Universität Wien: OJS-Service
Not a member yet
    7694 research outputs found

    „Hast du gehört? Der widerspricht sich voll selber.“ : Zum Umgang von Schüler*innen mit Zeitzeugen-Interviews auf einer digitalen Lernplattform

    Get PDF
    Ausgehend von einer zunehmenden „Plattformisierung“ im Bildungsbereich ergründet der Beitrag, inwiefern digitale Lernplattformen durch ihre unterschiedliche didaktische Gestaltung einen Einfluss auf Praktiken und Lernprozesse von Schüler*innen haben können. Hierfür wurde exemplarisch das historische Lernen von zwei Lerngruppen unter der wechselnden Bedingung eines inhalts- oder methodenorientiert designten Lernmoduls aus der digitalen Zeitzeugen-Lernplattform MiBLabor in einem Geschichtsprojekts ethnografisch erforscht und praxistheoretisch analysiert. Dabei zeigte sich, dass das historische Lernen der Schüler*innen mit der digitalen Lernplattform durch die Hervorrufung unterschiedlicher Praktiken auf technischer, sozialer und fachlicher Ebene geprägt war. Unterschiede zwischen den Lerngruppen ergaben sich vor allem hinsichtlich fachlicher Praktiken und historischem Denken, was vermutlich durch die verschiedenen didaktischen Designs der Lernmodule evoziert wurde. Die Befunde werden kritisch reflektiert und Implikationen für Forschung und Praxis formuliert.Against the background of increasing “platformisation” in the education sector, this article examines the extent to which digital learning platforms can influence students’ practices and learning processes through their different didactic designs. For this purpose, the historical learning of two learning groups under the changing conditions of a content- or method-oriented designed learning module from the digital contemporary witness learning platform MiBLabor in a history project was ethnographically researched and analysed in terms of practice theory. The results showed that the students’ historical learning with the digital learning platform was characterised by the evocation of different practices on a technical, social and subject-specific level. Differences between the learning groups emerged mainly on a subject-specific practices and historical thinking, presumably evoked by the different didactic designs of the learning modules. The results are critically reflected upon and implications for research and practice are formulated

    Henrike Kohpeiß: Bürgerliche Kälte. Affekt und koloniale Subjektivität.: Frankfurt: Campus 2023. ISBN: 978-3-59351-710-0. 406 Seiten, 30,00 €.

    No full text
    Henrike Kohpeiß\u27 Monografie Bürgerliche Kälte. Affekt und koloniale Subjektivität befragt die affektive Struktur, durch die sich die gegenwärtige Subjektivität westlicher Gesellschaften konstatiert und erhält. Diese Sozialtechnik, die ein rationales europäisches Selbst in Abgrenzung zu einem irrationalen, kolonialisierten Anderen imaginiert, nennt Kohpeiß "Bürgerliche Kälte". (S. 10) Demaskiert werden im Zuge ihrer Monografie verschiedene Gestalten Bürgerlicher Kälte, die als staats- und kapitalismustragende Lebensform (S. 12) mittels affektiver und ästhetischer Strategien koloniale Strukturen aufrechterhalten. (S.12f) Kohpeiß dekonstruiert die Bürgerliche Kälte im Laufe dreier Meeresschauplätze: "Die Ägäis" (S. 29-84), "Das Mittelmeer" (S. 85-242) und "Der Atlantik" (S. 243-248). In einer kurzen Einleitung ("Das Selbst und das Meer") stellt sie das Meer als den historischen und metaphorischen Aushandlungsort von philosophischen Konzepten des Selbst vor dem Hintergrund kolonialer Gewalt vor. Die Philosophie, die maßgeblich an der rassifizierten Konstruktion des aufgeklärten, mündigen Selbst beteiligt war und ist, fordert Kohpeiß auf, "die philosophisch gestützte Negation des Selbst, unter der die Versklavten lebten, zum Ausgangspunkt einer Theorie kolonialer Subjektivität zu machen, die sich von der von Fanon kritisierten bürgerlichen Logik und Ethik zu lösen vermag" (S.15). Die Kritische Theorie, insbesondere Theodor W. Adornos und Max Horkheimers Analysen des bürgerlichen Subjekts in Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente, sollen um Diagnosen vornehmlich gegenwärtiger Vertreter*innen der Black Studies wie u. a. Fred Moten, Saidiya Hartman und Brenna Bhandar ergänzt werden. Dadurch erhalten die Thesen Adornos und Horkheimers nicht nur eine dekoloniale Ausrichtung, sondern werden selbst auf ihr "kolonial Unbewusstes" geprüft. (S. 17) Davon ausgehend erarbeitet Kohpeiß Vorschläge, wie Philosophie über die Schnittstellen zwischen Kritischer Theorie und den Black Studies in etwas zu übertragen ist, das nicht die vorhandenen kolonialen Ordnungen reproduziert. (S. 28) Zunächst führt Kohpeiß uns in "Die Ägäis" (S. 29-84) in das bürgerliche Subjektmodell der Aufklärung ein. Argumentativ stützt sich die Autorin auf die in Dialektik der Aufklärung formulierte These, dass das bürgerliche Subjekt bereits in den Eigenschaften der griechischen Heldenfigur Odysseus aus Homers Odyssee skizziert ist. Die List Odysseus\u27 wird von Adorno und Horkheimer als Selbstermächtigung eines proto-bürgerlichen, kapitalistischen Subjekts übersetzt. (S. 80) Darüber hinaus verweist Kohpeiß auf die Parallele zwischen den narrativen Elementen der Odyssee und der kolonialen Erzählung von Christoph Kolumbus "Entdeckung" der karibischen Inseln im Jahr 1492. (S. 50ff) Kohpeiß\u27 enge Lesart von Homers Odyssee in der Verlängerung Adornos und Horkheimers handelt meines Erachtens das ein oder andere Argument zu schnell ab, wodurch beim Lesen einige Fragen aufkommen: Wie verhält es sich zum Beispiel mit Odysseus\u27 List als Merkmal aufklärerischer Überwindung und Beherrschung der Natur im Kontrast zu göttlicher List? Immerhin agiert in den antiken Mythen nicht nur Odysseus mit Schläue und Vermummung, sondern auch die Götter selbst. Und kann Athene, die als Odysseus\u27 Beschützerin auftritt, in dieser Quelle bürgerlichen Selbstbestimmtheit einfach unterschlagen werden? Adorno und Horkheimer ziehen zwar eine platonische (vgl. Adorno/Horkheimer 2019, S. 12) Trennlinie entlang der Rivalität zwischen Poseidon und dem Olymp (vgl. Adorno/Horkheimer 2019, S. 57), diese geht allerdings bei Kohpeiß etwas unter. Dafür richtet die Autorin gekonnt die Aufmerksamkeit auf das, was die individualistische Heldenerzählung mit erzählt und was dabei unerzählt bleibt: Das selbstbestimmte Subjekt rastet auf der Dämonisierung Anderer, wie im Falle der Kikonen (S. 40), auf der unbesungenen Arbeit Unterworfener, wie der Mannschaft Odysseus (S. 83), auf vergeschlechtlichter Reproduktionsarbeit, wie der von Penelope, und auf Beherrschung weiblicher* Sexualität bei der Ermordung der Mägde im Zuge der Rückeroberung des bürgerlichen Heims (S. 81f). Im nächsten Abschnitt wird der Blick auf das ägäische Meer ausgeweitet auf "Das Mittelmeer" (S. 85-242). Hier wird die spezifische Affektkonstellation der europäischen Gegenwart anhand der Migrations- und Flüchtlingspolitik Europas und ihrer tödlichen Konsequenzen auf den Mittelmeer-Routen beleuchtet. Kohpeiß verweist u. a. auf Diskurse rundum die Kapitänin Carola Rackete und der Crew der Sea Watch 3, die 2019 53 Menschen rettete und von der Zentrale der italienischen Seenotrettung am Anlegen gehindert wurde. (S. 109-113) Sie argumentiert, dass moralische Empörung und sinnliche Ignoranz nicht im Gegensatz zueinander stehen, sondern beides Seiten der bürgerlichen Kälte darstellt: Die Bewunderung für Racketes moralisch lesbares Handeln wird nicht in das Ende der gewalttätig trennenden Subjektivierungslogik von europäischen Bürger*innen und ihren Anderen überführt. (S. 88) Stattdessen beobachtet die Autorin, wie Diskurse der Selbstkritik das bürgerliche Subjekt von der Härte der europäischen Ausschließungsmechanismen und des Leids der Geflüchteten entlasten: "Bürgerlichkeit wird, wenn sie auf die progressive Kraft der von ihr proklamierten Ideale den Zugriff verliert, zu bürgerlicher Kälte" (S. 185), die, als affektive Sozialtechnik (S. 187), die "hegemoniale Position [des Bürgertums] und den Fortbestand des Status quo [sichert]" (S. 242). Im dritten Teil, "Der Atlantik" (S. 243-348), werden mit Hilfe der Black Studies die kolonialen Dichotomien von Besitzenden und Besitz im postkolonialen US-amerikanischen Kontext offengelegt. Ein Schauplatz ist Motens Kritik an Hannah Arendts Kommentar zu den rassistischen Aufständen gegen Maßnahmen der Desegregation, die es 1957 neun afroamerikanischen Schüler*innen erlaubte, die Little Rock Central High School zu besuchen. (S. 298f) Ein Foto, das eine der Teenager*innen, Elizabeth Eckford, umringt von weißen Wutbürger*innen zeigt, bildet den medialen Raum, in dem Arendt und Moten die Un-/Möglichkeit der Teilhabe an Sozialität und Politik verhandeln. Mit Moten konstatiert Kohpeiß in der harten Trennung Arendts zwischen dem Privaten und Politischen eine politische Kälte (S. 306f), die einen vernuftsbegründeten Aufschub der Emanzipation im Dienste einer bürgerlichen Anteilnahme an der politischen Sphäre vertritt. (S. 314) Eine Einordnung von Arendts Konflikten mit der Frankfurter Schule und Fred Motens eigene Situierung in der Kritischen Theorie hätten noch ausführlicher diskutiert werden können. Des Weiteren fiel auf, dass zwischen der Diskussion Arendts, Motens, Kohpeiß\u27 und der Mitschülerin Melba P. Beals, Eckford selbst (trotz zur Verfügung stehenden Interviewmaterials) nicht zu Wort gekommen ist. Die ansonsten sehr ergiebige Besprechung der nonperformance Eckfords (S. 310) kontextualisiert Kohpeiß in Bezug zu anderen Schauplätzen "verunmöglichter Autonomie" (S. 250) und schließt daraus mit Hartman, dass durch die lange intime Geschichte zwischen Freiheit und Knechtschaft das Denken über bürgerliche Freiheit ohne Unterwerfung nicht möglich ist. (S. 341) Es brauche also eine Subjekttheorie, die Freiheit und Unterdrückung zusammendenkt – nicht um Herrschende und Unterdrückte essentialistisch voneinander zu trennen, sondern um das Konzept bürgerlicher Freiheit zu denaturalisieren. (S. 347f) Dies ist das Projekt, das Kohpeiß in Adornos und Horkheimers Arbeit begonnen und in den Black Studies um das Offenlegen der kolonialen Dimension des humanistischen Subjekts ergänzt sieht. (S. 348) In einem abschließenden Kapitel mit dem Titel "Die Ozeanische Philosophie" (S. 349-378) entwirft Kohpeiß eine Aussicht: Wenn sich die ontologischen Gewissheiten des westlichen Denkens als koloniale Instrumente entpuppen, dann braucht es der Autorin zufolge eine philosophische Zerstörung dieser gewaltvollen Gewissheiten. (S. 371) An ihre Stelle könnte eine "Ethik der Unlesbarkeit" treten, die die "eigene Einschreibung in die symbolische und affektive koloniale Ordnung an[nimmt], und gleichzeitig [weiß], dass wir uns nie restlos darin erkennen können." (S. 377f)  Kohpeiß Unterfangen, der affektiven Struktur Bürgerlicher Kälte als (proto)koloniale Technik des bürgerlichen Selbsterhalts nachzugehen, öffnet neben einer philosophischen Befragung des humanistisch entworfenen Selbst auch eine ausführliche Auseinandersetzung mit produktiven Schnittstellen zwischen der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule und den hier vornehmlich US-amerikanischen Black Studies. Was dabei allerdings ein wenig untergeht, ist das historische Verhältnis der jeweiligen Vertreter*innen zueinander: Es bleibt im Großen und Ganzen bei der Besprechung Adornos und Horkheimers durch die Brille der Black Studies und geht weniger auf aktuelle Beiträge der Kritischen Theorie ein. Auch hat der wirkungsvolle konzeptionelle Aufbau des Werks mit Bezug zu verschiedenen geografischen Bezugspunkten des Meeres die Erwartungshaltung geweckt, eine noch intensivere Auseinandersetzung mit Sharpes einschlägigem Werk zu Anti-Schwarzen Affektkonstellationen, In the Wake. On Blackness and Being (2016), zu erfahren. Darüber hinaus steht der erste Teil ein wenig abseits der zwei folgenden Kapitel und wird auch nicht mehr richtig aufgegriffen, sobald er abgehandelt ist. Dafür stechen der zweite und dritte Teil durch eine dichte Theoriearbeit hervor. Insbesondere die Beleuchtung von Europas Flüchtlingspolitik und die komplexen affektiven Strategien, die als Bürgerliche Kälte zutage treten, bieten einen wichtigen Beitrag zum Begreifen der Wirkweisen eines rassifizierten humanistischen Subjektbegriffs. Kohpeiß Aufruf zu einer Ethik der Unlesbarkeit lohnt es zu folgen – nicht nur in der Philosophie. Literatur: Adorno, Theodor W./Horkheimer, Max: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente [Orig.: 1947]. Frankfurt a. M.: Fischer 2019 [24. Aufl.]. Sharpe, Christina: In the Wake. On Blackness and Being. Durham: Duke U. P. 2016

    Sassan Niasseri: Shoot \u27em in the Head. Eine Film- und Seriengeschichte der Zombies.: Marburg: Schüren 2023. ISBN: 978-3-7410-0432-2. 200 Seiten, 28,00 €.

    No full text
    Zombies sind in der Populärkultur nicht totzukriegen, wie die weit gestreuten alltagssprachlichen Verwendungen zeigen: Sie reichen vom Cocktailnamen bis zu wirtschaftlich maroden "Zombiebanken" und auf Smartphones starrenden "Smombies". Der Zombie als Untersuchungsgegenstand ist mittlerweile auch vermehrt Thema wissenschaftlicher Publikationen. Insbesondere im letzten Jahrzehnt sind viele Veröffentlichungen mit unterschiedlichen Ansätzen erschienen. Der Großteil dieser Publikationen verfolgt eher film- und nahe kulturwissenschaftliche Ansätze (u. a. Kleinschnittger 2015, Abbot 2016, Kee 2017, Olney 2017, Ziegler 2017, Wadell 2018, Cameron 2021, Saldarriga/Manini 2022). Einige Publikationen fokussieren Themen wie die pandemische Dimension des Zombiefilms (Kroulík 2021, Laltha 2023) oder setzen einen politikwissenschaftlichen Schwerpunkt (Drezner 2022). Sassan Niasseris neue Monografie Shoot \u27em in the Head begleitet den Zombiefilm chronologisch von seinen Anfängen bis in die Gegenwart. Während sich in anderen Publikationen die Filmanalysen häufig einem übergeordneten Thema anpassen, geht Shoot \u27em in the Head den umgekehrten Weg. Durch die Beschreibung einzelner Filme werden neue, verbindende Motive eröffnet. In der Einleitung werden einige grundlegende Begriffe wie die ursprüngliche Bedeutung des Zombies erklärt und eine Abgrenzung zu anderen Monstern der Populärkultur vorgenommen (vgl. S. 27f). Unterteilt in drei größere Abschnitte, werden in chronologischer Reihenfolge Produktionen aus unterschiedlichen Ländern besprochen, wobei der Fokus auf US-amerikanischen Produktionen liegt. Der Umfang die einzelnen Beiträge variiert von mehrseitigen Analysen bis zu kurzen Besprechungen. Ergänzt werden die einzelnen Beiträge durch Interviews mit an der Produktion beteiligten Personen. Diese Interviews sind nicht in kompletter Länge abgedruckt, sondern im Fließtext zu einzelnen Aspekten des jeweiligen Films eingebunden. Eines der Hauptanliegen des Autors ist es, den Zombiefilm in seiner politischen Relevanz hervorzuheben. So würden Zombiefilme stärker als viele andere Horrorfilme gesellschaftliche Spannungen aufarbeiten, wie Niasseri zu belegen versucht. Erwartungsgemäß großen Raum nehmen die Filme des US-amerikanischen Regisseurs George A. Romero (1940-2017) ein. Mit Night of the Living Dead (US 1968), Dawn of the Dead (US/IT 1978) und Day of the Dead (US 1985) erschuf dieser drei der einflussreichsten Genrebeiträge. Zwar sei Romero nicht der Erfinder der Zombies, aber maßgeblich für die Popularität des Zombies im Film verantwortlich (vgl. S. 22). Er griff dazu eine zeitgenössische Strömung des Horrorkinos auf: Bereits in den 1950er Jahren waren Horrorfilme vor allem durch die Motive der Technikskepsis und Angst vor kommunistischer Invasion und Kollektivismus geprägt (vgl. Kleinschnittger 2015, S. 71). Niasseri betont auch wiederkehrende Themen, die das Werk von Romero prägen. So etwa ein ambivalenter Rassismusdiskurs. Alles Nicht-Weiße würde auf einer symbolischen Ebene mit Infektion gleichgesetzt, aber selbst weiße Menschen würden durch das Virus ihre zugeschriebenen privilegierten Eigenschaften verlieren (vgl. Kee 2017, S. 53). Auch Medienkritik ist ein fester Bestandteil der Filme von Romero, und besonders diese Sichtweise wurde von anderen Zombiefilmen übernommen, die Medien und deren Berichterstattung (samt sich verselbständiger Panikschleifen) insgesamt als negativ darstellen (vgl. Cameron 2021, S. 50). Vor allem sei Kapitalismuskritik kennzeichnend für das Werk von Romero. Die Kritik von Romero an der (amerikanischen) Konsumkultur lautet überspitzt formuliert: Wer seine Zeit mit sinnlosem Konsum verschwendet, ist der wirkliche Zombie (vgl. Saldarriga/Manini 2022, S. 55). Last but not least, experimentierte Romero mit progressiven Frauenrollen. Day of the Dead wäre fast als Horrorfilm mit einer der progressivsten Frauenrollen in die Filmgeschichte eingegangen. Allerdings überstrahlte der zeitgleich wesentlich erfolgreichere Aliens (James Cameron, US/UK 1986) den Film in dieser Hinsicht (vgl. S. 58). Mit dem zweiten Kapitel des Buches ("Wanderjahre") ist der Zombiefilm im Bereich des Mainstreamkinos angekommen. Das Subgenre ist in den 1980er Jahren durch immer heftigere Gewaltdarstellungen auch ein Objekt erhöhter behördlicher Aufmerksamkeit. Zusammen mit anderen Horrorfilmen landen viele Filme auf Verbotslisten, die letztendlich deren Bekanntheit nur steigern sollten (vgl. S. 72f). In diesem Zusammenhang schildert der Autor, dass der Zombie zunehmend des ursprünglichen Grusels beraubt wurde. Damit einhergehend findet auch ein Abflachen der kritischen Grundtöne statt. Filme wie The Return of the Living Dead (Dan O\u27Bannon, US 1985) und Braindead (Peter Jackson, NZ 1992) vermischen Horror mit Comedy. Rückblickend wird gerade an diesen Zombiefilmen kritisch betrachtet, wie sie den weiblichen Körper als erotisiertes Objekt männlicher Befriedigung darstellen und die Frau zu einer Quelle des Horrors transformieren (vgl. Olney 2017, S. 84). Der Zombiefilm verliert in den 1990er Jahren zunehmend an Bedeutung. Mit Resident Evil (ab 1996) erschien eine populäre Spieleserie vom japanischen Entwicklungsstudio Capcom. Die übergeordnete Handlung der Spiele und ihrer Filmumsetzungen kann auch als kritische Betrachtung von Großkonzernen und deren intransparenter Geschäftsaktivitäten gesehen werden (vgl. S. 102f). Dies sorgte insgesamt für neue Impulse für das Genre. Um die Jahrtausendwende erlebt der Zombiefilm eine neue Popularität, besonders ausgehend vom Remake von Dawn of the Dead (Zack Snyder, US/FR/JP 2004). Mit diesen Entwicklungen beschäftigt sich das letzte Kapitel des Buchs. Viele Zombiefilme in diesen Jahren thematisieren gegenwartspolitische Entwicklungen wie die Angst vor "Überfremdung", Terrorgefahr und die Zerstörung der Umwelt (vgl. S. 117f). In produktionstechnischer Sicht erreichen Zombiefilme neue Höhen. Mit World War Z (Marc Forster, US 2013) entsteht der bis dahin teuerste Genrebeitrag, ein Film, der auch als wütender Kommentar auf den Spätkapitalismus und seine globalen Verknüpfungen verstanden werden kann (vgl. Olney 2017, S. 77). Der globale Erfolg der Horrorfigur des Zombies zeigt sich auch in einer Reihe von asiatischen Produktionen. Mit der TV-Serie The Walking Dead (US 2010-2022) entsteht außerdem eine der populärsten TV-Serien der letzten Jahre, die den Maßstab von Gewaltdarstellungen im Mainstream-TV verändert hat (vgl. S. 166). Die Publikation legt anhand von Filmanalysen dar, wie sich die Popularität des Zombies in den letzten Jahrzehnten bis in die Gegenwart entwickelt hat. Leider verpasst das Buch die Chance, wissenschaftliche Literatur stärker in die Analysen einfließen zu lassen. Somit bewegt sich der Inhalt eher zwischen Fandiskursen und Journalismus. Der kulturwissenschaftliche Anteil der Quellen ist in der Minderheit. Das Buch eignet sich daher vor allem für Fankreise und Einsteiger*innen in die Thematik. Vor allem für Filmfans bietet das Buch einen reichhaltigen Fundus, da es sich auch mit einigen Aspekten der Filmproduktion beschäftigt. Dazu tragen vor allem Auszüge aus den Interviews bei. Im Kontext des globalen Phänomens des Zombies wären tiefere Analysen von Produktionen außerhalb des englischsprachigen Raums – vor allem im asiatischen Raum – interessant gewesen. Weiterführende (wissenschaftliche) Literaturhinweise zum Thema Zombies wären eine wertvolle Ergänzung gewesen, die in der Publikation angegebenen Quellen verweisen überwiegend auf journalistische Onlineportale. Positiv hervorzuheben ist, dass diese Publikation auch als Einstieg in die Thematik dienen kann, vor allem aufgrund der leicht verständlichen Schreibweise. Die Publikation leistet einen Beitrag dazu, ein interessiertes Laienpublikum auf die Komplexität der populär- und alltagskulturellen Figur des Zombies hinzuführen. Für eine konzeptuell rigorosere Auseinandersetzung mit dem Zombie sei hingegen auf die weitere hier zitierte Fachliteratur zum Thema verwiesen. Literatur: Abbott, Stacey: Undead Apocalyse. Vampires and Zombies in the 21st Century. Edinburgh: Edinburgh University Press 2016. https://www.cambridge.org/core/books/undead-apocalyse/55D90CBBCB6F71E77E1ADDBDEE5346FB. Cameron, Allan: Visceral Screens. Mediation and Matter in Horror Cinema. Edinburgh: Edinburgh University Press 2021. https://doi.org/10.1515/9781474419208. Drezner, Daniel: Theories of International Politics and Zombies. Princeton: Princeton University Press 2022. https://doi.org/10.1515/9780691223520. Kee, Chera: Not Your Average Zombie. Rehumanizing the Undead from Voodoo to Zombie Walks. New York: University of Texas Press 2017. https://doi.org/10.7560/313176. Kleinschnittger, Vanessa: Zombie Society. Mediale Modulationen der Figur des Zombies in Vergangenheit und Gegenwart. Baden-Baden: Nomos 2015. https://doi.org/10.5771/9783845265827. Kroulík, Milan: "Pandemics and Zombies. How to Think Tropical Imaginaries with Cinematic Cosmologies". In: eTropic. Electronic Journal of Studies in the Tropics 20/1, 2021.https://doaj.org/article/b9a7a6ca2e904e0db649e3c5c3743b5c. Laltha, Samiksha: "Creatures in our bed. Pandemics, posthumanism and predatory nature in World War Z (2013)". In: HTS Teologiese Studies/Theological Studies 79/3, 2023. https://doi.org/10.4102/hts.v79i3.7935. Olney, Ian: Zombie Cinema. Ithaca: Rutgers University Press 2017. https://doi.org/10.36019/9780813579498. Saldarriaga, Patricia/Manini, Emy: Infected Empires. Decolonizing Zombies. Ithaca: Rutgers University Press 2022. https://doi.org/10.36019/9781978826823. Waddell, Calum: The Style of Sleaze. The American Exploitation Film 1959-1977. Edinburgh: Edinburgh University Press 2018. https://doi.org/10.1515/9781474409261. Ziegler, Daniel: "Zombie-Szenarien und Krisen der Interpretation". In: Kino und Krise. Kultursoziologische Beiträge zur Krisenreflexion im Film. Hg. v. Lim Il-Tschung/Daniel Ziegler, Wiesbaden: Springer VS 2017, S. 31-49. https://doi.org/10.1007/978-3-658-14933-8_2

    Promotion and presentation of fiction in academic libraries: A one-year concept based on literary awards and book fairs, with Klagenfurt University Library as an example

    No full text
    Zielsetzung — Indem wissenschaftliche Bibliotheken ihren Fokus auf die Unterstützung von Forschung und Lehre legen, fristen die dort angesiedelten belletristischen Abteilungen mitunter ein »Schattendasein«. Am Beispiel der Universitätsbibliothek Klagenfurt soll nun aufgezeigt werden, dass ein gut durchdachtes Konzept nachhaltig zu einer signifikanten Erhöhung von Sichtbarkeit und Entlehnzahlen der entsprechenden Abteilungen führen kann. Forschungsmethoden — Die empirisch gewonnenen Erkenntnisse des Projekts wurden in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Klagenfurt erworben und teils auch direkt umgesetzt. Aufbauend auf Strategien von öffentlichen Bibliotheken und Erkenntnissen aus der einschlägigen Fachliteratur zu den Themen Leitsystemen und Marketingmaßnahmen in Bibliotheken, vor allem im Social Media Bereich, wurden Möglichkeiten zur Präsentation und Bewerbung von Belletristik erarbeitet. Ergebnisse — Die Evaluierung von verschiedenen Buchpreisen und -messen im deutschen Sprachraum hat zu einer Auswahl von Events geführt, die sich optimal für die Präsentation und Bewerbung der Belletristik-Aufstellung der Universitätsbibliothek Klagenfurt eignet. Anhand dieser Auswahl wurde ein Jahresplan erstellt, der mit Hilfe einer Checkliste für die Strukturierung und Konzeptualisierung der Bewerbungs- und Präsentationsmaßnahmen innerhalb der Bibliothek sorgt. Schlussfolgerungen — Die Nutzung eines niederschwellig anwendbaren Werbekonzeptes kann die Sichtbarkeit einer belletristischen Abteilung sehr erhöhen und in weiterer Folge zu verbesserten Entlehnzahlen führen. Wenn auch sämtliche Überlegungen und Maßnahmen zunächst für die Universitätsbibliothek Klagenfurt erdacht wurden, so können dieselben auch für die Nutzung an anderen Bibliotheken gewinnbringend herangezogen werden.Objective — As academic libraries focus on supporting research and teaching, the fiction sections located there are sometimes being pushed to the sidelines. Using the example of the Klagenfurt University Library, this publication aims to show that a well thought-out concept can lead to a significant increase in visibility and loans from the respective sections in the long term. Methods — The project’s empirical findings were acquired in cooperation with Klagenfurt University Library and partially directly implemented. Based on the policies adopted by public libraries as well as findings in relevant specialist literature dealing with guidance systems and marketing measures for libraries, especially in the field of social media, presentation and promotion scenarios for fiction were drawn up. Results — Evaluation of various literary awards and book fairs in German-speaking countries led to a selection of events that are ideally suited for the presentation and promotion of Klagenfurt’s fiction collection. On the basis of this selection, a one-year plan was prepared. A checklist guarantees clear structuring and conceptualization of promotion and presentation measures within the library. Conclusions — The use of an easily applicable advertising concept can greatly increase the visibility of a fiction section and subsequently lead to improved loan numbers. Even though all considerations and measures were initially conceived for the Klagenfurt University Library in specific, they can certainly be advantageous for other libraries as well

    Citizen science and small libraries: Considerations on the involvement of volunteer re- searchers in the Kreisarchiv and Landeskundliche Bibliothek des Märkischen Kreises

    No full text
    Zielsetzung — Eignen sich kleine Bibliotheken für Citizen Science-Projekte? Ziel des vorliegenden Beitrags war zu prüfen, ob sich partizipative Forschungsprojekte mit der Beteiligung interessierter Bürger*innen auch ohne die technische und personelle Infrastruktur großer Häuser umsetzen lassen oder an welchem Punkt Bibliotheken und Archive mit geringer Zahl von Mitarbeitenden gegebenenfalls an ihre Grenzen stoßen. Forschungsmethoden — Zunächst galt es einen belastbaren Citizen Science-Begriff zu definieren. Wie unterscheiden sich Citizen Science, Citizen Humanities oder Bürgerwissenschaften? Denn viele Projekte sind mit unterschiedlichen Begriffen umschrieben und scheinen zunächst schwer vergleichbar. Um zu prüfen, ob sich in den Beständen der untersuchten Einrichtung grundsätzlich Quellen finden lassen, die eine gemeinsame Bearbeitung ermöglichen, wurden andere Häuser hinsichtlich der Themenstellung ihrer Citizen Science-Projekte ausgewertet. Im Anschluss wurden ausgewählte Best Practices nach einem definierten Katalog hinsichtlich der technischen Umsetzung und des personellen Bedarfs ihrer Projekte ausgewertet und in Bezug zur eigenen Einrichtung gesetzt. Ergebnisse — Die Bestände von Kreisarchiv und Landeskundlicher Bibliothek eignen sich inhaltlich für die gemeinsame Bearbeitung mit der interessierten Öffentlichkeit. Die untersuchten Beispieleinrichtungen zeigen, dass die technische Umsetzung eines Projekts mit überschaubaren Kapazitäten möglich ist. Schlussfolgerungen — Der Erfolg von Citizen Science-Projekten ist nicht abhängig von der Größe der Institution. Ausschlaggebend ist das Engagement der beteiligten Mitarbeitenden und die Arbeiten im Vorfeld des partizipativen Projekts. Wenn die Zielgruppe klar benannt ist, die Quellen vorbereitet und die passenden Tools ausgewählt wurden, ist die Umsetzung eines eigenen Projekts auch mit einem kleinen Team möglich.Objective — Are small libraries suitable for citizen science projects? The aim of this article was to examine whether participatory research projects involving interested citizens can be implemented without the technical and personnel infrastructure of large institutions. Methods — The first task was to define a robust concept of citizen science. What is the difference between citizen science and citizen humanities? In order to check whether sources could be found in the holdings of the examined Archive that would enable a common approach, other institutions were evaluated with regard to the topics of their citizen science projects. Subsequently, selected best practices were evaluated according to a defined catalog with regard to the technical implementation and personnel requirements of their projects and compared to the own institution. Results — The holdings of Kreisarchiv and Landeskundliche Bibliothek are suitable for joint processing with the interested public. The institutions examined show that the technical implementation of a project is possible with small capacities. Conclusions — The success of citizen science projects does not depend on the size of the institution. The decisive factor is the commitment of the employees involved and the work carried out in the run-up to the participatory project. If the target group is clearly defined, the sources have been prepared and the appropriate tools are chosen, it is possible to implement projects even with a small team

    Frontmatter

    No full text

    Mehen, The Ancient Egyptian Serpent Game : A Reappraisal of the Evidence Set

    Get PDF
    The Game of the Snake, the Serpent Game, or Mehen is a board game thought to have been played by ancient Egyptians throughout at least Dynasties 1–6. This paper identifies important inaccuracies and misunderstandings in the evidence and in prior works about Mehen from the mid-19th–21st centuries, many of which have been propagated for decades, and attempts to clarify them while also assessing new developments from a ludological perspective. Newly interpreted archaeological evidence is incorporated from the tombs of Rashepses and Hesy at Saqqara, and from the pyramid complex of Sahure at Abusir. Furthermore, the paper provides new insights into Mehen boards held in international collections, including the Fitzwilliam Museum, Cambridge, the Ashmolean Museum, Oxford, The Metropolitan Museum of Art, New York, the Petrie Museum, London, and the Ägyptisches Museum, Berlin, plus observations regarding the board fragments discovered in the tomb of Peribsen in 1905. A variety of minor clarifications regarding game piece finds and texts are also identified. The evidence set is significantly changed and notably more consistent once the findings in this article are incorporated. From a ludological perspective, the changes represent a crucial shift and should allow future researchers to present much stronger arguments for theories of game-play

    Understanding Diversity in American Egyptology: Results of the 2021 Egyptology State of the Field Survey

    Get PDF
    The field of Egyptology in the United States lacks the demographic, educational, and occupational data necessary to improve educational environments, identify new career opportunities, and diversify the field. The Egyptology State of the Field (ESotF) is an independent, collaborative, volunteer project developed to address this data gap with two components: an online survey of Egyptologists trained or working in the United States and a supplementary, optional semi-structured interview on career trajectories. The ESotF team adopted an inductive approach in our survey design, which allows ques- tions to be formed as data are acquired, rather than collecting data with a specific set of research questions determined at the outset. This report presents the results of the demographic ESotF data collected through the online survey, which is compared with relevant external data sets in Egyptology, academic contexts, and the United States as a whole. These data demonstrate the degree to which American Egyptology lacks diversity in comparison to the United States population. It is our intention that educators and students, as well as academic and curatorial departments, use ESotF data to understand the makeup of Egyptology in the United States, improve educational and occupational environments, develop initiatives and programs aimed at diversifying and strengthening the field, and generate new studies to track changes to the composition of our field over time.

    ¿Lo que más temían las mujeres? Partos mortales y embarazos de riesgo en palacio y en casas de pobres (Siglo de Oro con incursiones contemporáneas)

    Get PDF
    Our vision of maternal death in childbed is conditioned by sources which foreground vicissitudes in the lives of aristocrats. Where testimonies deal with commoners, death seems to be much less frequent than could be expected.  Possible reasons for this divergence between the spheres of the nobles and commoners will be discussed in this study. Moreover, it raises the question of the impact of epidemies and diseases on the course of pregnancy and birth

    A historic perspective on gendered role expectations and processes of exclusion in communication studies and how female scholars cope with them

    Get PDF
    Die Forschung zur Kommunikationswissenschaft legt nahe, dass es Ungleichbehandlungen von Frauen im Fach gibt, die das Ergebnis von geschlechtsspezifischen, generationsüberdauernden Rollenerwartungen sind. Ihre Langlebigkeit impliziert, dass sie im disziplinären Habitus reproduziert werden, der einen Mainstream vorgibt und zugleich bestimmte Inhalte und Akteure davon ausschließt (Bourdieu, 1984). Ziel dieses Beitrags ist es, generationsüberdauernde Formen der Ungleichbehandlungen, die mit geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen und dem Ausschluss vom disziplinären Mainstream zusammenhängen, zu untersuchen sowie Bewältigungsstrategien von Wissenschaftlerinnen im Umgang mit diesen zu identifizieren. Empirische Grundlage der Arbeit sind qualitative Interviews mit Kommunikationswissenschaftler*innen. Es zeigt sich, dass geschlechtsspezifische Rollenerwartungen im Bereich der Lehre, dem Netzwerken, bei informellen Treffen und der Wahl von Forschungsthemen besonders präsent sind, während Formen der Ausgrenzung im Zusammenhang mit dem Verfassen von Publikationen und dem Übergehen und Ignorieren von Frauen in persönlichen Gesprächen zu finden waren. Es zeigte sich zudem, dass sich die Bewältigungsstrategien und somit auch der Feldhabitus über Generationen hinweg verändern und das Bewusstsein für Probleme zunimmt.Research on the field of communication studies suggests that unequal treatment of women can be found and that it is the result of gendered role expectations that have transcended generations. Their longevity implies that they are reproduced in the disciplinary habitus, which defines a mainstream from which certain content and agents are excluded (Bourdieu, 1984). The goal of this paper is to identify gender inequalities that are found in communication studies today and can be traced back to the very beginning of the discipline. They are analyzed in relation to role expectations and forms of exclusion as well as coping strategies connected to the disciplinary habitus. This work uses qualitative interviews with communication scholars as empirical data. In the interviews gendered role expectations had strong effects in the area of teaching as well as networking at informal gatherings and choosing research topics, while forms of exclusion were found in connection to writing publications and women being talked over and ignored in face-to-face conversations. Coping strategies changed with generations, thus the field habitus changes as well

    0

    full texts

    0

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Universität Wien: OJS-Service
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇