BU praktisch (E-Journal, Universität Bielefeld)
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Konvergenzen und Homologien bei Sukkulenten
Die Begriffe Homologie und Analogie werden im Unterricht im Zusammenhang mit Evolution und Ähnlichkeiten verschiedener Tier- oder Pflanzenarten erwähnt. Es bietet sich an, Homologien und Analogien am Beispiel sukkulenter Gewächse und ihrer Ökologie sowie Evolution zu erarbeiten, da viele dieser Beispiele auch leicht im Pflanzenhandel zu erhalten sind
Mit und von Hummeln lernen: Originale Begegnungen mit einem lebenden Hummelvolk im Biolo-gieunterricht der Sekundarstufen I und II
Der Artikel führt in die Hummelhaltung im schulischen Kontext ein, die eine originalen Begegnung und das Erleben von Hummeln im Biologieunterricht ermöglicht. Hierzu wird das im Hallo Hummel!-Projekt entwickelte und in der Schulpraxis erprobte Haltungskonzept mit Behausung, Pflege und methodischen sowie didaktischen Hinweisen vorgestellt. Mit Hummeln als Modellorganismen können aktuelle Themen wie des Bienen- und Insektensterben in den Unterricht eingebunden werden. Daher werden Beispiele für die Bearbeitung zahlreicher weiterer fachlicher Kontexte mit Hummeln als Modellorganismen übersichtsweise dargestellt
Vielfalt ‚durch die BLUME‘ unterrichten : Konzepte und Materialien mit Blütenpflanzen für die 5. bis 7. Klassenstufe
Pflanzen bilden die Basis allen Lebens auf der Erde: sie verwandeln Sonnenlicht in nutzbare Energie und produzieren Sauerstoff. Sie liefern uns Nahrung, Kleidung, Baumaterialien und Medizin. Dennoch spielen Pflanzen sowohl im gesellschaftlichen als auch schulischen Kontext meist nur eine untergeordnete Rolle. Wandersee und Schussler (1998) haben diese Achtlosigkeit gegenüber Pflanzen aufgedeckt und ihr die Bezeichnung „Plant Blindness“ verliehen. Durch die BLUME ist ein biologiedidaktisches Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Schülerinnen und Schülern einen begeisternden Zugang zur Welt der Pflanzen zu schaffen, botanisches Wissen zu vermitteln, die Bedeutung von Blütenpflanzen und pflanzlicher Vielfalt für das Leben auf der Erde bewusst zu machen und so der Plant Blindness ein Stück weit entgegenzuwirken. Dafür wurden verschiedene Konzepte und Materialien entwickelt, bei denen die originale Begegnung und praktische Auseinandersetzung mit den Pflanzen im Vordergrund stehen. Für ein schülernahes und authentisches Lernen wurden auch E-Learning-Elemente sowie der außerschulische Bildungsort Botanischer Garten mit einbezogen
Sprachsensibler Biologieunterricht mit neuzugewanderten Schüler*innen: Dem Kleinsten auf der Spur – Arbeiten mit dem Mikroskop
Die Beschulung neuzugewanderter Schüler*innen hat in den letzten Jahren aufgrund steigender Zuwanderungszahlen an Bedeutung für das deutsche Schulsystem gewonnen. Oftmals werden diese Kinder und Jugendliche in eigens für sie eingerichtete Klassen, so genannten „internationalen Klassen“ (IK), Willkommensklassen, Sprachfördergruppen, etc., unterrichtet. Der vorliegende Artikel zeigt, wie in einer solchen Lerngruppe Biologieunterricht trotz geringer Sprachkenntnisse erfolgen kann und ist im Rahmen des Projekts „Biology for Everyone“ entstanden. Zudem lässt er sich auch im Regelunterricht als sprachsensibler Fachunterricht umsetzen
Geflügelte Juwelen aus den Tropen: Kinder in Schmetterlingshäusern für Insekten und Naturschutz begeistern
Das Wecken der Faszination für Schmetterlinge durch Originalbegegnungen bietet die Chance, dem bedenklichen Insektensterben nachhaltig zu begegnen. Der Beitrag zeigt, wie dies durch entdeckendes Lernen während des Besuchs eines Schmetterlingshauses gelingen kann. Tipps zur Vor- und Nachbereitung werden gegeben und durch altersgerechte Materialien ergänzt
Im Spannungsfeld zwischen Arterhaltung und Ausrottung: Die Kegelrobbe (Halichoerus grypus): Deutschlands größtes Raubtier im Porträt und im Unterricht
Oftmals wird die Insel Helgoland mit einem ornithologischen Schwerpunkt verbunden (Schmäing & Grotjohann 2019 [1], 1). Neben dieser Vogelvielfalt bietet vor allem die Helgoländer Düne für das größte in Deutschland, freilebende und vorkommende Raubtier, der Kegelrobbe (Halichoerus gryphus), einen Lebensraum (NABU 2009, 12). Die Kegelrobbe nimmt folglich eine besondere Rolle im Ökosystem ein und ist zugleich ein wichtiger sowie Vertreter für die Erhaltung der Artenvielfalt der heimischen Fauna. Als schützenswert wurden die Kegelrobben nicht immer erachtet. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts wurden die Großsäuger in Deutschland und in anderen europäischen Ländern, die an der Nord- und Ostsee liegen, gejagt und teils ausgerottet, weil sie als Konkurrenten der Fischindustrie gesehen wurden (Schwarz 2003, 14). Mittlerweile hat sich das Bewusstsein in großen Teilen der Bevölkerung geändert. Die großflächige Jagd wurde nicht nur beendet, sondern bis auf wenige Ausnahmen verboten, sodass die Populationen in der Nord- und Ostsee langsam wieder ansteigen. Die vorliegende Publikation stellt den Meeressäuger mitsamt seinen (früheren) Bedrohungen sowie aktuellen Bestandsentwicklungen aus verschiedenen Perspektiven vor und bietet die Möglichkeit mit Hilfe von didaktisch kommentierten Materialien dies zum unterrichtlichen Gegenstand zu transferieren
„Die läuft ja cool!“: Kinder in einer Unterrichtsreihe zum Thema Stabschrecken für Insekten und Bionik begeistern
Das Arbeiten mit lebenden Stabschrecken im Sachunterricht der Grundschule bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv mit Eigenschaften von Insekten auseinanderzusetzen. Mithilfe dieser Tiere kann zugleich das Prinzip bionischer Erfindungen verdeutlicht und somit dem vielperspektivischen Charakter des Sachunterrichts entsprochen werden. In diesem Beitrag werden neben der Nennung des Anlasses und der Ziele, einer Kurzdarstellung des benötigten Fachwissens zum Thema Insekten und Bionik ausführliche Informationen und Tipps zur achtstündigen Unterrichtsreihe gegeben
Glukometer, Honig und Tee: Schulexperimente zur Bestimmung der Aktivität von Saccharase
Am Beispiel der Saccharase können einfache Schulexperimente zum Inhaltsfeld Energiestoffwechsel durchgeführt werden. Das Enzym, auch Invertase genannt, ist in Honig enthalten und katalysiert die Spaltung von Saccharose in Fruktose und Glukose. Unter geeigneten Versuchsbedingungen kann letztere mittels eines herkömmlichen Glukometers gemessen werden und ist ein Maß für die Saccharaseaktivität. Es werden Experimente zu verschiedenen Faktoren, die diese beeinflussen, vorgestellt
Ohne die innere Uhr keine Blüte: Die Wirkung der Tageslänge auf den Blühbeginn der Pflanzen
Der Beitrag führt in das Thema „Die circadianen Rhythmen der Pflanzenwelt“ ein und fokussiert auf die Blühinduktion bei Arabidopsis thaliana. Die Unterrichtseinheit ist für Ökologie-, Genetik- oder Projektkurse der Sek. II konzipiert
Fangschreckenkrebse – Superlative in der Tierwelt: Präparation eines Gliederfüßers zur Erarbeitung von Struktur-Funktionszusammenhängen
Superlative begeistern Kinder und Jugendliche. Fangschreckenkrebse (Stomatopoden) zeigen einige Merkmale, die man als „Superlative“ bezeichnen könnte. Zunächst fallen dabei die Fangmechanismen der Stomatopoden auf. Man unterscheidet gemein gebräuchlich sogenannte “Speerer” und “Boxer”. Die “Speerer” erreichen mit ihrem großen Raubbein eine Geschwindigkeit von über 100 km/h beim Beutefang, eine der schnellsten muskelvermittelten Bewegungen in der Tierwelt. Die “Boxer“ erzeugen eine Krafteinwirkung ähnlich einem Wolfsbiss oder einer Kleinkaliberkugel mit darauffolgender Druckwelle zum Zertrümmern der Schalen von Beutetieren. Außerdem ist der Besitz eines der besonderen optischen Apparate mit den meisten Fotorezeptortypen im gesamten Tierreich beeindruckend (Cronin et al. 2017).
Doch nicht nur diese Superlative machen die Fangschreckenkrebse für den Unterricht interessant. Fangschreckenkrebse sind leicht und kostengünstig zu besorgen und mit einer Verkaufsgröße von bis zu ca. 25 cm sind die Extremitäten gut und anschaulich zu präparieren. Die Extremitäten weisen eine morphologische Vielfalt auf, die als Angepasstheiten an die unterschiedlichen Funktionen zu verstehen sind. So lassen sich die vielfältigen Variationen einer grundlegenden Körperorganisation am Original zeigen