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    „Digital Learning Campus Schleswig-Holstein“ (DLC-SH): A future model for education and innovation?

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    In dem Aufsatz wird der "Digital Learning Campus Schleswig-Holstein" (DLC-SH) als zukunftsweisende Bildungsinitiative vorgestellt, die im Rahmen einer besonderen Förderlinie des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landesprogramms Wirtschaft Schleswig-Holstein finanziert und wesentlich vom Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur (MBWFK) konzipiert wurde. Der DLC-SH, dessen Projektlaufzeit von 2024 bis 2029 geplant ist, hat das Ziel, die Bildungslandschaft Schleswig-Holsteins grundlegend zu transformieren. Im Zentrum der Initiative steht die Schaffung eines digitalen Bildungsökosystems, das physische und digitale Lernorte kombiniert, um praxisnahe Ausbildungen in Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz (KI), Big Data und Robotik zu ermöglichen. Dabei wird besonderer Wert auf die Vermittlung von Zukunftskompetenzen (Future Skills) gelegt, die technologische, kreative und soziale Fähigkeiten umfassen, welche für die moderne Arbeitswelt unerlässlich sind. Der DLC-SH fördert Inklusion und Bildungsgerechtigkeit durch barrierefreie und kostenfreie Angebote, die Menschen aller sozialen Hintergründe zugänglich sind. Ein weiteres Ziel ist die regionale Innovationsförderung durch enge Kooperationen zwischen Hochschulen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken. Die Finanzierung des Projekts über 60 Monate sichert die technologische Ausstattung der Lernorte sowie die Entwicklung flexibler Bildungsformate. Der DLC-SH soll sich als zentraler Akteur in der Bildungslandschaft Schleswig-Holsteins etablieren und als Modellprojekt für die Bildung der Zukunft dienen.English This article presents the "Digital Learning Campus Schleswig-Holstein" (DLC-SH) as a forward-looking educational initiative funded under a special funding line of the European Regional Development Fund (ERDF) and the Schleswig-Holstein State Economic Programme and essentially conceived by the Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur (MBWFK). The DLC-SH, whose project duration is planned from 2024 to 2029, aims to fundamentally transform Schleswig-Holstein\u27s educational landscape. At the centre of the initiative is the creation of a digital education ecosystem that combines physical and digital learning locations to enable practical training in key technologies such as artificial intelligence (AI), big data and robotics. Particular emphasis is placed on teaching future skills, which include technological, creative and social skills that are essential for the modern world of work. The DLC-SH promotes inclusion and educational equality through barrier-free and free programmes that are accessible to people from all social backgrounds. Another aim is to promote regional innovation through close cooperation between universities, companies and research institutions in order to strengthen the region\u27s competitiveness. The funding of the project over 60 months ensures the technological equipment of the learning centres and the development of flexible educational settings. The DLC-SH is intended to establish itself as a central player in Schleswig-Holstein\u27s educational landscape and serve as a model project for the education of the future

    Disrupted rhythms: Technology, nature and human alienation: A media-philosophical and educational-scientific investigation of Godfrey Reggio’s experimental film Koyaanisqatsi (1982)

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    Abstract deutsch In seiner Abhandlung analysiert Christian Filk den Experimentalfilm Koyaanisqatsi (1982) von Godfrey Reggio aus einer medienphilosophischen und bildungswissenschaftlichen Perspektive. Im Rahmen seiner Analyse beleuchtet Filk das Spannungsverhältnis zwischen Technologie, Natur und menschlicher Entfremdung. Dabei betrachtet er das Werk als Reflexionsmedium, welches die Auswirkungen technologischen Fortschritts auf die Lebenswelt eindrucksvoll darstellt. Die minimalistische Musik von Philip Glass verbindet Bild und Ton zu einer synästhetischen Einheit, wodurch die filmische Wirkung intensiviert wird. Filk betont die nicht-lineare Erzählstruktur und die filmische Montage, welche die Rezipienten dazu anregen, ihre Wahrnehmung von Raum und Zeit zu reflektieren. Der Film übt sowohl aus philosophischer als auch aus gesellschaftlicher Perspektive eine tiefgreifende Kritik an Fortschritt und Zivilisation. Er verdeutlicht die Entfremdung durch Kapitalismus und Industrialismus, thematisiert urbane Transformationen sowie die Ausbeutung natürlicher Ressourcen und stellt die Natur als aktives Subjekt dar. Aus ökologischer und ethischer Perspektive interpretiert Christian Filk Koyaanisqatsi als dringenden Appell für eine neue ökologische Ethik und eine gesteigerte menschliche Verantwortung. Aus bildungswissenschaftlicher Perspektive betont er die Förderung von Medienkompetenz und interdisziplinären Ansätzen, welche transformative Lernerfahrungen ermöglichen. Abschließend unterstreicht Filk die anhaltende Relevanz des Experimentalfilm für medienphilosophische und bildungswissenschaftliche Diskurse sowie dessen Bedeutung für gegenwärtige und zukünftige Debatten.Abstract english In his essay, Christian Filk examines the experimental film Koyaanisqatsi (1982) by Godfrey Reggio from a media-philosophical and educational-scientific perspective. He analyzes the tension between technology, nature, and human alienation and interprets the work as a medium of reflection that impressively depicts the effects of technological progress on the world we live in. The minimalist music by Philip Glass merges image and sound into a synaesthetic unity that intensifies the cinematic effect. Filk emphasizes the non-linear narrative structure and cinematic montage, which encourage viewers to critically reflect on their perception of space and time. Philosophically and socially, the film formulates a profound critique of progress and civilization, visualizes the alienation caused by capitalism and industrialism, addresses urban transformations and the exploitation of natural resources, and presents nature as an active subject. From an ecological and ethical point of view, Christian Filk interprets Koyaanisqatsi as an urgent appeal for a new ecological ethic and increased human responsibility. In terms of education, he emphasizes the promotion of media literacy and interdisciplinary approaches that enable transformative learning experiences. In conclusion, Filk highlights the experimental film’s ongoing relevance for discourses in media philosophy and education studies, as well as its significance for current and future debates

    Jan Lazardzig: Wissenschaft aus Gefolgschaft. Der Fall Knudsen und die Anfänge der Theaterwissenschaft.: Berlin: Verbrecher Verlag 2024. ISBN: 9783957323842. 312 Seiten, 28,00 €.

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    Mitläufer – das war das knappe Fazit des Rezensenten zu Hans Knudsen bisher und es deckte sich wahrscheinlich mit jenem anderer fachgeschichtlich interessierter Forscher*innen, die leicht erreichbare Schriften Knudsens aus der Nachkriegszeit zur Kenntnis genommen haben. Jan Lazardzigs tiefgreifende Untersuchung korrigiert dieses Bild gründlich. Von entscheidender Bedeutung ist dabei Knudsens Gesinnungsgenese von 1906 an, als er aus der ostpreußischen Provinz nach Berlin kam und bei Max Herrmann Vorlesungen besuchte. Akribisch wird die Entfaltung völkisch-nationalistischen Denkens nachgezeichnet. Lesende müssen mehrfach schlucken oder entlastend "wow" sagen, weil so manche Seite schwer erträglich daherkommt (z. B. S. 51–58): Wie kann es sein, dass der Jude Max Herrmann solche Denkweisen in seinem nahen Umfeld tolerierte? Es deutet sich an, dass er für sein Ziel, die Theaterwissenschaft als eigenständige Universitätsdisziplin zu etablieren, Akzeptanz von rechts bis links anstrebte, also von Assistent Knudsen bis zum sozialdemokratischen Assistenten Bruno Satori-Neumann, ohne einen von ihnen als Nachfolger ins Auge zu fassen. Das wirft ein neues Licht auf Herrmann und stützt die kluge Ergänzung des Untertitels "… und die Anfänge der Theaterwissenschaft", der das Buch voll und ganz gerecht wird. Denn Knudsen allein wäre, wissenschaftlich gesehen, kein lohnender Forschungsgegenstand gewesen. Die auch in den 1920er Jahren umstrittene Theaterwissenschaft, die rigorose Gleichschaltung theaterwissenschaftlicher Erkenntnissuche in den 1930er Jahren und die problematische "Entnazifizierung" nach 1945 hingegen schon. Sie bilden die tragenden Pfeiler der Studie. Die Machtergreifung des Nationalsozialismus ist, das arbeitet der Autor unmissverständlich heraus, für Knudsen nicht Anbruch einer schweren Zeit, die durchzustehen ihm auferlegt war (wie er es später darstellte), sondern Erfüllung seiner Träume. Ein Leben in vier Gesellschaftssystemen, in denen er "stets da war" (S. 15) und jeweils mit den Tugenden Fleiß, Treue und Gefolgschaft die Theaterwissenschaft als Universitätsfach durchzusetzen versuchte, bleibt seine Leistung und bestimmt den Aufbau, die Kapiteleinteilung und die treffsicheren Überschriften. Da im ersten Kapitel zu erklären ist, warum Knudsen sich für Max Herrmanns Ziel, Theatergeschichte "zur Wissenschaft zu erheben" (S. 43) so schnell begeistern kann, widmet Lazardzig zu Recht den konservativen Zügen von Herrmanns Rekonstruktionsmethode mehr Aufmerksamkeit als in den letzten drei Jahrzehnten Forschungsgeschichte üblich: Nicht nur der Raum, sondern letztlich auch das Spiel der Darsteller*innen und die Gesamtvorstellung sollen wieder lebendig werden. Dieser Wunsch bedient, gepaart mit Detailverliebtheit, gerade wegen seiner offensichtlichen Uneinlösbarkeit den idealistischen Enthusiasmus, an Großem teilzuhaben. Nur wer selbst etwas von Iffland hat, kann nachschaffen, was auf dem Papier steht, so Knudsen. Für ihn geht es bei Rekonstruktion um die Einfühlungskraft der Auserwählten, für Herrmann hingegen um das Deuten und Verstehen von Geschichte. Herrmanns Bestimmung von Theater als sozialem Spiel erscheint im weit gefächerten Kapitel zum Berliner theaterwissenschaftlichen Institut als die zentrale Argumentationsfigur, die letztlich die Gründung ermöglichte. Bezüglich Knudsen wird dessen Tätigkeit als deutschnationaler Theaterkritiker abgehandelt, der zeitkritische Autoren und Regisseure wie Friedrich Wolf und Erwin Piscator niederschreibt und "Schollen"-Dichter wie Hermann Burte fördert. Die brutale Regie wende sich gegen ihren Herrn, den Dichter, dessen Anwalt sie sein müsste. Knudsen gibt sich als widerständiger Außenseiter, einsamer Rufer gegen die sozialdemokratisch-jüdische "Ausländerei" vor allem in der Reichshauptstadt. Aus seiner unbedingten Werktreue wird (so im Kapitel zum Nationalsozialismus dargelegt) Führertreue, der er 1944 seine "Führerprofessur" verdankt. Was Knudsen in der Weimarer Republik angriff, wird im "Dritten Reich" verfolgt. Ein Tor, hätte er sich nicht bestätigt gefühlt, als unter den Fenstern des Instituts die Bücherverbrennung stattfand. Knudsen fordert danach "die Entthronung des Intellekts und die Herrschaft des Gefühls!" (S. 125) – und es geschieht. Am abschließenden Kapitel zur Westberliner Theaterwissenschaft nach 1945 lässt sich ein vom Autor vielfach angewandtes Argumentationsmuster darstellen: Als Hans Knudsen am 15. November 1948 als erster Ordinarius für Theaterwissenschaft an der Freien Universität seine Vorlesungsreihe "Einführung in die Theaterwissenschaft" eröffnet, würdigt er die "Verdienste Max Herrmanns" ausgiebig, dessen "Schüler und Assistent" er gewesen sei. Nach dieser faktischen Ebene ordnet Jan Lazardzig ein: "Der offensive Bezug auf den im Nationalsozialismus aus Rassenhass verfolgten und im KZ Theresienstadt umgekommenen deutschen Juden half Knudsen wohl, über die eigene Verstrickung in den NS-Kulturapparat hinweggehen zu können. Der Positivismus der Scherer-Schule […] machte sich in der Nachkriegszeit erneut bezahlt. Der Begriff der Rekonstruktion passte gut in die Zeit des Wiederaufbaus". Und nach dieser Bewertung folgt die wissenschaftliche Verallgemeinerung: "Der Wissenschaftshistoriker Mitchell G. Ash prägte für solcherart Kontinuitätsbehauptungen den Begriff der \u27konstruierten Kontinuität\u27." (S. 206) Ein solches dreistufiges Verfahren ist ebenso beispielhaft wie wissenschaftlich effizient. Es wäre zu wünschen, dass es häufiger angewandt würde. "Der Fall Knudsen" – so heißt der letzte Abschnitt, der der um 1960 beginnenden Aufarbeitung gewidmet ist, und damit jenen Forscher*innen und Publizist*innen, die den Mut aufbrachten, am Nimbus Knudsens als Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus zu kratzen. Sie traten gegen ein effizientes Netzwerk vor allem aus ehemaligen Doktorandinnen und Doktoranden des Patriarchen der Westberliner Nachkriegs-Theaterwelt an, das sich mit Knudsen solidarisierte, mit seiner Schule identifizierte und jeden Angriff auf ihn in einen auf die eigene Person umdeuteten. Die Kritiker*innen Joseph Wulf, Heinz Elsberg, Marta Mierendorff, Walter Wicclair und Rolf Seeliger schrieben keine Verurteilungen, keine Pamphlete gegen die "Funktionseliten der Bundesrepublik", sie dokumentierten lediglich Tatbestände und litten darunter, dass sie kaum Gehör fanden. Knudsen zog sich zwar neunundsiebzigjährig auf Druck der Fakultät aus der Lehrtätigkeit zurück, betreute aber danach noch 68 Dissertationen. Durch den Einbezug einer späten Würdigung auch der kritischen Stimmen entstand eine differenzierte neue Fachgeschichte, in der der Autor neben der faktischen auch immer eine paradigmatische Ebene verfolgt. Das Muster der Zerrissenheit der Zwanzigerjahre, aus dem die Vereinheitlichung (Gleichschaltung) erwuchs, führt zu einem sachlich-warnenden Grundton, der explizite Gegenwartsverweise überflüssig macht. Der gute Stil wissenschaftlicher Forschung zeigt sich hier nicht nur in der Überzeugungskraft der Argumente oder in der exzellenten Nachweisführung, sondern auch dank dramaturgischen Wechselspiels in ausgezeichneter Lesbarkeit. Aus der Sicht einer komplexen und kompletten Berliner Fachgeschichte könnte man sagen: Der Fall Hans Knudsen ist bravourös gelöst, der Fall Leopold Magon harrt der Aufklärung. Weit mehr als die Hälfte der Berliner Fachgeschichte ist geschrieben, wenn man an die Schatten der Vergangenheit denkt. Ohne diese zu bannen, kann sich niemand guten Gewissens den zunehmend produktiven Jahrzehnten zwischen 1960 bis 1990 widmen, der Koexistenz zweier leistungsfähiger Berliner Institute für Theaterwissenschaft. Das Buch erfasst die toxische Gegensätzlichkeit einer personellen Kontinuität von Lehrer Herrmann zu Schüler Knudsen. Wie steht es aber um die örtliche Kontinuität? Der Ort des Instituts von Max Herrmann, die ehemalige Königliche Bibliothek, Ort der Bücherverbrennung, war nach 1945 ausgebrannt. Es konnte 1948 im Osten lediglich eine "Arbeitsgemeinschaft für Theaterwissenschaft" gegründet werden, die im Jahr 1950 in die "Abteilung Theaterwissenschaft am Germanistischen Institut der Humboldt-Universität" überführt wurde. Deren Leiter, der Literaturwissenschaftler und Philologe Leopold Magon, fungierte ab 1960 als Direktor jenes Instituts für Theaterwissenschaft, das nach 1990 schrittweise abgewickelt wurde. Dieses verbleibende Desiderat klingt in den letzten Sätzen des Epilogs von Jan Lazardzig an

    Expanding, Opening and Pluralizing: New Diplomatic History as a Comprehensive Approach

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    In recent decades, diplomatic history has undergone a significant evolution, marked by a turn towards more inclusive methodologies and interdisciplinary approaches. This shift, often referred to as New Diplomatic History (NDH), seeks to explore not only the outcomes but also the intricate processes and practices of diplomatic interactions. It goes beyond the traditional focus on government actors and formal negotiations to investigate the activities of further agents, cultural dynamics, and transnational networks, thus encompassing less-researched sites of diplomacy. As scholars increasingly recognize the complexities of international relations, this burgeoning field offers a rich tapestry of narratives that challenge previous diplomatic histories and offer fresh insights. All of this is intended to help achieve an understanding of diplomacy that is less essentialist and more functional.In recent decades, diplomatic history has undergone a significant evolution, marked by a turn towards more inclusive methodologies and interdisciplinary approaches. This shift, often referred to as New Diplomatic History (NDH), seeks to explore not only the outcomes but also the intricate processes and practices of diplomatic interactions. It goes beyond the traditional focus on government actors and formal negotiations to investigate the activities of further agents, cultural dynamics, and transnational networks, thus encompassing less-researched sites of diplomacy. As scholars increasingly recognize the complexities of international relations, this burgeoning field offers a rich tapestry of narratives that challenge previous diplomatic histories and offer fresh insights. All of this is intended to help achieve an understanding of diplomacy that is less essentialist and more functional

    書評:: Xin Wen 著《The King’s Road. Diplomacy and the Remaking of the Silk Road》

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    The King’s Road. Diplomacy and the Remaking of the Silk Road By Xin Wen Princeton & Oxford: Princeton University Press, 2023. xii + 389 pp.ISBN: 978069123783

    《九歌 · 雲中君》傳統評註中解讀爭議的歷時性研究

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    Using the example of the song “Lord Amidst Clouds” (Yunzhong jun) from the “Nine Songs” (Jiuge) chapter of the Songs of Chu (Chuci), this study examines how commentators from the Han to the Qing dynasty engaged with interpretations of their predecessors at the micro level of their commentaries in a non-canonical textual environment. To go beyond the macro level overviews provided by commentary histories of the Chuci, the interpretations of Wang Yi (2nd cent.), the Five Ministers (7th–8th cent.), Zhu Xi (1130–1200), Wang Yuan (d. 1565), and Lin Yunming (1628?–1697) are compared line by line in chronological order to better understand their motives for writing new commentaries, their exegetical techniques, and their exegetical decisions. The broader question underlying this study is whether it is possible to determine which parts of the understanding of the song remained controversial as opposed to what was accepted as understanding over the period of commentary production. 本研究以《楚辭 · 九歌》中的《雲中君》為例,探討從漢代到清代評注者在非經典語境中如何辯證地看待前代評注,並對《雲中君》進行微觀層面的細緻解讀。為突破現有《楚辭》學史提供的宏觀敘事框架,本文按照時間順序對王逸(2世紀)、五臣(7–8世紀)、朱熹(1130–1200年)、汪瑗(卒於1565年)以及林雲銘(約1628–1697)的解讀進行逐行比對,深入分析其新詮釋的動機、釋文技巧及釋經決策。本研究旨在探討在時代變遷中,《雲中君》某些內容的解讀是否持續存在爭議,還是逐漸形成了較為一致的詮釋傾向。這一研究不僅為理解《楚辭》評注傳統的歷史演變提供新的見解,同時也為古代文學作品的詮釋研究提供了新的方法論視角。本研究以《楚辭 · 九歌》中的《雲中君》為例,探討從漢代到清代評注者在非經典語境中如何辯證地看待前代評注,並對《雲中君》進行微觀層面的細緻解讀。為突破現有《楚辭》學史提供的宏觀敘事框架,本文按照時間順序對王逸(2世紀)、五臣(7–8世紀)、朱熹(1130–1200年)、汪瑗(卒於1565年)以及林雲銘(約1628–1697)的解讀進行逐行比對,深入分析其新詮釋的動機、釋文技巧及釋經決策。本研究旨在探討在時代變遷中,《雲中君》某些內容的解讀是否持續存在爭議,還是逐漸形成了較為一致的詮釋傾向。這一研究不僅為理解《楚辭》評注傳統的歷史演變提供新的見解,同時也為古代文學作品的詮釋研究提供了新的方法論視角

    Judas gegen den Strich lesen: Zur kritischen Relecture einer (mit Antisemitismus beladenen) Figur

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    Seit dem 7. Oktober ist im öffentlichen Diskurs eine beängstigende Konjunktur judenfeindlicher Ressentiments zu verzeichnen. Dieser Beitrag versucht aus religionspädagogischer Perspektive zu skizzieren, dass christlicher Theologie die Gefahr des Antisemitismus inhärent ist und insbesondere gängige Deutungen der Judas-Figur zu starken Absetzungsstrategien anhalten. Demgegenüber wird mithilfe einer Lektüre des Romans Der Fall Judas ein hermeneutischer Zugang vorgeschlagen, um festgefahrene (in Antisemitismus mündende) Schablonen aufzubrechen.Since October 7, there has been a frightening boom in anti-Jewish resentment in public discourse. This article attempts to outline, from a religious education perspective, that the danger of anti-Semitism is inherent in Christian theology and that common interpretations of the Judas figure in particular encourage strong strategies of dismissal. In contrast, a hermeneutical approach is proposed with the help of a reading of the novel Der Fall Judas in order to break down entrenched patterns (leading to anti-Semitism)

    Antisemitismus 2.0 – die kulturelle Konstante Judenhass und ihre Kontinuität im Internet

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    Der Beitrag von Monika Schwarz-Friesel analysiert die Rolle und Funktion von Informations- und Kommunikationstechnologien in Anbetracht der gegenwärtig erstarkenden Verbreitung von antisemitischen Stereotypen und Klischees. Denn aus dem Internet 2.0 ist vielerorts ein Antisemitismus 2.0 entsprungen, wodurch ein expliziter und brutaler Judenhass wieder mehr als bedenkliche Dimensionen angenommen hat. Das Web 2.0 muss deshalb als kontrollresistenter und affektgesteuerter Kommunikationsraum begriffen werden, um auch auf medienpädagogischer Ebene Mittel und Wege zur staatlichen Bekämpfung des Antisemitismus und d. i. zum Erhalt der Demokratie zu finden. Deshalb muss insbesondere im Zuge der pädagogischen und didaktischen Digitalisierung begleitend an den Schulen eine Ethik der digitalen Kommunikation gelehrt werden, um für die Gefahren der Hassrede in ihren direkten und indirekten Formen sowie für einen respektvollen Umgang im Internet zu sensibilisieren.Monika Schwarz-Friesel’s article analyzes the role and function of information and communication technologies in view of the currently increasing spread of anti-Semitic stereotypes and clichés. In many places, Internet 2.0 has given rise to anti-Semitism 2.0, whereby explicit and brutal hatred of Jews has once again taken on more than alarming dimensions. Web 2.0 must therefore be understood as a control-resistant and affect-driven communication space in order to find ways and means to combat anti-Semitism on a media-educational level and thus to preserve democracy. Therefore, especially in the course of pedagogical and didactic digitalization, an ethics of digital communication must be taught in schools in order to raise awareness of the dangers of hate speech in its direct and indirect forms and for respectful interaction on the Internet

    Siebter Oktober 2023 – Der Zivilisationsbruch: Reaktionäre Geschlechterpolitik nach dem Pogrom

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    Der Beitrag von Alessandro Barberi untersucht im Rahmen einer Medienanalyse den Zivilisationsbruch und das Pogrom vom 07. Oktober 2023, um angesichts der gegenwärtigen Standards der Antisemitismusforschung eine klare demokratiepolitische und medienpädagogische Position zu ermöglichen. Dabei geht es angesichts der brutal geschändeten Opfer u. a. um das Versagen des westlichen Feminismus und einer globalen Linken, die sich teilweise bis hin zur Leugnung des Massakers an der Zerstörung des Judentums beteiligen. Ausgehend davon wird im Sinne des 3D-Tests für Antisemitismus die Präsenz von Doppelstandard sowie die Dämonisierung und Delegitimierung von Israel im aktuellen medialen Raum beschrieben, um festzuhalten, dass der nationalsozialistische Terror der Hamas nicht nur einen Vollangriff auf Jüdinnen und Juden, sondern einen zur Gänze destruktiven Anschlag auf die Erinnerung, das kollektive Gedächtnis, die Aufklärung und die Grundlagen der Demokratie darstellt.Alessandro Barberi’s article examines the breach of civilization and the pogrom of 7 October 2023 as part of a media analysis in order to enable a clear position on democracy policy and media education in view of the current standards of anti-Semitism research. In view of the brutally desecrated victims, this involves, among other things, the failure of Western feminism and a global left, some of which participate in the destruction of Judaism to the point of denying the massacre. Based on this, the presence of double standards and the demonization and delegitimization of Israel in the current media space is described in terms of the 3D test for anti-Semitism in order to establish that the Nazi terror of Hamas not only represents a full-scale attack on Jews, but also a completely destructive attack on collective memory, enlightenment and the foundations of democracy

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