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    Liebe Grüße aus … Warschau: Spione und Geheimdienste in der polnischen Schemaliteratur und Populärkultur

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    Ohne den Spionagefilm und -roman hätte es nach 1945 wahrscheinlich gar keine polnische Populärkultur gegeben. Mit der Straßenfeger-Fernsehserie Stawka większa niż życie – in der DDR lief sie unter dem Titel Sekunden entscheiden – etablierte sich in der TV-Landschaft der späten 1960er Jahre einerseits ein schwarz-weißes Unterhaltungsformat, andererseits ein durchaus durchpolitisiertes und national geschichtsträchtiges fernsehästhetisches Narrativ. Schon bald folgten andere Agentenfilme wie z.B. Spotkanie ze szpiegiem oder Hasło Korn, die den Kampf der polnischen Gegenspionage gegen feindliche Nachrichtendienste aus dem kapitalistischen Westen aufgriffen. Gleichzeitig feierte in der Heftromanreihe Labirynt der Spionageroman große Lesererfolge, der nach ähnlichem poetologisch-propagandistischem Muster geschnitten war. Nach der Wende 1989/90 ist ein starker Cut mit Blick auf die Weiterentwicklung und (entpolitisierte) Neuprogrammierung des Storytelling zu verzeichnen und erst in den letzten Jahren lässt es sich von einem Gattungsrevival (v.a. Vincent Viktor Severski) sprechen. In diesem Beitrag wird die Gattungsgeschichte des polnischen Spionageromans und Spionagefilms von 1933 bis zur Gegenwart nachskizziert.Without the spy film and spy novel, Polish popular culture would probably not have existed at all after 1945. With the hugely popular television series Stawka większa niż życie a black-and-white entertainment format was established in the late 1960s TV landscape that was at once highly politicized and deeply rooted in national history. Soon other spy films followed, such as Spotkanie ze szpiegiem or Hasło Korn, which depicted the struggle of Polish counterintelligence against hostile secret services from the capitalist West. At the same time, the pulp novel series Labirynt enjoyed great success with readers, adhering to a similar poetological and propagandistic model. After the political transformation of 1989/90, a sharp break occurred, leading to the reprogramming and depoliticization of storytelling; only in recent years can we speak of a revival of the genre (particularly in the works of Vincent Viktor Severski). This paper sketches the history of the Polish spy novel and spy film from 1933 to the present

    In the Shadow of Kim Philby: Litzi Friedmann and the ‘Chapter’ from her Life

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    In seiner Nachverfolgung der Lebens- und Geheimdienstgeschichte von Alice ‚Litzi‘ Friedmann, die Mutter der Schriftstellerin Barbara Honigmann, arbeitet Thomas Riegler erstmals fünf Dossiers des britischen Inlandgeheimdiensts ein, die erst Anfang des Jahres 2025 freigegeben wurden. Sie bringen neue Einblicke über eine Periode in den 1930er und 1940er Jahren, die Spionagegeschichte geschrieben hat. Als junge kommunistische Aktivistin in Wien heiratete Friedmann 1934 den berühmten späteren britischen Doppelagenten Harold Adrian Russell (‚Kim‘) Philby. Sie hatte maßgeblichen Anteil an dessen politischer Orientierung und war danach noch jahrelang als Kurierin für den sowjetischen Geheimdienst und die Komintern tätig. Trotz ihrer wichtigen Rolle wurde die 1991 verstorbene ‚Litzi‘ bislang als Nebenfigur abgehandelt. Ihre Biografie unterstreicht nun eindrucksvoll, dass Spionage auch eine bisher kaum erzählte Frauengeschichte ist.In his retracing of the life and intelligence story of Alice ‘Litzi’ Friedmann, the mother of the writer Barbara Honigmann, Thomas Riegler for the first time incorporates five dossiers from the British domestic intelligence service that were only declassified at the beginning of 2025. These papers provide new insights into a period in the 1930s and 1940s that made espionage history. As a young communist activist in Vienna, Friedmann married the famous British double agent Harold Adrian Russell (‘Kim’) Philby in 1934. She played a significant role in shaping his political orientation and subsequently worked for years as a courier for the Soviet secret service and the Comintern. Despite her important role, ‘Litzi’, who died in 1991, was previously treated as a minor character. Her biography now impressively underscores that espionage is a rarely told chapter of women’s history

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    Wissenschaftstransfer durch Studierende: Potenzial des Konzepts und Rolle von Wissenschaftssprache

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    Der Forschungsprozess ist mit der zunehmenden Spezialisierung weniger wissenschaftlicher Expert*innen geprägt, was zu einer Distanz zwischen diesen Expert*innen und Personen außerhalb der jeweiligen Fächer führt. Der Wissenstransfer von Expert*innen hin zu einem fachfremden bzw. nicht akademischen Publikum z. B. durch Wissenschaftskommunikation ist aktuell nicht zufriedenstellend gegeben. Eine mögliche praktische Alternative ist die Einbindung Dritter als vermittelnde Personen anstatt der Expert*innen selbst. Dies ist eine Rolle, welche auch Studierende und Studiumsabgänger*innen übernehmen könnten. Anhand von Schreibübungen gefolgt von retrospektiven Interviews erforscht diese Studie qualitativ die Vorgehensweise von aktuellen Studierenden der Universität Wien, um das Potenzial dieser Rollenübernahme und mögliche Stellschrauben im Einsatz von Wissenschaftssprache zu untersuchen. Studierende sind sich bewusst, dass ihr Ausdruck an ihr jeweiliges Publikum angepasst werden muss. Dies wird jedoch nicht konsequent umgesetzt und es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der ungewohnten Rolle und der Effektivität ihrer Kommunikation. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass mehr Übung für die Kommunikation von Inhalten aus der Disziplin hinaus notwendig ist, um die Umsetzung von Wissenschaftstransfer durch Dritte effizienter umzusetzen und Verständnis in einem nichtwissenschaftliches Publikum für die Forschung, ihre Prozesse, und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in unterschiedlichen Disziplinen zu verbreiten und zu gewährleisten

    Building Bridges: Promoting Political Participation of Young People

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    Das Projekt «Politik für alle – den soziodemografischen Graben überbrücken» analysiert die Ursachen des politischen Desinteresses von Kindern und Jugendlichen. Das mehrstufige Projekt zielt darauf ab, junge Menschen langfristig für eine politische Beteiligung zu motivieren. Zentraler Bestandteil ist die Entwicklung eines Serious Games, das auf spielerische Weise die intrinsische Motivation zur politischen Beteiligung fördern soll. Die theoretische Grundlage dieser Studie ist die Wissensklufthypothese, die besagt, dass der Zugang zu Wissen in der Bevölkerung ungleich verteilt ist. Studien zeigen, dass Menschen mit höherem Bildungsniveau und höherem Einkommen tendenziell politisch aktiver sind. Die Ergebnisse der Umfrage deuten darauf hin, dass der sozioökonomische Hintergrund eine wichtige Rolle für die politische Partizipation spielt und dass Serious Games grosses Potenzial haben, jungen Menschen auf spielerische Art für Politik zu interessieren.The «Politics for all - bridging the sociodemographic divide»-project analyses the causes of political disinterest among children and young people. This multi-stage project aims to motivate young people to participate in politics in the long term. A central component of the project is developing a serious game that aims to promote intrinsic motivation for political participation in a playful way. The theoretical basis of this study is the knowledge gap hypothesis, which states that access to knowledge is unequally distributed in the population. Studies show that people with a higher level of education and higher income tend to be more politically active. The survey results indicate that socioeconomic background plays an important role in political participation and that serious games have great potential to get young people interested in politics in a playful way. &nbsp

    Lehrkräftetypen in einer Kultur der Digitalität: Implikationen für die Transformation der Unterrichtspraxis

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    Die Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden mit digitalen und KI-gestützten Technologien in einer Kultur der Digitalität erfordert Partizipation. Entscheidend sind handlungsleitende Denkstrukturen, da sie den Zugang zu Technologie (Struktur), die Einstellungen (Mindset) und deren Integration in den Unterricht (Verhalten) beeinflussen – eingebettet in einen kollaborativen Prozess (Kultur). (Inter-)National fehlt bislang eine Untersuchung zur Nutzung digitaler Technologien mit explizitem Fokus auf Grundschule, Partizipation und Interaktionsmuster. In einem transdisziplinären Entwicklungsprojekt wurde eine App entwickelt, um zu untersuchen, wie Grundschullehrkräfte mit der Technologie interagieren und welche pädagogischen Vorstellungen ihr Handeln leiten. Mithilfe qualitativer Inhaltsanalyse wurden vier Typen gebildet, die unterschiedliche Verhaltensmuster und Herangehensweisen aufzeigen. Die Interviewanalysen zeigen, dass sich Mindset, Verhalten, Kultur und Struktur zwischen offen, flexibel, innovativ, partizipativ und skeptisch, vorstrukturiert, bewahrend, restriktiv bewegen. Die Ergebnisse verdeutlichen Implikationen für eine partizipative Interaktionsgestaltung in der Kultur der Digitalität

    Das Echo der Kreativität: Zwischen Schöpfung und Simulation

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    Der Text zielt darauf ab, einen Dialog über die Chancen und Gefahren von KI in der Kunst anzustoßen und ein besseres Verständnis für ihre Rolle in der Gestaltung der Zukunft von Kunst, Kultur und Bildung zu fördern. Als Leitfrage bearbeitet der Text: Wie beeinflusst die Integration von künstlicher Intelligenz die Definition von Kreativität und Originalität in Kunst und Bildung, und welche gesellschaftlichen, kulturellen und pädagogischen Konsequenzen ergeben sich daraus?" Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Sprache, Kunst und Kreativität stellt einen Wendepunkt in unserer kulturellen Auffassung dar. Maschinen produzieren Texte, Bilder und Ideen, die scheinbar die Grenzen menschlicher Kreativität überschreiten, aber auch grundlegende Fragen aufwerfen: Welche Bedeutung hat Kreativität in einer Welt, in der Algorithmen wichtige Prozesse steuern? Wie wird sich die Kunst und Kultur entwickeln, wenn sie zunehmend durch Algorithmen gestaltet wird, die aus Technologien stammen, die unter anderem patriarchale und koloniale Strukturen reproduzieren, Effizienz und Optimierung als zentrale Ziele verfolgen und tief im neoliberalen, kapitalistischen System verankert sind? Welchen Einfluss hat künstliche Intelligenz auf das Verständnis von Originalität, Urheberschaft und ästhetischer Verantwortung? Wie und mit welcher KI kann ein kritischer Zugang zu Wissen vermittelt werden? In dieser Abhandlung werden diese Entwicklungen untersucht, wobei philosophische und pädagogische Ansätze berücksichtigt werden und wichtige Fragen zur zukünftigen Bedeutung von KI in Kunst und Gesellschaft aufgeworfen werden. Es wird untersucht, wie Bildung und kulturelle Aktivitäten reagieren können, ohne die Unabhängigkeit menschlicher Kreativität zu verlieren. In der Studie wird betont, dass KI nicht nur als technologische Neuerung betrachtet werden sollte, sondern auch als kulturelle Kraft, die die Fundamente künstlerischer Kreation und gesellschaftlicher Überlegungen auf neue Weise gestaltet.&nbsp

    Editorial 01/2025: Künstliche Intelligenz. Relationen, Sozialisation, Lernumgebungen

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    Dreiarmige Roboter dirigieren Orchester, Algorithmen lenken auf spezifische Bedürfnisse abgestimmte Informationsverteilung, zunehmend autonomere Automatisierungsprozesse verwandeln irreversibel menschliche Lebenswirklichkeiten: Künstliche Intelligenz (KI/AI) ist nicht nur in Schlagzeilen ein dominanter Faktor, vielmehr hat sie sich in erstaunlicher Geschwindigkeit in die unterschiedlichsten Teilbereiche globaler bzw. planetarer Systeme eingeschrieben.In einer Gesellschaft, in der Digitalität zum zentralen Moment der Selbstverfasstheit und auch -beschreibung wurde, ist es unabdingbar, dass Technologie auch auf ihre sozialen, bildungs- und demokratiepolitischen Auswirkungen hin befragt wird. Angesichts der Verhandlungen rund um Industrie 4.0 – z. B. umfassende Digitalisierung – und Industrie 5.0 – z. B. Kooperation von Mensch(en) und Maschin(en) – ist es insbesondere aus Perspektive der Medienpädagogik angezeigt, die aktuellen Entwicklungen nicht nur konstruktiv und kritisch zu analysieren, sondern sich aktiv aus ihren Interessenslagen heraus einzubringen und vor allem auch die tiefenhistorische Dimension neuester Tendenzen nicht zu unterschlagen.Three-armed robots conduct orchestras, algorithms control the distribution of information tailored to specific needs and increasingly autonomous automation processes are irreversibly transforming the realities of human life: Artificial intelligence (AI) is not only a dominant factor in the headlines, it has also inscribed itself into the most diverse sub-areas of global and planetary systems with astonishing speed.In a society in which digitality has become the central moment of self-constitution and self-description, it is essential that technology is also scrutinised in terms of its social, educational and democratic impact. In view of the negotiations surrounding Industry 4.0 - e.g. comprehensive digitalisation - and Industry 5.0 - e.g. cooperation between man(s) and machine(s) - it is particularly important from the perspective of media education not only to analyse current developments constructively and critically, but also to actively contribute from the perspective of their interests and, above all, not to ignore the deep historical dimension of the latest trends

    María de Zayas y Sotomayor, La traición en la amistad, ed. Enrique García Santo-Tomás: Madrid, Cátedra, Letras Hispánicas 910, 2024, 204 págs, ISBN: 978-84-376-4816-3

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    Esta nueva edición de la comedia en tres actos La traición en la amistad, de María de Zayas y Sotomayor, cuidadosamente preparada por el profesor Enrique García Santo-Tomás, viene a sumarse a la contribución del filólogo al fondo de la colección Letras Hispánicas de la editorial Cátedra

    Seigneur, qui séjournera sous ta tente ? (Ps. 14, 1): Une question d’hospitalité réciproque pour penser l’avenir des églises

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    Ausgehend von der Aufforderung in Psalm 14,1: „Herr, wer kann in deinem Zelt bleiben?“ und dem Konzept der gegenseitigen Gastfreundschaft, möchte die Studie die Zukunft der Kirchen neu überdenken. In einem Kontext, der von einer starken Säkularisierung geprägt ist, die mit einer Schwächung der christlichen Gemeinschaften und einem Rückgang der wirtschaftlichen Ressourcen einhergeht, scheint die Zukunft einer Reihe von Gotteshäusern bedroht zu sein. Bevor wir uns der binären Logik des „Bewahrens“ oder „Verlassens“ hingeben, möchte die Studie auf die dem Christentum innewohnende Spannung in Bezug auf den Ort selbst zurückkommen. Obwohl der Ort der Anbetung ein starker Marker der Identität und Präsenz ist und eine deutliche symbolische Kraft besitzt, lässt sich Gott nicht darin einschließen. Ein Mittelweg wird aus Sacrosanctum Concilium 7 abgeleitet, um eine dreifache Funktion der Kirche herauszuarbeiten: epikletisch, anamnetisch, kerygmatisch, als Erkennung des Genius, der jedem Ort eigen ist, indem man zu diesem Zweck seine konkrete Nutzung überdenkt.Based on the words of Psalm 14:1, “Lord, who shall dwell in thy tabernacle?” and the notion of “reciprocal hospitality”, this study proposes a fresh look at the future of the churches. In a context marked by strong secularization, with the corollary of weakening Christian communities and declining economic resources, the future of a number of places of worship seems threatened. Before giving in to the binary logic of “keep” or “get rid of”, this study aims to return to the tension inherent in Christianity as regards the place itself. If the place of worship is a strong marker of identity and presence, if it has a manifest symbolic force, God does not allow himself to be enclosed within it. Based on Sacrosanctum Concilium 7, a middle way is envisaged in order to identify a triple function of the church: epicletic, anamnetic, kerygmatic, as a discernment of the genius proper to each place, rethinking its concrete use to this end.À partir de l’interpellation du psaume 14, 1 : « Seigneur, qui séjournera sous ta tente ? », et de la notion d’’hospitalité réciproque, l’étude se propose de penser l’avenir des églises à nouveaux frais. Dans un contexte marqué par une forte sécularisation, avec en corollaire la fragilisation des communautés chrétiennes et la baisse des ressources économiques, l’avenir d’un nombre de lieux de culte semble menacé. Avant de céder à la logique binaire du « conserver » ou « se défaire », l’étude veut revenir sur la tension inhérente au christianisme quant au lieu lui-même. Si le lieu de culte est un marqueur fort d’identité et de présence, s’il a une force symbolique manifeste, Dieu ne s’y laisse pas enfermer. Une voie médiane est envisagée à partir de Sacrosanctum Concilium 7 afin de dégager une triple fonction de l’église : épiclétique, anamnétique, kérygmatique, comme discernement du génie propre à chaque lieu en repensant à cette fin son utilisation concrète

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