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    The Mouse: Call for "Wiener Digitale Revue’s" issue no. 8

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    Die Maus. Call zu Heft Nr. 8 der "Wiener Digitalen Revue".The Mouse. Call for "Wiener Digitale Revue’s" issue no. 8

    _ute/s/ Schreiben

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    Meine geschriebenen Worte wurden weggebracht. Sind im Schlund verschwunden, hinter sanft quietschenden, knallgelben beweglichen Metallplatten. Dort sind sie hindurchgerutscht, hinein in den Bauch. Wurden vermutlich einmal gelesen und liegen jetzt in Laden, Schachteln, größeren Umschlägen, Schuhkartons, Mappen, unter Staub, vielleicht gesammelt und sortiert, vielleicht willkürlich zusammengeworfen mit den Worten anderer. Ich werde sie vielleicht nie wieder lesen. Höchstwahrscheinlich sogar. Denn sie gehören nicht mehr mir. Sie haben oft auch nie mir gehört. Diese Worte waren immer für jemand anderes gedacht. Waren Botschaften, Floskeln, Banalitäten, Höflichkeiten, Plattitüden, Phrasen, Reaktionen, Berichte, Antworten – so oft waren es Antworten. Ausstehende Antworten. Und Grüße. Waren Beziehungen. Ja, die meisten meiner geschriebenen Worte waren analoge Stimmungsbarometer und Kommunikationskanäle und Beziehungen

    Meine Reise ❤

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    Ich glaube, ich erfinde Geschichten, seitdem ich sprechen kann. Ich höre immer wieder die Geschichte, dass ich mit drei Jahren bereits das Wort Stethoskop benutzt habe. Damals beim Playmobil oder Barbie Spielen konnte ich schon stundenlang dasitzen und mir eine Geschichte nach der anderen überlegen. Jeden Tag habe ich was anderes gespielt. Die Ideen sind mir nie ausgegangen. Mein Papa hat mir mal erzählt, dass er manchmal einfach hinter mir gestanden ist und mir beim Spielen zugesehen hat – weil ich mir so tolle Geschichten ausgedacht habe. Irgendwann bin ich in die Schule gekommen und habe schreiben gelernt. Von da an habe ich meine Geschichten nicht nur erzählt, sondern ich konnte sie aufschreiben, sie festhalten

    Migration: Conflicts of Interpretation and Political Action

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    Ausgehend von migrationsbezogenen Deutungskämpfen und begriffs- und diskursgeschichtlichen Veränderungen widmet sich dieses Themenheft der Frage, wie sich in und durch die Auseinandersetzung mit Migration gesellschaftliche Selbstverständigungsdebatten und Grenzziehungen wandelten. Der Fokus liegt dabei auf deutschsprachigen Debatten über Migration seit den 1970er-Jahren, die vor allem aufgrund europäischer Anwerbestopps gemeinhin als migrationshistorische Zäsur gelten. Ohne die Bedeutung dieser Zäsur relativieren zu wollen, rückt dieses Heft stärker Veränderungen in den Blick, die in den 1980er- und 1990er-Jahren einsetzten – durch das Ende des Kalten Krieges, durch neue Globalisierungs- und Europäisierungsschübe, die massive Politisierung der Asylthematik und das Erstarken rechtsnationaler Parteien sowie dadurch, dass viele europäische Gesellschaften erst im späten 20. Jahrhundert begannen, sich als Migrationsgesellschaften zu verstehen.Ausgehend von migrationsbezogenen Deutungskämpfen und begriffs- und diskursgeschichtlichen Veränderungen widmet sich dieses Themenheft der Frage, wie sich in und durch die Auseinandersetzung mit Migration gesellschaftliche Selbstverständigungsdebatten und Grenzziehungen wandelten. Der Fokus liegt dabei auf deutschsprachigen Debatten über Migration seit den 1970er-Jahren, die vor allem aufgrund europäischer Anwerbestopps gemeinhin als migrationshistorische Zäsur gelten. Ohne die Bedeutung dieser Zäsur relativieren zu wollen, rückt dieses Heft stärker Veränderungen in den Blick, die in den 1980er- und 1990er-Jahren einsetzten – durch das Ende des Kalten Krieges, durch neue Globalisierungs- und Europäisierungsschübe, die massive Politisierung der Asylthematik und das Erstarken rechtsnationaler Parteien sowie dadurch, dass viele europäische Gesellschaften erst im späten 20. Jahrhundert begannen, sich als Migrationsgesellschaften zu verstehen

    “Peoples’ Friendship” as a Domestic Speech Act: Ambitions, Limitations, and Consequences of the Concept for Intercultural Encounters in the GDR

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    With a specific focus on labour migrants from other socialist countries who came to the GDR from the 1960s onwards, this article explores how interculturality and integration were addressed in East German society, both politically and in daily life. Against this backdrop, the concept of “peoples’ friendship”, originally employed within the scope of foreign affairs, became increasingly important. The article analyses the ambitions and limitations of this concept as manifested during the Honecker era, discussing its possible consequences beyond the historical watershed of 1989-90. In doing so, it links research on a specific GDR context with the broader question of the power and powerlessnesss of language in intercultural communication and integration. With a specific focus on labour migrants from other socialist countries who came to the GDR from the 1960s onwards, this article explores how interculturality and integration were addressed in East German society, both politically and in daily life. Against this backdrop, the concept of “peoples’ friendship”, originally employed within the scope of foreign affairs, became increasingly important. The article analyses the ambitions and limitations of this concept as manifested during the Honecker era, discussing its possible consequences beyond the historical watershed of 1989-90. In doing so, it links research on a specific GDR context with the broader question of the power and powerlessnesss of language in intercultural communication and integration

    Espionage, Suspense, Satire: Sociocritical Elements in Milo Dor’s and Reinhard Federmann’s Popular Literature During the Cold War

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    Österreich im Kalten Krieg ist geprägt von gesellschaftlicher und politischer Unsicherheit, der Besatzung der Alliierten sowie der Spionage seitens mehrerer Geheimdienstorganisationen. Mit absichtlich überzeichneter und satirischer Erzählweise entwerfen Milo Dor und Reinhard Federmann in ihren Romanen Und einer folgt dem anderen (1953) und Die Abenteuer des Herrn Rafaeljan (1963) ein realistisches Bild des Landes während der Nachkriegszeit und stellen gleichzeitig die herrschende Ordnung infrage. Der studentische Beitrag von Laura Nespor untersucht, inwiefern sich die in den beiden Werken dargestellten Ereignisse in den realgeschichtlichen Kontext einbetteten und wie es mithilfe von Humor in der Literatur gelingen kann, unterschwellig Kritik zu üben, den Fokus auf gesellschaftspolitische Missstände zu lenken und gleichzeitig ein Ventil zu bieten, diese Erfahrungen zu verarbeiten.Cold War Austria was defined by social and political uncertainty, the occupation by the Allied powers, and pervasive espionage activities. In their novels Und einer folgt dem anderen (1953) and Die Abenteuer des Herrn Rafaeljan (1963), novelists Milo Dor and Reinhard Federmann offer realistic depictions of the country in the postwar period. Their use of deliberately exaggerated and satirical narrative techniques serves not only to capture the spirit of the era but also to critically question the prevailing social order. Laura Nespor’s student paper explores the extent to which the events depicted in both works are embedded in their real historical context. Furthermore, it analyses how humor in literature can serve as a subtle mechanism for criticism – drawing attention to sociopolitical injustices while providing an outlet for processing these experiences

    Ontologie und Semiotik fiktiver Figuren und historischer Personen: Die Eigennamen Don Juan und Casanova als Redensart

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    Fiktionale Figuren und historische Personen unterscheiden sich offensichtlich durch ihre Ontologie. Sobald sie jedoch zu einer Redensart werden, kommt ihren Namen im allgemeinen Sprachgebrauch dieselbe Funktion zu. Die vorliegende Arbeit stellt einen Versuch dar, die Signifikate idiomatisch gewordener Eigennamen von fiktionalen Charakteren und historischen Personen ontologisch zu fassen sowie mögliche Gründe ihrer pragmatisch‐funktionalen Annäherung im Sprachgebrauch aufzuzeigen. Als exemplarischer Untersuchungsgegenstand dienen die Figur Don Juan und die Person Giacomo Casanova, die beide als fixierte Wortfolgen das Bild des Frauenhelden und Verführers aufrufen. Während der Eigenname einer historischen Person auf ein (zu Lebzeiten) existierendes Individuum in der Realität verweist, tritt bei Figuren eine fiktive Welt an die Stelle der realen. Sobald sie idiomatisch werden, rufen sowohl die Namen fiktiver Figuren als auch jene historischer Personen eine auf wenige Eigenschaften reduzierte Version ihrer komplexeren Charaktere auf, die jedoch weiterhin Anteil an der dreidimensionalen Figur hat. Sobald sich historische Personen einer literarischen oder außerliterarischen Zirkulation erfreuen, werden sie unweigerlich auch zu Figuren. Spätestens nach ihrem Tod erlangen sie zudem einen Status der Unveränderlichkeit, wie ihn fiktive Figuren besitzen. Als Voraussetzungen oder mögliche Gründe der pragmatisch‐funktionalen Annäherung historischer Personen an fiktive Figuren können folglich Zirkulation und Unveränderlichkeit gelten.&nbsp

    Frontmatter

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    Ausgehend von migrationsbezogenen Deutungskämpfen und begriffs- und diskursgeschichtlichen Veränderungen widmet sich dieses Themenheft der Frage, wie sich in und durch die Auseinandersetzung mit Migration gesellschaftliche Selbstverständigungsdebatten und Grenzziehungen wandelten. Der Fokus liegt dabei auf deutschsprachigen Debatten über Migration seit den 1970er-Jahren, die vor allem aufgrund europäischer Anwerbestopps gemeinhin als migrationshistorische Zäsur gelten. Ohne die Bedeutung dieser Zäsur relativieren zu wollen, rückt dieses Heft stärker Veränderungen in den Blick, die in den 1980er- und 1990er-Jahren einsetzten – durch das Ende des Kalten Krieges, durch neue Globalisierungs- und Europäisierungsschübe, die massive Politisierung der Asylthematik und das Erstarken rechtsnationaler Parteien sowie dadurch, dass viele europäische Gesellschaften erst im späten 20. Jahrhundert begannen, sich als Migrationsgesellschaften zu verstehen.Ausgehend von migrationsbezogenen Deutungskämpfen und begriffs- und diskursgeschichtlichen Veränderungen widmet sich dieses Themenheft der Frage, wie sich in und durch die Auseinandersetzung mit Migration gesellschaftliche Selbstverständigungsdebatten und Grenzziehungen wandelten. Der Fokus liegt dabei auf deutschsprachigen Debatten über Migration seit den 1970er-Jahren, die vor allem aufgrund europäischer Anwerbestopps gemeinhin als migrationshistorische Zäsur gelten. Ohne die Bedeutung dieser Zäsur relativieren zu wollen, rückt dieses Heft stärker Veränderungen in den Blick, die in den 1980er- und 1990er-Jahren einsetzten – durch das Ende des Kalten Krieges, durch neue Globalisierungs- und Europäisierungsschübe, die massive Politisierung der Asylthematik und das Erstarken rechtsnationaler Parteien sowie dadurch, dass viele europäische Gesellschaften erst im späten 20. Jahrhundert begannen, sich als Migrationsgesellschaften zu verstehen

    “Things are very bad there”. Experiences of Poles and Jews Deported to the General Government 1939–1941 and Survival During the Holocaust

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    Between late 1939 and spring 1941, Polish and Jewish families from the annexed western Polish territories were deported to the General Government. This article examines two main aspects of these early deportations before the Holocaust: firstly, the experiences and chances of escape for the two groups differed significantly, with Jewish families facing harsher treatment and fewer opportunities to avoid deportation. Secondly, it emphasizes the importance of analysing in detail the living conditions of deported families, as the chances of survival of Jewish families in the General Government were different from those of the local Jewish population. Despite deteriorating conditions, many deportees adapted, although their situation changed dramatically with the onset of the Holocaust.Between late 1939 and spring 1941, Polish and Jewish families from the annexed western Polish territories were deported to the General Government. This article examines two main aspects of these early deportations before the Holocaust: firstly, the experiences and chances of escape for the two groups differed significantly, with Jewish families facing harsher treatment and fewer opportunities to avoid deportation. Secondly, it emphasizes the importance of analysing in detail the living conditions of deported families, as the chances of survival of Jewish families in the General Government were different from those of the local Jewish population. Despite deteriorating conditions, many deportees adapted, although their situation changed dramatically with the onset of the Holocaust

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