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    Szilvia Gellai: Glass Scenographies. Notes on Spaces of One\u27s Own.: Weimar: M Books 2023. ISBN: 978-3-944425-26-9. 144 Seiten, 12,00 €.

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    Im frühen 20. Jahrhundert erlangte Glas eine herausragende Bedeutung als Medium zur Verwirklichung von Idealen der Transparenz in Architektur und Literatur. Bisher konzentrierte sich die Forschung in diesen Bereichen jedoch hauptsächlich auf die Analyse kanonischer Werke, die von männlichen Akteuren geprägt sind. Szilvia Gellais Glass Scenographies durchbricht diese Konvention, indem sie die unterrepräsentierten Beiträge von Frauen zur Glaskultur hervorhebt und neu bewertet. Im Anschluss an Virginia Woolfs Konzept der "glass scenography" (S. 13) untersucht Gellai im einleitenden Kapitel, OBSCURE LIVES, TRANSPARENT BOUNDARIES, wie Glashäuser und -kuppeln für Frauen katalytische Orte der künstlerischen Entfaltung sein können. Dies dient als Ausgangspunkt für Gellais Arbeit, die sich entlang Psychologie, Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft bewegt. Im ersten Teil des Werks widmet sich die Autorin der Geschichte von Evelyn Word Leighs Glashaus und bettet diese in die kulturtheoretischen Ansätze Walter Benjamins ein. Im zweiten Teil geht sie dem Motiv der Glaskuppel nach, das sich von den 1920er bis in die frühen 1960er Jahre erstreckt. Dabei analysiert die Autorin surrealistische Fotografien von Claude Cahun und Lee Miller sowie literarische Werke von Hilda \u27H.D.\u27 Doolittle, Anaïs Nin und Sylvia Plath. Sie deutet Glashäuser und -kuppeln als Räume der Intimität, sexueller Diversität und queerer Identitäten. Außerdem stellt sie das "concept of transparency" (S. 16) infrage, das sie als in männlich, weiß und westlich-kolonial geprägten Denkmustern verankert sieht. Im Kapitel EVELYN WORD LEIGH\u27S GLASS HOUSE befasst sich Gellai mit dem Leben der Stummfilmikone Evelyn Word Leigh, die zwischen 1927 und 1940 in einem Glashaus in Nyack wohnte. Dieses Domizil diente Leigh nicht nur als Wohnstätte, sondern auch als Ausdruck ihrer (körperlichen) Selbstbestimmung und Autonomie. Gellai veranschaulicht, wie Leighs Selbstbehauptung sich nicht nur in der bewussten Pflege und Disziplinierung ihres Körpers manifestiert, sondern auch in ihrem reflektierten Umgang mit den Themen Transparenz und Privatsphäre. Leighs Glashaus, dessen ursprüngliche Gestalt heute nicht mehr vollständig rekonstruierbar ist, erfüllte vielfältige Funktionen. In BODY AND CLIMATE TECHNIQUE FOR A DELICATE CREATURE erklärt Gellai, wie das Glashaus zur Regulierung des körperlichen Wohlbefindens als "a body and climate technique" (S. 115) diente. Darüber hinaus war es Instrument zur Steuerung von Nähe und Distanz zur Außenwelt. Durch seine Transparenz nutzte Leigh es subtil zur didaktischen Beeinflussung der Gemeinschaft von Nyack. Obwohl das Wohnexperiment letztlich nicht erfolgreich war, offenbart es eine kreative Adaption moderner Technologien. Gellai zufolge kombinierte Leigh traditionelle, mimetische Körpertechniken wie Tanz, Schauspiel und Mode mit innovativen technologischen Konzepten in den Bereichen Architektur, Massenmedien (wie Printmedien) und Film. (Vgl. S. 115) In ONSTAGE: MASTERING THE ART OF LIVING IN A GLASS HOUSE betrachtet Gellai Leighs Privatleben, ihre Beziehungen zu den Massenmedien und ihre Schauspielkarriere. Gellai zieht Parallelen zwischen Leighs Ablehnung der öffentlich-stereotypen Wahrnehmung von Frauen und der Rolle des Flaneurs, der in der städtischen Menge einen ästhetischen Blick entwickelt. (Vgl. S. 44) Das Glasrefugium diente als Schutzraum, der Leigh vor der erdrückenden Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit bewahren sollte. 1929 entfachte sich in Österreich eine hitzige Debatte um Evelyn Word Leighs avantgardistisches Glashaus. In deutschsprachigen Medien prallten moralische Entrüstung und voyeuristische Berichte aufeinander. Gellai verdeutlicht im Kapitel ON THE MORALITY OF TRANSPARENCY: EDUCATION, DESIRE, AND SELF-DISCIPLINE wie Weiblichkeit historisch mit Unreinheit assoziiert und gleichzeitig durch bürgerliche Konzepte von Tugend fetischisiert wurde. Sie führt als Beispiel die Darstellung des Glashauses als Disziplinarinstrument in Heinrich Oswalds Sagensammlung Unterm Märchenbaum (1877) an. Gellai verbindet über das Glashaus Leighs Ansicht, dass Geschlecht etwas Erlerntes sei mit Michel Foucaults Begriff der Technologien des Selbst. Leighs Leben im Glashaus spiegelt nicht nur diese Technologien wider, sondern verkörpert auch ein "Theater der Askese", wie Gellai unter Bezugnahme auf die Theaterwissenschaftlerin Barbara Gronau (vgl. S. 64) erläutert. Im Abschnitt UNDER THE DOME: FROM CULT TO EXPERIMENT hebt Gellai den für Frauen in patriarchalen Gesellschaften zugewiesenen oder verweigerten Raum hervor. Diese Ein- und Ausschlussmechanismen spiegeln sich in materiellen Kulturen wie den österreichischen Klosterarbeiten, in denen Frauen sowohl als Objekte als auch als Schöpferinnen fungieren, wider. (Vgl. S. 63) Die metaphorische Platzierung von Frauen unter Glasglocken verknüpft Gellai mit Schlüsselkonzepten der Psychoanalyse. (Vgl. S. 67) In FEMALE HEADS AT THE CUTTING EDGE OF SURREALISM analysiert Gellai das wiederkehrende Motiv der Frauenköpfe unter Glaskuppeln in der visuellen Kultur in den 1920er bis 1940er Jahren. Die oft mit stereotypen Klischees von Geheimnis, Natur, Verführung und erotischem Spektakel assoziierten Motive zeigen sich u. a. in Lee Millers fotografischer Zusammenarbeit mit Man Ray. Claude Cahuns Serie von Selbstporträts hingegen stellen eine wirkungsvolle Untergrabung kategorischer Einteilungen dar, indem die künstlerischen Objekte den Blick der Betrachter*innen ungebrochen erwidern. ANAÏS NIN\u27S GLASS HOUSES AND DOPPELGÄNGER beleuchtet Glas in Anaïs Nins Schaffen. Nin, tief im Surrealismus verwurzelt, verwendet Glas in ihren Werken Winter of Artifice (1948) und Under a Glass Bell (1944) als gleichzeitige Metapher für Schutz und Isolation. Durch das Schreiben strebt Nin, beeinflusst durch Otto Rank, nach Selbstfindung und Selbstermächtigung und hinterfragt kritisch narzisstische Selbstzentriertheit und vorgegebene Rollenbilder. (Vgl. S. 84) Das Kapitel THE METAMORPHOSES OF H.D.\u27S JELLYFISH EXPERIENCE dokumentiert die Synergien zwischen Hilda \u27H.D.\u27 Doolittle und Sigmund Freud in den 1930ern, festgehalten in Tribute to Freud. Für H.D. verkörpert das Glockenglas Schutz und Einsicht. H.D.s narrative Techniken, beeinflusst durch ihre Arbeit mit der Filmzeitschrift Close Up (Pool Group 1927–1933) und den Filmschnitt von Borderline (R: Kenneth Macpherson, GB 1930), zeigen Parallelen zu Filmtechniken. Ihre Beschäftigung mit der "vierten Wand", angeregt durch die Doppeltür in Freuds Büro, erkundet eine Verbindung zwischen Analyse und Theorie, die Gellai mit der räumlichen Anordnung der Proszeniumsbühne verknüpft sieht. Gellai interpretiert Sylvia Plaths The Bell Jar (1963) im Abschnitt SYLVIA PLATH\u27S POETIC OF X-RAY ARCHITECTURES als eine Auseinandersetzung mit Materialität und psychischem Leid. Die Hauptfigur Esther Greenwood ringt mit Depressionen, die durch die metaphorische Glasglocke verkörpert werden. Ein von Esther abgelehntes Korsett dient Gellai als Anknüpfungspunkt an das Konzept des "Gläsernen Menschen" (S. 100), das medizinische und ästhetische Normen verkörpert. Gellai zieht Parallelen zwischen Esthers Erfahrungen und der modernen Glasarchitektur, die von medizinischem Wissen (u. a. Tuberkulose) und der Röntgentechnologie beeinflusst ist, und verortet sie im Kontext des Diskurses über Gesundheit und Hygiene. In POETS. TEMPLES, AND LEOPARDS erörtert Gellai die transformative Kraft von Kunst und Poesie, indem sie Edith Farnsworths The Poet and the Leopards (1960) als Ausgangspunkt nimmt. Sie wirft erneut einen Blick auf die vorangegangene Analysebeispiele, um die vielfältigen Praktiken, Ansätze und Bedingungen der Künstlerinnen für eine kritisch-feministische Geschichtsschreibung fruchtbar zu machen. In der das Buch abschließenden Respondenz NO WAY HOME. OR, PERPETUAL CARE FOR ARCHITECTURAL RESIDUES von Sina Brückner-Amin, werden Erinnerung, Trauma und Heimatlosigkeit in Bezug zu Architektur über Mike Kelleys Kandor-Projekt bearbeitet. Der Text knüpft an die Diskussionen Gellais an, indem es die langfristigen Verantwortlichkeiten und Herausforderungen betont, die sich aus unserem Umgang mit Architektur ergeben. Szilvia Gellais Glass Scenographies. Notes on Spaces of One\u27s Own stellt einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung der Glaskultur dar, insbesondere im Hinblick auf die Beiträge von Frauen, die in der Vergangenheit oftmals marginalisiert wurden. Die Fokussierung auf inhaltliche Aspekte und die Sichtbarmachung von künstlerischen Projekten von Frauen verleihen dem Werk eine besondere Relevanz und machen es zu einer wertvollen Ressource für diejenigen, die sich für die Schnittstellen zwischen Architektur, Literatur, Geschlechterstudien und Kulturgeschichte interessieren. Allerdings könnte die thematische Breite des Werks dazu führen, dass tiefere, fokussiertere Auseinandersetzungen mit einzelnen Aspekten zu kurz kommen. Eine intensivere Diskussion und Reflexion der Quellenauswahl könnte den Forschungsprozess transparenter machen. Obwohl das Werk die Beiträge von Frauen zur Glaskultur hervorhebt, besteht Raum für eine erweiterte Analyse, die sich noch stärker mit der Vielfalt von Genderidentitäten und -erfahrungen auseinandersetzt. Eine solche Erweiterung könnte die interdisziplinäre Perspektive des Buches vertiefen und die Komplexität des Themas noch umfassender beleuchten. Zusammenfassend ist Glass Scenographies eine empfehlenswerte Lektüre, die einen wichtigen Beitrag zur feministischen und kulturellen Forschung leistet und neue Perspektiven auf die Rolle von Glas in Verbindung mit weiblicher Agency und Kreativität eröffnet. Es regt zur weiteren Diskussion an und kann als Ausgangspunkt für zukünftige Studien dienen, die sich mit den vielschichtigen Verbindungen zwischen Materialität und Gender auseinandersetzen

    Discretion in International Environmental Law

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    Vertragsbestimmungen, die Entscheidungsträgern Ermessen einräumen, können sich sowohl positiv als auch negativ auf die Effektivität und verhaltenssteuernden Wirkung völkerrechtlicher Verträge auswirken. Einerseits sind sie in einem Rechtsgebiet, das schnellen Veränderungen unterliegt und in dem Entscheidungsträger auf vielfältige, unvorhersehbare Bedrohungen reagieren müssen, unentbehrlich. Dies trifft auf das internationale Umweltrecht zu, mit dem sich dieses Paper auseinandersetzt. Andererseits kann sich ein Ermessensspielraum auch negativ auf die verhaltenssteuernde Wirkung von Umweltverträgen auswirken. Das Paper konzentriert sich auf die Frage, warum diese negative Wirkung eintritt. Ein Grund ist, dass Bestimmungen, die den Vertragsparteien Ermessen darüber einräumen, wie sie ein bestimmtes Ziel erreichen wollen als Bestimmungen ausgelegt werden, die den Parteien Ermessen darüber einräumen, ob überhaupt Umsetzungsmaßnahmen auf innerstaatlicher Ebene getroffen werden sollen. Weiters sind Vertragsbestimmungen, die Ermessen gewähren, häufig als indirekte Verpflichtungen formuliert. Zuletzt geht das Paper auf Situationen ein, in denen sich ein Staat mit unterschiedlichen vertraglichen Verpflichtungen konfrontiert sieht. Verweist ein Staat auf einen internationalen Umweltvertrag, um seine Umsetzungsmaßnahmen zu verteidigen, kann das dort eingeräumte Ermessen zum Problem werden.Environmental treaties that are well-drafted are more likely to contribute to the solution of environmental problems. One central question that arises in the context of treaty-drafting is: Are some types of norms more effective than others? One factor that is relevant to the effectiveness of a treaty is whether the provisions grant discretion to the treaty parties or to international dispute settlement bodies. This paper analyses why discretionary treaty provisions have an impact on a treaty’s effectiveness. It contrasts provisions granting “implementing discretion” and provisions granting “interpretative discretion”. Their impact is both positive and negative: On the one hand, discretion can be a very valuable feature of environmental treaties, because environmental problems tend to require flexible responses from decision-makers. Discretionary norms are therefore the right choice when treaty-drafters seek to govern changing and unpredictable situations, as is often the case in environmental law. On the other hand, discretion in treaties may have a negative impact on the behaviour of states as well as on the decisions of international dispute settlement bodies. This paper identifies and explains three reasons for this negative impact of discretionary provisions on a treaty’s effectiveness: 1. Discretionary provisions may be read as legally non-binding; 2. They may be drafted as “indirect” obligations; 3. Discretionary provisions are a weaker defence against claims based on other instruments of international law

    Digital Intimacies and the Construction of Social Capital in a Heteronormative Society: A Study of Dating App Users in Indonesia

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       Dating apps are digital platforms that mediate meaningful relationships and facilitate digital intimacies. This study examines the construction of social capital by dating app users in Indonesia. Using Pierre Bourdieu’s and Robert D. Putnam’s concepts of social capital as well as the virtual ethnography method, this study focuses on how heterosexual and homosexual users of dating apps in heteronormative Indonesia manage to build digital intimacies and accumulate social capital. This study shows that dating app users in Indonesia assemble social capital through networked individualism and automated connectivity. The results demonstrate that dating app users exploit digital intimacies as resources to expand their networks, which enables them to gain certain benefits. Additionally, homosexual users build digital intimacies to gain a sense of acceptance and belonging in digital space. They show more efforts towards being inclusive and active in accumulating and exchanging social capital than their heterosexual counterparts

    A Hermopolite Account of Late Date

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    A new edition of P.Ryl. IV 714A new edition of P.Ryl. IV 71

    A New Structural Reading of the Cyrenaic Suppliants’ Chapter (SEG L 1638, col. B, ll. 110–141)

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    The famous “Suppliants’ Chapter” of the 4th century BCE Cyrenaic lex sacra (col. B, ll. 110-141) is divided into three distinct paragraphs. The meaning of these paragraphs appears rather obscure and there is no general agreement on their interpretation. This paper will propose a new reading of the paragraphs’ headings, which might provide diegetic coherence within, as well as structural symmetry between, the three sections of the text.The famous “Suppliants’ Chapter” of the 4th century BCE Cyrenaic lex sacra (col. B, ll. 110-141) is divided into three distinct paragraphs. The meaning of these paragraphs appears rather obscure and there is no general agreement on their interpretation. This paper will propose a new reading of the paragraphs’ headings, which might provide diegetic coherence within, as well as structural symmetry between, the three sections of the text

    Le retour d’un sculpteur de renom : L’épitaphe de Novius Blesamus à Rome

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    The rediscovery of the funerary altar of the sculptor Novius Blesamus in Rome (CIL VI, 23083; CLE 1254) provides an opportunity to give a comprehensive edition of the monument and a commentary on the various aspects of the funerary epigraphic poem engraved on it: the status and activity of the deceased, the source of his pride; the bucolic atmosphere of the environment of the tomb which is evoked; the erasure of a verse of the text.La redécouverte de l’autel funéraire du sculpteur Novius Blesamus, à Rome (CIL VI, 23083 ; CLE 1254), est l’occasion de proposer une édition complète du monument et un commentaire sur les différents aspects du poème épigraphique funéraire qui y est gravé : le statut et l’activité du défunt, source de sa fierté ; l’atmosphère bucolique de l’environnement de la tombe qui y est évoquée ; le martelage d’un vers du texte

    Mueve la burra, mueve la princesa: Algunos sinónimos de abortar en textos literarios y documentos auriseculares

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    The text explores the semantic evolution and connotations of the terms abortar, malparir, and mover in Spanish. Initially used in medical contexts, aborto and malparto describe specific stages or outcomes of pregnancy. Over time, malparido acquired pejorative connotations, denoting a person of low moral character or social status. The progression from medical to figurative usage reflects societal attitudes toward childbirth, morality, and language. The analysis considers historical texts, dictionaries, and literary examples to trace these shifts in meaning. The study highlights how language reflects and shapes cultural perceptions, illustrating the complex interplay between semantics, social norms, and linguistic evolution

    Morality, Friendship, and Collective Action

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    This paper uses the tools of experimental philosophy to examine the nature of interpersonal normativity in collective action, focusing on cases of immoral collective action and collective action by friends. The results of our two studies, which expand on recent empirical interventions into longstanding debates in social ontology, demonstrate that according to our everyday judgments there are interpersonal obligations in cases of collective action, even when immoral, and that, while friendship elicits judgments of togetherness, it does not affect the norms of collective action. We also situate these results in the philosophical literature and discuss their consequences for a “pluralism” about sociality

    Wer spielt, wer forscht, wer spricht? Die Rolle von Frauen in der Fachgeschichte der Game Studies

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    Computerspiele werden als männlich codiertes Medium verstanden, was auch auf die Game Studies übertragen wird. Allerdings verschleiert eine solche Perspektive die Bedeutung von Frauen in den Game Studies, in der sie mehrfach die Rolle von Pionierinnen übernahmen. Dieser Teil der Fachgeschichte wird aber immer wieder ignoriert, weil die Gründungsmythen der Game Studies, ihre Ausrufung im Jahr 2001 und die anschließende Ludologen-versus-Narratologinnen-Debatte die Anfänge des Feldes für sich beanspruchen. Diese Debatte kann vor allem als wissenschaftspolitische Absetzungsbewegung gegenüber etablierten Disziplinen verstanden werden. Dabei richteten sich aber die Diskussion und die damit einhergehenden Angriffe vor allem gegen Wissenschaftlerinnen. Dies prägte das Forschungsfeld nachhaltig. Einen weiteren Einschnitt stellte die Hasskampagne innerhalb der Computerspielkultur unter dem Hashtag GamerGate 2014 dar. Diese führte aber eher zu einer Selbstreflexion und Gegenreaktion in der Wissenschaft. Der Beitrag versucht diese drei Phasen der Game Studies neu zu beleuchten.Video games are understood as a male-coded medium, which is also transferred to Game Studies. However, such a perspective obscures the significance of women in Game Studies, in which they repeatedly assumed the role of pioneers. This part of the field\u27s history is repeatedly ignored, however, because the founding myths of Game Studies, its proclamation in 2001, and the subsequent Ludology-versus-Narratology debate claim the field\u27s beginnings. This debate can be understood primarily as a science-political push to set itself apart from established disciplines. However, the discussion and the accompanying attacks were directed primarily against female researchers. This had a lasting impact on the field. The hate campaign within video game culture under the hashtag GamerGate in 2014 represented a further turning point. However, this rather led to a self-reflection and counter-reaction in the field. This article attempts to shed new light on these three phases of Game Studies

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