o-bib - Das offene Bibliotheksjournal (VDB - Verein Deutscher Bibliothekare e.V.)
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    Biblio-Tekken – niemand kämpft für sich allein

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    Seit Herbst 2020 gibt es die Online-Community Gamebrarians, die Menschen zusammenbringt, die einerseits eine Leidenschaft für Videospiele und andererseits einen beruflichen Bezug zu Bibliotheken haben oder anstreben. Basierend auf einer Umfrage unter den knapp 200 Mitgliedern im Frühling 2023, wird die Community mit ihren Geschichten vorgestellt und analysiert. Am Ende steht ein Fazit und die Frage, was wir als Bibliothekswelt von den Gamebrarians über Community-Building lernen können.The online community Gamebrarians has been around since autumn 2020, bringing together people who have a passion for video games on the one hand and a professional connection to libraries on the other, or who aspire to do so. Based on a survey among the nearly 200 members in spring 2023, the community and its stories are presented and analysed. At the end, there is a conclusion and the question of what we as the library world can learn from the Gamebrarians about community building

    Welche Zukunft für die Benutzungsservices? : Strategiefragen zwischen Printbestand und neuen Dienstleistungen

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    Die Benutzungsabteilungen der wissenschaftlichen Bibliotheken stehen aktuell und in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Auf der einen Seite ist der traditionelle Aufgabenbereich, der Zugang zum Printbestand, seit Jahren durch einen geradezu dramatischen Rückgang in der Nutzung geprägt. Gleichzeitig muss jedoch die ressourcenintensive Infrastruktur für Magazinierung, Logistik, Aufstellung und Ausleihe in der Regel weiter vorgehalten und betrieben werden. Auf der anderen Seite erschließen die Benutzungsabteilungen der Bibliotheken schon seit vielen Jahren neue Aufgabenbereiche, um auf die veränderten Anforderungen ihrer Nutzerinnen und Nutzer zu reagieren. Mittelfristige strategische Antworten auf diese Herausforderungen sind deshalb dringend notwendig. Antworten können unter anderem in einer stärkeren Automatisierung der Services und der Geschäftsgänge sowie in der Schaffung eines ‚Ökosystems‘ digitaler Dienstleistungen im Benutzungsbereich liegen.User services departments of academic libraries are currently facing major challenges and will continue to do so in the years to come. On the one hand, the traditional area of responsibility, i.e. the access to the print holdings, has been characterised by a downright dramatic decline in use for years. At the same time, however, the resource-intensive infrastructure for storage, logistics, and lending usually must continue to be maintained and operated. On the other hand, the user services departments have been opening up new areas of responsibility for many years now in order to react to the changing requirements of their users. Therefore, medium-term strategic answers to these challenges are urgently needed. Possible answers could be an increased automation of services and business processes as well as the creation of wan ‘ecosystem’ of digital services

    Aus der Deutschen Forschungsgemeinschaft

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    Ressourcen für die Wissenschaft: adlr.link als Fachinformationsdienst und nutzer*innenorientiertes Rechercheportal

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    Seit 2014 besteht an der Universitätsbibliothek Leipzig der Fachinformationsdienst (FID) adlr.link für die Medien-, Kommunikations- und Filmwissenschaft. adlr.link ermöglicht fachbezogene Literaturre- cherchen und bietet Zugang zu Ressourcen. Das Suchportal ist dabei kein traditioneller Bibliotheks- katalog, sondern ein Discovery-System mit einem eigenen, fachlich kuratierten und zugeschnittenen Bestand. Der Beitrag zeigt auf, wie adlr.link das Angebot der lokalen Bibliotheken für die Nutzer*innen komplementär ergänzt. Die Notwendigkeit eines kuratierten und fachbezogenen Suchindex wird diskutiert, an dieser Stelle wird auch auf wesentliche Unterschiede etwa zum Sondersammelgebiet als Vorgängerinstitution eingegangen. In einem weiteren Abschnitt werden sodann Hindernisse und Limitationen besprochen, etwa Schwierigkeiten bei der Lizenzierung von Ressourcen – gerade im Bereich von Datenbanken und E-Books. Der Beitrag wirft einen Blick auf zukünftige Entwicklungen, wie etwa die Aufnahme von Forschungsdaten und deren Zugänglichmachung im Suchportal oder die Erschließung von Produktionsarchiven der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, die momentan in einem Schwesterprojekt an der UB Leipzig vorangetrieben werden. Abschließend wird diskutiert, welche institutionellen Rahmenbedingungen vorliegen müssen, damit sich adlr.link im Besonderen und Fachinformationsdienste im Allgemeinen als langfristiges Forschungstool für die jeweiligen Fachcommunities etablieren können.Since 2014, the specialized information service (FID) adlr.link for media, communication and film studies has been in place at Leipzig University Library. adlr.link allows subject-related research of literature and provides access to resources. The search portal is not a traditional library catalog, but a discovery system with its own curated and customized collections. The article shows how adlr. link complements the services offered by local libraries to the users. The need for a curated and subject-specific search index is discussed, and at this point essential differences, for example to the Sondersammelgebiet as a predecessor institution, are also discussed. In a further section, obstacles and limitations are addressed, such as difficulties in licensing resources - especially for databases and e-books. The article also looks at future developments, such as the inclusion of research data and making it accessible in the search portal, or the indexing of production archives of public television broadcasters, which is currently being pursued in a companion project at Leipzig University Library. Finally, we discuss which institutional framework is required for adlr.link in particular and specialized information services in general in order to become established as a long-term research tool for the respective scientific communities

    Nachhaltigkeit in sechs Handlungsfeldern: Ein Kriterienkatalog als praktischer Leitfaden bei der Erarbeitung von Nachhaltigkeitskonzepten für wissenschaftliche Bibliotheken

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    Nachhaltigkeit stellt nicht nur gesellschaftlich, sondern auch hochschulpolitisch ein hochrelevantes Thema dar. Auch für wissenschaftliche Bibliotheken als Dienstleister und innerinstitutionelle Agierende wird die Positionierung bei Nachhaltigkeitsbemühungen des eigenen Trägers zunehmend relevant. Ausgehend von einer grundsätzlichen Reflexion der Bedeutung einer nachhaltigen Entwicklung sowie der Rolle, die Bibliotheken in diesem Kontext spielen können, wird ein Kriterienkatalog vorgestellt, der nachhaltige Handlungsfelder einer wissenschaftlichen Bibliothek strukturiert darstellt und Maßnahmen der praktischen Umsetzung mithilfe einzelner Indikatoren empfiehlt. Der Katalog fungiert damit sowohl als strategisches Rahmenmodell als auch als operative Maßnahmensammlung. Nachhaltigkeit stellt nicht nur gesellschaftlich, sondern auch hochschulpolitisch ein hochrelevantes Thema dar. Auch für wissenschaftliche Bibliotheken als Dienstleister und innerinstitutionelle Agierende wird die Positionierung bei Nachhaltigkeitsbemühungen des eigenen Trägers zunehmend relevant. Ausgehend von einer grundsätzlichen Reflexion der Bedeutung einer nachhaltigen Entwicklung sowie der Rolle, die Bibliotheken in diesem Kontext spielen können, wird ein Kriterienkatalog vorgestellt, der nachhaltige Handlungsfelder einer wissenschaftlichen Bibliothek strukturiert darstellt und Maßnahmen der praktischen Umsetzung mithilfe einzelner Indikatoren empfiehlt. Der Katalog fungiert damit sowohl als strategisches Rahmenmodell als auch als operative Maßnahmensammlung.Sustainability is a highly relevant topic not only for society, but also in higher education institutions. For academic libraries, too, as service providers and internal institutional actors, taking part in sustainability efforts of their institution is becoming increasingly relevant. Based on a general discussion of the importance of sustainable development and the role that libraries can play in this context, a catalog of criteria is presented. It shows the fields of action for sustainability for academic libraries in a structured manner, with recommended measures for practical implementation based on various indicators. The catalog thus functions both as a strategic framework model and an operational toolbox

    Wenn das Lächeln zur Qual wird: Wie Emotionsarbeit zur mentalen Belastung in der Bibliotheksauskunft führen kann

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    Ziel dieses Artikels ist es, von vorhandener Literatur ausgehend die mentale Belastung von Auskunftspersonal in Bibliotheken in den Blick zu nehmen, die Interaktionsarbeit mit Kund*innen aus der bibliothekarischen Dienstleistungsperspektive zu untersuchen und darüber hinaus bibliotheksspezifische Lösungsansätze zum Umgang mit und zur Prävention von mentaler Überbelastung herauszuarbeiten. Dazu wird der Begriff Emotional Labor (Emotionsarbeit) definiert und in einen bibliothekswissenschaftlichen Kontext gesetzt. Zudem wird herausgearbeitet, wie sich Emotionsarbeit auf die emotionale Innenwelt von Auskunftspersonal in Bibliotheken auswirken und zu mentaler Belastung bis Überlastung führen kann. Es werden auch in Ansätzen Ressourcen zum Umgang mit mentaler Belastung am Arbeitsplatz vorgestellt. Mögliche Lösungsansätze zur Bewältigung und Prävention für Auskunftspersonal werden grob umrissen.The aim of this article is to take a look at the mental stress of reference staff in libraries on the basis of existing literature, to examine the interactions with customers from the perspective of library services and, in addition, to point out library-specific approaches to dealing with and preventing mental overload. For this purpose, the term Emotional Labor (Emotionsarbeit) is defined and discussed in the context of libary science. In addition, the paper shows how emotional work can affect the emotional inner life of reference staff in libraries and lead to mental stress and even overburdening. Resources for dealing with mental stress in the workplace are also presented. Possible solutions for coping and prevention for information staff are roughly outlined

    Nationalsozialistische Bibliothekspolitik in Europa : Eine Tagung an der Bibliothèque nationale du Luxembourg

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    Narrativer Informationszugriff interdisziplinär: Chancen und Herausforderungen für Fachinformationsdienste

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    Digitale Bibliotheken implementieren typischerweise Schlüsselwort-basierte Zugriffspfade für ihre Kollektionen. Die Suche nach komplexen Informationszusammenhängen kann jedoch aufwändig werden, wenn Nutzende auf Schlüsselwörter beschränkt werden. Schließlich ist ein essenzieller Bestandteil des wissenschaftlichen Diskurses die Veröffentlichung von Wissen in stringenten Argumentationszusammenhängen. Besonders explorative Suchen erfordern Anfragen mit offenen Schlüsselwörtern, was angesichts der stark ansteigenden Zahl von wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu einem erheblichen Aufwand während des Literaturscreenings führt. Eine Alternative zur herkömmlichen Suche mit Schlüsselwörtern könnte es sein, dass Nutzende ihren Informationsbedarf als Narrativ, d. h. als eine strukturierte Anfrage mit Bezug auf relevante Akteure und deren Interaktionen in ihrem eigentlichen Kontext zu formulieren. In enger Kooperation zwischen der Universitätsbibliothek und dem Institut für Informationssysteme der Technischen Universität Braunschweig wurde im Fachinformationsdienst (FID) Pharmazie (PubPharm) ein narrativer Informationszugriff für die Pharmazie (www.narrative.pubpharm.de) entwickelt und implementiert. In einer gemeinsamen Kooperation mit dem FID Politikwissenschaft (Pollux) wurde ein narrativer Informationszugriff für die Politikwissenschaft erprobt. Dabei wurden zunächst die entwickelten Extraktionsverfahren auf ihre Eignung für die Politikwissenschaft hin untersucht, ein narrativer Informationszugriff mittels semantischer Suche prototypisch entwickelt sowie am Beispiel europäischer Reden Chancen und Herausforderungen des Zugriffs erarbeitet. Die dabei gewonnenen, zentralen Erkenntnisse werden in diesem Artikel vorgestellt: Ein narrativer Informationszugriff für die Politikwissenschaft ist nützlich und hilfreich, jedoch aufgrund fehlender Vokabulare und geeigneter Extraktionsmethoden aufwändiger umzusetzen als für die Pharmazie.Digital libraries typically implement keyword-based access paths for their collections. However, searching for complex information needs can become challenging if users are limited to keyword searches. Eventually, an essential part of the scientific discourse is the publication of knowledge in stringent argumentation contexts. Especially explorative searches require the usage of open keywords, which leads to a considerable effort during literature screening in view of the rapidly increasing number of scientific publications. An alternative could be that we enable users to formulate their information need as a narrative, i.e., as a structured query about the relevant actors and their interactions in their actual context. In close cooperation between the University Library and the Institute for Information Systems of the Technical University of Braunschweig, narrative information access for pharmacy (www.narrative.pubpharm.de) has been developed and implemented in the Specialized Information Service (FID) Pharmacy (PubPharm). In joint cooperation with the FID Political Sciences (Pollux), narrative information access for political sciences was evaluated. First, we examined the developed extraction methods for their suitability in political sciences. We prototypically implemented narrative information access through a semantic search and elaborated on the chances and challenges of the access in the example of European speeches. In this article, we present the central insights gained in that process: Narrative information access for political sciences is useful and helpful. However, due to a lack of concept vocabularies and suitable extraction methods, it is more complex to implement than for pharmacy

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