND) ist aus dem Bibliothekswesen nicht mehr wegzudenken und wird künftig verstärkt auch in anderen Einrichtungen aus Kultur und Wissenschaft zum Einsatz kommen. Von entscheidender Bedeutung für ihre Weiterentwicklung ist die kooperative Redaktionstätigkeit der im deutschsprachigen Raum tätigen Verbundpartner*innen, die im vorliegenden Beitrag näher vorgestellt wird. Nach einem kurzen historischen Überblick werden die Schwerpunkte und Besonderheiten der gegenwärtigen Terminologiearbeit anhand von Beispielen veranschaulicht. Im Anschluss daran wird der Frage nachgegangen, wie die Redaktionsarbeit an der GND an zukünftige Herausforderungen (z. B. den zunehmenden Einsatz maschineller Erschließung und die Vernetzung mit anderen Vokabularen) angepasst werden kann.The Integrated Authority File (GND) has become an indispensable tool in librarianship and will increasingly be used in other cultural and scientific institutions, too. This article argues that the cooperative editorial work on the GND done by the library networks in the German-speaking area is of decisive importance for the maintenance and development of the authority file. After a brief historical overview, the focus and special features of the current terminology work are illustrated by means of several examples. Finally, the article addresses the question how the editorial work on the GND can be adapted to future challenges (e.g. the growing use of machine indexing and the cross-linking with other vocabularies)
Rezension zu: Wissenschaftskommunikation im Wandel : von Gutenberg bis Open Science / Rafael Ball
Die Recherche nach Pseudonymen in deutschen Katalogen nach dem RDA-Umstieg: Bestandsaufnahme und Verbesserungspotenzial
Nach RDA werden unter Pseudonym geschriebene Werke anders behandelt als nach RAK: Liegen mehrere bibliografische Identitäten vor, müssen nach dem Regelwerksumstieg nicht nur die Normdatensätze gesplittet, sondern auch Teile der Titeldatensätze umgehängt werden. Dies vermeidet Rechercheprobleme, bedeutet jedoch einen erheblichen Aufwand. In einer Befragung wurde ermittelt, wie sich die aktuelle Situation bei den Pseudonymen darstellt und als wie schwerwiegend die Rechercheprobleme eingeschätzt werden. Dabei wurde deutlich, dass eine umfassende intellektuelle Aufarbeitung der Pseudonymfälle in den Altdaten nicht zu erwarten ist. Auch eine anfangs diskutierte recherchetechnische Lösung kommt nur selten zum Einsatz. Eine interessante Alternative wäre deshalb eine maschinelle Zuordnung von Titeldatensätzen zu Normdatensätzen. Ein Test ergab, dass sich schon mit einem relativ einfachen Python-Skript ein großer Teil der Fälle lösen lässt. Mit einigen Erweiterungen und optimalerweise dem Einbezug von Werkclustern könnte eine sehr zuverlässige maschinelle Lösung implementiert werden.Works written under pseudonym are treated differently according to RDA than according to RAK: If there are several bibliographic identities, not only must the authority records be split after the changeover to the new rules, but also some of the title records must be reassigned. This avoids problems in retrieval, but means considerable effort. A survey was conducted to determine the current situation with pseudonyms and how bad the consequences for the retrieval are considered to be. It became clear that a comprehensive intellectual processing of the pseudonym cases in the legacy data is unrealistic. In addition, a technical search solution which had originally been discussed has only rarely been implemented. Therefore, a machine assignment of title records to authority records would be an attractive alternative. A test showed that even with a relatively simple Python script, a large number of cases can be solved. With some extensions and optimally the inclusion of work clusters, a very reliable machine solution could be implemente
Die Bibliothekspartnerschaft Marburg-Sibiu : Fortsetzung einer internationalen Kooperation
1Lib1Nearby mit Wikidata: Abfragen und Edits für das multilinguale Weltwissen der nahen Umgebung
Fortbildung bibliothekarischer Fachkräfte an der Hochschule Hannover: Ergebnisse einer Absolventenstudie
Im Bachelorstudiengang Informationsmanagement – berufsbegleitend der HS Hannover werden seit zehn Jahren Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (FaMIs) für höhere Aufgaben im Bibliotheksbereich qualifiziert. Die Studierenden sind in öffentlichen oder wissenschaftlichen Bibliotheken tätig. Zum Studium gelangen sie entweder mit schulischer Zugangsberechtigung oder über den Weg der Offenen Hochschule Niedersachsen (FaMI-Ausbildung + mindestens dreijährige einschlägige Berufserfahrung). Anlässlich einer bevorstehenden Studienreform wurden die 125 Alumni der ersten sieben Jahrgänge im Februar 2023 in einer Onlinebefragung zu ihrem weiteren beruflichen Werdegang und ihrer retrospektiven Einschätzung des Studiums befragt (Rücklaufquote 93%). Die Ergebnisse zeigen eine sehr große Zufriedenheit mit Studium und beruflicher Entwicklung. Sie liefern zudem Anhaltspunkte für eine Ergänzung bzw. Vertiefung des Curriculums um Themen wie Personalmanagement und Open Science. Die 116 Antwortenden machten zudem deutlich, dass sie zwar als qualifizierte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt willkommen sind, aber während des Studiums nicht genug Unterstützung von ihren Arbeitgebern bekommen haben. Ein Drittel von ihnen wechselte spätestens nach dem Studium die Einrichtung.For the past ten years, the extra-occupational bachelor’s degree program “Informationsmanagement – berufsbegleitend” at the Hannover University of Applied Sciences and Arts has qualified library employees – so called “Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste“ (FaMIs) – for higher-level tasks in the library sector. The students work in public or academic libraries. They have either a university entrance qualification or they can make use of the initiative “Offene Hochschule Niedersachsen” (Open University Lower Saxony – FaMI training + at least three years of relevant professional experience). On the occasion of an upcoming study reform, the 125 graduates of the first seven years were asked in February 2023 in an online survey about their further professional growth and their retrospective assessment of the studies (response rate 93%). The results show a very high level of satisfaction with the study program and the professional career. They also give clues for adding or deepening the curriculum with topics such as human resource management and Open Science. The 116 respondents also pointed out that although they are welcome on the labour market as qualified specialists, they did not receive enough support from their employers during their studies. A third of them changed institutions after graduation
DiscoverFDiscover FDM – Gemeinsam Kompetenzen für Forschungsdatenmanagement von Studierenden fördernorschungsdatenmanagement von Studierenden fördern: Das Projekt [email protected]
Medien an den Rändern: Wo fangen die Ränder an, wo hören sie auf? Wie die Arbeit in Öffentlichen Bibliotheken aktiv unterstützen? Bericht zum Hands-on Lab
Dieser Bericht fasst die Ergebnisse einer Hands-on-Lab-Veranstaltung zum Thema "Wo fangen die Ränder an, wo hören sie auf? Wie die Arbeit in Öffentlichen Bibliotheken aktiv unterstützen?“ zusammen. Die Veranstaltung, organisiert vom Expert*innenzirkel "Medien an den Rändern" (MadR), hatte zum Ziel, die Unsicherheiten und Herausforderungen zu thematisieren, mit denen Öffentliche Bibliotheken bei der Arbeit mit umstrittenen Autor*innen, Werken und Veranstaltungen konfrontiert sind, und was ihnen dabei oft fehlt. Etwa 60 Teilnehmende arbeiteten u.a. heraus, welche unterstützenden Informationen, Methoden und Best-Practice-Beispiele die Arbeit der Öffentlichen Bibliotheken an den Rändern der Meinungsspektren unterstützen und erleichtern können.This report summarises the results of a hands-on lab event on the topic " Where do the margins begin, where do they end? How to actively support the work in public libraries? The event, organised by the expert circle "Media at the Margins" (MadR), aimed to address the uncertainties and challenges public libraries face when working with controversial authors, works and events and what they often lack. About 60 participants worked out which supporting information, methods and best practice examples can support and facilitate the work of public libraries at the margins of the opinion spectrum